Thema: sueddeutsche.de

 

Alle 9 Artikel zum Thema sueddeutsche.de auf netzwertig.com:

Online-Journalismus:
Voller Überraschungen

Zufälliger Internet-Fund ohne jede Aussagekraft: Manchmal gleicht sich nicht nur die Themenauswahl der großen Nachrichten-Seiten …

Dienstagabend auf sueddeutsche.de und Spiegel Online
Dienstagabend auf sueddeutsche.de und Spiegel Online

… sondern auch das Foto zum Aufmacher. Notorische Pessimisten werfen die Hände über dem Kopf zusammen und klagen über ewig gleichen Agentur-Brei auf allen Kanälen. Stimmt natürlich nicht. Beispiel gefällig? Das Besser-Wisser-Portal news.de schreibt über ein Konzert des unheimlich populären singenden Handyverkäufers Paul Potts in Hamburg:

Während er O Sole Mio und später Caruso vortrug, hatte er die Halle komplett im Griff. Wenn Potts sang, schienen die Menschen den Atem anzuhalten.

… während man auf Spiegel Online zum gleichen Anlass liest:

Keine große Oper für den kleinen Mann. Nur ein paar mittelmäßige Gesangseinlagen, die in der riesigen Halle verpuffen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Wochenrückblick Nr. 43

Sorge um verdeckte Recherchen, Angst vor heimlichen Ausspähungen und Millionen-Sparpläne beim Schweizer Ringier-Verlag – der Rückblick auf die 43. Kalenderwoche auf medienlese.com.


Das Bild der Woche: Telekom-Chef René Obermann. Für die Bespitzelung von Betriebsräten und Journalisten wurde die Deutsche Telekom mit dem Big-Brother-Award ausgezeichnet.

Kritisch betrachten die Medien ein Urteil des Schweizer Bundesgerichts (unser Bericht auf medienlese.com). Jetzt wird befürchtet, dass das Urteil Journalisten an der verdeckten Recherche hindert. Die Frankfurter Allgemeine schrieb von entsetzten Medienexperten, der direkt am Fall beteiligte SF-Chefredaktor Ueli Haldimann von einem “medienfeindlichen Urteil“.

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Buchmesse live im Internet:
Journalisten und ihre Bücher

Live von der Frankfurter Buchmesse: Für jeweils eine halbe Stunde ist ein Autor mit seinem Buch Gast auf dem “Blauen Sofa”. Darunter: Stefan Aust, Dietmar Dath, Bettina Gaus und Hans-Jürgen Jakobs.


Buchmesse im Internet ist mindestens so aufregend wie die Wagner-Festspiele auf Großbildleinwand beim “public viewing” – also überhaupt nicht. Was hingegen gut geht: Gespräche mit Autoren. Ein Sofa, ein Moderator und ein Gast mit seinem Buch. Dafür haben Internet-Nutzer wahrscheinlich auch mehr Zeit und Aufmerksamkeit übrig als gehetzte, übernächtigte Messebesucher. Auf dem “Blauen Sofa” von Deutschlandradio Kultur, dem ZDF-Kulturmagazin “aspekte”, Bertelsmann Buchclub und Süddeutsche Zeitung nehmen natürlich auch Journalisten Platz – für die kommenden Tage haben wir je einen Termin herausgesucht.

» weiterlesen: Vier Journalisten, vier Bücher, vier Live-Termine

Immer nur Google:
Stern.de ohne Glück

Ohne Google geht es nicht: Nachrichtenseiten machen viele Klicks, weil sie bei Suchergebnissen weit oben auftauchen. Maßgeblich dafür ist Googles Pagerank – der gerade wieder neu vergeben wurde.

Immer diese Rankings! Länge, Größe, Links – und jetzt auch noch Pagerank. Ja, denn für Nachrichtenseiten ist dieser Wert von großer Bedeutung. Mit dem Pagerank, einem errechneten Wert zwischen 0 und 10, misst Google die Bedeutung einer Seite. Je mehr Links von relevanten Seiten auf eine Seite verweisen, desto wichtiger ist sie. Andersherum vererbt eine relevante Seite durch das Setzen eines Links ihren Pagerank. Über die tatsächliche Qualität einer Nachrichtenseite lässt damit also nichts aussagen.

Aber der Pagerank spielt unter den rund 200 Kriterien, nach denen Google eine Seite bewertet, eine maßgebliche Rolle bei der Platzierung einer Seite in den Suchergebnissen. Grob gesagt: Je besser der Pagerank, desto weiter oben steht das Ergebnis. Deswegen ist der Pagerank von Bedeutung, denn viele Klicks machen Nachrichtenseiten mit Benutzern, die über eine Suchmaschine auf ihre Seiten kommen. Weswegen einiger Aufwand betrieben wird, damit Suchmaschinen richtig gefüttert werden.

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User-Beteiligung:
So klappt’s mit Kommentaren

Hilfe, die User kommen: Kommentare auf Nachrichtenseiten sind mitunter ein heikles Thema, sueddeutsche.de und Facts 2.0 gute Beispiele. Hier sind zehn Wege, wie es besser geht.

