Alle 180 Artikel zum Thema startups auf netzwertig.com:
Für immer mehr junge Internetfirmen in Deutschland bietet sich Crowdfunding als probates Mittel an, um unkompliziert an Startkapital zu gelangen. Die neue Plattform Bergfürst will diesen Weg der Finanzierung durch die Masse auch Startups in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium anbieten.
Crowdfunding erfreut sich immer größerer Beliebtheit als Weg, um Gründer mit einer guten Idee Startkapital zu verschaffen. Bei Plattformen wie Seedmatch, Innovestment oder dem Schweizer Anbieter C-Crowd investieren Privatpersonen Kleinstbeträge in Jungfirmen und erwerben so stille Beteiligungen mit der Aussicht auf eine spätere Rendite. Bislang können Gründer zumindest in Deutschland auf diese Weise lediglich maximal 100.000 Euro einsammeln – was besonders für technologielastige Startups zu wenig Kapital darstellen könnte, um die notwendigen Ausgaben für einen erfolgreichen Launch zu decken.
In einem offenen Brief (Neudeutsch für “ein öffentlich zugänglicher Text im Netz”) kritisierte Seedmatch-Geschäftsführer Jens-Uwe Sauer unlängst diese durch das Verkaufsprospektgesetz auferlegte Einschränkung für Crowdfundingplattformen in Deutschland. Das Gesetz sieht vor, dass Firmen ein Verkaufsprospekt veröffentlichen müssen, wenn von der selben Vermögensanlage im Zeitraum von zwölf Monaten Anteile im Wert von über 100.000 Euro verkauft werden (und einige andere Kriterien erfüllt sind). Die Erstellung eines Verkaufsprospekts kosten laut Sauer mindestens 12.000 Euro, häufig deutlich mehr, und kann sich über Monate hinziehen. Gerade Crowd-Finanzierungen zwischen 100.000 Euro und 200.000 Euro sind deshalb aufgrund des unverhältnismäßig hohen Aufwands im Prinzip nicht möglich, so der Seedmatch-Chef.
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Zum zweiten Mal steigt in diesem Jahr in Köln der European Pirate Summit, eine exklusive Startup-Konferenz für technologieaffine, risikofreudige Entrepreneure. netzwertig.com unterstützt die Veranstaltung als Medienpartner.
Aus zwei Gründen sind wir äußerst wählerisch, was Medienpartnerschaften mit Branchenveranstaltungen und Internetkonferenzen betrifft: Zum einen halten wir derartige Kooperationen nur für sinnvoll, wenn wir selbst vor Ort sein können – und dafür fehlt uns oft einfach die Zeit. Zum anderen glauben wir, dass zu viele “In eigener Sache”-Ankündigungen für die Mehrheit der Leser störend sind und das Rauschen in unserem Artikelstream erhöhen. Zumal nur wenige Events so gut sind, dass man sie wirklich nicht verpassen darf.
Trotzdem entschlossen wir uns im vergangenen Jahr zu einer Medienpartnerschaft mit dem European Pirate Summit – einer Startup-Konferenz, die 2011 zum ersten Mal stattfand. Insofern bestand durchaus ein Risiko, dass wir Leserinnen und Leser mit einer Reihe von Beiträgen über ein Event behelligen würden, welches sich im Nachhinein als Schuss in den Offen erweisen könnte. Glücklicherweise kam es anders: Die eintägige Veranstaltung war ein voller Erfolg und brachte 200 handselektierte Gründer, Investoren und Innovatoren in Kölns skurrilster Location, dem Odonien, zum Austausch und gegenseitigen Inspirieren zusammen. Vereinen sollte alle Besucher eine gewisse Risikoaffinität und Kreativität – wie man sie auch von einstigen Seeräubern her kennt (mehr zur Namenswahl hier). Und dieses Versprechen lösten die vier Initiatoren Fabian Muecke, Waldemar Hein, Till Ohrmann und Maurice Kock auch vollständig ein. Bei den Kollegen von deutsche-startups.de wurde das Event deshalb wenig verwunderlich zur Veranstaltung des Jahres gekürt.
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Inkubator
Spät aber doch startet auch die Telekom mit dem hub:raum einen Inkubator.
Bei hub:raum finden ambitionierte Gründerteams konkrete Unterstützung durch ein erfahrenes Team und können ihre Geschäftsideen vergleichbar einem Brutkasten weiter entwickeln und mit maximalen Erfolgsaussichten an den Markt bringen.
