Thema: social web

 

Alle 89 Artikel zum Thema social web auf netzwertig.com:

Aufmerksamkeitsökonomie:
Warum Google+ an seinem
eigenen Erfolg scheitert

Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Schafft Google hier eine breitere Aufmerksamkeit für soziale Technologien, oder suggeriert es lediglich eine hohe Relevanz der eigenen Plattform, ohne dass sein Netzwerk davon wirklich profitiert?

Google geht es bei der in den letzten Wochen viel diskutierten Verschmelzung seiner Suchmaschine mit dem sozialen Netzwerk Google+ nicht um eine direkte Konfrontation mit den bereits etablierten Plattformen Facebook und Twitter. Vielmehr scheint es das primäre Ziel des Unternehmens zu sein, einen Weg zu finden, mit dem sich eine neue Anwedergruppe erreichen lässt: Internetnutzer, die zwar die Suche verwenden, aber noch nicht (mit signifikanter Aktivität) in sozialen Netzwerken vertreten sind. Google betreibt durch die Verknüpfung von Suche und Netzwerk also in erster Linie Neukundengewinnung durch Zielgruppenerweiterung. Als Lockmittel dient eine erhöhte Sichtbarkeit der eigenen Person im Internet.

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Wrapp:
Schwedens wahrscheinlich
nächster Startup-Hit

Das schwedische Startup Wrapp erlaubt es Anwendern, Facebook-Freunde mit Geschenkgutscheinen zu überraschen. Die Gründer von Skype und LinkedIn glauben an den Erfolg des Dienstes, der nun die internationale Expansion plant.

Schweden hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe international erfolgreicher Onlinefirmen hervorgebracht. Spotify, Stardoll, Flattr, Pingdom und Rebtel sind nur einige Beispiele (weitere hier). Da ich selbst in dem skandinavischen Land wohnhaft bin, habe ich naturgemäß ein besonders wachsames Auge, wenn sich wieder einmal ein schwedisches Jungunternehmen aufmacht, um global zu expandieren. Der Square-Konkurrent iZettle gehört sicher zu den vielversprechendsten Kandidaten (hier unserer exklusiver Review), auch wenn ein konkretes Launchdatum für andere Märkte bisher noch nicht bestätigt wurde.

Mit Wrapp schickt sich derzeit aber noch ein weiteres Startup aus dem hohen Norden an, international für Furore zu sorgen. Das jüngste Fünf-Millionen-Dollar-Investment von LinkedIn-Gründer und Greylock-Partners-Partner Reid Hoffmann in die Firma aus Stockholm sowie die vorausgegangene Beteiligung von Atomico, dem VC-Vehikel von Skype-Gründer Niklas Zennström, in ähnlicher Höhe lassen wenig Zweifel an den großen Hoffnungen, die in Wrapp gesteckt werden. Beachtlich sind diese Kapitalspritzen schon deshalb, weil der Dienst bisher nur in Schweden verfügbar ist.

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“Tweet in deinem Land nicht verfügbar”:
Twitter räumt sich Recht
regional zensierter Tweets ein

Twitter räumt sich das Recht ein, künftig Tweets für Nutzer in einzelnen Ländern zu sperren, sofern es Beschwerden gibt. Für Anwender ist dies ein Schlag ins Gesicht.

[Update] Twitter hat in seiner Ankündigung einen entscheidenden Aspekt nicht erwähnt: Blockierte Tweets lassen sich durch eine einmalige Änderung in den Kontoeinstellungen sichtbar machen. Hält sich das Unternehmen an sein Wort, ist der Schritt weit weniger besorgniserregend als ursprünglich angenommen. Mehr dazu in diesem Artikel [Update Ende]

Bisher galt bei Twitter eine klare Regel: Eine veröffentlichte Kurznachricht konnte aus jedem Land der Welt angezeigt werden – solange nicht – wie in China – die Website von Twitter vollständig zensiert wird. Hatten Regierungen, Firmen oder Individuen rechtliche Bedenken in Bezug auf einen einzelnen Tweet, war ihre einzige Möglichkeit, Twitter dazu zu bringen, diesen oder den gesamten Account komplett zu löschen. Angaben dazu, wie häufig dies vorkam, sind mir nicht bekannt.

