Thema: Streaming

 

Alle 51 Artikel zum Thema Streaming auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Die Zukunft des Fernsehens:
Ich brauche keinen Streaming-Stick, ich will eine Mega-Monstermaschine

In der Zukunft des Medienkonsums sollen wir selbst Programmdirektor sein. Punkt. Doch selbst wenn wir das wollten, wird uns Live-TV wegen vieler Vorteile fehlen – es sei denn, wir arbeiten mit cleverer Hybridtechnik dagegen. Doch das erforderte weit stärkere Maschinen, als wir sie heute nutzen.

Amazon Fire TV: Apps und Mediathek, aber kein Live-TV.

Amazon Fire TV: Apps und Mediathek, aber kein Live-TV.

Mit meinem Kollegen Martin Weigert geriet ich vor einigen Monaten in einen Disput. Wir werden auf lineares Fernsehen nie ganz verzichten wollen, behauptete ich. Martins Gegenthese: Der TV-Markt, wie wir ihn heute kennen, wird in den kommenden Jahren völlig zusammenbrechen. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich gemessen an der derzeitigen Entwicklung weiterhin an meiner These festhalte, mich allerdings selbst wundere, warum ausgerechnet ich sie aufgestellt habe. » weiterlesen

Amazon kauft Twitch, Google setzt Serie verpasster Chancen fort:
Jeff Bezos’ großer Coup

Die Milliarden-Akquisition von Twitch durch Google schien in trockenen Tüchern. Doch in letzter Minute taucht Amazon auf und schnappt sich das schnell wachsende Spiele-Streaming-Portal. Google entgeht abermals ein dicker Fisch.

TwitchEs ist eine große Überraschung: Obwohl die Fachpresse bereits zweimal über die angebliche Übernahme des Videospiele-Streamingportals Twitch durch Google berichtet hatte, ist nun urplötzlich Amazon als definitiver Käufer aufgetaucht. Für 970 Millionen Dollar und damit für ein paar Millionen weniger, als Google mit seinem Eine-Milliarde-Dollar-Gebot zu zahlen bereit war, verleibt sich der Onlineriese aus Seattle das 55 Millionen monatlich aktive Nutzer aufweisende Gaming-Portal aus San Francisco ein.

Twitch ist die Speerspitze des immer größere Kreise ziehenden “Let’s Play”-Trends, bei dem Gamer ihre Spiele-Sessions aufzeichnen oder live streamen und damit Millionen begeistern. » weiterlesen

“Blue Button”:
Schweizer Werbe- und Startup-Allianz will TV-Spots aus der Steinzeit holen

Millionen Menschen schauen Fernsehprogramme mittlerweile über das Internet. Doch in den Werbeblöcken wird das sich daraus ergebende Potenzial bislang komplett vernachlässigt. In der Schweiz soll sich das jetzt ändern: Ein Technologie-Startup, der führende Werbevermarkter sowie drei Streaming-Services machen dazu gemeinsame Sache.

WerbungLineare TV-Sender über das Internet zu streamen, ist mittlerweile für Millionen Nutzer in Deutschland und der Schweiz eine regelmäßige Aktivität. Branchenprimus Zattoo – der einzige Dienst, der in beiden Ländern angeboten wird – gab erst zur Fußball-WM neue Meilensteine bekannt. Knapp 1,1 Millionen User in Deutschland streamten im Juni TV-Sender über das Angebot. 800.000 Anwender griffen dabei über mobile Geräte auf Zattoo zu.

Doch obwohl der IP-basierte Abruf von Live-Sendungen aus Sicht von Werbekunden ganz neue Möglichkeiten der zielgerichteten Interaktion mit der Zuschauerschaft ermöglicht, wurde dieses Potenzial bislang kaum genutzt. Die Spots, die in den Werbeblöcken der Sender ausgestrahlten wurden, landen unangetastet im Stream, ohne dass bei der Form der Übertragung dieser Anzeigenfilme differenziert wurde. Und ohne dass User sich tiefergehend mit angepriesenen Produkten befassen können, so sie dies wünschen. » weiterlesen

Fußball-Weltmeisterschaft 2014:
Meine erste WM ohne TV-Anschluss

Die Zeiten, in denen man eine Fußball-Weltmeisterschaft nur mit einem Fernsehanschluss ernsthaft verfolgen konnte, sind vorbei: Schnelle Leitungen und leistungsfähige, legale Streamingdienste ermöglichen auch “Cord Cuttern” vollen Fußballgenuss. Mit einigen Einschränkungen.

