Thema: social web

 

Alle 102 Artikel zum Thema social web auf netzwertig.com:

Influencer Marketing in Deutschland:
Klout-Konkurrent PeerIndex
belohnt digitalen Einfluss

In den USA erhalten digitale Multiplikatoren über die Reputationsplattform Klout Vergünstigungen und Sonderangebote. Der Londoner Wettbewerber PeerIndex will mit PeerPerks auch Europas digitale Influencer belohnen.

Klout, das umstrittene Werkzeug zur Reputationsmessung, mit dem wir uns wohl einfach anfreunden müssen, hat gestern eine interessante Kooperation mit der aus Hongkong stammenden Fluggesellschaft Cathay Pacific bekannt gegeben: Passagiere am Flughafen von San Francisco, die eine Klout-Score von mehr als 40 vorweisen können, erhalten kostenfrei Zugang zur Business Lounge von Cathay Pacific – selbst wenn sie mit einer anderen Gesellschaft fliegen.

Damit erweitert das kalifornische Internetunternehmen das Angebot von sogenannten “Perks”, also Vergünstigungen für Onlinenutzer mit einer besonders hohen digitalen Reichweite. Bisher jedoch können nur Nutzer in den USA in den Genuss derartiger Goodies kommen. Gut vernetzte, einflussreiche Klout-Anwender in Europa profitieren also derzeit noch nicht direkt von ihrer hohen Klout-Score (sofern diese nicht schon von Firmen intern eingesetzt wird).

Der aus London stammende Klout-Konkurrent PeerIndex sieht hier seine Chance und hat die Belohnungsplattform PeerPerks gestartet. Unternehmen und Marken erhalten dort die Gelegenheit, besonders reichweitenstarke und populäre Twitter-, Facebook- und LinkedIn-Anwender mit Rabatten, Verlosungen und anderen Spezialangeboten zu beglücken. “Je präsenter man in den sozialen Medien ist, desto mehr Dinge erhält man”, so das Versprechen der neuen Website, die auf dem von PeerIndex durchgeführten Scoring von Social-Web-Nutzern basiert. Was bei Klout die Klout-Score ist, stellt bei dem britischen Pendant der PeerIndex dar.

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Talentakquisition statt Verfall:
Das heimliche Platzen
der Social-App-Blase

Die Zahl der Startups, die Nutzer miteinander vernetzen wollen, übersteigt die Nachfrage und Zeit der Anwender bei weitem. Viele Apps haben keine Zukunft. Akquisitionen, bei denen es vor allem um das Team geht, verdecken dies.

Zuverlässig quantifizierbar ist die Zahl von sozialen Netzwerken und anderen, Anwender zusammenbringenden Onlinediensten und mobilen Applikationen zwar nicht. Doch das Segment hat in den vergangen Jahren einen einzigartigen Boom erlebt, der sich durch die neuen Möglichkeiten im mobilen Web noch beschleunigte. Die Auswahl an Apps rund um das Sharing von Medieninhalten, die Interaktion mit Freunden oder das Kennenlernen von Gleichgesinnten im stationären sowie mobilen Internet ist enorm – und viel zu groß, als dass jeder Anbieter ein dauerhaftes Publikum in hinreichendem Umfang findet. Hinzukommt, dass nicht jede Idee sinnvoll erscheint. Das Gros der Social-Apps – egal ob sie dem Silicon Valley oder der hiesigen Branche entstammen – löst keine Probleme, sondern versucht, Bedürfnisse zu schaffen, wo sie zuvor nicht existierten.

Das Ergebnis ist eine regelrechte Social-App-Blase. Eine inflationäre Zahl von mit Investoren-Millionen und unrealistischen Erwartungen ausgestatteten Social-Startups stößt nicht auf die notwendige Nachfrage bei Anwendern, die erforderlich wäre, um tragfähige Geschäftsmodelle zu etablieren. Manche Angebote werden von Nutzern auch völlig ignoriert. Die Geduld und Bereitschaft der User zum Ausprobieren neuer Dienste ist heute tendentiell kleiner als in den Anfangstagen des Web 2.0, als die bunten Services zum Teilen und Kommunizieren mit anderen noch ein Novum darstellten. Facebook, Twitter, YouTube und eine Handvoll weiterer Angebote sind die festen Größen, neben denen nur begrenzter Platz für andere Spielereien ist.

