Thema: Tagesschau

 

Alle 9 Artikel zum Thema Tagesschau auf netzwertig.com:

Medienwandel:
Appell für eine
öffentlich-rechtliche API

Der Konflikt zwischen Medienkonzernen und der ARD um die mobile Tagesschau-App ist ein guter Anlass, um über die zukünftige Ausgestaltung des digitalen öffentlich-rechtlichen Rundfunks nachzudenken. Dieser sollte seine Inhalte in Zukunft frei über eine offene API anbieten – auch den Verlagen.

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Am Dienstag wurde bekannt, dass acht deutsche Medienkonzerne Klage gegen ARD und NDR eingereicht haben. Die Unternehmen stören sich an der “textdominanten Berichterstattung ohne jeglichen Sendungsbezug” in den mobilen Apps der Tagesschau. Ich hatte bereits erläutert, warum ich diesen Schritt für nicht nachvollziehbar halte.

Betrachtet man nun nicht nur dieses spezifische Ereignis sondern das Gesamtbild, wird deutlich, dass die Debatte eigentlich nicht um die mobile Applikation der ARD-Nachrichtensendung kreist, sondern um die Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Zeitalter und darum, welche Inhalte vom Gebührenzahler finanziert und auf welchen Wegen diese verbreitetet werden sollen.

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Verlage klagen gegen Tagesschau-App:
Ein Akt der Verzweiflung
oder Inkompetenz

Acht deutsche Verlage klagen gegen die “textdominante Berichterstattung” in den mobilen Apps der Tagesschau – und offenbaren damit entweder ihre Verzweiflung oder ein fehlendes Verständnis für die technischen Rahmenbedingungen.

Über 1,5 Millionen Menschen haben sich die für iPhone, Android und Blackberry angebotene Smartphone-App der Tagesschau seit dem Launch im Dezember bisher heruntergeladen. Ein beeindruckendes Resultat.

Die kostenfreie Anwendung, die Inhalte von tagesschau.de und mobil.tagesschau.de in einer für moderne Smartphones optimierten Oberfläche präsentiert, dürfte damit innerhalb von einem halben Jahr zur führenden mobilen Nachrichten-App im deutschsprachigen Raum avanciert sein. Und zumindest die Bewertungen im iTunes Store lassen auf eine hohe Nutzerzufriedenheit schließen.

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Die Tagesschau launcht mobile Apps:
Eine Nachricht mit Symbolwert

Die Tagesschau bietet seit heute eine kostenlose App für iPad/iPhone, Android und BlackBerry – angesichts der deplatzierten Kritik an dem Vorhaben von Medienunternehmen und Politikern ein Schritt mit Symbolwert.

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Die Tagesschau, Deutschlands öffentlich-rechtliches Nachrichtenflaggschiff, gibt es seit heute als mobile Applikation für iOS-Systeme (iPhone, iPad, iPod touch), Android-Smartphones sowie BlackBerrys. Die kostenlos angebotenen Anwendungen präsentieren das bisher bereits über tagesschau.de sowie die mobile Website mobil.tagesschau.de abrufbare Programm in einer für mobile Geräte angepassten Version.

Während die Verfügbarkeit der beliebten ARD-Nachrichtensendungen ein erfreuliches Ereignis für am Tagesgeschehen interessierte Anwender ist, steht bei der Neuerung der Symbolwert im Vordergrund: Denn als vor rund einem Jahr die Pläne für eine Tagesschau-App bekannt wurden, sorgte dies bei Medienkonzernen und Politikern für eine Welle der Empörung.

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Debatte um Tagesschau-App:
Warum sich ein Blick in den hohen Norden lohnt

Als die ARD im Dezember eine kostenlose iPhone-App der Tagesschau ankündigte, war die Entrüstung groß. In Schweden hat das öffentliche-rechtliche Fernsehen gestern eine Gratis-Applikation mit einem Großteil seines Programms veröffentlicht. Proteste von Medien und Politik gab es keine.

SVT Play auf dem iPhone
SVT Play auf dem iPhone
Was war das für eine Aufregung, die zwischen Weihnachten und Neujahr über Medien- und Politikdeutschland hereinbrach: Die ARD kündigte eine kostenlose iPhone-Applikation der Tagesschau an, und Medienkonzerne wie die Axel Springer AG, Bundestagsabgeordnete, Staatsminister sowie Verlegerverbände gingen auf die Barrikaden.

Durch kostenlose Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, die über den Zweck der Grundversorgung hinaus gingen, würden die Monetarisierungsversuche der privaten Anbieter gefährdet, so der Tenor. Auch Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung und der Bildung eines marktbeherrschenden Kartells waren zu hören.

All das bei einer Applikation, die nichts anderes tut, als die von jedem Computer aus abrufbaren, verschiedenen Sendungen der Tagesschau auf ein Smartphone-freundliches Format zu bringen!

Dass es auch anders geht, zeigt Schweden. Gestern Abend hat Schwedens öffentlich-rechtlicher Fernsehsender SVT die kostenlose iPhone-Anwendung seines Streaming-Angebots SVT Play veröffentlicht. SVT Play ist quasi Schwedens Pendant zur ZDF Mediathek: Ein Großteil der auf den verschiedenen SVT-Kanälen gezeigten Programme steht dort mit unterschiedlicher Halbwertszeit zum Gratis-Streaming bereit. Neben einer mobilen Site für Smartphones gibt es nun also auch eine eigene Anwendung für das iPhone.

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ARD und ZDF:
So ein bisschen YouTube

Die Öffentlich-Rechtlichen sind bei YouTube – aber wie die meisten Sender und Nachrichtensites lassen sie ihre Videos lieber zu Hause, das “Einbetten” ist abgeschaltet.

