Alle 50 Artikel zum Thema Übernahmen auf netzwertig.com:
Die Zeiten, in denen Google, Yahoo und Microsoft (GYM) das Internetgeschehen dominierten und sich die dicksten und attraktivsten Brocken aus dem Web-2.0-Teich fischten, sind möglicherweise vorbei. Das deuten eine Reihe von Übernahmen kleiner und großer Startups durch Konzerne aus dem Internet-, Medien- und Non-Medien-Bereich an. Die aktuellsten Beispiele: VentureBeat will erfahren haben, dass der Social-Bookmarking-Dienst Clipmarks vom bekannten New Yorker Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine gekauft werden soll. Das Wall Street Journal berichtet von einer geplanten Übernahme der Social-Shopping-Community Kaboodle durch den Medienkonzern Hearst Corporation. Das Unternehmen veröffentlicht in den USA bekannte Magazine wie Cosmopolitan und Marie Claire sowie zahlreiche lokale Tageszeitungen und hält Anteile an diversen Fernsehsendern. Kaboodle hat rund 250.000 registrierte Mitglieder und erreicht zirka zwei Millionen einzelne Besucher pro Monat. » weiterlesen
Erfolgreiche Webangebote werden gerne kopiert. Das es auch anders geht, zeigt TechCrunch. Der stark frequentierte und mit Investorengeldern finanzierte US-Blog wollte eine Community starten, bei der Einladungen zu in der Beta-Phase befindlichen Webdiensten getauscht werden sollten. Doch mit InviteShare kam ein anderer Dienst dem TechCrunch-Team zuvor. Statt mit der Entwicklung eines eigenen Angebots fortzufahren, entschied man sich, InviteShare, das mittlerweile bei einer Onlineauktion zum Verkauf stand, kurzerhand zu übernehmen. Kurios: TechCrunch hatte einige Tage zuvor über die Seite berichtet und sie in Web-2.0-Kreisen bekannt gemacht. TechCrunchs Chefredakteur Michael Arrington hält es für wahrscheinlich, dass man damit letztlich den Auktionspreis in die Höhe getrieben hat. Gut, dass rund um das Silicon Valley Geld in diesen Monaten eher eine untergeordnete Rolle spielt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Eine geplante Mehrheitsbeteiligung des Zeitschriftenverlages Gruner + Jahr (G+J) an Deutschlands “erstem und einzigen Internet Broadcast Guide” MyTV ist wenige Stunden vor der Vertragsunterzeichnung geplatzt. Das berichtet w&v Daily in seiner heutigen Ausgabe. Der Notartermin, an dem die Bertelsmann-Tochter G+J und MyTV die Beteiligung besiegeln wollten, wurde am 18. April vereinbart und war für den 1. Juni angesetzt. Laut w&v sagte G+J den Termin nur wenige Stunden vorher plötzlich ab. Alexander von Stahl, Aufsichtsratschef der MyTV.de Internet Fernsehen AG, sei es unverständlich, warum der Verlag in letzter Minute abgesprungen ist. MyTV prüft nun Schadensersatzansprüche gegen die Hamburger Bertelsmann-Tochter. » weiterlesen
Holtzbrinck eLAB (eine 100-prozentige Tochter des Holtzbrinck-Verlages) ist weiterhin auf Einkaufstour. So wurde angekündigt, dass Holtzbrink eLab die Klaß & Ihlenfeld Verlag GmbH – Zustimmung des Kartellamtes vorausgesetzt – übernimmt, welche das IT-Newsportal Golem.de betreibt. Ebenfalls wird die NetDoktor GmbH übernommen, welches hinter dem Gesundheitsportal NetDoktor.de steht. » weiterlesen
Aktualisiert um 16:30
Die in der vergangenen Woche bei eBay gestartete Versteigerung des deutschen Twitter-Klons dukudu.de ist beendet. Der nur einen Monat im Netz befindliche Dienst ging für 43.208 Euro über den virtuellen Ladentisch. Der eBay-Name des Käufers wurde nicht veröffentlicht. Laut deutsche-startups ist der Käufer die allesklar.com AG. Mittlerweile wurde dies vom Unternehmen mit einer Pressemitteilung bestätigt. Die allesklar.com AG betreibt unter anderem das Städteportal meinestadt.de. Die Auktion hatte für Aufsehen gesorgt, da dukudu.de sich wie die meisten anderen deutschen “Was machst Du”-Plattformen nie im Netz etablieren konnte und die von den Betreibern angegebenen 25.000 Euro Entwicklungskosten unangmessen hoch erschienen.
