Thema: Vanity Fair

 

Alle 9 Artikel zum Thema Vanity Fair auf netzwertig.com:

Aus nach zwei Jahren:
Vanity Fair verabschiedet sich

Ole Reißmann, 18. Februar 2009 um 11.53 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Erst große Ambitionen, dann auswechselbare Massenware: Die deutsche Vanity Fair wird nach zwei Jahren eingestellt – Schuld soll die globale Wirtschaftskrise sein.


Die deutsche Vanity Fair wird mit der aktuellen Ausgabe eingestellt, berichten die Branchendienste Kress und Meedia. Demnach erklärte Verleger Jonathan Newhouse um 11.30 Uhr: “It is my sad duty to announce that Vanity Fair Germany will close after the current issue.” Es sei seine traurige Pflicht mitzuteilen, dass die deutsche Vanity Fair nach der aktuellen Ausgabe eingestellt werde. In der derzeitigen wirtschaftlichen Situation sei es unmöglich, die Zeitschrift weiter herauszugeben, heißt es als Begründung.

» weiterlesen

Online-Start-up:
Das tägliche Biest ist da

Ole Reißmann, 8. Oktober 2008 um 10.29 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Bunte News und ernste Themen: Das neu gestartete The Daily Beast präsentiert alles, was den Redakteuren wichtig scheint. Nur 30 Prozent der Inhalte steuern sie selbst bei – der große Rest besteht aus Links.

Es soll der ganz große Erfolg werden. Erst machte sie das britische Luxus-Magazin Tatler groß, dann verhalf sie der amerikanischen Vanity Fair zur Millionenauflage und entstaubte anschließend den New Yorker – Tina Brown kennt sich aus mit Zeitschriften. Jetzt versucht sie es im Web, mit Online-Journalismus.

The Daily Beast heißt ihre Seite, zwölf Mitarbeiter hat sie rekrutiert – von Washington Post, Slate, Sun, USmagazine.com und Nerve. Seit dieser Woche präsentieren sie einen schnellen, intelligenten und subjektiven Nachrichtenmix. Die aktuellen Aufmacher sind Islands bankrotte Banken, der offene Brief eines Irakkriegs-Veteranen, welche Politiker für die Krise verantwortlich sind – und Jennifer Lopez.

» weiterlesen: Mehr Geschmack, weniger Inhalt

Die Klickwährung:
Geblockt oder abgezockt?

Klaus Jarchow, 6. Oktober 2008 um 12.39 Uhr , 22 Kommentare Kommentare

Wehe dem, der noch ohne Popup-Blocker durch das Internet surft: Er wird mit Werbung zugeblinkt und vollgemüllt. Wer hingegen ohne Reklame surft, wird trotzdem als “Klick” gezählt. Damit gerät die Währung ins Wanken.

Wie ist das eigentlich? Wie Hunderttausende anderer Internetnutzer auch, verwende ich längst einen AdBlocker, scharf gemacht dank einer wohlsortierten und stets aktualisierten Liste mit besonders nervtötenden Anbietern, die dann – von mir unbemerkt – beim Laden schon einen Tritt in den Mors erhalten. So kann ich halbwegs sicher sein, bei meinen Ausflügen ins Netz nicht auf das zu stoßen, was mir grundlegend die Laune verdirbt, was immer nur penetrant nach Aufmerksamkeit geiert und zu diesem Zweck dämlich herumblinkt und wie ein Flummiball über den Monitor springt – und mir dabei doch stets nur die freie Aussicht aufs Internet verstellt.

So dysfunktional nämlich ist unverlangte Werbung – und zwar in jeder Form: Sie vergrault diejenigen, die sie vorgibt, ‘gewinnen’ zu wollen. Aus meiner Perspektive habe ich mich mit meinem Adblocker nur aus berechtigtem Eigeninteresse gegen Unmassen von Info-Müll gewehrt.

» weiterlesen

Vanity Fair:
Porno, Adorno, Lifestyle

Ole Reißmann, 15. Juli 2008 um 14.14 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Die in letzter Zeit schön geschminkte und weichgespülte Vanity Fair bekommt Profil: Peter Praschl, zuvor Chefredakteur der eingestellten Matador, soll neuer Leiter des Kulturressorts werden.

Anfang Februar vergangenen Jahres in Berlin: Protzige Werbung für protzende Zeitschrift (Bild Keystone/Michael Sohn)Mitte August werde Peter Praschl die vakante Stelle bei Vanity Fair antreten, berichtet der Branchendienst Kress. Der 48-jährige Journalist ist nicht nur Fans leicht- bis gar nicht bekleideter Models bekannt: Vor rund acht Jahren gründete er mit einem Freund das Weblog “Sofa. Rites de Passage” und gehört damit zur Ursuppe der deutschsprachigen Blogosphäre, die sich um das Jahr 2002 auf der Plattform Antville formte. Seit seiner Zeit bei Matador ist der studierte Philosoph (der auch eine virtuelle Adorno-Lesegruppe initiierte) jedoch nur noch äußerst selten dort anzutreffen. Der Mythos von “Praschls geheimen Weblog” macht seitdem in Blogs und Kommentaren die Runde.
» weiterlesen

Vanity Fair:
Weichgespült und schön geschminkt

Ole Reißmann, 30. Mai 2008 um 10.11 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Aus dem “neuen Magazin für Deutschland” wird eine ganz gewöhnliche Zeitschrift: Aktuelle Personalien zeigen, wo der Schwerpunkt der Vanity Fair in Zukunft liegt.

