Alle 7 Artikel zum Thema Thomas Knüwer auf netzwertig.com:
“Was ist schwarzweiß und total hinüber?”, fragt US-Talker Jon Stewart – und meint die Zeitung. Das Medienblog 10,000 Words hat deprimierende Zitate gesammelt.
Die Zukunft der Medien ist ja vielleicht düster, aber muss man gleich die Apokalypse herbeireden? Das US-Medienblog
10,000 Words ist sich sicher, dass sich die Medien zwar wandeln, der Journalismus aber sei gekommen, um zu bleiben. Wie das mit den neuen Medien und dem Journalismus zusammengeht, präsentiert das Blog tagtäglich. Trotzdem hat 10,000 Words eine ganze Reihe Aussagen über das vermeintliche Ende des Journalismus und die Krise der Zeitungen gesammelt. Zu lesen gibt’s wenig erbauliche Sprüchlein wie zum Beispiel:
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Die Aufmerksamkeitsspirale von Blogosphäre und Medien dreht schnell wie nie: Markus Beckedahl hat Interna zur Bahn-Spähaffäre veröffentlicht und dafür eine Abmahnung bekommen.
Handelsblatt,
FAZ,
taz, Deutschlandradio Kultur:
Markus Beckedahl ist dieser Tage ein gefragter Gesprächspartner. Auf seinem Blog
netzpolitik.org veröffentlichte der Netz-Aktivist das interne Protokoll einer Unterredung zwischen dem Berliner Datenschutzbeauftragen und Bahn-Mitarbeitern. Es geht um die Ausspähung von Mitarbeitern, Überwachungsmaßnahmen, über die möglicherweise
Bahn-Chef Mehdorn stürzen könnte. Wegen der Veröffentlichung des Dokuments bekam Beckedahl eine Abmahnung, die Unterstützung der Blogosphäre und große mediale Aufmerksamkeit.
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Mit Hilfe der Blogsuchmaschine Twingly zeigt das Handelsblatt an, welche Blogs auf Artikel verlinken. Einzige Voraussetzung: Blogger müssen mit der Blogsuche Twingly kooperieren.
Logo der Blogsuchmaschine Twingly
Das
Handelsblatt linkt zurück: Ab sofort wird auf der Nachrichtenseite angezeigt, welche Blog-Einträge auf Artikel verlinken. Dabei nutzt das
Handelsblatt die Dienste der schwedischen Blogsuchmaschine Twingly.
“Blogstream” heißt der Service des
Technorati-Konkurrenten Twingly. Ein kleines Script greift beim Abruf eines Artikels auf Twingly zu und sucht die passenden Blogeinträge heraus – und hält den Spam draußen. So muss sich das
Handelsblatt nicht selber mit SEO-Blödsinn, Fake-Blogs und Linkfarmen herumschlagen.
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Politiker als Terroristen, Mitarbeiter als “Minderleister” und Überwachung als Leserjournalismus in unserem Rückblick auf die 49. Kalenderwoche.

Aktuelles Cover, historisches Fahndungsplakat
Zwischen Provokation und Geschmacklosigkeit: Anlässlich der Bundesrats-Ersatzwahl am kommenden Mittwoch stellt die
Weltwoche ein Fahndungsplakat auf dem Cover nach. Angeprangert sind zehn Politiker, die etwas gegen Ueli Maurer und Christoph Blocher im Bundesrat haben – und deshalb “Verschwörer gegen die Schweiz” sind und von der
Weltwoche reichlich hysterisch optisch in eine Reihe mit anarchistischen Gewalttätern gerückt werden.
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Zusammen sind sie stark: Wie alte Medien und Blogs miteinander auskommen können und eine neue Arbeitsteilung die Feindseligkeit zwischen Bloggern und Journalisten ersetzen kann.
Wie alte Medien bei der Themenfindung und Recherche von Blogs profitieren können, haben wir am Fall Bankhofer bereits gezeigt. Aber wie genau kann eine neue Arbeitsteilung in Zukunft funktionieren?
Vor allem altmediale Redaktionen bräuchten eine Zusatzfunktion, die sich als Watchblog in Gegenrichtung bezeichnen ließe. Sie würden nicht den Altmedien die eigenen Fehler aufs Brot schmieren, sondern in den Schwarm hinein beobachten – also vice versa zu dem, was üblicherweise als Watchblog bezeichnet wird. Als Beispiel hier einige derzeit unterbelichtete Themen, die in den Blogs zwar abgehandelt werden, die aber auf dem Redaktionsmarkt noch gar nicht recht vorhanden sind. Hier könnte jede Zeitung via Watchblog passende Anregungen aufgreifen – ob Frauenzeitschrift oder Politmagazin, ob Wirtschaftsdienst oder Tageszeitung – und sich mit Hilfe dieser Vorarbeit aus der Blogosphäre konturierter ‘profilieren’:
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Klassenkampf bei Ringier, Knüwer auf und ab, Personalrochaden.
Die Schweizer Boulevardzeitung Blick lancierte einen Gratisableger mit dem Namen Blick am Abend (getestet hier). Gefeiert wurde das im Mascotte, einem mittelgrossen Zürcher Club. Wie der Zürcher Presseverein berichtet, war das Mascotte aber nicht gross genug für die Redaktion des Blatts. Eintritt in den Club hatten nur “etwa sechs Leute des Leitungsteams der Zeitung” sowie externe Gäste und VIPs. Die Macher der Zeitung mussten ihren Erstling selbst feiern, woanders. Einige sprachen von einer “Zweiklassengesellschaft in der Redaktion”.
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“Die Qualitätsdebatte”, so ist die erste Podiumsdiskussion der re:publica betitelt, von der wir livebloggen wollen. Obwohl die Teilnehmer selbst bereits geschrieben haben, dass sich das Thema mit der Absage von mehreren Journalisten (die den Gegenpart stellen sollten) wohl ändern wird, heisst es bisher unverändert “Blogs vs. Journalismus”.
Vielleicht geht es heute auch um Kommentarkultur oder was ganz anderes. Das offizielle Programm hilft da vorerst nicht weiter, für eine Beschreibung des Panels fehlte offenbar die Zeit. Ziemlich sicher aber geht es um 14:30 Uhr los.
Wer vergleichen will, wie sehr die Diskussion von der letztjährigen abweicht – oder eben auch nicht -, kann im Beitrag von 2007 nachsehen: “Die Medien(r)evolution – re-live von der re:publica“.
14.28: Auf dem Podium eingetroffen sind:
Mercedes Bunz (mb)
Stefan Niggemeier (sn)
Thomas Knüwer (tk)
Johnny Häusler (jh)
Wird wohl bald losgehen.
14:30: Geht los: tk legt Wert darauf, Printjournalist zu sein.
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