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Klout:
Umstritten, aber unausweichlich

Klout, das bekannteste Onlinewerkzeug zur Reputationsmessung, bietet viel Angriffsfläche. Trotzdem ist es an der Zeit, seine künftige Bedeutung im Wirtschaftsalltag zu akzeptieren.

Gibt es einen bedeutungsvollen Onlinedienst im Social Web, den wir bisher in unserer Berichterstattung etwas vernachlässigt haben, so ist es Klout. Einerseits handelt es sich dabei um einen reinen Zufall und um eine Priorisierung anderer Themen. Gleichzeitig trieb zumindest mich persönlich auch immer die Hoffnung um, derartige Werkzeugen zur Reputationsmessung auf Basis von Einfluss und Reichweite bei Social Networks seinen nur ein Übergangsphänomen für eine ausgereiftere, leistungsfähigere und nachhaltigere Lösung. Denn bisher war mein Eindruck des kalifornischen Dienstes (sowie seiner zahlreichen Nachahmer und Konkurrenten), dass er sich sehr leicht überlisten ließ und dass die zentrale Kennzahl “Klout Score” wenig über die tatsächliche Reputation von Nutzern aussagt. Doch mittlerweile glaube ich, dass es Zeit ist, die Quasi-Dominanz von Klout als künftiger Standard der Reputationsanalyse von Personen im Netz anzuerkennen – egal was man persönlich von dieser Entwicklung hält.

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“Second Screen”:
Screenfeeder ist ein
Social-Media-Ticker für iOS

Die neue, für iPhone und iPad optimierte App Screenfeeder stellt Inhalte aus Twitter, Instagram, foursquare und Dribble in Form eines hübschen Echtzeitstreams dar. Die Macher aus Berlin erhoffen sich auch einen Einsatz als Twitter-Wall in Unternehmen und bei Veranstaltungen.

Bisher tauchte der Begriff “Second Screen” stets im Kontext von Smartphone- und Tablet-Applikationen auf, die Fernsehen, Filme und Serien um zusätzliche Informationen und Interaktionsmöglichkeiten erweitern. Doch die Entwicklerschmiede nxtbgthng sowie das Designbüro edenspiekermann – beide aus Berlin – sind der Ansicht, dass sich die Nutzung des “zweiten Bildschirms” nicht nur auf Bewegtbildinhalte begrenzen sondern auch die Darstellung unserer kontinuierlich aktualisierten Social-Media-Streams erlauben sollte.

Also machten sie sich an die Entwicklung einer Applikation für iPhone und iPad, die für Anwender als eine Art persönlicher Social-Web-Ticker fungieren soll. Screenfeeder, so der den Sinn und Zweck der App gut beschreibende Name, erlaubt das Importieren der persönlichen Feeds aus Twitter, Instagram, foursquare sowie der Designercommunity Dribble. Alles, was die bei den vier Diensten abonnierten/gefolgten Anwender publizieren, präsentiert Screenfeeder in einem kontinuierlichen, aggregierten Echzeit-Stream.

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Abhängigkeit:
Die Sorge über die Zukunft von ifttt

Richtig eingesetzt kann der US-Dienst ifttt zu einem äußerst leistungsfähigen persönlichen Assistenten für das digitale Leben werden. Doch die so entstehende Abhängigkeit von dem Service hat eine Schattenseite.

Die vergangenen Wochen waren geprägt von einer Reihe teils unerwarteter Schließungen sowie Übernahmen, welche einmal mehr die Nachhaltigkeit und langfristige Verfügbarkeit kostenfrei angebotener Onlinedienste in Frage stellen. Erst heute früh gab der Location-Dienst Ditto von Jaiku-Gründer Jyri Engeström seine Akquisition durch Groupon bekannt - und die Schließung am 30. April.

