Thema: simfy

 

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Schrumpfkurs:
simfy stellt den Standort Köln in Frage

Bei simfy stehen Einschnitte bevor: Das Startup erwägt die Schließung des bisherigen Firmensitzes in Köln. Künftig soll die Musik aus Berlin kommen – mit einem deutlich kleineren Team.


English summary at the end of the article.

Spätestens als Spotify vor einem Jahr den deutschen Markt betrat und ein für Desktop-Nutzer nur mit geringen Einschränkungen versehenes Gratisangebot für On-Demand-Musikstreaming vorstellte, wurde es eng für den hiesigen Wettbewerber simfy. Schon in den Monaten zuvor sahen sich die Kölner gezwungen, ihr kostenfreies Paket Schritt für Schritt zu begrenzen. Im April 2012, kurz nach dem Markteintritt von Spotify, zog das Startup aus dem Rheinland komplett den Stecker der Free-Version. Die ganz großen Expansionspläne waren damit Geschichte. Ende vergangenen Jahres verließen die simfy-Gründer Christoph Lange und Steffen Wicker das Unternehmen. Firmenchef Gerrit Schumann, der seit 2011 die Geschicke des Startups leitet, wollte dies jedoch nicht als Zeichen eines voranschreitenden Niedergangs verstanden wissen: “Wir bereiten uns auf massives Wachstum vor”, so seine damalige Ankündigung. Sein Versprechen, im Frühjahr 2013 grundauf überarbeitete simfy-Apps veröffentlichen zu wollen, hielt er – vor wenigen Wochen war es soweit.

Andere Meldungen aus dem Hause simfy lassen jedoch Zweifel daran aufkommen, dass es mit dem Musikdienst nun tatsächlich kräftig bergauf geht: Aus gut informierten Kreisen wurde uns zugetragen, dass das Startup eine Schließung des Kölner Firmensitzes und eine Konzentration auf den Berliner Standort in Erwägung zieht. Dieser wurde Ende 2012 eröffnet und wird vom damals neu verpflichteten CFO Alexander Herbst geleitet. Berlin sei ein wichtiger Standort für simfy in Deutschland mit direktem Zugang zu wichtigen Netzwerken und Ressourcen, so die damalige Begründung von CEO Schumann zur Hauptstadt-Dependence. Daran, dass die Präsenz eines Musikdienstes wie simfy in der deutschen Kreativhauptstadt sinnvoll ist, gibt es wenig in Frage zu stellen. Nun soll aus dem bisher kleinen Büro nach unseren Informationen die Zentrale des Unternehmens werden. » weiterlesen

Musikstreaming:
Deezer kämpft mit Kostenlosangebot gegen die Konkurrenz

Mit einem neuen Gratis-Angebot macht Deezer Menschen in 150 Ländern eine Musikflatrate schmackhaft. Die Franzosen fordern damit auch Mitbewerber heraus und präsentieren sich als ein potenzieller Übernahmekandidat.

Der noch junge Markt für Musikstreaming ist zunehmend umkämpft. Die Dienste übertrumpfen sich mittlerweile bei der Zahl verfügbarer Titel, mit immer besseren Funktionen und neuerdings auch wieder mit Kostenlosangeboten. Der französische Anbieter Deezer hat heute angekündigt, seinen Kunden in 150 Ländern einen kostenlosen Zugang zu seinem Angebot zu gewähren. In Deutschland und Österreich soll er zwölf Monate gültig sein. Das dürfte viele Menschen rund um den Globus dazu bewegen, Musikstreaming erstmalig auszuprobieren. » weiterlesen

Linkwertig:
Holzhändler, Startups, Umfragen, Simfy

Zeitungskrise
Wer gestern Rivva besuchte, wurde mit der Sinnstiftung der Krise einer ganzen Branche konfrontiert: dem Zeitungssterben und dem damit verbundenen Ende des selbstgewählten Winterschlafs. Die meisten Selbstreflexionen üben sich in Zweckoptimismus:

“Wir sind keine Holzhändler, es geht um den Inhalt, nicht um die Form”

» Das Blatt wendet sich
» Der Journalismus hat das Beste noch vor sich

 

ACTA
Techdirt geht der Frage nach, warum gerade Polen eine so entscheidende Rolle im Widerstand gegen ACTA spielte.

» Why Was It Poland That Led The European Revolt Against ACTA?

 

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simfy-CEO Gerrit Schumann:
“Wir bereiten uns auf
massives Wachstum vor”

Die simfy-Gründer Christoph Lange und Steffen Wicker verlassen den Kölner Streamingdienst für Musik. CEO Gerrit Schumann betont, dass dieser Schritt lange geplant war, und erklärt, dass sich der Service trotz einiger Herausforderungen auf massives Wachstum vorbereitet.

