Alle 35 Artikel zum Thema Tablets auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
So mancher rätselt noch, wer wohl die Schlacht ums Wohnzimmer gewinnt und ob es das Internet denn jemals auf den Fernseher schafft – dabei ist diese Frage schon längst geklärt. Nur fiel die Antwort anders aus, als jahrelang gedacht wurde: Tablets und Smartphones haben diese Rolle übernommen, gemeinsam mit Streamingboxen.
Mediacenter-PCs und das Internet auf dem Fernseher stehen schon ungefähr so lange “kurz vor dem Durchbruch” wie der sagenumwobene Internet-Kühlschrank, der abgelaufene Lebensmittel selbst nachbestellt. Und wahrscheinlich wird beide Ansätze dasselbe Schicksal ereilen: Sie werden nie mehr ihren Durchbruch erleben. Die Zeiten, in denen das hätte klappen können, sind inzwischen vorbei. Die massenhafte Verbreitung von Smartphones und Tablets macht beide auf einen Streich überflüssig. Und das sind schlechte Nachrichten für so manchen hoffnungsvollen Hersteller.
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Am Stellenwert von Tablets zweifelt niemand mehr. Mittlerweile dreht sich alles um die Frage, wie schnell sie bei Privatanwendern das Notebook verdrängen.
Ich bin ein bekennender Anhänger der Theorie, dass Tablets (oder Phablets) im Freizeitsegment sukzessive Notebooks ablösen und ganz verdrängen. Nur im Job und für Tätigkeiten, die übermäßiges Schreiben oder ressourcenintensive Prozesse notwendig machen, sehe ich bis auf Weiteres noch herkömmliche Rechner dominieren. In diesen Fällen reichen Tablets im aktuellen Stadium einfach noch nicht aus, wie auch ein Selbstversuch zeigte. Doch für den Großteil der Heimanwender wird sich der Kauf von Notebooks künftig erübrigen, glaube ich. Die Verkaufszahlen für Tablets könnten besser kaum sein: Bereits ein Viertel aller US-Amerikaner und Schweizer nennen ein Tablet ihr Eigen. In Deutschland sind 12 Prozent Tablet-Besitzer. Mittlerweile macht der Tablet-Markt einen Drittel des PC-Markts aus. Auch wenn in vielen Haushalten während einer Übergangsphase Tablets und Notebooks parallel zum Einsatz kommen, werden klassische Rechner mit zunehmender Leistungsfähigkeit der Tabet-PCs zu potenziellen Staubfängern.
Doch nicht jeder teilt diese Meinung. Mein Kollege Jürgen Vielmeier publizerte gestern bei unserem Schwesterblog neuerdings.com eine Art Plädoyer für Notebooks. Kernbotschaft: “Notebooks sind beliebter als ihr Ruf und wir können noch lange nicht auf sie verzichten”. Während er keineswegs die künftige Bedeutung von Tablets für den PC-Markt anzweifelt, fragt er, was so schlimm an Laptops sei, dass man sie unbedingt loswerden müsse. Jürgen sympathisiert mit dem Konzept, verschiedene Geräte für verschiedene Lebenslagen zu verwenden, und er sieht das erstarkende Interesse der Hersteller an Chromebooks als Beleg für seine These, dass Laptops uns noch lange begleiten werden. » weiterlesen
Nichts fällt Anhängern der gedruckten Zeitung so schwer wie sich vorzustellen, eines Tages Nachrichten nicht mehr auf Papier sondern auf anderen Wegen zu beziehen. Sie vergessen, wie anpassungsfähig der Mensch ist.
Die gedruckte Tageszeitung gehört zu dem Segment der Printprodukte, das am deutlichsten von den Folgen der Digitalisierung betroffen ist. Schon jetzt gehen Werbeeinnahmen und Auflagen deutlich zurück, besonders in den USA, aber auch in Deutschland. Spätestens seit der Insolvenz der Frankfurter Rundschau sowie dem Ende der Financial Times Deutschland erkennen selbst die größten Print-Verteidiger in Deutschland, dass gedruckte Nachrichten vor einer unsicheren Zukunft stehen. Zumal das letzte tagesaktuelle Zeitungsprodukt auf Papier nicht erst verschwinden wird, wenn der allerletzte Leser sich von dem Medium verabschiedet, sondern deutlich früher. Spätestens dann, wenn der Auflagen- und Umsatzrückgang ein Niveau erreicht hat, bei dem die traditionell mit der Produktion von Zeitungen verbundenen hohen Fixkosten die Herstellung wirtschaftlich unattraktiv machen.
