Alle 7 Artikel zum Thema Stern.de auf netzwertig.com:
Dürfen und sollen sich Reporter zum Gegenstand ihrer Berichterstattung machen – und wenn ja, wann wird es pietätlos? Ein Blick auf die aktuelle Diskussion.
Neben allem, was man an der Amok-Berichterstattung kritisieren kann – Fotos
unverpixelter Kinder, Interviews mit Minderjährigen, die unter Schock stehen, vollkommen hanebüchene
Comic-Zeichnungen der Tat, die Nennung des vollen Namens des Täters, der Adresse seines Elternhauses, auf Kinderköpfe
grafisch montierte Fadenkreuze – konzentriert sich die aktuelle Diskussion vor allem um den Einsatz von Twitter. Genauer: Um das, was Focus Online mit Twitter gemacht hat, nämlich Reporter von ihrem Weg zum Unglück bloggen zu lassen. Wo sind die Journalisten gerade, wo fahren sie hin, was haben sie gehört – Medienjournalist
Stefan Niggemeier findet dafür in seinem Blog deutliche Worte:
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Die Öffentlich-Rechtlichen sind bei YouTube – aber wie die meisten Sender und Nachrichtensites lassen sie ihre Videos lieber zu Hause, das “Einbetten” ist abgeschaltet.
Jetzt stellt die ARD also auch Videoclips auf YouTube – zum Beispiel einen Ausschnitt aus der aktuellen Folge von “Dittsche”, dem preisgekrönten Wochenrückblick von Olli Dittrich und Co. aus einem Hamburger Imbiss. Ein paar Minuten, die ebenso in der Mediathek des Ersten zu finden sind. So weit, so gut. Nur mitnehmen lässt sich das Video nicht, man kann es nicht auf der eigenen Website “einbetten”, die typische YouTube-Funktion wurde “auf “Anfrage” abgeschaltet.
YouTube-Videos ohne Mitnahme-Funktion – das ist wie Cola ohne Zucker. Wie Zeitungen mit Nachrichten von gestern. Es fehlt etwas. Es ist Web ohne 2.0.
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Schmidt und Pocher ohne Chance, unglaublich viele gute Bilder, Stellenabbau in Berlin und viel mehr noch in unserem Rückblick auf die vorletzte Woche des Jahres.
Die Bilder des Jahres: Das meistgelobte und ohne Frage aufregendste neue Blog des Jahres,
The Big Picture, hat einen
dreiteiligen Jahresrückblick veröffentlicht. “2008, the year in pictures” zeigt insgesamt 120 große – Höhe, Breite, Motiv, Technik – Bilder. Nach 50 Bildern könnte so etwas langweilig werden – bis Bild 51 wieder alle Erwartungen übertrifft. Und die 52 erst … Nur das alte Europa kommt im Rückblick praktisch nicht vor, überall sonst war es wohl spannender. Fototechnisch.
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Ohne Google geht es nicht: Nachrichtenseiten machen viele Klicks, weil sie bei Suchergebnissen weit oben auftauchen. Maßgeblich dafür ist Googles Pagerank – der gerade wieder neu vergeben wurde.
Immer diese Rankings! Länge, Größe, Links – und jetzt auch noch Pagerank. Ja, denn für Nachrichtenseiten ist dieser Wert von großer Bedeutung. Mit dem Pagerank, einem errechneten Wert zwischen 0 und 10, misst Google die Bedeutung einer Seite. Je mehr Links von relevanten Seiten auf eine Seite verweisen, desto wichtiger ist sie. Andersherum vererbt eine relevante Seite durch das Setzen eines Links ihren Pagerank. Über die tatsächliche Qualität einer Nachrichtenseite lässt damit also nichts aussagen.
Aber der Pagerank spielt unter den rund 200 Kriterien, nach denen Google eine Seite bewertet, eine maßgebliche Rolle bei der Platzierung einer Seite in den Suchergebnissen. Grob gesagt: Je besser der Pagerank, desto weiter oben steht das Ergebnis. Deswegen ist der Pagerank von Bedeutung, denn viele Klicks machen Nachrichtenseiten mit Benutzern, die über eine Suchmaschine auf ihre Seiten kommen. Weswegen einiger Aufwand betrieben wird, damit Suchmaschinen richtig gefüttert werden.
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Stern.de und Spiegel Online beschreiben einen Screenshot, den die Agentur AFP verbreitet. Einmal soll es sich um einen Angriff, einmal um eine Rettungsaktion handeln.
Update (siehe Kommentare): Die Bildunterschrift von Stern.de ist allem Anschein nach falsch, die von Spiegel Online richtig! Am Sonntagnachmittag hat Stern.de reagiert und das Bild aus der Galerie entfernt.
Kriegsausbruch in Südossetien, viele neue Bilder kommen über die Agenturen – und die werden von den Online-Portalen abgefüllt in endlose Bildergalerien. Doch bei der Interpretation hapert es manchmal. Angriff oder Hilfeleistung?
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Wo bleiben nur die Nutzer? Stern.de hat eine eigene News-Community. Lust aufs Mitmachen hat aber kaum jemand – und ein Großteil der “Top News” ist schlicht Spam.

“Der gefaltete WC-Rollenhalter von FrischForm”, das ist eine der “Top News” des Tage auf “Tausendreporter”. Auf der Seite stellen die Nutzer ihre eigenen Nachrichten ein, wenn genügend andere Nutzer den Beitrag gut finden und für ihn abstimmen, landet er auf der Startseite. Bei “Tausendreporter” genügen dafür seit Wochen vier oder fünf Stimmen.
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Dieses Bild findet man bei stern.de. Es begleitet einen Beitrag über One-Night-Stands in Zermatt (der Teaser führt in die Irre, es geht lediglich um Einmalübernachtungen in Iglus). Zermatt ist bekanntlich in der Schweiz, auch wenn ich Mühe hätte, auf der nebenstehenden Karte die genaue Lage einzuzeichnen. Und über die Schweiz schreiben deutsche Online-Medien furchtbar gerne freundliche Texte, zum Beispiel sueddeutsche.de, inklusive allen wichtigen touristischen Informationen und Telefonnummern. Ich bin mir sicher, Zermatt Tourismus hätte einen selbstverfassten Text nicht besser schreiben können.
Zurück zur Karte. Es ist natürlich lobenswert, wenn stern.de seine Karten selbst zeichnet, aber das Resultat sieht dann doch ziemlich anders aus als die meisten anderen Karten der Schweiz (hier ein Beispiel zum Gegenvergleich). Nicht dass ich es besser könnte, aber diese westliche Ausbuchtung im Tessin habe ich noch nie gesehen. Bern ist für meinen Geschmack etwas sehr nordwestlich und während der deutschlandnahe Bodensee auf die Karte darf, ist der flächenmässig grössere Genfersee nicht eingezeichnet. Aber genug gelästert, besser als CNN 2001 oder 2005 ist das noch längst.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.