Thema: Technologie

 

Alle 7 Artikel zum Thema Technologie auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Krise und Technologie als Chance:
Wieso wir weniger arbeiten sollten – und es können

Unsere heutige Sichtweise auf Arbeit ist problematisch. Neue Technologien sowie die Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems zwingen uns zu weitreichenden Veränderungen.

ArbeitIn letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken über den Sinn der digitalen Technologie. Ohne Ziele, die wir mit der sich immer schneller drehenden Entwicklung erreichen wollen, würde technischer Fortschritt zum Selbstzweck werden und damit seine Existenzberechtigung verlieren. Eine angemessene Prämisse, die ich in diesem Artikel beschrieb, ist das Streben nach mehr Zufriedenheit durch den Einsatz moderner Technik. Heute möchte ich einen anderen Aspekt hervorheben, bei dem digitale Innovationen großen Nutzen stiften können: Arbeit.

Derzeit lassen sich zwei entgegengesetzte Prozesse beobachten: Auf der einen Seite führt die fortschreitende Automatisierung sowie die derzeitige Strukturkrise des europäischen, aber auch globalen Finanz- und Wirtschaftssystems zu einer um sich greifenden Massenarbeitslosigkeit. Auf der anderen Seite jedoch sind bei denjenigen, die sich in Lohn und Brot befinden und Karriere machen, verbreitete Überarbeitungs- und Überlastungserscheinungen zu beobachten. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz gaben zuletzt rund 50 Prozent der Befragten in einer Untersuchung an, Termin- und Leistungsdruck sowie ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge als Belastungsfaktoren zu empfinden. Kein Wunder, wird Erfolg in den meisten Industrienationen noch immer mit langen und intensiven Arbeitstagen gleichgesetzt. » weiterlesen

Cyberbrillen:
Die Technologie der Zukunft erzwingt globale Gesetze

Sofern sich ethisch korrekte Normen der Nutzung von Cyberbrillen wie Google Glass nicht von selbst entwickeln, wird der Gesetzgeber nachhelfen müssen. Doch auf Ebene einzelner Länder bringt das nichts. Digitale Technologie erzwingt globale Gesetze.

Augmented Reality GlassesMeine zwei jüngsten Artikel zu Google Glass haben für intensive und teils hitzige Kommentardiskussionen gesorgt. Kein Wunder, immerhin gibt es derzeit wohl keine an Endnutzer gerichtete Technologie, bei der die Beurteilung von Potenzialen und Risiken in ihrer Dramatik so stark von Betrachter zu Betrachter variiert. Leser Andreas Roedl hat in einem Kommentar schön pointiert erläutert, wie jede weitreichende Einführung einer neuen Technologie – etwa das Automobil – irgendwann diese regulierende Gesetze nach sich zog. “Mit der Einführung neuer Technologien werden Regeln im Umgang mit diesen Technologien notwendig. Nicht etwa, weil es einzelne Menschen gibt, die einem die Freiheit rauben wollen, sondern weil es Menschen gibt, die sich anderen Mitgliedern der Gesellschaft gegenüber rücksichtslos verhalten.”

Er widerspricht der von einigen Glass-Fans erklärten Vorstellung, die ethisch und moralisch korrekte Nutzung von Cyberbrillen würde sich von ganz alleine regeln. Nicht, weil nicht Personen mit gesundem Menschenverstand auch ohne Gesetze abwägen könnten, wann sie mit der eingebauten Kamera ihre Umgebung filmen und wann nicht, sondern als “Handhabe gegenüber jenen, die über keinen gesunden Menschenverstand verfügen”. » weiterlesen

Produktankündigungen ohne Marktstart:
Kontraproduktive Hinhaltetaktik

Egal ob im Hardware- oder Software-Bereich: Häufig kündigen Firmen aufmerksamkeitsstark neue Produkte oder Dienste an, auf die Konsumenten und Nutzer dann noch Monate oder länger warten müssen. In vielen Fällen schaden sie sich dabei.

Am gestrigen Donnerstag präsentierte Sony die PlayStation 4. Oder zumindest Pläne, die vierte Generation der Spielkonsole tatsächlich auf den Markt bringen zu wollen. Das Produkt selbst wurde nicht gezeigt. Auch zum Preis und zum genauen Veröffentlichungstermin gab es keine genauen Informationen. Von einem wagen US-Start zum Weihnachtsgeschäft 2013 war die Rede. Die Konsole jetzt schon vorzustellen, sei angesichts der fehlenden Details eindeutig zu früh, so die Meinung von Kritikern – besonders in Anbetracht der Tatsache, dass seit dem Release des Vorgängermodells bereits sieben Jahre verstrichen sind. Ein paar Monate mehr oder weniger hätten da keinen großen Unterschied gemacht, so der Tenor.

Das Phänomen voreiliger Produktpräsentationen ist in einer Zeit, in der Technologiefirmen wie Popstars gefeiert werden und in einem von immer schneller drehenden Innovationszyklen geprägten globalen Wettbewerb miteinander stehen, eher die Regel als die Ausnahme. Im Hardwarebereich, aber auch im Software- und Websegment. In den meisten Fällen jedoch schneiden sich die Unternehmen ins eigene Fleisch, wenn sie der Presse überhastet neue Produkte und Dienste vorstellen, die dann noch viele Monate auf sich warten lassen. » weiterlesen

Fortschritt:
Das Ziel von Technologie muss es sein, uns glücklicher zu machen

Die zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung lässt sich nicht aufhalten. Es lohnt sich aber, das Ziel des technologischen Fortschritts nicht aus den Augen zu verlieren: Menschen glücklicher und das Leben einfacher zu machen.

