Alle 38 Artikel zum Thema Streaming auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Trotz der schwierigen rechtlichen Lage, die Zattoo seit Jahren am Wachstum hindert, plant der schwedische Live-TV-Anbieter Magine den Eintritt in den deutschen Markt.
Trotz der vergleichsweise komplizierten Rechtelage fand der Schweizer Live-TV-Anbieter Zattoo in Deutschland bisher ein gutes Marktumfeld vor: Denn er war – und ist immer noch – der einzige Dienst seiner Art. Nutzern, die lineare Fernsehprogramme über Rechner oder mobile Apps streamen und dabei nicht auf illegale Services ausweichen möchten, steht bisher allein Zattoo zur Verfügung. Und mit der kommenden Integration der RTL-Sender gewinnen die Zürcher für hiesige Anwender künftig noch an Attraktivität.
Doch die Zeiten, in denen Zattoo im deutschen Markt ganz von Konkurrenten ungestört schalten und walten konnte, neigen sich dem Ende zu. Der junge schwedische Wettbewerber Magine hat laut lokalen Medien angekündigt, im Sommer über den heimischen Markt hinaus expandieren zu wollen. Die ersten zwei Auslandsmärkte für die Stockholmer sollen Deutschland und Spanien sein, gefolgt von Großbritannien. » weiterlesen
ProSiebenSat.1 AG wird einen eigenen Musikstreamingdienst starten. Ampya soll Zugriff auf Songs und Musikvideos bieten und wie Spotify auch in einer Gratisversion angeboten werden.
Im Jahr 2010 wäre der Start eines neuen Streamingdienstes für On-Demand-Musik noch eine größere Meldung wert. Mittlerweile existieren jedoch allein in Deutschland 19 abobasierte – und häufig austauschbare – Streaming-Dienste. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, von simfy bis Rdio, von JUKE bis Deezer, liegen meist nur im Detail. Und gegen die aggressive Gratis-Preispolitik des Branchenprimus Spotify kommen die wenigsten an.
Wenn sich nun noch ein weiterer Neuling in diesem heiß umkämpften und noch immer von vielen, “lokale” Musiksammlungen bevorzugenden Nutzern ignorierten Segment zu etablieren versucht, dann hat diese Nachricht eigentlich nur sehr geringe Bedeutung – es sei denn, es handelt sich um ein wirkliches Schwergewicht, das aus dem Stand eine massive Reichweite aufbauen und viele Anwender an den Musikkonsum mittels Streaming anstelle von Käufen heranführen kann. Genau ein solches Schwergewicht plant nun in der Tat den Einstieg in den Streamingsektor: Die ProSiebenSat.1 AG steht kurz vor dem Launch eines Streaming-Dienstes namens Ampya. » weiterlesen
Der Streit zwischen der GEMA und YouTube nimmt kein Ende. Selbst wenn beide Seiten ihren Teil zu der Misere beitragen: Die GEMA muss erkennen, dass eine deutsche Isolation keinen dauerhaften Bestand haben kann.
Ganz Internetdeutschland hegt einen Groll gegen die Verwertungsgesellschaft GEMA. Oder zumindest die Millionen Nutzer, die sich ab und an ein Musikvideo bei YouTube anschauen wollen. Denn in der Mehrzahl der Fälle sehen sie anstatt des Clips einen Hinweis, dass das Video aufgrund der GEMA in Deutschland nicht gezeigt werden kann. Eine aktuelle Auswertung der Agentur OpenDataCity soll zwar eigentlich auf YouTube-Konkurrent MyVideo aufmerksam machen, belegt aber auch eindrucksvoll, wie stark der anhaltende Rechtsstreit zwischen YouTube und der GEMA um die Lizensierung von Musikvideos den Nutzern des weltweit und in Deutschland führenden Videoportals Steine in den Weg legt: Mehr als 60 Prozent der beliebtesten YouTube-Videos sind in Deutschland aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verfügbar. Der Schnitt bei allen untersuchten Ländern liegt bei 18,8 Prozent – auf dem zweiten Platz weit hinter Deutschland platziert sich der Südsudan mit 15,3 Prozent nicht verfügbaren Top-1000-Videos. In der Schweiz sind nur 1,2 Prozent der Clips gesperrt, in Österreich 1,1 Prozent.
