Alle 14 Artikel zum Thema Tages-Anzeiger auf netzwertig.com:
Der Tiefgang-Journalist und der Quotenbolzer: Res Strehle und Markus Eisenhut teilen sich die Chefredaktion des Tages-Anzeigers.
Geradezu unheimlich still sei es in den letzten Wochen gewesen auf der Redaktion des Zürcher Tages-Anzeigers, und langsam begann man sich auf den Gängen zu wundern: Der Ersatz für Chefredaktor Peter Hartmeier war nur einer von mehreren kursbestimmenden Entscheiden für das gesamte Haus Tamedia, die noch im ersten Quartal 2009 fallen sollten – und es gab noch nicht mal Gerüchte. Einen Tag vor Ablauf der Frist ist der Entscheid gefallen:
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Die Verlage Edipresse und Tamedia führen ihre Schweizer Geschäfte zusammen, bis zum Jahr 2013 soll die Fusion komplett sein. Internationale Aktivitäten der Edipresse sind ausgeschlossen.
Die Nachricht des Tages: Tamedia (unter anderem Tages-Anzeiger, 20 Minuten) und Edipresse (unter anderem Le Matin, 24 heures) schließen ihre Schweizer Geschäfte zusammen. Die Fusion soll in drei Schritten stattfinden, zunächst wird Tamedia 49,9 Prozent an Edipresse übernehmen, bis 2013 sämtliche Aktien. Dafür wird Edipresse bedeutender Aktionär von Tamedia. Internationale Aktivitäten von Edipresse sind davon nicht betroffen.
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Ein Journalist wird von Fussballfans geschlagen und getreten – und in Kommentaren wird die Gewalt gegen neutrale Beobachter gerechtfertigt. Selber schuld? Falsch!
[Edit: In diesem Posting waren unhaltbare persönliche Anwürfe enthalten, für die wir uns entschuldigen möchten und die gelöscht wurden. Der Artikel und die Debatte geben uns ausserdem Anlass, einmal mehr unser Selbstverständnis als Blog und unseren Stil zu diskutieren. Peter Sennhauser]
Am 22. Februar wurde der (übrigens oft grossartige) Reporter Jean-Martin Büttner vom
Tages-Anzeiger von teilweise vermummten Krawallanten
geschlagen und getreten. Grund dafür, gemäss Büttner: Er erlaubte sich, in einem mit “Fans” des Fussballclubs FC Zürich gefüllten Sonderzug einen Laptop aufzuklappen. Selber schuld? Keinesfalls. Einige Kommentare dazu verurteilen die Gewalt. Doch andere sind der Überzeugung, dass damit zu rechnen war. In den Kommentaren zu der von Büttner selbst erzählten
Story auf tagesanzeiger.ch sind teilweise haarsträubende Meinungen zu lesen:
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Ein Deutscher macht eine satirische Website und lässt damit die politische Schweiz tanzen. Mit dabei sind Tamedias Online-Portale – das Fernsehen kapituliert vor der “Kampfzone Internet”.
Wenn es in der Deutschschweiz online um Boulevard geht, dann hat Tamedia schon längst das Heft in der Hand. Tagesanzeiger.ch und 20min.ch bauschen täglich irgendwelche irrelevanten Storys gross auf – und handeln damit so, wie es kürzlich noch bei Bloggern kritisiert wurde.
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Entweder Berner Zeitung oder Tages-Anzeiger: Mit einer der beiden Redaktionen soll die Schweizer Tageszeitung Der Bund kooperieren – es fehlt die wirtschaftliche Perspektive.
Noch erscheinen in Bern zwei eigenständige Tageszeitungen: Die eher bunte, lokale
Berner Zeitung und die altehrwürdige, konservative Qualitätszeitung aus der Bundeshauptstadt,
Der Bund – über deren Zukunft schon seit Jahren geredet wird. So kommt die folgende Nachricht auch nicht überraschend: Ohne redaktionelle Zusammenarbeit habe
Der Bund keine wirtschaftliche Perspektive, teilte die zu Tamedia gehörende Espace Media mit. Geprüft werde eine Zusammenlegung mit der ebenfalls in Bern erscheinenden
Berner Zeitung sowie eine Zusammenarbeit mit dem Zürcher
Tages-Anzeiger. Bis Mitte 2009 soll entschieden werden, welche der beiden Kooperationen angegangen wird. In die Online-Mantelredaktion Newsnetz wurde
Der Bund bereits im November aufgenommen.
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Die Printverlage glauben, sie handeln schlau, wenn sie Journalismus online vernachlässigen. Doch die Klickibunti-Strategie führt geradewegs in die Zerstörung ehemals stolzer Marken.