Anfang Februar vergangenen Jahres in Berlin: Protzige Werbung für protzende Zeitschrift (Bild Keystone/Michael Sohn)Die neue Vanity Fair unter Chefredakteur Nikolaus Albrecht reiht sich endgültig zwischen Bunte, Gala und Co. ein: Weniger Relevanz, mehr Firlefanz. Unterhaltung für die breite Masse, weniger Anspruch, weniger verzweifelt auf der Suche nach den ominösen “Movers and Shakers”. Also wurde konsequent das “Agenda”-Ressort gestrichen, das A-Wort existiert nur noch als Bezeichnung einer Rubrik auf der Internetseite. Zu der gefühlten Weichspülung des Magazins passen eine Hand voll Personalien, die in dieser Woche von den bekannten Branchendiensten vermeldet wurden:
» weiterlesen

Wir linken Love

Ole Reißmann, 26. Februar 2008 um 19.49 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Das ist Service: Courtney Love rotzt ein Tagebuch ins Internet und Vanity Fair übersetzt es auf der eigenen Webseite ins Deutsche. Nur den Link haben sie vergessen…

Courtney Love
Courtney Love (Bild Keystone)

Courtney Love, die “raue Künstlerin” (Spiegel) schreibt Tagebuch auf MySpace – und die deutsche Vanity Fair übersetzt das dort Geschriebene und veröffentlicht es auf der Webseite als eigenen Artikel. Einfach eine Überschrift und einen knackigen Einstieg drüber geschrieben (“durchgeknallt”, “irre”, “Viel Spaß!”) und fertig ist der schicke Online-Content, der mit viel Wohlwollen noch als Zitat durchgehen könnte.

Was im Internet allgemein üblich ist, nämlich das Verlinken der Quelle, gilt anscheinend nicht für Vanity Fair. Der erwartungsfrohe Leser, der auf das gülden schimmernde “Courtney Love” im Text klickt und dahinter das Original-Blog erwartet, landet doch nur auf Loves Eintrag bei “Vanity Faces”.

» weiterlesen

Wer gewinnt die LeadAwards?

Ole Reißmann, 21. Februar 2008 um 13.58 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Am 5. März werden in Hamburg die LeadAwards verliehen – wir nennen unsere Favoriten für die begehrten Auszeichnungen LeadMagazin, Newcomer und WebLeader des Jahres.

Nominiert für den LeadAward
AD, 032c und Stern sind nominiert als LeadMagazin des Jahres

Stern und AD waren schon 2007 nominiert, der erste Platz ging damals an das SZ Magazin. Da die visuelle Erfrischungskur des Sterns alles andere als begeistert und das Heft nach wie vor wie ein Relikt aus längst vergagenen Zeiten wirkt, dürften sich hier eher AD und die 032C streiten. Letztere hat ein neues Layout von Mike Meiré erhalten, das für Aufsehen gesorgt hat. Die 032c sei sicherlich das stilprägendste deutsche Magazin im Ausland, sagte jüngst LeadAcademy-Vorstand Markus Peichl im Interview mit der FAS. Deswegen gewinnt Avantgarde vor langweiligem Luxus: Die 032c hat gute Chancen, LeadMagazin des Jahres zu werden.

» weiterlesen

Vorbild Vanity Fair

Ronnie Grob, 31. Juli 2007 um 9.12 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Ulf Poschardt, Chefredakteur der deutschen Vanity Fair, Oktober 2006 (faz.net) über die US-Vanity Fair:

“‘Vanity Fair’ hat harte, journalistische Geschichten, doch sie werden mit einem eigenen, ganz besonderen Twist erzählt”, sagt Poschardt. “Die Härte der Realität erscheint durch die Eleganz des Heftes noch deutlicher auf.”

“Es fehlt uns in Deutschland nicht an erstklassigen Journalisten, sondern an den entsprechenden Formaten.”

Ulf Poschardt, Chefredakteur der deutschen Vanity Fair, August 2007 (cicero.de) über sein Produkt:

Als wöchentliches Magazin, das seine Geschichte zumeist entlang von Menschen und deren Schicksalen erzählt, verstehen wir Politik im Grunde als eine große Soap. Genauso möchten wir auch unser Heft sehen: als eine Art große, anspruchsvolle, wöchentliche….

… Reality-Soap?
Schon etwas mehr. Vom Anspruch her und vom Grad der Intelligenz arbeiten wir auf dem Niveau von Unterhaltungsserien wie ?Grey`s Anatomy?, ?Dr. House? oder ?Sex and the City?. Frau Merkel kann man in diesem Kontext wie eine Heldin aus einer Soap betrachten, eine Figur, die man verfolgt und sagt: Guck mal an, was aus dieser Frau geworden ist, wie die das hinbekommen hat.

(…)

Wir haben neulich ein Foto gezeigt, auf dem Frau Merkel Maria Furtwängler in den Ausschnitt guckt, um sich deren Kette anzusehen. Ich finde, das ist ein schönes Beispiel dafür, wie sie zu einer eigenen Form gefunden hat. Oder nehmen Sie den Steinmeier, der ist doch interessant. Da könnte man jetzt über die Brillenästhetik sprechen, aber sicherlich auch darüber, dass er sich als stellvertretender SPD-Vorsitzender von einer Figur im Hintergrund zu einem Akteur entwickelt hat – auch das läuft ab wie in ?Verliebt in Berlin?.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Die erste Vanity Fair zum Letzten

Ronnie Grob, 12. Februar 2007 um 19.52 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Da ich nur vernichtende Kritiken über die neue deutsche Ausgabe von Vanity Fair gelesen habe, wollte ich wissen, wie schlimm sie wirklich ist. Die Zeitschriftenhändlerin schaute ganz lange auf den Preis, dann auf mich, als sei ich dafür verantwortlich und dann wieder auf den Preis. Sie sagte: Die kostet 2 Franken. Das hab ich dann bezahlt.

» weiterlesen