Thema: social web

 

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Snapchat:
Das am meisten unterschätzte Startup der Social-Web-Branche

Snapchat hat sich in vielen Ländern neben Instagram, Facebook und WhatsApp als feste Größe unter den Kommunikations-Apps etabliert. Im deutschsprachigen Raum ist das ganz anders.

SnapchatSnapchat darf gut und gerne als der im deutschsprachigen Raum am meisten vernachlässigte und unterschätzte Anbieter des Social-Media-Zirkus bezeichnet werden. Während der Dienst zum Versenden und Empfangen von sich selbst zerstörenden Fotos bei uns nach wie vor keine große Rolle spielt und entsprechend wenig Thema in der Öffentlickeit ist, boomt er in anderen Regionen dieser Erde.

Erstmals sind nun Angaben zur Zahl aktiver Nutzer des Services bekannt geworden: 100 Millionen User verwenden Snapchat regelmäßig. Investoren bewerten das Startup mittlerweile mit bemerkenswerten zehn Milliarden Dollar. Auch wenn das Unternehmen bislang noch keine Umsätze generiert, hat es nach dem ersten Hype um den Dienst Ende 2012 unter Beweis stellen können, mehr als eine Eintagsfliege zu sein. Seitdem erschien auch eine Reihe von Nachahmern auf der Bildfläche, darunter Slingshot und Bolt aus dem Hause Facebook beziehungsweise Instagram sowie Taptalk aus Berlin. Doch am Ende ist es wie so oft das Original, das die kräftigste Wachstumskurve vorweisen kann.
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Instagram veröffentlicht Bolt:
Facebook schießt aus allen Rohren, um Snapchat zu stoppen

Wenige Wochen nach Slingshot veröffentlicht Facebook abermals eine App zur Kommunikation mittels Fotos und Videos: Bolt ist direkt unter der Instagram-Marke angesiedelt – und funktioniert genau wie der Berliner Dienst Taptalk.

boltAls Facebook Mitte Juni seinen nächsten Versuch präsentierte, Snapchat etwas in den Weg zu stellenz, bot das Resultat namens Slingshot eine kleine Überraschung: Es war entgegen eines Wochen zuvor publizierten Berichts der Financial Times doch kein waschechter Klon der Berliner Foto-Sharing-App Taptalk. Falsch lag die Zeitung mit ihrer Ankündigung trotzdem nicht. Tatsächlich werkelte man bei dem sozialen Netzwerk an einer Nachahmung von Taptalk – nur sollte deren Veröffentlichung etwas später erfolgen. Am gestrigen Dienstagabend war es soweit: Die neueste Foto-App des Internetkonzerns wurde offiziell vom Instagram-Team entwickelt, heißt Bolt und steht zum Debüt lediglich für iOS- und Android-User in Singapur, Südafrika und Neuseeland bereit. Und ja, Bolt ist im Prinzip identisch mit Taptalk. » weiterlesen

Von Yik Yak bis We Heart It:
Millionen Jugendliche erobern neue und alte Apps

Nicht immer sind Nutzungsmuster und App-Favoriten von Jugendlichen ein Indikator für den nächsten Reichweiten-Hit im Social Web. Dennoch sollte man einige der Anwendungen, die Teenager gerade erobern, im Auge behalten. Aus einzelnen könnte Großes werden.

Investoren, CEOs von etablierten Webfirmen und Analysten sind bestrebt, frühzeitig die Apps zu identifizieren, die sich bei Teenagern besonderer Beliebtheit erfreuen. Denn auf diese Weise stellen sie sicher, potenzielle Gefahren, Übernahmeziele oder Investitionsobjekte nicht zu verpassen. Wer heute bei den als besonders experimentier- und wechselfreudig geltenden jungen Menschen gut ankommt, entwickelt sich vielleicht morgen zum generationenübergreifenden Nutzermagneten – so die verbreitete Sichtweise. Nicht immer muss das stimmen. Dennoch wäre es dumm, die von Digital Natives mit Hingabe eingesetzten Kommunikations-Apps pauschal als Spielereien ohne Chancen bei anderen Altersgruppen abzutun.