Jetzt stellt die ARD also auch Videoclips auf YouTube – zum Beispiel einen Ausschnitt aus der aktuellen Folge von “Dittsche”, dem preisgekrönten Wochenrückblick von Olli Dittrich und Co. aus einem Hamburger Imbiss. Ein paar Minuten, die ebenso in der Mediathek des Ersten zu finden sind. So weit, so gut. Nur mitnehmen lässt sich das Video nicht, man kann es nicht auf der eigenen Website “einbetten”, die typische YouTube-Funktion wurde “auf “Anfrage” abgeschaltet.

YouTube-Videos ohne Mitnahme-Funktion – das ist wie Cola ohne Zucker. Wie Zeitungen mit Nachrichten von gestern. Es fehlt etwas. Es ist Web ohne 2.0.

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Wie unabhängig ist die Tagesschau?

Der Medienwissenschaftler und -journalist Robin Meyer-Lucht dokumentiert in einem Video den Weg einer vom Berlin Institute eingelegten Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Tagesschau der ARD vom 24. April 2007.

Robin Meyer-Lucht ist kein unbekannter Medienkritiker, wie es viele Blogger sind. Nein, er schreibt für Spiegel Online, für den Perlentaucher, für die Frankfurter Rundschau, für Cicero, für brand eins. Und er ist nicht nur Medienjournalist, sondern auch Medienwissenschaftler. Das Forschungs- und Beratungsinstitut Berlin Institute, dem er vorsteht, hat nun eine audiovisuelle Rechtsaufsichtsbeschwerde gegen die Sendung Tagesschau der ARD eingelegt. Hier das Video (12:40 Minuten, auch auf YouTube, Teil 1, Teil 2):

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Nachrichten-Konkurrenz um 20 Uhr:
Vielen Dank, Peter

Die “Sat.1 Nachrichten” greifen die heilige Fernsehtante “Tagesschau” an. medienlese.com hat sich die Jungfernsendung angeschaut.

Peter Limbourg (Bild Keystone)
Peter Limbourg: Optisch glaubwürdige Schläfen? (Bild Keystone)

20 Uhr, Tagesschau. Eine Institution. Und an dieser will Sat.1 künftig rütteln. Die “Sat.1 Nachrichten” werden von jetzt 18:30 Uhr auf 20 Uhr verschoben. Wie die “Tagesschau” wird die Informationsleistung des Berliner Privatsenders 15 Minuten in Anspruch nehmen.

Sat.1 nennt zwei Gründe für die News-Offensive: Laut Geschäftsführer Torsten Rossmann sind die Nachrichten um 18:30 Uhr und das folgende Boulevard-Magazin hinderlich für die Quote. Die bis 18 Uhr 30 aufgebauten Marktanteile beim werberelevanten Publikum (9,2 Prozent im Februar) sinken um bis zu zwei Prozent, sobald die Information kommt.
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Van Rossums “Tagesshow”:
Hier sind die Links

Tagesshow

Über die Tagesschau-Kritik von Walter van Rossum berichtet heute die Frankfurter Rundschau (Hans-Hermann Kotte: “Diese Suppe soll die Welt sein?”):

“Tagesshow” lautet der Titel des neuen Buches, das auf einem Hörfunk-Feature des Deutschlandfunks beruht und das ähnlich lustig ist wie die “Christiansen”- Schelte.

Und obwohl Chefredakteur Uwe Vorkötter unlängst ankündigte, die Frankfurter Rundschau werde “auch im Netz in eine andere Dimension wachsen”, fehlt leider der Hinweis auf die Internet-Seite des Deutschlandfunks. Im Info-Kasten wird einzig das Buch erwähnt, leider nicht die Radiosendung. Beim Deutschlandfunk gibt es das Hörfunk-Feature als MP3 (41 Minuten) und als Manuskript. Denn was Hans-Hermann Kotte schreibt, klingt interessant:

Und so poltert van Rossum los, kritisiert die “Simulation demokratischer Öffentlichkeit” und “irre Sprachregelungen” im “Premiumbereich der Affirmation”.

Im Tagesschau-Blog poltert Kai Gniffke zurück. “Sollte ich jetzt noch was Inhaltliches zu dem Feature schreiben? Ach was – lesen Sie selbst. Es tut richtig weh.” Dem können wir uns nur anschließen. Van Rossums Polemik hilft, eine Haltung zur “Tagesschau” und ihrer Rolle anzunehmen. Ob man dabei der Kritik ganz oder auch nur in Teilen folgt, ist dabei erstmal egal.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

«heute»-TV-Tipp:
«Tagesschau»

Die Schweizer Gratis-Abendzeitung «heute» hat gestern ein echtes Schätzchen als TV-Tipp ausgegraben: Die Nachrichtensendung «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens.

heute Tagesschau 2007-03-06

Auch die Begründung kann sich stilistisch sehen lassen:

Ich empfehle allen, die den Überblick bei dieser Informationsflut von heutzutage behalten wollen, die «Tagesschau» anzusehen. Erstens wird über das wichtigste des Tages kompetent, verständlich und vielseitig berichtet und zweitens ist sie attraktiv gestaltet. Ein Fernsehtipp für alle Tage! Heute wird die «Tagesschau» von Béatrice Müller moderiert.

SF, 19.30

Eine wirklich gute Anregung. Leider habe ich das «heute» von gestern erst heute beim Mittagessen gelesen, daher habe ich die Ausgabe gestern Abend verpasst. Weiss jemand, ob sie irgendwann wiederholt wird?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.