Die GEMA selbst stört sich daran, dass YouTube in seinen Sperrhinweisen der Form „Dieses Video ist in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden” die Schuld auf die Verwertungsgesellschaft schiebt und ihr damit im ganzen Land Feinde macht. Denn sie sei sehr wohl dazu bereit, YouTube die erforderlichen Rechte einzuräumen – zu Konditionen, die Googles Videoportal nicht gefallen. Weil sich beide Parteien bisher nicht einigen konnten, setzt YouTube daher seit längerem auf eine präventive Sperrung vieler Musikvideos, inklusive Hinweis für die Nutzer, wem sie den fehlenden Musikspaß zu verdanken haben. Mit einer Abmahnung will die GEMA YouTube dieses Druckmittel zur Stimmungsmache gegen die Verwertungsgesellschaften nun abgewöhnen. Zuvor hatte YouTube die Verhandlungen mit der GEMA abgebrochen. » weiterlesen
Ein Jahr nach der vorübergehenden Festnahme von Kim Dotcom und dem vorläufigen Ende seines Dienstes Megaupload hat die Unterhaltungsindustrie immer noch wenig aus ihren Fehlern gelernt – und findet keine Antwort auf den Neustart des Cloud-Speichers Mega.
Vielleicht ist es Zufall, dass auf dem derzeitigen Sundance-Festival die Dokumentation “Downloaded” über die Anfangsjahre des Musikdienstes Napster zu sehen ist. Die beiden Gründer, der nerdige Shawn Fanning und der charismatische Sean Parker, kommen in dem unterhaltsamen Trailer ebenso zu Wort wie damalige Protagonisten der Musikszene. Darunter sind Smashing-Pumpkins-Bandleader Billy Corgan und Metallica-Schlagzeuger Lars Ulrich. Corgan kann Napster etwas Positives abgewinnen: “Die geben den Leuten einfach, was sie wollen. Aufhalten lässt sich das sowieso nicht mehr.” Ulrich hingegen tritt als einer der erbittertsten Gegner Napsters auf, der den Dienst den Totengräber der Musikindustrie nennt.
Kein Zufall ist es, dass Ulrich und Parker heute gemeinsame Sache machen: Bei der Präsentation des neuen Spotify saßen sie Anfang Dezember schiedlich, friedlich zusammen auf der Bühne. Parker, der heute Geldgeber für das Musikstartup ist, nutzte die Chance, um noch einmal darauf hinzuweisen, dass man ja im Grunde von Anfang an dasselbe wollte: den Menschen die Musik bringen, die sie wollen. Ulrich stimmte zu. Und Metallicas Alben sind seitdem legal auf Spotify verfügbar. Anders gesagt: Das Thema ist durch. Nach Jahren des Kampfes der Industrie gegen Napster und die Nachfolger wie LimeWire, Morpheus und KaZaA hat legale Musik gewonnen. Raubkopien lohnen sich nicht mehr, wenn jeder für zehn Euro im Monat (fast) all das hören kann, was er will. Und Video? Hier wiederholt sich die Geschichte gerade auf ähnliche Weise. » weiterlesen
Die Telekom bietet jetzt auch für Bestandskunden ihrer Mobilfunksparte ein musikalisches Sorglos-Paket an: Die Spotify-Flatrate für unterwegs, ohne Begrenzung des Datenvolumens. Was auf den ersten Blick nur erfreulich scheint, wirft auch kritische Fragen auf.
Welchem Musikfreund gefällt die Vorstellung nicht? Mit dem Smartphone aus dem Haus zu gehen und für 10 Euro im Monat 18 Millionen Songs in der Hosentasche mit dabei zu haben. Keine Downloads, kein Offline-Modus, kein Verbrauch des eigenen, knappen Datenkontingents. Die Telekom macht es möglich: Nachdem im August schon um Neukunden mit dieser Offerte gebuhlt wurde, können nun auch Bestandskunden das Spotify-Sorglos-Angebot zu ihren Verträgen hinzu buchen.