FußballDie Fußballweltmeisterschaft 2014 steht vor der Tür. Für mich bedeutet sie dieses Mal ein Novum: Erstmals steht mir während der gesamten Laufzeit des Turniers kein linearer Fernsehanschluss zur Verfügung, um die Spiele anzuschauen. Vor zwölf Jahren wäre das einer kleinen Katastrophe gleichgekommen (sofern man es für angemessen hält, für die fehlende Möglichkeit zum Fußballgucken diesen drastischen Begriff zu verwenden). Glücklicherweise haben sich die Vorzeichen geändert und als ausschließlich über eine Internetverbindung verfügender Nutzer ist man nicht mehr darauf angewiesen, über schlechte Leitungen und obskure Peer-to-Peer-Dienste verpixelte Live-Streams chinesischer TV-Sender anzuschauen. » weiterlesen

Fernsehstreaming:
Live TV will den Etablierten einheizen

Der Markt für legale Dienste, die TV-Sender über das Web auf mobile Geräte streamen, kommt endlich auch in Deutschland in Bewegung. Mit dem Münchner Startup Live TV will noch ein Neuling mitmischen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Aufbereitung basierend auf Echtzeit-Quoten.

Live TVAuch wenn sich über die Zukunft des linearen Fernsehens streiten lässt – derzeit blüht das Ökosystem digitaler Dienste, die Fernsehsender legal ins Netz übertragen, in Deutschland auf. Zattoo hat nun endlich auch von ProSiebenSat.1 grünes Licht für das Streaming des Programms erhalten und bietet damit im (ab jetzt teureren) Premium-Angebot alle wichtigen Sender an. Mit Magine betritt gerade ein gut finanzierter Dienst aus Nordeuropa den hiesigen Markt und kann ebenfalls ein recht vollständiges Angebot vorweisen. Kürzlich kündigte außerdem der Dresdner Social-TV-Service Couchfunk einen Einstieg in den Live-Streaming-Sektor an. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit der für iOS, Android, Mac und Kindle Fire verfügbaren App Live TV will ein weiterer Anbieter in dem aufstrebenden Segment mitmischen. » weiterlesen

TV-Streaming für Komfortsuchende:
Zattoo-Konkurrent Wilmaa veröffentlicht eigene Hardware-Box

Mit Wilmaa bringt der erste reine TV-Streaming-Anbieter eine Hardwarelösung auf den Markt. Der auch in Deutschland verfügbare Konkurrent Zattoo will sich lieber auf die Erschließung existierender Plattformen konzentrieren.

Wilmaa BoxIn diesem Jahr werden eine Reihe von neuen, rein internetbasierten TV-Boxen für Furore sorgen. Gerade erst hat Amazon in den USA mit Fire TV eine Allround-Lösung vorgestellt, die Videoinhalte des Onlinehändlers sowie Content zahlreicher anderer Dienste streamt. Googles Antwort lässt nicht lange auf sich warten, glaubt man diesem Exklusivbericht von The Verge: Mit Android TV will der Internetgigant nach dem gefloppten Google-TV-Projekt erneut versuchen, der Fernsehlandschaft näher zu kommen. Angesichts dieser Vorstöße wäre es kein Wunder, wenn auch Apple seine Settop-Box Apple TV in den nächsten Monaten erneuert. Immerhin hat sich das Gadget für das Unternehmen nach und nach zu einem Milliardengeschäft entwickelt.

Aus der Schweiz kommt nun eine Meldung, die zum Trend separater Settop-Boxen von IT- und Webfirmen passt, aber dennoch aus dem Rahmen fällt: Denn der Zattoo-Konkurrent Wilmaa hat in der Alpenrepublik nach einiger Verzögerung eine eigene Hardware-Lösung auf den Markt gebracht. » weiterlesen

Anderen beim Zocken zuschauen:
Ein Nischenphänomen wird zum Megatrend

Millionen Internetnutzer verbringen auf der Onlineplattform Twitch oder bei YouTube viel Zeit damit, anderen Usern beim Spielen von Videogames zuzusehen. Der einstige Nischentrend nimmt massive Züge an.