» hub:raum
Startups
Apropos Startups: auf der Heureka-Konferenz gab Sebastian Siemiatkowski angehenden Startups gute Tipps. Wichtig ist der Arbeitswille und dass man nicht jedem Trend auf TechCrunch folgt. Ein Koch verwendet ja auch nicht in einem Gericht jede mögliche Zutat.
“Würden wir jedem Trend folgen, könnten wir nie etwas von Wert liefern.”
» Arbeit, Arbeit, Arbeit
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Einst galt das Peer-to-Peer-Verfahren als Innovation, die einen effektiveren und kostenschonenderen Datenaustausch ermöglicht. Mittlerweile hängt dem Ansatz jedoch der Makel des Bösen und Illegalen an. Zeit, den Ruf von P2P wieder aufzupolieren.
Quelle: Wikimedia Commons
Vor einigen Wochen sprach ich mit den Machern eines Startups, deren Technologie auf einem
Peer-to-Peer-Ansatz (P2P) basiert. Statt über einen zentralen Server läuft die Kommunikation der Daten direkt zwischen den Nutzern ab. Viele bekannte Onlineservices verwenden P2P zumindest teilweise, unter anderem
Skype und
Spotify. Doch für manche steht P2P auch als Synonym für Piraterie und Urheberrechtsverstöße, da einschlägige Tauschbörsen und Filesharing-Konzepte (Napster, Kazaa, BitTorrent) auf dem P2P-Ansatz fußen oder dies bis zu ihrer Schließung taten.
P2P mit illegalen Aktivitäten gleichzusetzen, ist zwar vollkommen falsch. Doch der Ruf dieser innovativen, vielseitigen und effektiven Technik hat aufgrund der jahrelangen Diskreditierung des Verfahrens durch die Contentindustrie, Politiker und auch Medien erheblich gelitten – so sehr, dass die Gründer des eingangs erwähnten Startups mich fragten, ob ich in einem eventuellen Beitrag über den Service davon absehen könnte, die P2P-Funktionalität als Aufhänger anzuführen. Zu stark sei ihrer Ansicht nach die Stigmatisierung des Prinzips der direkten Kommunikation zwischen Anwendern und zu groß sei das Risiko von Assoziationen, die den Dienst zu unrecht sofort in eine zwielichtige Ecke rücken würden.
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Technische Probleme können jeden Webdienst treffen. Diese wiegen aber nicht in jeder Phase gleich schwer.
Es ist der Traum eines jeden Website-Betreibers: Sieben Millionen Menschen warten auf den einen Zeitpunkt, an welchem eine gewisse Information oder Funktionalität freigegeben wird, um sich dann wie hungrige Löwen daraufzustürzen. Wie man mit dieser Situation nicht umgehen sollte, hat am Abend des 1. Mai das Außenministerium der US-Regierung bewiesen. Die USA betreiben eine
Greencard-Lotterie, bei welcher jährlich 55.000 Aufenthaltsbewilligungen für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten via Zufallsgenerator vergeben werden. Begrenzt scheinen jedoch die Serverkapazitäten zu sein – was auch die 66.480 auswanderungswilligen Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu spüren kriegten.
Als um 18:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Resultate auf www.dvlottery.state.gov freigegeben wurden, gingen die Server sofort in die Knie. Was folgte, war eine peinliche und gefühlt endlose Odysee durch alle Fehler, die ein Server zu bieten hat: vom DNS-Problem über die ungültige SSL-Verschlüsselung bis zum knappen “Service unavailable”. Sechs Stunden später meldeten in den Foren erst wenige Teilnehmer, dass sie bis zu ihren Resultaten durchdringen konnten, erst in den frühen Morgenstunden waren die Server wieder zuverlässig zu erreichen – um kurz darauf erneut zusammenzubrechen.
Dies ist wohlgemerkt nicht die erste große Panne der zuständigen IT-Abteilung. Vor einem Jahr wurde die gesamte Lotterie sogar wiederholt, da durch ein Programmierfehler die Gewinner nicht nach zufälligen Kriterien ausgewählt wurden, wie dies gesetzlich verankert vorgeschrieben ist. 22.000 vermeintlichen Greencard-Anwärtern wurde ihr Gewinn wieder entzogen.
