Thema: Urheberrecht

 

Alle 34 Artikel zum Thema Urheberrecht auf netzwertig.com:

Linkwertig:
Lobbyismus, Google Solar, YouTube, HTC

Urheberrecht
Wer könnte sich besser als Urheberrechtsbeauftragte der EU eignen, als eine Lobbyistin der Musikindustrie?

Maria Martin-Prat, die designierte neue Urheberrechtsbeauftragte der EU, legt ihren Job als Lobbyistin der Musikindustrie zurück, um im Zukunft Urheberrechtsfragen in der EU zu steuern.

» Musikindustrie-Lobbyistin wird Urheberrechtsbeauftragte der EU

 

Google Solar
Google hat 3,5 Millionen Dolar in Solaranlagen in Brandenburg investiert. Für Google ist das das erste Investment dieser Art ausserhalb der USA.

» Google to invest in German solar power plant

 

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Linkwertig:
Paid Content, Urheberrecht,
Groupon, 4chan

Paid Content
Nach unzähligen Monden des Abwägens und Überlegens wird die New York Times am 28. März ihr digitales Bezahlsystem starten. Nach monatlich 20 Besuchen der Website wird eine Gebühr von 15 Dollar fällig. Verweise via Google, Facebook oder Twitter werden dabei nicht berücksichtigt.

» The Times Announces Digital Subscription Plan

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Urheberrecht
Googles Denkfabrik ‘Internet & Gesellschaft Collaboratory’ will eine Debatte um das Urheberrecht anstossen.

Laut dem von ihm vorgestellten Entwurf soll die “naturrechtliche Eigentumslogik” des bisherigen Systems ad acta gelegt werden.

» Googles Think Tank stößt Debatte um neues Urheberrecht an

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Linkwertig:
Urheberrecht, AOL,
AngelList, Journalismus

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Enquete-Kommission
Die Enquete-Kommission wird sich in nächster Zeit besonders dem Urheberrecht widmen.

Besser solle die Kommission die Idee eines neuen Urheberrechts als “Leuchtturm” entwickeln, von dem für die Gesetzgebung ein Signal ausgehe.

» Internet-Enquete: Kampfzone Urheberrecht

 

AOL
AOL bleibt auf Shopping-Tour und hat outside.in, einen Aggregator für hyperlokale News, übernommen. ReadWriteWeb fragt sich, warum dieser Bereich entgegen vieler Erwartungen eher dahintümpelt.

» Hyperlocal Heartbreak: Why Haven’t Neighborhood News Technologies Worked Out?

 

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Linkwertig:
Perlentaucher, Jajah, Old Spice, Dropbox

Informationsschutzrecht
Carta fasst den Fall Perlentaucher zusammen.

In jener politischen Diskussion wird gar darüber verhandelt, ob es ein Gesetz geben sollte, das letztlich die Sprache selbst monopolisiert. Die Verlage verlangen ein Ausschließlichkeitsrecht auf kleinste Textbestandteile, Überschriften eventuell sogar einzelne Worte.

» Die Causa Perlentaucher: Soll das Urheberrecht etwa auch den Inhalt schützen?

 

Jajah
Nachdem Telefónica vor ein paar Monaten den österreichischen VoIP-Provider Jajah übernommen hat, offeriert nun O2 in Deutschland die Möglichkeit, via Jajah internationale Ferngespräche zu lokalen Tarifen zu tätigen.

» Jajah Now Powers Low-Cost Long Distance For German O2 Subscribers

 

Old Spice
Marshall Kirkpatrick wirft einen Blick hinter die Kulissen der Social Media Kampagne von Old Spice, die in den letzten Tagen zumindest die Twittosphere gut unterhalten hat.

» How the Old Spice Videos Are Being Made
» The Old Spice Social Media Campaign by the Numbers

 

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Der Fall “Axolotl Roadkill”:
Doppelmoral in großem Stil

Passagen des Buchs “Axolotl Roadkill” basieren auf einem anderen Buch, sind teilweise davon abgeschrieben. Die Reaktion der sonst nach stärkstem Urheberrecht Rufenden offenbart Doppelmoral.

axolotl roadkill
axolotl roadkill
Die siebzehnjährige Helen Hegemann hat mit “Axolotl Roadkill” ein erfolgreiches Romandebüt hingelegt:

Das Buch stieg auf den vorderen Rängen der „Spiegel“-Bestsellerliste ein; derzeit findet man es dort auf Platz fünf. In dieser Woche wird bekannt gegeben werden, dass es für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert ist.

Der Blogger Deef Pirmasens hat nach der Lektüre des Buches festgestellt, dass nicht wenige Passagen daraus aus dem Buch “Strobo” des Bloggers Airen abgeschrieben wurde. Das Buch oder Airen werden in der ersten Ausgabe von Axolotl Roadkill trotz weitreichender Selbstbedienung durch Hegemann nicht erwähnt. Pirmasens über das auffällig unterschiedliche Vorgehen der Autorin:

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Urheberrecht:
Es gibt kein ‘geistiges Eigentum’

Entgegen der verbreiteten Annahme handelt es sich beim Urheberrecht nicht um mit Privateigentum vergleichbares ‘geistiges Eigentum’, sondern um ein Monopolrecht auf Verwertung der geschützten Werke.