In Zukunft aber räumt sich der Microbloggingdienst die Option ein, Tweets für Anwender aus einer spezifischen Region zu sperren. In einem Blogbeitrag beschreibt das Unternehmen aus San Francisco diesen Sachverhalt, mit dem es unterschiedlichen nationalen Gesetzgebungen Rechnung tragen möchte.

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Steve Jobs’ Kontrollbedürfnis:
Warum Apple im
Social Web erfolglos war

Der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs besaß ein ausgeprägtes Kontrollbedürfnis und eine Abneigung gegen alles, was sich öffnen ließ. Selbst nicht verschlossene Fenster störten ihn. Mit den Erfolgsfaktoren eines Social Networks war diese Haltung nicht vereinbar.

Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0
Foto: Flickr/marc falardeau, CC BY 2.0
Warum ist es Apple bisher nicht gelungen, sein überaus erfolgreiches Ökosystem aus Hardware, Mac OS X und iOS, iTunes und dem App Store mit einem ernstzunehmenden Social Network zu ergänzen?! Diese Frage beschäftigt immer wieder Beobachter der IT- und Technologiebranche. Zumal es ja Versuche gab: Ping, das weitgehend ignorierte Musiknetzwerk innerhalb von iTunes (nutzt das eigentlich jemand?) und das Spiele-Netzwerk Game Center für iOS beweisen, dass die Gelegenheit zum Austausch der Nutzer untereinander durchaus auf Apples Agenda steht.

Doch die Social-Web-Landschaft dominieren trotzdem andere, während Apple zuschaut. “Soziale Apps scheinen nicht in Apples DNA zu liegen”, beschrieb der US-Blogger Jason Kottke einmal die Schwäche des Computer- und Lifestyle-Konzerns aus Kalifornien. » weiterlesen

“Egotracking”:
TwentyFeet erreicht 100.000 Nutzer

TwentyFeet, ein Statistikdienst für Social-Web-Konten, hat die Marke von 100.000 registrierten Nutzern durchbrochen. Jetzt streben die Wiesbadener die Profitabilität an.

Wir bei netzwertig.com lieben Startups, die sich nicht an der allgemein üblichen Geheimniskrämerei beteiligen, sondern einen offenen Einblick in ihre Geschäftsentwicklung und Nutzerzahlen geben. Wir können zwar nicht garantieren, dass dies der ultimative Weg zum Erfolg ist – aber uns und unsere Leser freut es natürlich.

TwentyFeet hat uns schon in der Vergangenheit offenherzig mit Zahlen versorgt. Bei dem im Herbst 2010 gestarteten Service der Wiesbadener Webagentur Seibert Media können deutsch- und englischsprachige Nutzer für private sowie berufliche Zwecke Statistiken und Kennzahlen zu ihren persönlichen Social-Web-Konten abrufen, um die Entwicklung von Followern, Retweets, Zitierungen, Favorisierungen und weiteren relevanten Metriken im Blick zu behalten. Das Unternehmen bezeichnet dies passenderweise als “Egotracking”.

In dieser Woche nun hat TwentyFeet die magische Marke von 100.000 registrierten Nutzern durchbrochen. Am gestrigen Dienstag waren es exakt 100.450 Anwender, wie uns TweentyFeet-Geschäftsführer Martin Seibert berichtete. Diese überwachen insgesamt 211.914 Konten bei Twitter, Facebook, Google Analytics, YouTube, MySpace und bit.ly. In den letzten Monaten gewann der Service jeweils rund 15.000 Anwender. Mehr als die Hälfte der registrierten Nutzer loggen sich laut Seibert regelmäßig ein.