Twitch

Einer der faszinierenden Aspekte des Internets sind seine unzähligen “Parallelwelten” und Subkulturen, von deren Existenz nur diejenigen wissen, die in diesen Kreisen verkehren – oder die zufällig auf dieses Phänomen stoßen. Zu jedem Thema, Hobby und Interessengebiet findet sich irgendwo im Web eine Community mit hochengagierten Usern. In diese einzutauchen, ist wie eine neue Dimension der digitalen Sphären zu entdecken. Wie wäre es mit virtuellen Piloten, die echten Flugbetrieb nachahmen? Oder Menschen, die jede freie Minute damit verbringen, Züge zu fotografieren und Fahrpläne zu diskutieren? Meist bleiben derartige Interessengruppen unter sich und behalten ihren Status in der Nische. Manchmal aber entwickeln sie sich zu Massenphänomen. Eine solche Richtung schlägt die Community derjenigen ein, die sich Videospiel-Sessions im Netz ansehen.

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Kaufen oder Mieten:
Von der Mär, “Besitz” sei der bessere Medienkonsum

Konservative Medienromantiker verteufeln gerne die zeitlich begrenzte “Miete” digitaler Inhalte. Für sie ist nur der “Besitz” eine Option, alles andere nehmen sie nicht ernst. Doch diese Sichtweise ist überholt.

DVDs“Ich will Filme/Bücher/Musik besitzen” – so lautet eine verbreitete Reaktion gegenüber dem Streaming von Medieninhalten. Selbst wenn sich On-Demand- und Flatratemodelle langsam durchsetzen, sympathisieren noch immer Millionen mit der Idee, entweder einen physischen Medienträger zu erwerben und dann bis zum Tod an ihrer Seite zu haben, oder aber eine digitale Version für einen mit der physischen Variante fast vergleichbaren Preis zu kaufen, herunterzuladen und auf riesigen Festplatten oder Heimservern zu lagern. » weiterlesen

Alter Ballast bremst:
Die unsichere Zukunft von Musikstreamingdiensten wie Spotify

Zwischen Netflix und Spotify gibt es einige Parallelen. Doch während der Film- und Seriendienst die Regeln seiner Branche neu schreiben kann, muss sich sein musikalisches Äquivalent den existierenden Gepflogenheiten unterwerfen.

StreamingJüngst saß ich mit einem Freund beim Bier und wir philosophierten über den Wandel des Medienkonsums und das Potenzial von Flatrate-Angeboten wie Netflix und Spotify. Er skizzierte für Netflix, den bisher im D-A-CH-Raum noch nicht verfügbaren TV- und Film-Streamingdienst aus den USA, eine deutlich rosigere Zukunft als für den Musikservice Spotify und andere, nach einem ähnlichen Prinzip operierende Audioangebote (Rdio, Deezer etc). Spontan wollte ich ihm nicht zustimmen, erkannte dann aber, dass sich die Ausgangslage für die zwei Unternehmen tatsächlich unterscheidet, und dass dieser Unterschied am Ende über Tod oder Leben entscheiden kann. » weiterlesen

Serienmarathon:
Ein neuer Volkssport verändert die Fernsehbranche

Millionen Menschen verbringen mittlerweile ganze Wochenenden und Urlaubstage mit dem Anschauen kompletter Serienstaffeln. Der von Online-Videodiensten angetriebene Trend verändert die Fernsehbranche.

SerienmarathonJede Ära hat viele für sie charakteristische Merkmale. Stilprägend für die frühe digitale Epoche sind zum Beispiel “Selfies” und virale Mems. Leicht übersehen kann man in der Betrachtung ein anderes, sich derzeit rasant ausbreitendes Phänomen: Auf Englisch “Binge viewing” genannt, wäre die genaue deutsche Übersetzung “Sehgelage” oder “Sehorgie”. Geeigneter und auch geläufiger ist jedoch “Filmmarathon” oder “Serienmarathon”, je nach dem, was gerade über einen längeren Zeitraum auf dem heimischen Fernseher, Tablet oder Notebook flimmert. Denn nichts anders beschreibt der Begriff: Das marathonartige Anschauen einer Filmreihe oder Serienstaffel. Zumeist geht es um Letzteres, worauf ich mich in diesem Beitrag auch konzentriere.

Solche Marathons sind freilich in der Theorie schon seit der Erfindung der Videokassette möglich und wurden einfacher, seit Fans bereits ausgestrahlte Serien als DVD-Boxen erwerben konnten. Doch zum Massenereignisse avancierte der Trend des ununterbrochenen Konsumierens einer vollständigen Serienstaffel, seit diese bequem per Mausklick oder Bildschirmberührung über das Internet heruntergeladen oder gestreamt werden kann. Hinzu kamen einige andere äußere Umstände, die in Kombination dazu führten, dass Millionen ihr Fernsehkonsumverhalten radikal verändern. » weiterlesen