Thema: Social Media

 

Alle 52 Artikel zum Thema Social Media auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Massenphänomen Smartphone-Messaging:
In der Kontaktliste fehlen Unternehmen – aber nicht mehr lange

Chat-Apps wie Path Talk und Kik sowie asiatische Anbieter haben erkannt, dass sich das “WhatsApp”-Prinzip auch für den Dialog zwischen Konsumenten und Unternehmen beziehungsweise Händlern einsetzen lässt. Die Vorteile für Nutzer sind groß, das Potenzial für Marketing und besseren Kundenservice ist riesig.

Ende September veröffentlichte das Unternehmen hinter dem weitgehend gescheiterten mobilen sozialen Netzwerk Path eine neue App. Es war eine Überraschung. Nicht nur, weil das Startup aus San Francisco in seiner schieren Unsterblichkeit damit den angeblich über sieben Leben verfügenden Katzen Konkurrenz macht, sondern auch, weil das neue Produkt – eine Messaging-App namens Path Talk – auf einer ziemlich bestechenden Idee basiert:

Mit ihr kann man Geschäfte und Restaurants per Chatnachricht kontaktieren und zum Beispiel nach Preisen oder Öffnungszeiten fragen oder einen Tisch reservieren. Path nennt dies “Place Messaging” und verspricht eine Antwort in etwa fünf Minuten. Das Benutzererlebnis ähnelt dabei dem, das User von klassischen Chatservices wie WhatsApp oder Facebook Messenger her kennen. Nur dass sie nicht Freunde oder Bekannte kontaktieren, sondern Gewerbetreibende.  » weiterlesen

Newsfeed:
Facebook, bitte beerdige deinen Algorithmus

Zum wiederholten Male versucht Facebook dieser Tage, den Newsfeed und damit das enorm wichtige Eingangstor seiner Seite zu verbessern. Dabei setzt es weiterhin auf einen Algorithmus, anstatt es den Nutzern zu überlassen, was sie auf ihrer Startseite sehen. Es wird Zeit, das Scheitern dieser Idee einzugestehen.

Mark Zuckerberg im Oktober 2008 in Berlin. (Bild: Jan Tißler)

Mark Zuckerberg im Oktober 2008 in Berlin. (Bild: Jan Tißler)

„Wir haben es verpatzt. Als wir den Newsfeed und den Mini-Feed gestartet haben, wollten wir dich mit einem Informationsstrom über deine soziale Welt versorgen. Stattdessen haben wir diese neuen Funktionen schlecht erklärt und haben dir vor allem zu wenige Kontrollmöglichkeiten gegeben. Ich möchte nun versuchen, diese Fehler zu korrigieren.“

Schon der Start des Newsfeed war holprig. Das Zitat oben stammt aus einem offenen Brief von Mark Zuckerberg, mit dem er sich bei seinen Nutzern entschuldigte. Datum: 8. September 2006. Einige Tage zuvor hatte Facebook die neue Startseite eingeführt: Mit einem Mal konnten die Nutzer sehen, was ihre Freunde so auf Facebook trieben – fein säuberlich aufgelistet auf der Homepage. Vor acht Jahren war dieses Feature so überraschend wie umstritten. Heute kann man sich die Facebook-Startseite ohne irgendeine Form eines Newsfeeds gar nicht mehr vorstellen.

Seitdem versucht Facebook laufend, den Newsfeed zu verbessern oder gar neu zu erfinden. „Frictionless Sharing“ war beispielsweise eine Weile angesagt: Das erweiterte den Newsfeed um allerlei automatisch gepostete Aktivitäten außerhalb von Facebook und führte vor allem zu jeder Menge Rauschen im Stream. Inzwischen hat Facebook es wieder zurückgedreht. Groß angekündigt und von viel Pressewirbel begleitet war auch das komplette Redesign der Startseite, das letztlich aber bei den Nutzern durchfiel. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Neuestes Beispiel: Wie Wired berichtet, soll es neue Optionen und überarbeitete Einstellungen für die Nutzer geben. Konnte man beispielsweise bisher schon Posts einer bestimmten Person oder Seite komplett ausblenden, kann man künftig ebenfalls auswählen, dass man lediglich „weniger“ davon auf seiner Startseite haben will. » weiterlesen