Wie am Samstag berichtet, verlassen die Gründer des deutschen On-Demand-Musikdienstes simfy das Kölner Unternehmen. Am Freitagnachmittag gaben Christoph Lange und Steffen Wicker dies in einer persönlichen Mail bekannt, ohne dass dazu von Seiten simfys bereits eine offizielle Stellungnahme existierte. Die Nachricht vom Weggang des Duos warf eine Reihe von Fragen auf, unter anderem, wie es überhaupt um simfy steht. Hohe Lizenzgebühren und ein harter Konkurrenzkampf setzen dem Startup seit längerem zu. Jetzt hat simfy-CEO Gerrit Schumann uns einige Fragen zur aktuellen Lage bei simfy beantwortet.

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Musikstreaming:
Die simfy-Gründer gehen von Bord

Christoph Lange und Steffen Wicker, die zwei verbliebenen Gründer des deutschen Spotify-Konkurrenten simfy, verlassen das Unternehmen und wollen ein neues Startup aufbauen. Der Schritt kommt nicht unerwartet.

Früher oder später heißt es für die meisten Startup-Gründer, sich von ihrem Baby zu verabschieden. Nur sehr wenige Entrepreneure bleiben auf unbestimmte Zeit bei ihrem Unternehmen. Zumeist verlassen Gründer im Internetsektor ihre Firmen spätestens dann, wenn sämtliche im Rahmen eines Verkaufs vertraglich geregelten, zur vollständigen Inanspruchname der vereinbarten Summe festgelegten Fristen abgelaufen sind (“Vesting“) – und manchmal auch schon vor einem Exit.

So ist es nun der Fall beim deutschen Spotify-Konkurrenten simfy. Zum klassischen Zeitpunkt der Bekanntgabe einer derartigen Nachricht – am aufmerksamkeitsschwachen Freitagnachmittag – gaben die zwei verbliebenen simfy-Gründer Christoph Lange und Steffen Wicker in einer Mail ihren Abschied von dem Kölner Startup bekannt. Nach sieben Jahren an der Spitze des 2005 als Studentenprojekt begonnenen Dienstes wollen die Zwei eine neue Firma gründen. Auch kündigen sie an, junge Gründer und Startups künftig beim Aufbau ihrer Aktivitäten helfen zu wollen.

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simfy und Spotify:
Werbefinanziertes On-Demand-Streaming bleibt Verlustbringer

Rund einen Cent zahlt simfy pro von Nutzern der kostenfreien Version angehörtem Song an GEMA und Labels. Mit Werbung lässt sich dies nicht refinanzieren, erklärt Mitgründer Steffen Wicker die jüngsten Einschnitte beim Gratisangebot des Kölner Musikdienstes.

Ende der vergangenen Woche gab der Kölner On-Demand-Musikdienst simfy bekannt, sein kostenfreies Angebot simfy Free nur noch für die ersten zwei Monate nach einer Registrierung bei dem Dienst anzubieten. Wer danach weiterhin Songs in voller Länge und ohne zeitliche Begrenzung anhören möchte, muss für monatlich 4,99 Euro oder 9,99 Euro simfy Premium oder simfy Premium Plus erwerben. Im Angesicht der Tatsache, dass Spotify vorläufig unbegrenztes Gratisstreaming offeriert, muss der Schritt der Rheinländer als Eingeständnis gewertet werden, nicht gegen den ebenfalls noch unprofitablen, aber finanzstarke Wettbewerber ankommen zu können.

Ich hatte die Gelegenheit, mich kurz mit simfy-Mitgründer und CIO Steffen Wicker über die Hintergründe der Entscheidung zu unterhalten. Letztlich können diese auf einen einfachen Fakt heruntergebrochen werden: Das Gratisangebot läßt sich auch nach Jahren nicht kostendeckend durch Werbeeinblendungen refinanzieren. Nach den Worten von Wicker kommt zu der von der Verwertungsgesellschaft GEMA pro gestreamtem Song eingeforderten Lizenzgebühr von 0,6 Cent noch der Anteil, der an die Labels abgeführt werden muss. Dieser variiert zwar, aber insgesamt kann mit Lizenzkosten von rund einem Cent pro Titel gerechnet werden, der von einem Nutzer im Rahmen eines kostenfreien Angebots angehört wird, so Wicker.

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Musikdienste:
simfy verabschiedet sich vom Freemium-Modell

Nach dem Start von Spotify in Deutschland stellte sich die Frage, wie der lokale Konkurrent simfy auf das unbegrenzte Gratisangebot des Neulings reagieren würde. Heute liefern die Kölner die Antwort: mit dem endgültigen Rückzug in die Nische der Bezahlanbieter.

Ende November erläuterten wir, wie der On-Demand-Musikdienst simfy mit Einschränkungen bei seinem Gratisangebot nahezu kapitulierte und Spotify, dessen bevorstehender Deutschlandstart schon damals ein offenes Geheimnis war, den Markt überließ. Damals minimierten die Kölner die Möglichkeiten der kostenfreien Nutzung von simfy, indem diese (nach den ersten zwei unbegrenzten Monaten) nur noch fünf statt 20 Stunden pro Monat umfasste.