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Das Berliner Startup SuitePad hat sich zum Ziel gesetzt, alle modernen Hotelzimmer mit iPads oder Android-Tablets auszustatten. Sowohl Gäste als auch Hoteliers sollen davon profitieren.
Rund eine Million Menschen übernachten täglich allein in Deutschland im Hotel. Beim Beziehen ihrer Unterkunft finden sie nicht selten einen Ordner mit Informationen rund um besondere Angebote, Freizeitaktivitäten und kulinarische Erlebnisse vor – sowie ein Telefon, um entsprechende Leistungen in Anspruch zu nehmen. Dass moderne Technologie sowohl für Gäste als auch Hoteliers deutlich mehr Komfort und Effektivität bieten kann, liegt auf der Hand. Tilmann Volk und Moritz von Petersdorff-Campen sind davon ebenfalls überzeugt und haben mit SuitePad ein Startup gegründet, das sich diesem Sachverhalt annimmt.
Das junge, in Berlin ansässige Unternehmen ist zwar insofern anders als die sonst bei uns vorgestellten Startups, da es einen reinen B2B-Ansatz besitzt und anstatt vorgefertigter Preiskategorien ausschließlich auf maßgeschneiderte Angebote für Hotels setzt, die über die SuitePad-Website mit den Hauptstädtern Kontakt aufnehmen. Andererseits werden Tausende oder gar Zehntausende Reisende künftig auf das Produkt von SuitePad stoßen – nämlich dann, wenn sie ihr Hotelzimmer betreten und sie dort ein im Dock stehendes iPad oder Android-Tablet anstrahlt.
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Die Nachrichten-App The Daily von Rupert Murdochs News Corporation hatte 100.000 zahlende Abonnenten und ist trotzdem gescheitert – vor allem an deutlich überzogenen Plänen. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt The Magazine und ist mit der kleinsten und schlichtesten denkbaren Version an den Start gegangen.
“Wer mehr bieten will, muss weniger bieten”, so formulierte es Martin Weigert gestern mit Blick auf Online-Journalismus und die Qualitätsdebatte. Tatsächlich liegt der Blick vieler Online-Redaktionen heute auf Masse statt Klasse. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen geht es um Seitenabrufe, die sich schließlich derzeit am sichersten in Einnahmen verwandeln lassen. Zum anderen sind es alte Gewohnheiten der Medienmacher, die mit gedruckten Zeitungen und Zeitschriften aufgewachsen sind. » weiterlesen
In der Post-PC-Ära steigt der Anspruch der Nutzer an die Präsentation von und den Umgang mit digitalen Texten. Das Berliner Startup dotdotdot will sich mit seiner iPad-App und dazugehörigen Browserversion als Dreh- und Angelpunkt rund um “Long Form Reading” und generell alle Arten lesenswerter Inhalte etablieren.
Lange Zeit war das Erscheinungsbild von digitalen Onlinetexten, die von Nutzern auf den Bildschirmen von Desktop-PCs und Notebooks abgerufen wurden, eine allgemein vernachlässigte Komponente. Die wenigsten Menschen hatten Lust, länger als notwendig am Schreibtisch zu verharren und angestrengt auf das mitunter nicht gerade augenfreundliche Display zu starren. Im Vordergrund stand nicht der Lesespaß, sondern der effektive Konsum von Informationen. Mit dem Aufkommen von Tablet-PCs verändern sich die Vorzeichen. Plötzlich empfinden Nutzer Freude daran, Stunden in bequemer Haltung im Sessel, auf dem Sofa oder in der Hängematte das Web nach lesenswertem Content zu durchforsten. Sowohl die Zeit, die sie in den Konsum von digitalen Texten investieren, als auch ihre Ansprüche an die Präsentation der Inhalte steigen.