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Auf dem Weg zum Tipping Point:
musicplayr ist gut, aber behäbig

Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup – das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.

musicplayr aus Köln ist für mich das deutsche Musikstartup des Jahres 2011. Nicht nur, weil es sich als ideales Entdeckungstool für Musik erwiesen hat, sondern auch, weil es Gründer Thorsten Lüttger gelungen ist, ohne Verhandlungen mit Labels und Verwertungsgesellschaften einen eigenständigen, innovativen Musikdienst auf die Beine zu stellen, der sich abseits von On-Demand-Angeboten, personalisierten Radios und Echtzeit-Services eine bequeme Nische geschaffen hat.

Wie musicplayr mir dabei hilft, neue Musik aus meinen bevorzugten Genres zu finden, habe ich in diesem Artikel ausführlicher beschrieben. Mittlerweile folge ich 46 Nutzern, die auf der Plattform bei YouTube, SoundCloud, Vimeo oder anderen Websites gehostete Musik teilen, die zu meinem Geschmack passt. Selbst habe ich mittlerweile 102 Titel mit meinen Followern geteilt – viele davon, nachdem ich sie auf musicplayr entdeckte. In den letzten Wochen tauchten auch immer mehr “alte Bekannte” bei dem noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindlichen Service auf, was auf gewisse Netzwerkeffekte schließen lässt.

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Social Graph und Interest Graph:
Das Social Web wird dezentral –
aber anders als gedacht

Die Idee eines dezentralen sozialen Netzwerks klingt gut auf Papier, setzt sich in der Praxis aber nicht durch. Doch nun ist es ausgerechnet Facebook, das die Hoffnung auf ein stärker verteiltes Social Web nährt.

Illustration: stock.xchng
Illustration: stock.xchng
Seit Jahren stehen dezentrale, verteilte soziale Netzwerke auf der Wunschliste mancher Netzbeobachter und -aktivisten. Der Gedanke: Angesichts der Winner-Takes-It-All-Tendenzen im Social Web sowie des enormen Einflusses auf gesellschaftliche und politische Vorgänge, der von einer 800 Millionen Menschen bei sich versammelnden Onlineplattform ausgeht, ist es riskant, wenn ein einziges Unternehmen mit zentraler und damit für koordinierte Eingriffe von außen anfälligen Infrastruktur das digitale Zuhause für die Weltbevölkerung darstellt.

Doch so erstrebenswert ein alternativer Ansatz auch klingt, bei dem Kontrolle und Macht in Form einer dezentralen Serverstruktur auf viele Schultern und Anbieter verteilt werden, so utopisch erscheint er bisher. Nutzer zeigen keine Bereitschaft, die mit einem dezentralen Ansatz verbundenen Abstriche in puncto Funktionalität und Anwenderfreundlichkeit hinzunehmen, weshalb selbst ein ambitioniertes Projekt wie diaspora bis heute nicht vom Fleck gekommen ist. Bei einer mutmaßlich großen Zahl an Benutzern ist ohnehin nicht einmal ein Bewusstsein über die Problematik vorhanden.

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Neue Funktion “The Crowd”:
Aupeo lädt zum kollektiven Musikkonsum

Der Berliner Musikdienst Aupeo erweitert sein Angebot personalisierter Radiostreams um eine “soziale” Ebene. Nutzer können den Stationen rund um Interpreten und Genres nun gemeinsam lauschen, sich über Titel austauschen und für oder gegen sie stimmen.

Seit Mitte des Jahres weiß ich, wie viel Spaß der digitale Musikkonsum bereiten kann, wenn er zusammen mit anderen Nutzern und in Kombination mit Voting- und Spiele-Mechanismen erfolgt. Denn da zog mich der US-Dienst Turntable.fm in seinen Bann und veränderte meine Art, Musik zu hören. Wegen der unklaren Rechtslage war dann jedoch einige Wochen später Schluss mit den kollektiven DJ-Spielchen, seitdem kann Turntable.fm nur noch von Anwendern mit US-IP-Adressen aufgerufen werden.