Snapchats Popularität bei Teens ist hinlänglich bekannt. Die einfallsreiche und gelungene Weiterentwicklung lässt die intensiv von den Medien bewachte Ablehnung eines Drei-Milliarden-Angebots von Facebooks zum Jahresbeginn langsam aber sicher als kluge Wahl erscheinen. Doch noch einige weiterer Social-Media-Anbieter erfreuen sich gerade erheblicher Sympathien bei vor allem jugendlichen Usern. Dienste, die man deshalb auf dem Radar haben sollte. » weiterlesen

Zwei-Buchstaben-Messenger mit Millionenfinanzierung:
Wieso die Reaktionen zu Yo so weit auseinandergehen

Eine Finanzierungsrunde in Millionenhöhe für den Zwei-Buchstaben-Messenger Yo sorgt in Kreisen der Netzwirtschaft für Verwunderung und Spott. Bekannte Köpfe der Branche mahnen jedoch, neue Kommunikationskonzepte nicht übereilt abzuschreiben. Beide Seiten haben ihre Gründe.

YoYo, eine hochminimalistische Kommunikationsapp, mit der Nutzer einander in beliebigen Lebenslagen die Grußformel “Yo” übermitteln können, hat sich von einem Aprilscherz zu einem ernsthaft betriebenen Startup entwickelt. Ein Startup, das für seine weitere Expansion gerade eine Million Dollar Seed-Finanzierung einsammelte. In sozialen Medien und Blogs ist nun eine Diskussion darüber entbrannt, inwieweit eine siebenstellige Kapitalspritze für ein trivial erscheinendes Ein-Feature-Produkt wie Yo ein Zeichen dafür sei, dass die seit einiger Zeit zu beobachtende Überhitzung des Sektors endgültig die Formen einer Blase angenommen hat. Derartige Mutmaßungen besitzen gerade ohnehin Hochkonjunktur. » weiterlesen

Werbefinanzierte Geschäftsmodelle bleiben Nonplusultra:
App.net und eine große Vision sind am Ende

Die werbefreie Social-Web- und Cloudplattform App.net hat alles versucht, um mehr Anwender für sich zu begeistern. Vergeblich. Nun entlässt das Startup sein Team und gesteht damit ein: Das wird nichts mehr.

App.net

Die Zeiten, in denen Anhänger einer kommerziellen Alternative zu den im sozialen Web vorherrschenden, werbefinanzierten Geschäftsmodellen neben Twitter auch noch einen Account beim US-Konkurrenten App.net pflegen mussten, neigen sich dem Ende zu. Das ist die gute Nachricht. Leider verschwindet damit aber auch ein Projekt, das eigentlich Erfolg verdient hätte.

Am Dienstagabend gaben das Gründergespann von App.net, Dalton Caldwell and Bryan Berg, im Firmenblog den Entschluss bekannt, sämtliche Festanstellungen zu streichen. Auch die zwei Macher des Dienstes werden künftig nicht mehr auf der Gehaltsliste stehen. Sie betonen zwar, dass App.net ohne Unterbrechung weiterläuft, und dass Teile des Quellcodes als Open Source zugänglich gemacht werden. Dennoch signalisiert dieser aus einem finanziellen Engpass resultierende Schritt relativ unmissverständlich: Eine große Zukunft hat der Service nicht mehr vor sich. Wer die Entwicklung des Unternehmens etwas genauer verfolgt hat, den überrascht dies freilich nicht. Nun aber ist es offiziell.

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Das große Entbündeln:
Für jeden Zweck eine eigene App

Social Networks und Clouddienste wie Facebook, Dropbox, LinkedIn und Twitter ändern unisono ihre Strategie und beginnen damit, für besondere Einsatzszenarien separate Apps bereitzustellen. Die Spielregeln des Ökosystems werden neu geschrieben.