In den Fußstapfen von Klout:
Reputami “warnt” Hotels, wenn Meinungsbildner reservieren

Das Kölner Startup Reputami analysiert und aggregiert das Feedback von Hotel- und Restaurant-Gästen. Es lässt sich dafür innovative Lösungen einfallen. Künftig verrät es Hoteliers und Gastronomen im Vorfeld, sofern Online-Multiplikatoren einen Besuch planen.

ReputamiViele Leserinnen und Leser von netzwertig.com haben eine nennenswerte Sichtbarkeit in sozialen Medien. Sie sind Multiplikatoren. Ob man es mag oder nicht: Firmen interessieren sich speziell dafür, was diese Personen im Netz so von sich geben, denn meist wird ihnen ein gewisser Einfluss zugerechnet. Ein Blogbeitrag oder Tweet, der hart mit einem Produkt ins Gericht geht, oder ein öffentliches Lob für eine gelungene Dienstleistung, könnte andere User in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Wenn Menschen mit einer ausgeprägten Präsenz und Reputation in sozialen Medien demnächst ein Hotelzimmer buchen oder einen Tisch in einem angesagten Restaurant reservieren, ist es möglich, dass sich das Personal im Vorfeld explizit darauf einstellt. Zumindest dann, wenn der jeweilige Hotel- oder Gastronomiebetrieb den Online-Reputations-Management-Dienst des Kölner Startups Reputami nutzt.

Der Service, der Hoteliers und Restaurantbetreibern per Weboberfläche auf einen Blick Bewertungen und Kundenmeinungen von einer Vielzahl von Portalen und Bewertungsplattformen liefert und ihnen parallel per Aggregation von Social-Media-Profilen verrät, wer die Personen hinter den Kritiken sind, startet mit Customer Search eine neue, äußerst spannende Funktion: Sie verrät dem Personal im Voraus, welche Persönlichkeiten sich für die kommenden Tage angekündigt haben, und erlaubt eine frühzeitige Evaluation darüber, inwieweit sich für einzelne Gäste ein besonders aufmerksamer Service empfiehlt. » weiterlesen

Kundenservice im Social-Media-Zeitalter:
Wie Unternehmen es versäumen, unzufriedene Kunden wieder glücklich zu machen

Aus Sicht von Kunden, die von einem Dienstleister enttäuscht wurden, wirkt es glasklar, wie sich ein Gefühl von Zufriedenheit wiederherstellen ließe. Doch viele Firmen sind blind dafür. Sie versäumen es dadurch, die Loyalität ihrer Bestandskunden zu erhöhen.

KundenserviceIn den letzten Wochen hatte ich das (nicht dramatische) Pech, mehrmals von Servicedienstleistern im Stich gelassen worden zu sein. Einmal benötigte die Freischaltung einer mobilen Datenflat rund zehn Tage, ein anderes Mal wartete ich über vier Stunden auf eine Online-Speisenbestellung. Ich erspare mir an dieser Stelle die Nennung der Anbieter, denn damit würde ich implizieren, dass es bei deren Konkurrenten keine derartigen Vorfälle gäbe. Dem ist garantiert nicht so.

Ich möchte mit diesem Beitrag ohnehin nicht die Probleme ansich thematisieren, sondern den Umgang der Unternehmen mit der Krisensituation. Genau genommen ihr Versäumnis, meine Frustration als Kunde durch eine nette Geste zu entschärfen. Dabei wäre das extrem einfach gewesen. » weiterlesen

Virales Empfehlungsmarketing bei Airbnb, Uber, Hotel Tonight & Co:
Die Zeiten für Nutzer sind besser denn je

Zahlreiche Buchungsplattformen für Reisen und Mobilitätsdienste folgen dem Vorbild Dropbox und implementieren Empfehlungssysteme, von denen Werbende und Geworbene profitieren. Zusätzlich bieten Rabattcoupons beträchtliche Nachlässe. Nutzer profitieren im großen Stil.