Mitte März dann gab Spotify sein lange erwartetes Debüt in Deutschland – und überraschte mit einem vorläufig unlimitierten Angebot auch für Anwender der werbefinanzierten Gratisversion. Stach simfy zuvor als einziger hierzulande verfügbarer On-Demand-Dienst mit Gratiskomponente noch aus der Schar der kostenpflichtigen Musikflatrates heraus, sah das Angebot der Rheinländer nach dem Markteintritt von Spotify plötzlich mickrig aus. Wie würde simfy, das kurz zuvor eine erneute Kapitalspritze erhalten hatte, auf das Konkurrenzangebot reagieren?

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Kurz vor Spotifys Deutschland-Start:
simfy erhält erneut Kapitalspritze

Beobachter der digitalen Musiklandschaft in Deutschland erwartet eine spannende Woche. Der Kölner On-Demand-Dienst simfy macht den Anfang und verkündet eine erneute Kapitalspritze sowie das Bestreben, im zweiten Quartal die Profitabilität zu erreichen.

Diese Woche dürfte für Beobachter der digitalen Musiklandschaft in Deutschland äußerst spannend werden. Sofern unsere vor zwei Wochen exklusiv verkündeten Informationen stimmen, wird der populäre schwedische Streamingdienst Spotify am morgigen Dienstag (oder im Laufe der Woche) sein lange erwartetes Deutschland-Debüt geben (Nachtrag: mittlerweile ist dies bestätigt). Außerdem hält die Verwertungsgesellschaft GEMA – deren fehlende Einigung mit Spotify bisher einen Launch hierzulande verhindert hat – ebenfalls morgen ihre jährliche Bilanz-Pressekonferenz.

Der deutsche Spotify-Konkurrent simfy will jedoch nicht alle Aufmerksamkeit dem Wettbewerber aus dem Norden überlassen. Das Kölner Startup wird heute eine neue Finanzierungsrunde bekannt geben. Die bisherigen Investoren Earlybird Venture Capital, Dumont Venture, NRW.BANK und Klaus Wecken pumpen abermals einen einstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen. Insgesamt hat simfy damit rund 30 Millionen Euro Risikokapital aufgenommen – für ein junges deutsches Webunternehmen eine Seltenheit. » weiterlesen

Verwirrung um neue Streaming-Tarife für Freemium-Dienste:
Die GEMA hat sich geirrt

Unmissverständlich bestätigte uns die GEMA zweimal, dass auch Freemium-Musikangebote von dem vorteilhaften BITKOM-Gesamtvertrag berücksichtigt werden. Nun ließ uns ein Sprecher wissen, dass man sich geirrt habe. simfy-CEO Gerrit Schumann kritisiert unterdessen den neuen Tarif für werbefinanzierte Streaming-Dienste.

Gestern berichteten wir über den neuen GEMA-Tarif für werbefinanzierte Musikdienste und verwiesen auf die Aussage eines GEMA-Sprechers, der uns erklärte, dass Freemium-Angebote wie simfy, Spotify etc. bereits vom vor zwei Wochen vorgestellten Gesamtvertrag mit dem BITKOM zu entgeltpflichtigen Musikangeboten umfasst werden, und dass dementsprechend die darin definierten, pauschalen Lizenzgebühren pro Nutzer und Monat gelten.

Das unmissverständliche Zitat des Sprechers, das wir per Mail vorliegen haben: “Streaming-Dienste auf Freemium-Basis werden von der Vereinbarung mit dem Bitkom abgedeckt. Lediglich rein werbefinanzierte Dienste betrifft der neue Tarif”. Schon vor zwei Wochen erklärte uns ein anderer GEMA-Sprecher mit ähnlicher Wortwahl, dass die BITKOM-Vereinbarung auch für Freemium-Angebote gelte und lediglich für komplett werbefinanzierte Anbieter ein eigener Tarif zum Tragen käme.

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Erneute Einschnitte bei der Gratis-Version:
simfy kapituliert und
macht Platz für Spotify

Zwei Monate nach der Begrenzung der Hördauer für Gratisnutzer sieht sich simfy zu noch größeren Einschnitten gezwungen. Das Kölner Startup übergibt den D-A-CH-Markt damit nahezu kampflos an Spotify.

Gut zwei Monate ist es her, dass der Kölner On-Demand-Dienst simfy für seine kostenfreie Basisversion eine Begrenzung von 20 Musikstreaming-Stunden pro Monat eingeführt hat. Wem das nicht genügte, der musste für 4,99 bzw. 9,99 Euro ein kostenpflichtiges Paket erwerben.

Dieser Schritt verwunderte kaum, passte sich simfy damit der für vergleichbare internationale Online-Demand-Musikangebote zum Standard gewordenen Preis- und Produktgestaltung an.

Umso überraschender kommt die jüngste Ankündigung des Startups aus dem Rheinland: Kaum hatten sich Nutzer der Free-Version an das 20-Stunden-Limit gewöhnt, verringert simfy dies erneut auf nun nur noch fünf Stunden pro Monat. Zudem sind besondere “Premium-Titel” fortan lediglich Bezahl-Mitgliedern vorbehalten. Anwender von simfy Free können sich von diesen lediglich eine 30-sekündige Vorschau anhören.

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