Die aktuellen Geschehnisse führten bei mir jüngst zu der Überlegung, welchen der von mir regelmäßig verwendeten Dienste ich die meisten Tränen nachtrauern würde; bei welchem in einer frühen Wachstumsphase befindlichen, nicht profitablen und damit nicht auf eigenen Beinen stehenden Angebot ich besonders über eine für Nutzer wenig vorteilhafte Veränderung wie etwa eine “Talent-Akquisition” besorgt bin. Die Antwort: ifttt.

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Nach der Instagram-Facebook-Überraschung:
Jeden kann es treffen – auch Twitter

Der Fall Instagram macht deutlich, dass selbst rasant wachsende Dienste, die als nächstes großes Ding gehandelt werden, nicht vor einer ihr Schicksal in Frage stellenden Übernahme gefeilt sind. Twitter könnte Ähnliches ereilen.

Die Übernahme von Instagram durch Facebook kam für viele Beobachter überraschend. Nicht nur aufgrund der Höhe der Übernahmesumme von einer Milliarde Dollar, sondern auch, weil das rapide Wachstum der seit neuestem für Android erhältlichen Foto-Sharing-Applikation sowie die durchaus attraktiven Vermarktungsoptionen, die eine derartig die Emotionen der Nutzer ansprechende Anwendung mit sich bringt, dem Startup aus San Francisco eigentlich hervorragende Zukunftsaussichten garantierten. In einem Jahr wäre der Service deutlich größer und damit wertvoller gewesen.

Trotzdem entschloss sich das Gründerduo Kevin Systrom und Mike Krieger, der Akquisition zuzustimmen. Durchaus nachvollziehbar angesichts von 400 Millionen beziehungsweise 100 Millionen Dollar, die Systrom beziehungsweise Krieger aus dem Deal mit nach Hause nehmen. Welcher Gründer außer Mark Zuckerberg hätte bei eine solchen Möglichkeit nicht zugeschlagen?!

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Google+ Hangouts:
Vom Spaßfeature zum Werkzeug

Die „Hangout“ genannten Gruppen-Videochats gehören zu den Besonderheiten von Google+. Kaum ein anderes Feature seiner Social-Network-Plattform hebt Google so hervor und fördert es so intensiv. Kein Wunder: Hangouts haben das Potenzial zu einer Schlüsselfunktion.

Gruppen-Videochats – “Hangouts” – gehören zu den Funktionen von Google+, die bereits von Beginn an dabei waren – im Gegensatz zu Spielen und Unternehmensseiten beispielsweise. Seit dem Launch der sozialen Plattform im Sommer vergangenen Jahres werden sie regelmäßig weiterentwickelt. Bis zu zehn Personen können derzeit an einem Hangout teilnehmen. Die Nutzer brauchen ein Browser-Plugin, das schnell installiert ist. Sonstige Software-Installationen sind nicht notwendig.

Wie bei Google+ üblich, lässt sich auch hier vergleichsweise einfach bestimmen, wer an einem Hangout teilnehmen kann: Das reicht von einzelnen Personen über die Mitglieder bestimmter Kreise bis hin zu einem komplett öffentlich zugänglichen Hangout.

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Jobsuche:
Silp erschließt das Karrierepotenzial des persönlichen Kontaktnetzwerks

Silp, ein junges Startup aus Zürich, hat eine Karrieresuchmaschine für das persönliche Facebook-Netzwerk entwickelt. Der Dienst will insbesondere das Potenzial von Freundes-Freunden erschließen.

Kontakte, das so genannte “Vitamin B”, sind für viele Menschen der Türöffner zu neuen beruflichen Möglichkeiten. Wer ein breites Kontaktnetzwerk hat, dürfte fast immer auch Personen kennen, die eine neue Karriereoption vermitteln können. Und auch für die Personalverantwortlichen in Firmen sind persönliche Empfehlungen durch Mitarbeiter oder Freunde eine beliebte Gelegenheit, um neue Talente zu rekrutieren. Nicht ohne Grund loben manche Unternehmen gar Belohnungen für den Fall aus, dass die Empfehlung eines bestehenden Angestellten zu einer Neueinstellung führt.

