Thema: StudiVZ

 

Alle 106 Artikel zum Thema StudiVZ auf netzwertig.com:

Zweifelhafte Ehre für Frazr und StudiVZ

Gestern veröffentlichte das populäre US-Portal Mashable eine Liste der sieben dreistesten Web-2.0-Kopien. Ganze drei der sieben Kandidaten kommen aus Deutschland: Die Twitter-Kopien Frazr und wamadu auf Platz 2 und 7 und das Facebook-Imitat und gleichzeitig erfolgreichstes deutsches Social Network, StudiVZ auf Platz 3. Eine sehr zweifelhafte Ehre und irgendwie auch ein bisschen peinlich, dass die hier bereits seit einiger Zeit stattfindende Diskussion um das permanente Kopieren erfolgreicher Internetkonzepte aus den USA nun auch dort geführt wird, oder?

Gleichzeitig sollte man hier zu Lande deutlicher zwischen innovationslosen Kopien und durchdachten Weiterentwicklungen unterscheiden. Zurecht landen Frazr und StudiVZ auf Mashables Liste, immerhin hat man neben der Funktionsweise auch das Design des jeweiligen Originals übernommen. Was einen auch immer zu solch einem frechen Schritt bewegt – die Kritik ist berechtigt und wird nicht verstummen, solange StudiVZ/Facebook und Frazr/Twitter sich so ähnlich sehen.

Manchmal wird in der Diskussion um “Klone” allerdings stark verallgemeinert und pauschalisiert. Eine erfolgreiche Idee zu übernehmen und als Ausgangsbasis für ein eigenes Projekt zu verwenden, welches dann eigenständig weiterentwickelt wird, ist nicht verwerflich. Im Gegenteil, Konkurrenz belebt das Geschäft und kommt am Ende dem Nutzer zugute, der sich seinen Favoriten aussuchen kann. Natürlich gilt das nur bei einem Dienst mit ordentlichem Mehrwert. Wieso Deutschland mittlerweile acht Twitter-Klone hat und was die Macher der jeweiligen Seite antreibt, ist mir schleierhaft.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

StudiVZ-Gründer Dariani:
“Ich glaube, ich bin verrückt”

Vor zwei Wochen konnte StudiVZ den zweimillionsten Nutzer begrüßen. Ehssan Dariani, der vor eineinhalb Jahren die Idee zu der Studenten-Community hatte und sie zusammen mit Dennis Bemmann und Michael Brehm realisierte, guckt sich das Geschehen mittlerweile nur noch als Berater an. Welt Online berichtet in einem aktuellen Artikel, wie es den drei Gründern nach der Holtzbrinck-Übernahme ergeht, warum Dariani nicht mehr Geschäftsführer ist und wie gut die Aussichten für StudiVZ sind, allein mit Werbung langfristig Gewinne zu machen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Studie:
Franzosen bloggen, Deutsche zocken und mögen keine Werbung

Französische Internetnutzer unter 24 sind die eifrigsten Blogger in Europa. Deutsche User der selben Altersgruppe spielen dagegen am liebsten Onlinegames. Das sind einige Ergebnisse der 14. NetObserver-Studie von Novatris/Harris Interactive. Für die Studie wurden 210.000 Internetuser in Deutschland, Groß Britannien, Frankreich, Italien und Spanien zum Surfverhalten, zur Bedeutung von Web 2.0-Anwendungen und zur Wahrnehmung von Online-Werbung befragt.

In Hinsicht auf effektives Onlinemarketing empfiehlt die Studie, auf interaktive oder «User Generated Werbung« wie auch auf virales Marketing zu setzen, um junge Zielgruppen im Internet zu erreichen. «Da junge User die hautsächlichen Nutzer von Web 2.0-Anwendungen wie Blogs, Podcasts oder Community-Websites wie MySpace darstellen, wird die Gratwanderung für E-Marketer deswegen darin bestehen, Alternativen zu den klassischen Bannerformaten zu finden, ohne zu störend in diese «privaten« Userbereiche einzudringen.« Vielleicht auch interessant für StudiVZ hinsichtlich der dort gerade gestarteten Werbemaßnahmen?!

Die Ergebnisse der 14. NetObserver-Studie als 10-seitiges PDF.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

StudiVZ:
Schluss mit werbefrei!

Mitte März wurden bei StudiVZ die AGBs geändert. Zum einen mit dem Zweck, harte Strafen für Hacker oder sonstige Spitzbuben anzudrohen, die Deutschlands größter Studentencommunity Schaden zufügen wollen. Und zum anderen, um schriftlich festzuhalten, dass auch die Betreiber von StudiVZ sowie die dahinter stehende Verlagsgruppe Holtzbrinck irgendwann Geld mit der Plattform verdienen und Anzeigen einblenden möchte.