Der schlargartige Erfolg von Turntable.fm rief allerlei Nachahmer auf den Plan – von Outloud.fm über Rolling.fm (derzeit nicht erreichbar) bis hin zu djparty.fm - die sich teilweise sehr stark am Original anlehnten, aber dessen Flair und Qualität vermissen ließen.

Am heutigen Donnerstag startet das 2008 gegründete Berliner Startup Aupeo (siehe Kenntlichmachung am Artikel-Ende) mit “The Crowd” eine zusätzliche, “soziale” Ebene für seinen personalisierbaren Radiodienst, um Hörern ein kollektives Musikerlebnis zu ermöglichen. Während der grundsätzliche Ansatz dem Turntable.fm-Prinzip nicht unähnlich ist, verzichten die Hauptstädter erfreulicherweise auf eine zu starke visuelle und konzeptionelle Imitation und liefern stattdessen einen eigenen, in das bestehende Angebot integrierten Ansatz, wie sich lineares Onlineradio mit dem Trend des “kollektiven Web” verbinden lässt.

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Eric Schmidt trifft auf die “jungen Wilden”:
Googles Handicap im Social Web

Viele junge und junggebliebene, hungrige Gründer versuchen mit digitalen Diensten, Menschen zu vernetzen. Sie sind glaubwürdig, weil sie damit eigene “Probleme” lösen. Google-Chairman Eric Schmidt nimmt man dies nicht ab, wenn er über Google+ spricht.

Fotos: leweb.net
Fotos: leweb.net
Welchem Autohändler würdet ihr eher die Argumente für den Kauf eines bestimmten Gefährts abnehmen? Einem, der selbst nur zu Fuß geht, oder einem, der genau das Modell besitzt, welches er nun an den Mann oder die Frau zu bringen versucht?

Als ich am gestrigen Mittwoch den Livestream der LeWeb-Konferenz verfolgte und dort auf der Bühne nacheinander Googles Executive Chairman und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt, Facebooks europäische Geschäftsführerin Joanna Shields, Digg- und Oink-Gründer Kevin Rose, Instagram-Founder Kevin Systrom und foursquare-Gründer Dennis Crowley auflaufen sah, musste ich nicht lange überlegen, welche dieser Personen für mich die am meisten überzeugenden Verkäufer von Ideen zur digitalen Vernetzung von Menschen darstellen: Kevin Rose (Jahrgang 77), Kevin Systrom (Jahrgang 84) und Dennis Crowley (Jahrgang 76) .

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GetGlue, foursquare und andere:
Wie Startups das Vertrauen der Nutzer aufs Spiel setzen

Auch für das Verhältnis zwischen Startups und Anwendern gilt: Über einen langen Zeitraum aufgebautes Vertrauen kann auf einen Schlag zu Nichte gemacht werden. Zu viele Anbieter gehen dieses Risiko ein.

Immer wenn ich einen empfehlenswerten Film sehe, halte ich dies per Check-In über den mobilen Dienst GetGlue fest. Oft kommt es nämlich vor, dass ich mich nicht mehr an den Namen eines früher angeschauten Streifens erinnern kann – zum Beispiel im Gespräch mit Freunden. Hier zahlt sich die von mir durch Check-Ins bei GetGlue erstellte chronologische Übersicht der konsumierten Filme aus.

Natürlich lässt sich die App des New Yorker Dienstes mit Facebook und Twitter verbinden, und bei jedem Check-In hat man die Möglichkeit, diesen seinen dortigen Kontakten mitzuteilen. Als ich am Donnerstagabend mit GetGlue einen Film-Check-In durchführte, entschied ich mich dagegen, dies per Tweet und Status Update zu publizieren. Doch trotzdem verschickte der Service in meinem Namen einen Tweet und hinterließ einen Eintrag auf meiner Facebook-Pinnwand, und zwar mit der Information, dass ich mit meinem Check-In den Thanksgiving 2011 Sticker erhalten habe (GetGlue versucht sich wie viele andere Anbieter an der Integration von Gamification-Elementen, um die Nutzeraktivität zu erhöhen).

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