“Long Form Reading” und “Distraction Free Reading” heißen die zwei wichtigsten Trends, die sich aus diesem Paradigmenwechsel ergeben. Texte, sofern sie qualitativ überzeugen, inspirieren und neues Wissen vermitteln, dürfen ruhig mal länger sein, müssen von der Formatierung her aber an die Bedienungsmuster von berührungsempfindlichen Tablets angepasst sein, ohne durch allerlei blinkende Banner und Grafiken abzulenken. Nicht mehr allein die Informationen stehen im Vordergrund, sondern auch emotionale Faktoren. Mit dotdotdot ist derzeit ein Berliner Startup dabei, einen zentralen Ort zu schaffen, an dem iPad-Nutzer sämtliche ihrer digitalen Lesebedürfnisse stillen können. Momentan läuft die geschlossene Beta-Phase, wer an einer Einladung interessiert ist, findet dazu am Ende des Artikels Details. » weiterlesen
Tablets sind eindeutig die besseren Geräte für den digitalen Medienkonsum. Doch ein erzwungener Selbstversuch zeigt: Wer häufig Texte im Netz veröffentlicht und viel recherchiert, für den ist der Verzicht auf einen vollwertigen Rechner noch nicht zu empfehlen.
Einen Monat ist es her, da beschrieb ich, wie Tablets sukzessive und schneller als man denkt, heimische Desktop-PCs und Notebooks ablösen werden. Derartige Geräte bezeichnete ich als neue Druckmaschine in Anlehnung an die Tatsache, dass unter den Heimanwendern nur noch leidenschaftliche und professionelle Contentproduzenten auf “vollwertige” Rechner angewiesen sind. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich einige Wochen später dazu gezwungen sein würde, genau für diese Art der Tätigkeit für einige Tage auf mein Ultrabook und damit mein primäres Arbeitsgerät für die Recherche- und Schreibarbeit verzichten zu müssen.
Denn nachdem ich in der vergangenen Woche das Blogwerk-Team in Zürich besuchte, schaffte ich es doch tatsächlich, ohne mein Netzteil wieder nach Hause zu fliegen. Ok, dachte ich mir, dann würde ich noch auf dem Heimweg einen Ersatz im Elektronikfachhandel erwerben. Denkste. Wie sich herausstellte, benötigt mein Asus Zenbook ein sehr spezielles Netzteil, das in meiner Wahlheimat Schweden nur einige ausgewählten Onlineshops führen – und dort wurde es bis gestern als “nicht im Lager” gekennzeichnet. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meine Kollegen im Hauptquartier darum zu bitten, mir mein Netzteil hinterherzuschicken. Wie ich der Sendungsnummer entnehme, liegt es momentan beim Zoll und wird nicht vor dem morgigen Mittwoch bei mir eintreffen.
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ShopLove bringt 450.000 Produkte rund um Mode und Einrichtungsdesign aus 63 deutschen Onlineshops in einer ansehnlichen iPad-App unter. So wollen die Münchner für jeden Nutzer einen persönlichen Shopping-Katalog bereitstellen.
Das Einkaufen von Mode oder Wohndesign ist für viele Menschen mehr als nur ein gelegentlich notwendiger, möglichst mit maximaler Effizienz durchgeführter Vorgang. Zahlreiche konsumfreudige Verbraucher verbringen gerne Zeit damit, zu stöbern und sich inspirieren zu lassen. Dieser Zielgruppe bieten die meisten herkömmlichen, für den Desktop optimierten Onlineshops nicht gerade ein prickelndes, mit dem Flanieren auf Einkaufsstraßen vergleichbares Erlebnis. Mit der zunehmenden Verbreitung von Tablets, die durch ihren Formfaktor und die Bedienung durch Berührungen andere Sinne ansprechen und in entspannten Alltagsaugenblicken zum Einsatz kommen, entstehen neue Wege der Ansprache von Shoppingverrückten. Neben dem Hannoveraner Startup CouchCommerce (unser Bericht) und Amazon mit seiner Windows-Shopping-App hat auch der junge Münchner Dienst ShopLove dieses Potenzial erkannt.