Selbst wenn die allesklar.com AG dukudu.de mit intensiver Bewerbung zu einem erfolgreichen Angbot aufbauen sollte – das hätte man auch billiger haben können. Zumal das Medienecho über die Blogsphäre nicht hinaus gekommen und lediglich temporär ist. Dukudu.de fängt bei Null an. Gratulieren muss man den Gründern der Seite. Sie haben mit der zirka zehnten deutschen Twitter-Kopie auf intelligente Weise Werte geschaffen. Möglicherweise verwenden sie ja jetzt dieses Kapital für eine sinnvolle Gründung.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Der erst vor wenigen Wochen gestartete Twitter-Klon dukudu.de steht bei eBay zum Verkauf. Diese Nachricht allein ist wenig verwunderlich. Dass nicht alle der mittlerweile mutmaßlich zehn in Deutschland existierenden “Was machst Du”-Plattformen überleben können, daran besteht kein Zweifel. Beachtlich hingegen ist der Preis für das Projekt, der bereits jetzt – sechs Tage vor Ende der Auktion, bei 7550 Euro liegt. Es ist nicht abzusehen, in welche Sphären sich die Gebote noch bewegen werden.
Da es dukudu.de nicht mal einen Monat im Netz ausgehalten hat, konnte weder eine Markenbekanntheit noch eine große Zahl von eingehenden Links aufgebaut werden. Das Angebot hat unzählige Konkurrenten (Frazr, texteln, faybl, 1you, wamadu, dasbeep, Baluuu, sloggen) und der Unternehmensblog klägliche drei Einträge. Google gibt der Domain dukudu.de einen PageRank von 2. Die Suche nach ihr ergibt 2600 Resultate. Auch die 14 Bookmarks bei del.icio.us und die 42 Links bei Technorati können wenig beeindrucken. Der Domainname als solches ist einem erfolgreichen Webangebot wenig dienlich und kann sehr leicht verwechselt werden. » weiterlesen
Last.fm, das weltweit führende Social-Music-Network mit Sitz in London, verliert seine Unabhängigkeit. Der US-Medienkonzern CBS kauft die mehr als 20 Millionen Mitglieder zählende Community für 280 Millionen Dollar. Immerhin ist der Käufer nicht Google.
Mehr zu der Übernahme hier.
Mehr Meldungen zu Last.fm im Archiv.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Nach der Übernahme von Doubleclick durch Google und RightMedia durch Yahoo hat mit Microsoft nun auch der letzte der drei US-Internetriesen einen übernahmewürdigen Werbekonzern gefunden. Microsoft greift tief in die Tasche und zahlt für das Werbenetzwerk aQuantive sechs Milliarden US-Dollar. Mehr hier
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Yahoo kauft das in New York ansässige Online-Marketing-Unternehmen Right Media, an dem es bisher schon zu 20 % beteiligt war. Mashable spricht unter Berufung auf einen New York Times Artikel von einer Übernahmesumme von 680 Millionen US-$. (Zum Vergleich: Google legte für DoubleClick 3,1 Milliarden US-$ hin).
Terry Semel, CEO von Yahoo, schreibt in seinem Blog dazu: “We hope to revolutionize the way ads are bought and sold on the Internet and, in turn, drive more value for advertisers, publishers, and partners.”
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Der Kampf um den Onlinemarketing-Spezialisten DoubleClick ist beendet. Google übernimmt den Vermarkter für sagenhafte 3,1 Milliarden US-Dollar. Yahoo und Microsoft, die ebenfalls interessiert waren, gehen leer aus. Nach dem Aufsehen erregenden Kauf von YouTube für 1,6 Milliarden Dollar im Oktober 2006 und einer langen Liste “kleinerer” Übernahmen setzt Google damit noch einen drauf und ist ab sofort auch eine relevante Größe im Vermarktungsgeschäft von Webseiten.
So sinnvoll und eventuell sogar notwendig eine solche Akquise für Google auch war, frage ich mich, ob Googles zunehmende Dominanz in vielen Bereichen des Internets nicht Anlass zur Sorge gibt. DoubleClick bestückt zahlreiche der größten und meistbesuchten Websites weltweit mit Bannern und anderen Werbeelementen. Durch die Übernahme dominiert Google nicht länger NUR das textbasierte Suchmaschinenmarketing, sondern auch die klassische Bannerwerbung. Die Google-Suchmaschine ist weltweit die unangefochtene Nummer eins. Google Mail setzt Standards und gehört zu den führenden E-Mail-Diensten. YouTube ist die größte Videoplattform und wird durch Google Video verstärkt. Weitere relevante Dienste von Google sind die Produktsuchmaschine Froogle, das Blogportal Blogger.com, der Instant Messenger Google Talk und die Fotoplattform Picasa.
Unbestritten liefert uns Google fast ausschließlich praktische, nützliche und allseits beliebte Angebote. Doch monopolistische Tendenzen sind niemals gut, da macht das Internetgeschäft keine Ausnahme. Besonders deutlich wird das im Onlinemarketing, wo die Dominanz eines einzelnen Anbieters langfristig sicherlich nicht vorteilhaft für die Werbepreise ist.
Google entwickelt sich nach und nach zu dem allgegenwärtigen Unternehmen, das Microsoft für viele Computernutzer in den 90er Jahren war – nur jetzt eben in anderen Geschäftsfeldern. Bleibt zu hoffen, dass den Internetverwendern daraus nicht bald Nachteile entstehen. Und das Yahoo, Microsoft und vielleicht auch Unternehmen XY der Dominanz von Google Grenzen setzen können.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.