Knapp drei Wochen später ist es auch schon so weit. Seit heute wird die Startseite sowie auch der Mitgliederbereich am rechten Rand von einem Skyscraper-Banner verziert. Zu den bisher gesichteten Werbungtreibenden gehören die comdirect bank (mit einem für StudiVZ gebrandeten Banner) sowie die Twentieth Century Fox of Germany GmbH mit aktueller Kinowerbung. Doch das ist nicht alles: Auch wer einem StudiVZ-Kommilitonen eine Nachricht schreibt, bekommt anschließend eine rund 250×250 große Werbebox zu Gesicht, die derzeit für die Postbank SparCard, das Wirtschaftsmagazin brand eins im Probeabo sowie einen Versicherungsvergleich wirbt.

Studivz: Schluss mit werbefrei!

Das auch StudiVZ kein gemeinnütziges Angebot ist und irgendwann Geld verdienen muss, daran gibt es nichts auszusetzen. Verwunderlich ist nur, dass man mit so einem Paukenschlag loslegt. Davon abgesehen, dass die Anzeigen das optisch ohnehin wenig attraktive Portal nicht gerade verschönern, so sollte es bei bald 2 Millionen registrierten Usern doch subtilere, kreativere Methoden geben, Unternehmensbotschaften zu übermitteln. In Form von Gewinnspielen oder anderen Mitmachaktionen zum Beispiel, die den Studis möglicherweise sogar Spaß machen. Oder einem lustigen, einfallsreichen Videospot im Mitgliederbereich.

Die Macher von StudiVZ zeigen bei diesem für jeden User unübersehbaren Schritt nicht gerade Feingefühl. Es bleibt abzuwarten, wie die Community reagiert!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

StudiVZ:
Vertragsstrafen für Fehlverhalten in den neuen AGBs

Die neuen AGBs von StudiVZ haben es in sich: Bei Fehlverhalten wie Angabe von falschen Daten, Anmeldung obwohl man kein Student ist (oder war) oder bei einer Doppelanmeldung soll der Benutzer eine Vertragsstrafe bezahlen und eine Unterlassungserklärung abgeben.

Besonders teuer werden “elektronische Angriffe” durch Hacker und Crawler – hier wird eine Vertragsstrafe von mindestens 6.000 Euro fällig, berichtet golem.de

Das law blog bezweifelt allerdings die Gültigkeit einer solchen Klausel.

Für “Hackangriffe” ist das noch einigermaßen nachzuvollziehen – Auch wenn diese nicht erfolgreich sind können diese durch erhöhte Serverlast hohe Kosten beim Betreiber verursachen, aber Vertragsstrafe und Unterlassungserklärung für falsche Benutzerdaten … finde ich doch etwas übers Ziel hinausgeschossen – wie wäre es einfach, in einem solchen Fall den Account zu löschen und gut ist?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Simple as StudiVZ

Dieser Tage habe ich mich gefragt: Was ist eigentlich das Besondere an StudiVZ? 1,8 Millionen registrierte Nutzer allein auf der deutschsprachigen Plattform – dafür muss es doch einen besonderen Grund geben? Um diesen herauszufinden, habe ich mich nun auch angemeldet, um einfach mal ein bisschen zu stöbern. Und ich habe eine Erkenntnis gewonnen: Es muss die Einfachkeit, die Textbasiertheit, das Fehlen jedweder revolutionärer Techniken und Funktionen sein, was StudiVZ zu diesem Erfolg verholfen hat.

Sowohl die Startseite als auch sämtliche Mitgliederseiten hätten schon Teil einer Community aus dem Jahr 2000 gewesen sein können. Und wären schon damals nicht innovativ gewesen. Es gibt keine Flash-Gimmicks, abgesehen von den dafür vorgesehen Bereichen keine Fotos und Bilder, und eigentlich rein gar nichts, was einen überraschen könnte. Man sucht danach, aber man findet nichts.

Und genau genommen kann man nicht einmal von textbasierter Darstellung sprechen, denn selbst Text gibt es nicht mehr als nötig. Das, was dann aber doch zu lesen ist, bedient sich einer äußerst einfachen, teilweise teeniehaften Sprache. Gesucht wird mit der “Super-Suche”, das Postfach heißt “Nachrichtendienst” und Kommaregeln werden nicht immer genau genommen.

Die gesamte Seite wirkt unschuldig, uninnovativ und simpel. Und wir lernen: Genau das ist offenbar das Mittel zum Erfolg! Simple as Google, simple as StudiVZ. Bei den Machern der gerade mit Venturekapital von Bertelsmann gelaunchten Community Bloomstreet hat man davon offensichtlich noch nichts gehört.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.