“Raubkopie”

“Enteignung”

“Piraterie”

“Filesharing ist Diebstahl”

Das sind die Kampfbegriffe und Aussagen in der Urheberrechtsdebatte, die den Blick auf das Wesentliche verstellen. Sie alle fußen auf einem Bild, das nicht der Wahrheit entspricht: Urheberrecht ist geistiges Eigentum, ist das Gleiche wie Eigentum an physischen Gütern.

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“Leistungsschutz”:
Linkverbot!

In Deutschland verlangt Burda einen “Leistungsschutz” für Medien. In den USA wird das Kind bereits beim Namen genannt: Ein Linkverbot für News für 24 Stunden. Dort eine Idee aus der Mottenkiste, die hierzulande verfangen könnte.

Wenn die Geschäftsmodelle von gigantischen Industrien durch neue Technologien in Stücke gerissen werden, kommen die Betroffenen auf irrwitzige Ideen.

Als nichts anderes muss es bezeichnet werden, wenn “die vierte Gewalt”, die diesen “Titel” aufgrund ihrer angeblichen Unabhängigkeit von Staat und Wirtschaft lange wie eine Monstranz vor sich her getragen hat, sich urplötzlich genau denen an die Brust wirft und Schutz vor dem bösen Volk und angeblichen Trittbrettfahrern verlangt.

Konkreteste Idee bisher: Nachrichten- oder News-Texte von Zeitungen sollen mindestens vierundzwanzig Stunden lang nicht verlinkt werden dürfen. Das sind die jüngsten und bisher konkretesten Vorschläge aus Lobbyisten- und Anwaltskreisen in den USA.

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Kulturflatrate:
Pro und Contra

Die Kulturflatrate, eine zentral eingesammelte und an Rechteinhaber ausgeschüttete Pauschalabgabe auf online verteilte Kulturgüter, wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an.

Vor einigen Tagen war ich auf ego.fm zu einer Sendung zum Thema Kulturflatrate zu hören. Die gesamte Sendung kann man hier anhören. Das Interview mit mir kann man auch hier bei uns herunterladen. Ich hatte vor der Podiumsdiskussion auf der re:publica 09 zum Thema einige Argumente vorbereitet, die leider durch das Abbügeln jeder Diskussion vom Moderator nie angesprochen werden konnten. Im Folgenden werde ich die Argumente für und gegen die Kulturflatrate ausführen.

Ein Hinweis: Der folgende Text ist recht lang. Wer keine Zeit oder Lust hat, ihn komplett zu lesen, kann auch für die wesentlichen Punkte lediglich das Fazit am Ende lesen.

Auffällig ist in letzter Zeit, dass die Debatte rund um die Kulturflatrate an Fahrt aufgenommen hat. So steht neben den Grünen auch die SPD einer Kulturflatrate zumindest nicht ablehnend gegenüber:

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Der Kampf der Geschäftsmodelle

Entgegen in Medien oft gemachten Aussagen verschwindet Kulturproduktion nicht mit einem offenen Internet. Mit den Marktverschiebungen durch das Netz werden neue Geschäftsmodelle notwendig. Die alten Geschäftsmodelle mit starken Regulierungen des Internets aufrechtzuerhalten, ist gesellschaftlich nicht wünschenswert.

Ralf Bendraths Artikel auf netzpolitik.org ist, wie ich bereits anmerkte, sehr lesenswert. Allerdings geht es bei den aktuellen Ereignissen weniger um einen, dort so genannten “Kampf der Kulturen”. Sicher, auch Mentalitäten und Einstellungen, wie eine Gesellschaft zu funktionieren hat, spielen eine gewichtige Rolle. Immerhin ist der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft durch das Internet nicht einfach nur einer hin zum Digitalen, sondern einer die etablierten Strukturen erschütternder. Das Internet verändert Vorgehensweisen und Kulturtechniken.

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Bundesverband Musikindustrie:
Internet-Filter als Geschäftsmodellschutz

Nerdcore hat mich an einen Absatz in diesem vielleicht lesenswertesten Artikel zum Thema Kinderpornographie-Sperren in der c’t erinnert, auf den ich auch noch einmal eingehen wollte:

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: „Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.“ Das ist die mühsam verklausulierte Forderung, unliebsame P2P-Linkseiten auf die Sperrliste zu hieven.

Wir sehen hier den Vertreter einer Industrie, die sich weigert, ihre Geschäftsmodelle an die Veränderungen in ihrem Markt anzupassen und stattdessen fordert, dass diese Veränderungen wieder verschwinden. Das Problem ist hier natürlich, dass eine Industrie mehr Rechte für sich in Anspruch nehmen will, als ihr zustehen. Der Musikindustrie steht nicht zu, mit zu entscheiden, was im Internet gefiltert wird und was nicht. Genau das ist aber die (implizit angekündigte) Forderung. Ganz abgesehen von der grundlegenden Problematik mit Internet-Filtern.

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