Derek Powazek hat 10 Punkte aufgestellt, wie Kommentare auf Nachrichtenseiten gut funktionieren können: “10 Ways Newspapers Can Improve Comments”. Für einen kurzen Überblick hier die zehn Punkte in deutscher Übersetzung und ohne die ausführliche englische Erklärung:

  1. Registrierung voraussetzen
  2. Regeln aufstellen und durchsetzen
  3. Einen “Community Manager” beschäftigen
  4. Kommentare in eine Form bringen (eine bestimmte Länge nicht über- oder unterschreiten, nicht ALLES IN GROSSBUCHSTABEN zulassen …)
  5. Der Community Einflußmöglichkeiten geben (zum Beispiel über einen Button, mit dem anstößige Inhalte gemeldet werden können)

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YouTube:
Viraler Hit für 300.000 Euro

Unternehmen verpacken Werbebotschaften in lustige Videoclips – aber damit aus einem YouTube-Video ein viraler Hit wird, müssen spezialisierte Agenturen ordentlich nachhelfen.

Täglich werden Zehntausende neue Videos auf YouTube hochgeladen. Mit etwas Geld lässt sich beeinflussen, wie viele Nutzer sich einen Clips ansehen. Ein Service, den Unternehmen für ihre mehr oder weniger lustigen Werbevideos gerne in Anspruch nehmen. Der YouTube-Beauftrage von Sueddeutsche.de, Christian Kortmann, erklärt, wie ein Internet-Video zum Renner wird. Der Inhalt des Clips ist dabei nebensächlich. Kostenpunkt: 30 Cent pro Abruf des Videos, für eine Millionen Abrufe gibt es Rabatt, macht 300.000 Euro. Und das funktioniert so:
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Onlineportale:
Wer hat die Längste?

Höher, schneller, weiter: Wir haben Nachrichtenseiten zum Größenvergleich antreten lassen. Zeit Online, Welt Online und derWesten führen das Feld an, die taz-Seite wird locker um 1,5 Längen geschlagen.

Wer hat die Längste?

Man könnte Worte verlieren über das neue Layout der Netzeitung, die einen auf Süddeutsche macht – so wie derWesten, der sich visuell recht deutlich an Spiegel Online orientiert. Stattdessen haben wir uns angesehen, welche Online-Redaktion den Lesern besonders viel mitteilen möchte.

“Immer feste druff” scheint das Credo einiger Redaktionen zu sein, wenn man den Lesern nur ordentlich Links anbietet, wird er schon etwas Interessantes finden. Wer hat also die längste Seite? Hier das Ergebnis:

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Sueddeutsche.de Bilderstrecken:
Easteregg für Stefan

Alle Kinder Portale machen mittlerweile Bilderstrecken, um Klicks zu schinden. Auch öffentlich-rechtliche Rundfunksender sind keine Ausnahme. Sueddeutsche.de übertreibt es allerdings ziemlich schamlos und hat schonmal 50 Bilder parat, RSI inklusive.

Bild sueddeutsche.de Bilderstrecke Niggemeier Stefan klick
Klick’ Dir den Daumen wund: Die Süddeutsche und ihr Bild-Archiv

Dafür hat sueddeutsche.de natürlich schon öfters lästernde Kommentare einstecken müssen. Doch Redakteure sind auch nur Menschen: ab heute wird zurückgeklickt! Wer sich durch die Bilderstrecke “Alle Kinder laufen über die Straße…”

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sueddeutsche.de liebt die Schweiz

Auf sueddeutsche.de erscheinen regelmässig Artikel, die die Schweiz unkritisch als Paradies auf Erden darstellen. Folgt man den Texten aus der Redaktion, ist Deutschland sofort zu verlassen – ins gelobte Land. Wir haben Texte der letzten sechs Monate versammelt, die auf sueddeutsche.de erschienen sind.

Gefunden bei der Aktion haben wir 28 Texte, die meisten ausschliesslich einem Tourismusgebiet gewidmet. 28 Texte in sechs Monaten, das macht fast fünf Texte pro Monat, die sich dem südlichen Nachbar von Deutschland gegenüber positiv äussern. Wir haben auch kritische Texte gefunden. Zwar nur einen und der ist nicht mal besonders kritisch, aber immerhin. Das war auch schon mal anders, wir erinnern an ein journalistisches Glanzstück aus dem Februar 2005: “Grüezi, ich bin eine arme Sau“, heisst der Text, in dem Tobias Timm den Test macht, ob ein Hartz-IV-Empfänger sein Erspartes in der Schweiz in Sicherheit bringen kann.

Heute heisst es: “Ein besseres Pflaster gibt es nicht”. Nun folgend also 30 Texte, die alle online lesbar sind. Mit einem * markiert sind die Stories, die nach dem Text auf die gebührenfreie Telefonnummer von “Schweiz Tourismus” hinweisen.

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