OMG

Nutzergetriebenes Empfehlungsmarketing im Netz ist ein altes Phänomen und insbesondere in Form von Affiliate-Modellen omnipräsent. Viele Onlineshops bieten Kunden die Möglichkeit, Produkte über ihre Websites, Blogs oder Social-Networking-Profile weiterzuempfehlen und im Falle vermittelter Verkäufe eine Provision einzuheimsen. Dieses System hat sich zwar bewährt, bringt aber das Problem mit sich, dass nur zwei von drei Parteien von dem Verfahren profitieren, nämlich der Shopbetreiber sowie der Empfehlende. User hingegen haben keine Vorteile – im schlimmsten Fall werden sie sogar zum Erwerb von Produkten animiert, die Empfehlende allein wegen der Umsatzprovision anpreisen, nicht aus persönlicher Überzeugung oder Erfahrung. » weiterlesen

Filmempfehlungen:
Wie Moviepilot mit der USA-Expansion ein großer Coup gelang

Vor zweieinhalb Jahren gab das Berliner Filmportal Moviepilot den Startschuss für eine US-Version. Eine Niederlassung in Los Angeles folgte kurz darauf. Die Expansion wurde zu einer Erfolgsgeschichte.

Moviepilot

Für viele Startups aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Expansion in die USA ein Unterfangen mit hohem Risiko, schnell ausufernden Kosten und nicht selten einem hinter den Erwartungen bleibenden Ergebnis. Nicht so allerdings für das 2007 gegründet Berliner Filmempfehlungsportal Moviepilot. Im Herbst 2011 schickten die Hauptstädter die US-Version ihres in Deutschland marktführenden Angebots für Filmliebhaber ins Rennen. Unter moviepilot.com präsentiert das Unternehmen Bewegtbildfans in englischer Sprache seitdem aktuelle, personalisierte Informationen zu kurz vor dem Start stehenden Filmen und Serien. Die Gründer Tobias Bauckhage, Jon Handschin und Benjamin Kubota verzichteten für die Internationalisierung auf eine 1:1-Adaption der breit aufgestellten Mutterplattform und entschlossen sich stattdessen, für den USA-Markt mit dem Fokus auf baldigen Film- und Seriendebüts eine neue Richtung einzuschlagen. Das Projekt, das von der Eröffnung einer Niederlassung in Hollywood und namhaften und damit nicht günstigen Rekrutierungen flankiert wurde, hat sich derartig gut entwickelt, dass es zum Zugpferd des Unternehmens avanciert. » weiterlesen

“Fake Likes”:
Klickfarmen bringen Facebooks Anzeigensystem aus dem Gleichgewicht

Dass es bei Facebook Klickbetrug und gefälschte Likes gibt, ist bekannt. Der Videoblogger Derek Muller beschreibt nun aber, wie vor allem legitime Seitenbetreiber, die Facebooks Anzeigenplattform nutzen, unter dieser Problematik leiden.

Über Facebook ziehen gerade dunkle Wolken auf. Grund ist dieser neunminütige Clip des renommierten YouTube-Videobloggers Derek Muller. Darin beschreibt er überzeugend und anhand von Erfahrungen mit eigenen Pages, dass Facebooks einige Monate nach dem Börsengang verkündete Maßnahmen gegen gekaufte “Likes” keinen nachhaltigen Effekt erzielen konnten.

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Vertrauensverlust:
Das Ende der allwissenden Fachleute

Ein Professor beklagt, dass Experten von Laien im Internetzeitalter nicht mehr der notwendige Respekt entgegengebracht wird. Was er nicht bedenkt: Schuld daran sind die Experten selbst.