Google Glass

Google Glass

Bei vielen neuen technischen Errungenschaften lautet eine gerne von kritischen Geistern gestellte Frage: Wollen wir (als Gesellschaft) dies wirklich? Diese Reaktion suggeriert eine Wahlfreiheit, die in Wirklichkeit nicht existiert. Es liegt in der Natur des Menschen, jede nur irgendwie mögliche Erfindung zu realisieren, ungeachtet dessen, ob sie primär positive oder negative Auswirkungen auf Individuen oder die Weltbevölkerung hat. Der Informatiker und Journalist David Gelernter bezeichnet dieses Phänomen als “orwellsches Gesetz der Zukunft”: “Any new technology that can be tried will be” – “jede neue Technologie, die umgesetzt werden kann, wird umgesetzt”. Ein Beispiel: Als Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Atombombe geschaffen wurde, war dies augenscheinlich nicht im Interesse der Menschheit. Einige wenige Forscher und sie beauftragende Machthaber reichten jedoch aus, um die Grundlagen für eine Waffe zu legen, die heute alles Leben auf der Erde auf einen Schlag auslöschen könnte. » weiterlesen

Technologie-Berichterstattung:
Fast-Food-Journalismus sättigt nicht

Über Technologie- und Internetthemen zu berichten, gehört mittlerweile für die meisten Medienanbieter zum Standardrepertoire. Doch zu oft bleibt es bei wenig sättigendem Fast-Food-Journalismus.

Eigentlich könnte man froh sein: Internet- und Technologiethemen sind nicht mehr länger eine Nische, sondern mittlerweile auch bei Mainstreammedien weit ins Bewusstsein und die Berichterstattung vorgerückt. Zumindest die Großkonzerne des Webs und der Unterhaltungselektronik kennt mittlerweile nahezu jeder Bürger und viele werden es schon einmal erlebt haben, von einem als wenig tech-affin geltenden Familienmitglied oder Bekannten überraschend zu einem Startup oder einem Internettrend befragt worden zu sein. Das Web und seine Akteure eignen sich heute fast genauso für Mittags- und Stammtischdebatten wie politische, gesellschaftliche oder sportliche Ereignisse.

Doch leider ist Quantität nicht gleich Qualität. Denn selbst wenn Apple, Google, Amazon und das ein oder andere junge Startup mittlerweile auch führenden Nachrichtenportalen regelmäßig Schlagzeilen wert sind, mangelt es der Berichterstattung rund um die digitale Revolution und seine Vorantreiber an Tiefe, Sorgfalt und Geduld. Diese Aussage trifft auf die bekannten Zeitungsmarken genauso zu wie auf IT-Portale und Tech-Blogs. Wir haben uns dieser Problematik schon häufiger gewidmet (hier, hier und hier), müssen es aus aktuellem Anlass aber abermals tun. Zwei aktuelle Ereignisse verdeutlichen, was mit dem Tech-Journalismus falsch läuft.

» weiterlesen

Visualisierung:
Die Technologien der Zukunft

Welche technologischen Trends werden innerhalb der kommenden 25 Jahre unseren Alltag erreichen? Der Technologie-Kenner Michell Zappa illustriert mit einer Visualisierung mögliche Entwicklungen.

Wir haben die Woche mit fliegenden Schiffen und anderen (veralteten) Zukunftsutopien begonnen. Da erscheint es nur konsequent, sie auch mit diesem Thema abzuschließen. Der in Schweden geborene und in Großbritannien lebende Technologie-Experte Michell Zappa gibt uns dafür eine sehr schöne Gelegenheit.

Auf Basis von Analysen und Recherchen hat der beim Trendforschungsdienstleister trendwatching.com tätige Web-Entwickler und Projektmanager eine umfangreiche und informative Infografik erstellt, auf der er die für die nächsten 25 Jahre potentiell relevanten Technologien und Innovationen identifiziert, visualisiert und in einen Gesamtzusammenhang bringt:

» weiterlesen

Linkwertig:
Kindle, You is Now, VZ-Netzwerke, Cuil

Kindle
Martin Lindner hat den neuen Kindle getesten und sieht darin nicht weniger als eine Kulturrevolution.

Doch genau jetzt, im September 2010, hat sich der doppelte Quantensprung erst ereignet: Erst mit dem Kindle 3 verschwindet wirklich das technische Drumherum beim Lesen im Hintergrund. Erst jetzt bleiben Buchtexte zugleich digital und flüssig. Und umgekehrt: Erst jetzt ist es wirklich möglich, Texte aus dem Web in den neuen Aggregatzustand verwandeln: typographisch perfektes Licht-Schriftbild, Print ohne Druck.

» Test: Der neue Kindle 3

-

Inkubator
ImmobilienScout24 startet mit You is Now einen eigenen Inkubator.

Für einen Zeitraum von zwölf Monaten kann der „Auserwählte“ auf die komplette Struktur von ImmobilienScout24 zurückgreifen, bekommt Büroräume und Infrastruktur zur Verfügung gestellt, erhält Support bei der Administration und profitiert von Knowhow in Bereichen wie Online-Marketing, Buchhaltung, Recht sowie IT-Entwicklung und Produktmanagement.

» ImmobilienScout24 geht mit eigenem Inkubator an den Start

-

Edel-Like
Die VZ-Netzwerke lassen sich einmal mehr von Facebook inspirieren und planen einen eigenen Like-Button.

Sieht man von der durchaus verständlichen Kritik am “Copycat”-tum mal für einen kurzen Augenblick ab, ist auch diese Orientierung absolut nachvollziehbar.

» VZ-Netzwerke: Bald mit neuem Logo und Facebook’schem ‘Like’-Button

-

» weiterlesen