Zeitungskrise in den USA:
Beim Star-Ledger geht’s um alles
Die Zukunft der Zeitung könne man in New Jersey sehen, schrieb Jeff Jarvis – und meinte die neuen Videonachrichten. Jetzt droht der Star-Ledger Opfer der Zeitungskrise zu werden.
Es ist gerade drei Tage her, da wurde die Regionalzeitung noch gefeiert. “Ich habe die Zukunft gesehen und sie ist in Jersey”, schrieb Jeff Jarvis am 28. Juli über New Jerseys Star-Ledger. Grund des Jubels: Eine neue Nachrichtensendung für die Online-Ausgabe der Zeitung, in der ein Reporter an seinem Schreibtisch im Newsroom der Zeitung sitzt und kleine Beiträge anmoderiert. Kein geringerer als VJ-Papst Michael Rosenblum hat den Reportern das Videomachen beigebracht und mit ihnen das Nachrichtenformat entwickelt.
Die Zukunft der Zeitung in Jersey? Die Aussichten könnten nicht schlechter sein: Die Auflage des Star-Ledger ist unter 300.000 Exemplare gesunken, die Anzeigenerlöse stagnieren. Zum Jahresende erwartet die Besitzerfamilie der größten Zeitung im US-Bundesstaat New Jersey einen Verlust von 30 bis 40 Millionen Dollar, wie die New York Post nur drei Tage nach Jarvis Jubelmeldung berichtet.









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