Maximale Freiheit zum Sparpreis – zu Lasten des Wettbewerbs
Der Preis ist heiß: Die 9,99 Euro, die für eine mobile Nutzung des Streaming-Service monatlich zu Buche schlagen, sind in den aktuellen Tarifangeboten des Mobilfunkriesen bereits eingepreist worden. Der Unterschied zum regulären Abonnement: Im Gegensatz zu den Spotify-Bestandskunden, die ihre Verträge direkt über den Musikdienst abgeschlossen haben, ist für Telekomkunden ein unbegrenztes Datenkontingent für den mobilen Musikgenuss speziell und ausschließlich nur für diesen Streaming-Dienst inkludiert worden. Unabhängig vom normalen Datenvolumen, das Kunden des Carriers über deren jeweilige Leistungspakete zur Verfügung steht, wird der Spotify-Traffic getrennt behandelt: Er steht Kunden unlimitiert zur Verfügung. Die Telekom trennt also in diesem Fall den Datenverkehr nach der Nutzungsart. » weiterlesen
Die simfy-Gründer Christoph Lange und Steffen Wicker verlassen den Kölner Streamingdienst für Musik. CEO Gerrit Schumann betont, dass dieser Schritt lange geplant war, und erklärt, dass sich der Service trotz einiger Herausforderungen auf massives Wachstum vorbereitet.
Wie am Samstag berichtet, verlassen die Gründer des deutschen On-Demand-Musikdienstes simfy das Kölner Unternehmen. Am Freitagnachmittag gaben Christoph Lange und Steffen Wicker dies in einer persönlichen Mail bekannt, ohne dass dazu von Seiten simfys bereits eine offizielle Stellungnahme existierte. Die Nachricht vom Weggang des Duos warf eine Reihe von Fragen auf, unter anderem, wie es überhaupt um simfy steht. Hohe Lizenzgebühren und ein harter Konkurrenzkampf setzen dem Startup seit längerem zu. Jetzt hat simfy-CEO Gerrit Schumann uns einige Fragen zur aktuellen Lage bei simfy beantwortet.
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Christoph Lange und Steffen Wicker, die zwei verbliebenen Gründer des deutschen Spotify-Konkurrenten simfy, verlassen das Unternehmen und wollen ein neues Startup aufbauen. Der Schritt kommt nicht unerwartet.
Früher oder später heißt es für die meisten Startup-Gründer, sich von ihrem Baby zu verabschieden. Nur sehr wenige Entrepreneure bleiben auf unbestimmte Zeit bei ihrem Unternehmen. Zumeist verlassen Gründer im Internetsektor ihre Firmen spätestens dann, wenn sämtliche im Rahmen eines Verkaufs vertraglich geregelten, zur vollständigen Inanspruchname der vereinbarten Summe festgelegten Fristen abgelaufen sind (“Vesting“) – und manchmal auch schon vor einem Exit.
So ist es nun der Fall beim deutschen Spotify-Konkurrenten simfy. Zum klassischen Zeitpunkt der Bekanntgabe einer derartigen Nachricht – am aufmerksamkeitsschwachen Freitagnachmittag – gaben die zwei verbliebenen simfy-Gründer Christoph Lange und Steffen Wicker in einer Mail ihren Abschied von dem Kölner Startup bekannt. Nach sieben Jahren an der Spitze des 2005 als Studentenprojekt begonnenen Dienstes wollen die Zwei eine neue Firma gründen. Auch kündigen sie an, junge Gründer und Startups künftig beim Aufbau ihrer Aktivitäten helfen zu wollen.
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Der Medienwandel wird auch den Hörfunk nicht verschonen. Ein zu ProSiebenSat.1 gehörender schwedische Hörfunkanbieter zeigt nun, wie ein etablierter Akteur aus der analogen Welt den digitalen Wandel mitgestalten kann, anstatt ihm hinterherzulaufen.
Regelmäßigen Lesern von netzwertig.com wird auffallen, dass hier vergleichsweise häufig von Internetdiensten aus Schweden zu lesen ist. Sicherlich spielt die Tatsache, dass ich selbst in Stockholm wohne, dabei eine gewisse Rolle. Entscheidender ist jedoch, dass die schwedische Bevölkerung und Wirtschaft seit jeher offener auf den Medienwandel zugeht, als sich dies in Deutschland beobachten lässt. Die Gründe dafür sind vielfältig, anführen möchte ich an dieser Stelle nur zwei: ein deutlich geringeres Kontrollbedürfnis aller gesellschaftlichen Akteure, als es hierzulande vorherrscht, sowie ein kleinerer Markt, der sich in den Augen großer Medienfirmen eher zu Experimenten mit offenem Ausgang und Kannibalisierungseffekten eignet als Europas größte Volkswirtschaft, in der die verbitterte Verteidigung alter Modelle häufig höheren Stellenwert hat als die Entwicklung neuer Ansätze.