Dessen am Dienstag im deutschen App Store veröffentlichte iPad-Anwendung richtet sich an alle Personen, die leidenschaftlich gerne einkaufen und diesen Prozess auch online so kurzweilig und inspirierend gestalten möchten wie möglich. “Nur ich, meine Couch, mein iPad und alle meine Lieblingsmarken- und Shops” – unter diesem Slogan vereint das von Maximilian Beller, Hendrik Braun und Timo Trumpp mit einer Angel-Finanzierung im Rücken gegründete Startup in der App 450.000 Produkte aus den Kategorien Mode und Wohndesign von über 2000 Marken (alle scheinen bisher noch nicht enthalten zu sein) aus 63 deutschen Partner-Shops. Anstatt dass Nutzer manuell in ihrem Browser die einzelnen E-Commerce-Angebote ansteuern, sollen sie ShopLove nutzen, um in einer für das Tablet optimierten, shopübergreifenden und persönliche Empfehlungen bereitstellenden App ihre Einkaufsbedürfnisse vom Sofa, aus dem Bett oder von jedem anderen Ort zu stillen.
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Einst belächelt, schickt sich das Tablet an, den PC als primäres Zugangsgerät zur digitalen Welt aus den Haushalten zu verdrängen. Nur regelmäßige, ernsthafte Contentproduzenten benötigen noch einen herkömmlichen Computer. Dieser avanciert damit zur neuen Druckmaschine.
Jüngst entschloss ich mich dazu, mir für mein iPad eine externe Tastatur zuzulegen. Ursprünglich hielt ich eine derartige physische Erweiterung von Tablets für kontraproduktiv, sah jedoch irgendwann ein, dass ich selbst nach zwei Jahren iPad-Besitz noch immer nicht gelernt hatte, schnell und gleichzeitig fehlerfrei lange Texte durch Tippen auf dem Touchdisplay zu verfassen. Dank meines neuen Bluetooth-Keyboards bin ich nun in der Lage, auch längere Mails, Kommentare oder gar Artikelentwürfe auf dem Appel-Tablet zu schreiben, ohne dass mir dabei aufgrund von Vertippern laufend stille Flüche über die Lippen gehen.
Auch mit der Erweiterung um eine Tastatur eignen sich heutigen Tablets für mich als Blogger und Redakteur noch nicht als ausschließliches Arbeitsgerät. Besonders die Möglichkeit zum parallelen Bedienen mehrerer Anwendungen würde ich bei den Tablet-Betriebssystemen auf Dauer vermissen. Während des Verfassens dieses Textes etwa tauchen immer wieder Tweets aus TweetDeck am unteren rechten Rand meines Bildschirms auf, nebenbei chatte ich per Skype, zudem bewege ich mich flink zwischen mehreren Browser-Tabs und verwende eine spezielle Blogsoftware, um diesen Artikel noch vor dem Upload zu formatieren. All das sind Dinge, die bei der alleinigen Nutzung von Tablets für meinen Arbeitsalltag je nach OS unmöglich oder umständlicher wären. Auch stößt man nach wie vor auf Websites, die nicht für mobile Browser optimiert sind und kann keine die Produktivität erhöhende Browser-Erweiterung verwenden.
Doch wäre ich nicht regelmäßiger Produzent von redaktionellen Inhalten – ich würde ernsthaft darüber nachdenken, PCs ganz aus meinem Alltag zu verbannen. Deutet man Verkaufsstatistiken von Tablets, wird genau dies in naher Zukunft in Millionen Haushalten geschehen.
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Das iPhone 5 ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Gleiches gilt für fast alle neuen Gerätschaften, die uns Zugang zur digitalen Welt verschaffen. Dem derzeitigen Gadget-Kult täte eine Mäßigung gut.
Im Netz macht gerade ein Video die Runde, das die äußerst seltsam anmutende Jubel-Zeremonie der Beschäftigten zur Eröffnung des ersten schwedischen Apple Stores am letzten Samstag zeigt. Ähnliches ließ sich in der Vergangenheit auch schon bei der Einweihung anderer Läden des kalifornischen Lifestyle-Unternehmens beobachten. Die Art, wie die Belegschaft sich, ihren Arbeitgeber und die ersten, zuvor stundenlang ausharrenden Kunden feiert, ist symptomatisch für den derzeitig allgegenwärtigen, über die Stränge schlagenden Gadget- und Technokult – für den nicht nur Apple verantwortlich ist. Ich finde, eine Mäßigung ist dringend notwendig. » weiterlesen