AppsDie Webwirtschaft ist trotz aller vorgezeichneten Pfade immer noch für handfeste Überraschungen gut. Was sich gerade rund um die führenden sozialen Netzwerke und an Endkonsumenten gerichteten Clouddienste abspielt, hat vor zwei Jahren wohl niemand geahnt: Anstatt dass sie immer mehr Dienste unter einem Dach vereinen, setzen sie auf die große Entbündelung. Die Devise lautet nicht länger “eine Anwendung für alles”, sondern “für jeden Service eine eigene App”.

Facebook machte den Anfang und bietet mittlerweile neben der Haupt-App verschiedene Special-Interest-Anwendungen, von Instagram und WhatsApp über Paper bis Messenger. Wie ernst es CEO Mark Zuckerberg mit der Multi-App-Strategie ist, zeigt der Plan, die Chatfunktion komplett aus der Original-Applikation zu entfernen. Auch der Cloudpoinier Dropbox verfolgt den Ansatz verschiedener, durch eine einheitliche Nutzerverwaltung zusammengehaltener Apps, die jeweils für ein bestimmtes Anwendungsszenario die beste User Experience bieten sollen. LinkedIn sieht ebenfalls viel Potenzial darin, bestimmte Services auszulagern. Mit Pulse, LinkedIn Contacts und Cardmunch bietet das Geschäftsnetzwerk bereits einige Standalone-Apps. Ein bis zwei weitere sollen 2014 folgen. Selbst Twitter folgt dem Trend – mit Vine betreibt der Microblogginganbieter eine Video-App. Zudem versuchte er sich an einer eigenen Musik-App – diese allerdings wurde wegen ausbleibendem Erfolg schon wieder eingestellt. Aber es dürfte nicht lange dauern, bis der Zwitscherdienst die nächste separate App veröffentlicht. Twitter News vielleicht?! » weiterlesen

Das neue digitale Medienökosystem:
Reichweite kann jeder

Überall sprießen Medienangebote aus dem Internetboden, die innerhalb von kürzester Zeit Millionen Menschen erreichen. Dies zu bewerkstelligen, war noch nie einfacher.

SharingBislang war mir die Onlinepublikation Deutsche Wirtschafts Nachrichten (DWN) nur durch gelegentlich auftauchende Verlinkungen beim Aggregator Rivva ein Begriff – und fällt mir dort immer besonders wegen des sperrigen und mit einem Bindestrich geizenden Namens auf. Dass es sich bei dem Angebot um ein mittlerweile 15 feste Mitarbeiter beschäftigendes Medienstartup mit einer monatlichen Reichweite von zwei Millionen Lesern handelt, darüber wurde ich erst durch diese Kurzvorstellung des Elektrischen Reporters aufmerksam. DWN sehe Wirtschaft “als ein buntes Thema” und versuche, “Wirtschaft für jeden verständlich zu machen”, sagt Verlagsleiter Christoph Hermann in dem Porträt. Was er damit meint: Hysterie, Empörung und Pessimismus. So lassen sich die Inhalte der DWN am treffendsten beschreiben. Gute Neuigkeiten oder Optimismus findet man bei dem Portal grundsätzlich nicht. Trotz oder gerade deshalb sind die DWN ein absoluter und den Zahlen nach zu urteilen ernstzunehmender Newcomer. Hermann und seine Kollegen profitieren von den perfekten Voraussetzungen, die das soziale Netz für das schnelle Hochziehen von Klickraketen bietet. » weiterlesen

“Freunde finden”-Funktion in Apps:
Die Wahl ist schwieriger als gedacht

Ein Kontaktabgleich mit sozialen Netzwerken ist für junge Apps mit kommunikativer Komponente ein idealer Weg, um Nutzer schnell mit “Freunden” zusammenzubringen. Doch die Wahl der “Provider” – ob Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn – will gut überlegt sein.