Wir haben uns daran gewöhnt. Unter dem Druck der Werbewirtschaft rennen die werbetreibenden Online-Teilnehmer Messgrössen nach, die zwar die aufgenötigten Klicks (Page Impressions) und die SEO-Investitionen (Unique Visitors) ausweisen, aber nichts über die Zufriedenheit der Leser oder die Qualität des Dargebotenen aussagen. Doch man kann es drehen und wenden, wie man will, zurzeit sind das die Anforderungen, denen auch diese Website unterworfen ist.
Die Strategie der meisten Printverlage lautet darum so: “Weil wir online nicht so viel Geld verdienen, wie wir das offline über Jahre gemacht haben, investieren wir dort nur in das Nötigste.” Und das Nötigste erscheint den Meisten, den Anschluss nicht zu verlieren an die, die bei den Messgrössen die Nase vorn haben. Derweil verdienen sie mit ihrem Kerngeschäft, dem Verkaufen von Anzeigen neben redaktionellem Inhalt auf gedrucktem Papier, immer weniger Geld.
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Welche Schweizer Online-Angebote werden geklickt? Die offiziellen Zahlen für den September wurden heute um 15 Uhr veröffentlicht – wir zeigen die Gewinner und Verlierer des NET-Metrix-Audits.
Was macht die Konkurrenz? Die eigenen NET-Metrix-Zahlen dürfte jeder Seiten-Macher auswendig im Schlaf aufsagen können. Seit 15 Uhr ist klar, wie es um die Konkurrenz steht – unsere erste Analyse:
Die zehn Verlierer im September
Die Liste der Verlierer wird vom Youtube-Klon MyVideo.ch angeführt, an der seit kurzem ProSiebenSat.1 eine Beteiligung hält und die ihren Ländertraffic erst separat ausweist. die ein rundes Drittel verloren. Es folgt die Fussball-Website 4-4-2, deren Zahlen bereits das ganze Jahr stark schwanken; nun ist man wieder auf dem Vor-EM-Niveau vom April. Das Schweizerische Fernsehen verliert 14 Prozent – vermutlich die saisonale Folge der olympischen Spiele im Vormonat August.
(nur Sites über 25.000 Visits im Monat)
» weiterlesen: Gewinner, News-Seiten und das Newsnetz …
Vor gut einer Woche ging das «Newsnetz» an den Start, ein neues Mantelkonstrukt hinter den Websites von Tages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung. Wir testen Konzept und Umsetzung.
Wie die Zukunft der Zeitung aussieht, wird im Wochentakt diskutiert; die stets pointiert vorgetragenen Meinungen reichen je nach Interessenlage von: «Zeitungen auf Papier werden ganz verschwinden» bis zum eigentlich bereits widerlegten: «Es wird sich nichts ändern». Wie sieht aber die Zukunft der News-Websites aus, die meist aus denselben Häusern stammen? Einerseits informieren sich immer mehr Leser im Web, andererseits lassen die Werbeeinnahmen dort noch auf sich warten, was die Branche zunehmend nervös werden lässt.
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Schon mal auf tagesanzeiger.ch verlinkt, ohne “vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia” eingeholt zu haben? Vorsicht, das verstösst gegen die Anwendungsbestimmungen.
Wie weit weg Anwälte vom Alltag im Internet sind, beweisen die Anwendungsbestimmungen auf der brandneuen Seite des Tages-Anzeigers. Darin steht, man kann und will es kaum glauben:
Zudem ist für Links, die von einer fremden Website auf die TA-Website führen, stets vorgängig eine ausdrückliche, schriftliche Bewilligung von Tamedia einzuholen.
Ja, geht’s denn noch gut? Wohin ich auf meiner Website linke, geht doch Tamedia nichts an. Doch nicht genug. Die weltfremden Bestimmungen regulieren auch, wer es überhaupt wagen darf, das Angebot zu nutzen: » weiterlesen
Die selben Schlagzeilen, die selben Bilder: Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger haben endlich moderne Websites – und eine gemeinsame Mantelredaktion.
Nachrichtenseiten sehen ohnehin recht ähnlich aus, kaum eine Online-Redaktion wagt, eigene Schwerpunkte zu setzen – lieber alles mitnehmen, was die Konkurrenz auch hat. In der Schweiz haben sich drei Zeitungen zum Newsnetz zusammengetan, um dieses voneinander Abschreiben, dieses Agenturmaterial möglichst schnell auf die Seite hieven, nicht gegen- sondern miteinander zu bestreiten.
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