Dominik Grolimund ist der Gründer des Zürcher Speicherdienstes Wuala. In seiner Zeit bei dem Startup erlebten er und sein Team es am eigenen Leib, wie schwer gerade an einem IT-Cluster wie der Schweizer Metropole das Finden neuer qualifizierter Mitarbeiter sein kann. Auch für Wuala funktionierten Empfehlungen von Bekannten am besten.

Kürzlich verließ Grolimund das von ihm gegründete, mittlerweile zum Speicherhersteller LaCie gehörende Unternehmen, und bastelt nun zusammen mit Jonas Kamber, Daniel Schlegel und Christian Felder an einem Onlinedienst, der genau den eingangs beschriebenen Szenarien Rechnung trägt: Silp, so der Name des neuen Angebots, hat sich auf die Fahne geschrieben, die Themen Jobs und Freunde zusammenzubringen. Und wie so viele andere neue Projekte in diesen Tagen, setzt auch Silp vollständig auf Facebook auf.

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Informationsverbreitung im digitalen Zeitalter:
Der Kony-Effekt

Unglaubliche 90 Millionen Mal wurde die von der Hilfsorganisation Invisible Children verbreitete, heftig kritisierte Video-Dokumentation innerhalb von einer Woche abgerufen. Der Fall zeigt, wie viel Verantwortung mittlerweile auf den Schultern der Anwender liegt – und wie sich diese nicht immer darüber im Klaren sind.

Der Film der US-Non-Profit-Organisation Invisible Children, “Kony 2012″, wird zweifellos in die Geschichtsbücher der digitalen Welt eingehen. Noch nie zuvor gelang es einer Kampagne, in derartig kurzer Zeit eine globale Bekanntheit zu erreichen. Fast 90 Millionen Mal wurde der Clip bei Vimeo und YouTube innerhalb von knapp einer Woche abgerufen. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die mit 30 Minuten auch ungewöhnlich lange Produktion damit das bis dato viralste Onlinevideo jemals.

Eine Reihe von in den letzten Tagen veröffentlichten Artikeln werfen ein kritisches Licht auf die Kampagne von Invisible Children – einer Organisation, die zwar seit 2005 eine Sichtbarkeit im Netz aufweist, die aber den meisten in den letzten Tagen mit ihr in Kontakt gekommenen Menschen bisher kein Begriff gewesen sein dürfte. Moniert wird unter anderem der prozentual geringe Anteil der Spendengelder, der in die eigentliche Hilfsarbeit fließt, sowie die Tatsache, dass der Film Sachverhalte falsch darstellt und durch Manipulation und das Betätigen der Tränendrüse versucht, Betrachter zu einer monatlichen Spende zu bewegen.

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Mitmachen oder abwarten:
Wie Nutzer mit der Volatilität und Mortalität der Digitalwelt leben

Nutzer, die Inhalte im Netz publizieren – egal ob privat oder im geschäftlichen Kontext – müssen mit einem hohen Maß an Frustration leben können. Wenn Dienste urplötzlich schließen, haben sie Zeit und Wissen umsonst investiert.

Die Mail kam aus dem Nichts und schlug ein wie eine unangenehme Geschäftsentscheidung eines Businesspartners, der die Zusammenarbeit mal eben ohne Vorankündigung aufkündigt:

„Nach einigen Überlegungen haben wir entschieden, dass es Zeit ist, Amplify zu schließen. Im Namen des Teams will ich mich bedanken, dass ihr ein Teil unserer Reise wart. Es ist wichtig für uns, dass wir den Dienst auf verantwortungsvollste und überlegte Art und Weise geschlossen haben.“ (Offizielle Mail vom 28.02.2012)

Da stellt man sich die Frage, was der Kooperationspartner dort als „verantwortungsvollste und überlegte Art und Weise“ definiert und was man davon halten soll? Wo sind die generierten Vernetzungen? Wo sind die gewonnen Kontakte? Wo sind die selbst produzierten Inhalte und ihre Kommentare der Leser? Wo ist angesammeltes Wissen, das man wieder zurückholen könnte? Pech gehabt. Alles weg.

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