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Die Startup-Landschaft Berlins blüht wie nie. Doch ein Großteil der neuen, auch internationalen Aufmerksamkeit entfällt auf Dienste mit den Schwerpunkten Unterhaltung und Selbstverwirklichung. Ein prominenter Problemlöser mit Unterstützung der lokalen Multiplikatoren täte dem Standort gut.
Aus Anlass der re:publica und Next Konferenz bin ich momentan in Berlin. Da kommt mir die jüngste Meldung aus der Startup-Szene der Hauptstadt ganz gelegen:
Loopcam, eine iPhone-App zum Erstellen animierter Gifs, hat zu Jahresbeginn eine Finanzierungsrunde mit zahlreichen prominenten Geldgebern abgeschlossen. Stefan Glänzer (Passion Capital) ist ebenso dabei wie der omnipräsente Seed-Investor Christophe Maire, die SoundCloud-Gründer Alexander Ljung und Eric Wahlforss, Amen-Gründer Felix Petersen, Xyologic-Gründerin Zoe Adamovicz sowie die DailyDeal-Gründer Fabian und Ferry Heilemann.
In zahlreichen Fachblogs wird das Engagement dieser fleißig bei aufstrebenden Startups der Spreemetropole involvierten Personen thematisiert. Alexander Hülsing fragt bei deutsche-startups.de, ob Loopcam der neue Star am Berliner-Startup-Himmel sei. Mike Butcher von TechCrunch Europe, seit langer Zeit ein bekennender Fan der deutschen Hauptstadt, will von “signifikantem Nutzerzulauf” gehört haben und sieht bei Loopcam “Twitter für Video”-Potenzial (was wären dann Viddy und Socialcam?). Auch die englischsprachigen Tech-Blogs Silicon Allee und TechBerlin geraten über die namhafte Unterstützung, auf die Loopcam nun bauen kann, ins Schwärmen.
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Das nun in München beheimatete Startup VerkehrsmittelVergleich hat sich für 2012 einiges vorgenommen: Verdreifachung von Nutzerzahlen und Buchungsvolumen, Internationalisierung und eine Venturekapital-Runde. Kürzlich erreichte das Unternehmen die Gewinnschwelle.
Es ist schon rund drei Jahre her, dass VerkehrsmittelVergleich in der deutschen Internetlandschaft für Aufsehen sorgte. Das Spin-off der RWTH Aachen erlaubt den Preisvergleich von Bahn, Flugzeug, Fernbus, Pkw und Mitfahrgelegenheit sowie eine Kombinationssuche und die Buchung beim günstigsten Anbieter. Wir berichteten erstmals im März 2009 über den Dienst und bezeichneten ihn angesichts seines klaren Mehrwerts, der netten Umsetzung und des allgemein positiven öffentlichen Feedbacks als eines der zehn besten Startups aus dem deutschsprachigen Raum. Im Herbst 2009 erhielt die junge Firma eine sechsstellige Seed-Kapitalspritze.
Doch dann wurde es recht still um das von Veit Blumschein, Johannes Grassmann – beides Studierende der BWL – und dem Informatiker Daniel Nolte gegründete Unternehmen. Grassmann hat uns nun mit einem kleinen Statusbericht versorgt, der zeigt, dass das Trio in der letzten Zeit nicht auf der faulen Haut gelegen hat: Im November 2011, also rund zweieinhalb Jahre nach der Gründung, konnte das Startup die Gewinnschwelle erreichen. Umsätze erwirtschaftet der Service mit dem beschreibenden Namen über Werbeeinblendungen sowie Provisionen, die Transportunternehmen für Buchungen an VerkehrsmittelVergleich zahlen.
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In den kommenden zwei Wochen versammelt sich in Berlin die deutsche und europäische Startup-Szene zur Berlin Web Week. Auf einer der Hauptveranstaltungen, der Next Konferenz, werden zwölf Startups um die Gunst des Publikums und der Jury kämpfen.
Anfang Mai wird in Deutschlands Startup-Metropole Berlin das bisher wohl größte Event der dortigen Internetbranche jemals über die Bühne gehen: Unter dem Dach der
Berlin Web Week finden zwischen dem 2. und 9. Mai
ganze neun Hauptveranstaltungen und eine unbekannte Zahl an diese begleitenden Zusammenkünften statt. Die zwei wichtigsten Konferenzen für die lokale Szene, die
republica sowie die
Next Konferenz, ereignen sich erstmals direkt nacheinander und fungieren als zentrale Säulen der Berlin Web Week.