So ganz verwundert es daher nicht, wie der schwedische Radiokonzern SBS Radio auf die bevorstehende, durch die Verbreitung von mobilem Internet angetriebene, breitflächige Abwanderung der Radiohörer zu digitalen Alternativen wie Spotify reagiert: Mit einem personalisierten Onlineradioangebot im Stile des populären, aber in Europa nicht zugänglichen Streamingdienstes Pandora sowie dessen hiesigem Pendant Aupeo. Radio Play nennt das Hörfunkunternehmen aus Stockholm seinen neuen, kostenfreien Service, der über eine Website sowie mobile Apps für iOS und Android angeboten wird. » weiterlesen
Rdio, der Musikdienst und Spotify-Konkurrent der Skype-Gründer, wagt einen extrem mutigen und bisher im Streaming-Segment einmaligen Schritt: Er zahlt Künstlern für jeden geworbenen Nutzer zehn Dollar. Das könnte einschlagen wie eine Bombe – und für das Startup aus San Francisco richtig teuer werden.
On-Demand-Streaming gilt gemeinhin als die Zukunft des Musikkonsums – bringt aber einige Nachteile mit sich. Einer der kritischen: Die meisten Interpreten erhalten vergleichsweise geringe Auszahlungen. Schilderungen wie die der Cellistin Zoë Keating, die mit 72.800 Streams bei Spotify 246 Euro einnahm, finden sich zahlreiche im Netz. Anders sieht die Situation für die wenigen echten, bei den Major Labels unter Vertrag stehenden Superstars aus, deren weltbekannte Titel um ein Vielfaches häufiger bei den Streamingdiensten gespielt werden und damit hohere Einnahmen generieren.
Rdio, der On-Demand-Dienst der Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis, startet heute mit dem “Artist Program” eine im digitalen Musiksegment bisher einzigartige Kampagne, um Interpreten jedes Bekanntheitsgrades eine neue Umsatzmöglichkeit zu eröffnen – und wagt damit gleichzeitig ein potenziell extrem kostspieliges Experiment, um endlich aus dem Schatten des den Löwenanteil der Aufmerksamkeit und zahlenden Nutzer bekommenden Konkurrenten Spotify zu treten:
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Magine heißt ein gerade in geschlossener Beta-Phase lanciertes Startup aus Schweden, das mit der TV-Branche das anstellen möchte, was Spotify mit der Musikindustrie getan hat. Bis dies auch in Deutschland geschehen kann, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Als ich mich 2006 nach dem Studium dazu entschloss, nach Stockholm zu ziehen, wusste ich noch nicht, dass mir dies eines Tages einen gewissen strategischen Vorteil in meiner künftigen Tätigkeit als Tech-Berichterstatter verschaffen würde. Denn in den vergangenen Jahren hat sich Schweden zu einem angesagten Zentrum innovativer Startups entwickelt – die sich angesichts des vergleichsweise kleinen Marktes oft schnell auf einen Expansionskurs ins Ausland begeben. In meiner Rolle als netzwertig.com-Redakteur heißt dies, dass ich frühzeitig von neuen Anbietern erfahre und über diese berichten kann, noch bevor sie außerhalb des schwedischen Marktes wahrgenommen werden. Bei Spotify, iZettle, Voddler und Wrapp (dort allerdings etwas spät) nutzte ich diese Gelegenheit schamlos aus. Nun eröffnet sie sich mir erneut.
Mit Magine macht sich ein Stockholmer Startup bereit, die TV-Landschaft zu revolutionieren. Große Worte, die nicht von mir stammen, sondern von den Gründern Erik Wikström, Mattias Hjelmstedt, Håkan Tranvik och Michael Werner. Der Dienst hat in den letzten Tagen in Schweden einiges an Medienaufmerksam erhalten und wurde – vielleicht etwas klischeehaft – mehrfach als “Spotify für Fernsehen” bezeichnet. Zwei Jahre hat das Gründerquartett an dem Angebot gefeilt, seit Montag ist es in geschlossener Beta-Phase und mit einer restriktiven Invite-Only-Policy online. Selbst warte ich noch auf eine Einladung, weshalb ich einen persönlichen Erfahrungsbericht bisher nicht bieten kann.
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