ExperteDas Expertentum stehe vor dem Ende, stellt der US-Professor Tom Nichols in einem längeren Beitrag beim konservativen US-Onlinemagazin The Federalist mit einigem Bedauern fest. Und wer soll schuld sein? Zu einem großen Teil natürlich das Internet, das jedem die Möglichkeiten einräume, eine im schlimmsten Fall äußerst uninformierte Meinung für alle Welt sichtbar zu publizieren. Verlierer dieser Entwicklung sind nach Ansicht Nichols die Fachleute. Menschen, die sich über Jahre oder Jahrzehnt spezielles Wissen angeeignet haben, das jetzt jedoch von x-beliebigen Laien öffentlich in Frage gestellt werden könne. Personen, die noch dazu fordern, dass ihre Perspektive in der Diskussion das gleiche Gewicht erhält wie die von Experten. Fragt man Nichols, ein Unding. » weiterlesen

Service bei Onlineshops und Buchungsportalen:
Der Twitter-Kunde ist König – aber nur der

Während viele Onlineshops, Dienstleistungsportale und Buchungswebsites ihren Kundenservice auf ein Minimum herunterschrauben, beschleunigen öffentliche Beschwerden bei Twitter oder Facebook die Bearbeitung von Anliegen oft ungemein. Dieses Zwei-Klassen-Servicelevel ist bedenklich.

KundeVor einigen Tagen versuchte ich über das bekannte und als seriös geltende US-Onlinereisebüro Orbitz, eine Hotelübernachtung zu buchen. Doch obwohl bei der anvisierten Unterkunft eine Verfügbarkeit angezeigt wurde, gelang es mir nicht, den Buchungsprozess erfolgreich abzuschließen. Nachdem ich sämtliche Buchungs- und Zahlungsdaten eingetragen und das Reservierungsformular “abgeschickt” hatte, erschien eine Fehlermeldung mit dem Hinweis, dass das aktuelle Zimmer momentan nicht buchbar sei. Allerdings hinderte dies Orbitz nicht daran, den vorgesehenen Betrag auf meiner Kreditkarte zu blockieren. Da ich jedoch der Ansicht war, dass es zu keiner Reservierung kam, sah ich die Notwendigkeit, Orbitz auf den Sachverhalt hinzuweisen und sicherzustellen, dass mir das Zimmer nicht am Ende tatsächlich berechnet wird. » weiterlesen

Konformismus im Netz:
Die Meinung der Anderen

Bei Twitter und in anderen Teilen des sozialen Netzes herrscht ein Konformitätsdruck, der durch die Furcht ausgelöst wird, am virtuellen Pranger zu landen. Die Entwicklung gefährdet langfristig die Demokratie.

konformismusWas ist der Unterschied zwischen einem geschmacklosen, verletzenden oder missverstandenen Kommentar, der beim Kaffee oder Abendessen mit Bekannten fällt und die Runde nicht verlässt, und einem, der in Form eines Tweets, Facebook-Eintrags oder Blogartikels schriftlich Ausdruck findet? Im erstgenannten Fall folgt vielleicht eine peinliche Pause oder ein mahnender Einwurf eines Gesprächspartners. Lässt sich die Aussage jedoch öffentlich im Netz einsehen, drohen weitreichendere Konsequenzen: 2013 führten unbedachte Äußerungen, die per Twitter-Nachricht verbreitet wurden, mehrfach zu Entlassungen der verantwortlichen Urheber durch ihre Arbeitgeber. So erging es zwei Besuchern der Entwicklerkonferenz PyCon (eine Geschichte mit mehreren Ebenen), dem einstigen Technikchef des Onlinemagazins Business Insider Pax Dickinson sowie der PR-Beraterin Justine Sacco. Glimpflicher davon kamen der Professor Geoffrey Miller, der für einen als beleidigend empfundenen Tweet von seiner Universität “nur” mit einer Reihe von Sanktionen belegt wurde, sowie der amerikanische Startup-Guru Paul Graham, der sich in den vergangenen zwei Monaten gleich zweimal mit provokativen Aussagen in die Brennnesseln setzte und daraufhin in sozialen Medien kräftig in die Kritik geriet. » weiterlesen