Im Rahmen der Next Konferenz – eines der bedeutsamsten Events der europäischen Digitalbranche, wenn auch (noch) nicht ganz so international etabliert wie LeWeb in Paris oder The Next Web in Amsterdam – wird wie im vergangen Jahr ein Startup-Wettbewerb durchgeführt. Eine Jury aus Branchenkennern hat aus über 100 Bewerbungen zwölf junge Onlinefirmen ausgewählt, die sich während der Konferenz dem Publikum und dem prüfenden Blick der Juroren präsentieren dürfen. Gestern haben die Next-Macher die Liste der Finalisten veröffentlicht, die wir im Folgenden kurz vorstellen. Welcher Dienst ist euer Favorit?
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Eine virale Landingpage in wenigen Minuten – das bietet der US-Dienst LaunchRock seit gut einem Jahr Startups. Viele machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Doch es lohnt sich, einen eigenen Weg zu gehen.
Gestern las ich im
Fischmarkt-Blog der Digitalagentur SinnerSchrader über
ein neues Startup namens Echofy. Der Dienst aus Berlin will auf den angesagten Zug der
People-Discovery-Apps aufspringen und im Mai parallel zur von SinnerSchrader veranstalteten
Next Konferenz (die ich auch besuchen werde) sein Debüt geben.
Auch wenn der Service noch nicht verfügbar ist, klickte ich reflexiv auf dessen Link und wurde wie erwartet von einer Landingpage begrüßt, die Anwendern das Hinterlassen ihrer E-Mail-Adresse empfiehlt, um zeitnah eine Einladung zur Beta-Phase zu erhalten. Das Echofy-Team hat keine eigene Landingpage geschaffen, sondern auf die Dienste von LaunchRock zurückgegriffen – einem US-Angebot, das nichts anderes macht, als aufstrebenden Internetfirmen in wenigen Handgriffen des Anlegen einer Pre-Launch-Seite inklusive die Viralität steigernder Features sowie Abrufstatistiken zu erlauben.
In der Sekunde, in der ich den mir wohlbekannten “powered by LaunchRock”-Hinweis sah, erkannte ich, wie der Einsatz dieses Dienstes mittlerweile mein Interesse an dem neuen Angebot erheblich schmälert. Kurzum: LaunchRock nervt.
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Einen neuen Onlinedienst lediglich mit minimaler Kernfunktionalität auszustatten, um damit Early Adopter anzusprechen, ist eine beliebte Strategie vieler junger Gründerteams. Doch für das sogenannte “Minimal Viable Product” die richtige Balance zu finden, kann schwierig sein.
Eine beliebte Strategie zahlreicher junger Entrepreneure im Web- und Mobile-Segment ist das Streben nach dem sogenanten “
Minimal Viable Product” (MVP), also einem Produkt, das zu seiner ersten Veröffentlichung lediglich Kernfunktionalität beinhaltet. Die Philosophie des MVP trägt der Tatsache Rechnung, dass die meisten Onlinedienste erst in die freie Wildbahn entlassen und von Nutzern getestet werden müssen, bevor sie ihren letzten Feinschliff erhalten und beweisen können, dass sie tatsächlich eine Nachfrage bedienen oder schaffen.
Der Gegensatz zu einer Gründung nach dem Prinzip des MVP ist ein perfektionistischer Ansatz, bei dem ein neuer Service erst dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, wenn jeder Pixel sitzt und jedes anvisierte Feature umgesetzt wurde. Wer so verfährt, ist zwar weit weniger auf die Toleranz und Geduld erster Nutzer angewiesen – da ja zum Debüt alles funktioniert wie im Bilderbuch – läuft aber Gefahr, viele Monate an einem Produkt zu basteln, das nach der Lancierung gar niemand haben möchte.
Mit dem MVP stellen Startup-Macher also sicher, nicht enorme Ressourcen (Zeit, Kapital) mit einem Vorhaben zu verschwenden, das nicht gut ankommt. In der Automobilindustrie, bei Flugzeugherstellern oder in der Pharmabranche könnte ein MVP im schlimmsten Fall Leben kosten. Bei Webangeboten und mobilen Apps steht allein die Laune und Loyalität von Early Adoptern auf dem Spiel, die üblicherweise die Zielgruppe eines MVP darstellen.
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