Freunde findenWenn Mobile Startups mit begrenzten Ressourcen ihr Produkt entwickeln, stellt sich ihnen meist die schwierige Frage nach der Plattform, auf die sie sich zuerst fokussieren sollen: iOS oder Android? Doch die Macher von Anwendungen, bei denen es um die Interaktion zwischen Nutzern geht, stehen oft noch vor einer weiteren grundlegenden Problematik: welche externen sozialen Netzwerke für den Freundeabgleich sie integrieren sollten. Virtuelle Geisterstädte begeistern niemand, weshalb die Verknüpfung mit Facebook, Twitter und Co ein äußerst sinnvoller Weg ist, um User einer neuen App umgehend zeigen zu können, welche ihrer Web-Kontakte ebenfalls schon dabei sind.

Wie groß die Wirkung dessen auf die User Experience sein kann, zeigte der gestrige Vergleich zwischen den zwei Vielflieger-Anwendungen Flying und Mileways. Flying erlaubt den Kontaktabgleich mit Twitter, Facebook und sogar Xing. Die Chance, dass User auf diese Weise einige ihrer Online-Freunde oder Bekannten finden, welche die jeweilige App ebenfalls schon verwenden, ist da relativ groß. Bei mir war Twitter mit Abstand der ergiebigste “Kontaktvermittler”. Mehr als ein Dutzend der von mir abonnierten Twitter-User fand ich bei Flying durch den Sync mit der Microbloggingplattform. Facebook-Freunde bei Flying, auf die ich nicht zuvor schon per Twitter gestoßen war, gab es so gut wie keine. » weiterlesen

Flying und Mileways:
Alles, was Flugreisende brauchen, in zwei Apps

Die zwei deutschen Startups Flying und Mileways wollen alle für Flugreisende nützlichen Informationen in einer App vereinen. Es deutet sich ein interessanter Zweikampf an.

Flying & Milesway

Für die meisten Menschen sind Flüge nur ein Mittel, um schnell von A nach B zu kommen und dabei große Distanzen zurückzulegen. Doch manche Reisende entwickeln eine Art Leidenschaft für das Fliegen. Sie sind sozusagen “aerophil”. Im Mai vergangenen Jahres berichteten wir über das Hamburger Startup Flying, das genau diese Personen im Visier hat. Der bislang nur für das iPhone angebotene Dienst möchte zum unersetzlichen Begleiter für alle werden, die gerne und oft im Flugzeug sitzen, und kombiniert persönliche Fluginformationen mit einem sozialen Netzwerk.

Wer nun anzweifelt, dass es für eine solche Nische einen hinreichend großen Markt gibt, der wird überrascht sein, dass sogar noch ein zweites, ebenfalls aus Deutschland stammendes Jungunternehmen im gleichen Segment eine Etablierung anstrebt: Mileways aus München erblickte nur wenige Tage nach Flying offiziell das Licht der Welt. Der ebenfalls nur für das iPhone angebotene Service gleicht dem norddeutschen Wettbewerber konzeptionell, Unterschiede liegen im Detail. » weiterlesen

EyeEm und Readmill:
Tapferer Kampfeswille, während bei den Nachbarn die Lichter ausgehen

Bei vielen auf die Vernetzung von Menschen ausgerichteten Berliner Startups gingen 2013 die Lichter aus. EyeEm und Readmill dagegen kämpfen tapfer. Speziell bei EyeEm trägt dies Früchte.

EyeEm und ReadmillBerlin und Social-Web-Startups – diese Kombination verträgt sie bislang nicht sonderlich gut. Zwei Firmen, die zum Höhepunkt der Gründungswelle in dem Segment das Licht der Welt erblickten, könnten diesem Trend jedoch etwas entgegensetzen oder ihn gar brechen: Die Foto-App EyeEm und der Social-Reading-Service Readmill.

Beide Jungunternehmen fielen zwar bisher im globalen Markt – dem im Social-Bereich auf Dauer entscheidenden Maßstab – nicht als Nutzermagneten auf, die es dauerhaft mit den großen US-Anbietern aufnehmen können. Doch passend zum Sprichwort “Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen” schaffen es beide Hauptstadtfirmen, sich in einem Umfeld zu behaupten, in dem einst gefeierten Mitstreitern wie Amen, Moped oder Gidsy die Puste ausgeht, und gemächlich, aber bestimmt eine aktive, internationale Community um sich zu scharren. » weiterlesen