Alle 5 Artikel zum Thema SaaS auf netzwertig.com:
Wappwolf will häufig durchgeführte Arbeitsprozesse mit Hilfe von zu Workflows verbundenen Apps in der Cloud automatisieren. Um besseren Zugang zu Kapital zu erhalten, verlagert das Startup aus Wien sein Hauptquartier ins Silicon Valley.
Trotz aller Aufbruchstimmung auf dieser Seite des Atlantiks: Das Silicon Valley ist nach wie vor die erste Adresse, was Unternehmensgründungen im Internetbereich sowie die Maximierung globaler Erfolgschancen betrifft. Und manch europäisches Startup entschließt sich daher, die Koffer zu packen und an die US-Westküste zu ziehen.
Gerade unter Österreichern scheint dies eine populäre Alternative zum Verweilen in heimischen, risikokapitalarmen Gefilden darzustellen. Wir erinnern uns an Jajah, den 2005 von Roman Scharf und Daniel Mattes in Wien gegründeten VoIP-Dienst, der sechs Monate später mit einem millionenschweren Investmentversprechen von Sequoia Capital ins Silicon Valley umsiedelte (hier unser Interview mit Scharf)
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Wappwolf will häufig durchgeführte Arbeitsprozesse mit Hilfe von zu Workflows verbundenen Apps in der Cloud automatisieren. Das Startup aus Wien präsentierte sich diese Woche auf der Demo-Konferenz im Silicon Valley.
Die deutschsprachige Startup-Szene drängt ins Ausland. Was wir uns seit langem wünschen und in diversen Beiträgen entsprechend thematisiert haben, scheint tatsächlich zu geschehen. Zumindest kann man zu diesem Schluss kommen, betrachtet man die Zahl an Internetdiensten, die in den letzten Monaten mit einem Ansatz gestartet sind, der über den sonst üblichen Kernmarkt D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) hinaus geht.
Im Mai begeisterte das in Bremen entwickelte Musik-Startup UJAM das Publikum auf der TechCrunch Disrupt-Konferenz in New York. Vor einer Woche gab das aus Deutschland stammende, mittlerweile international führende Social Network für Wissenschaftler ResearchGATE eine Finanzierungsrunde mit Silicon-Valley-Schwergewichten bekannt. Junge Dienste wie loved.by (Review), TwentyFeet (Review) oder clickworker.com (Review) starten frühzeitig mit einem Fokus auf englischsprachigen Usern. Und diese Woche nun präsentiert sich mit Wappwolf ein österreichisches Startup auf der vom angesagten US-Blog VentureBeat ausgerichteten Demo-Konferenz im kalifornischen Santa Clara. Es liegt was in der Luft…
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Irgendwie wirkt die IT-Industrie – inklusive Internet-Sektor – nicht mehr so spannend wie auch schon. Die Luft scheint ein bisschen raus zu sein, das aus dem Innovationstempo. Steckt mehr dahinter als die aktuelle Wirtschaftskrise?
Wie die meisten Innovationen scheint die Marktdurchdringung von IT einer S-Kurve zu folgen. Die ersten Computer hatten sehr wenige Benutzer, vor allem grosse Firmen. Mit dem PC ist die Nutzung von IT in der Gesellschaft explodiert, hat Tempo gewonnen mit den benutzerfreundlichen grafischen Oberflächen und den Höhepunkt mit der Erfindung des World Wide Web erreicht. Aber jetzt scheint sie an Geschwindigkeit zu verlieren.
Eine stark vereinfachte Darstellung der langfristigen IT-Innovationskurve könnte etwa so aussehen:
Es gibt zahlreiche Anzeichen, dass der Informatiksektor Tempo verliert. Einige Beispiele:
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Die grössten Softwareunternehmen der Welt wurden alle lange vor den Zeiten des Internet gegründet. Aber viele dieser Riesen sind in Schwierigkeiten: Ihre Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr so wie früher. Die Spielregeln in der Softwarebranche sind gerade daran, sich fundamental zu ändern — durch “Software as a Service” aus dem Internet.
SaaS: Enterprise-Software über's Web statt von den eigenen Servern.
Wer “Software” hört, denkt vermutlich zuerst an Word und Excel, iTunes, Firefox oder andere Programme für Enduser. Solche Clientsoftware stellt aber nur einen recht kleinen Teil des Marktes dar. Der Löwenanteil der Umsätze mit Software wird mit Lösungen für Unternehmen erzielt. In dieser Top-Liga spielen Konzerne wie Oracle, SAP oder CA, aber auch die Unternehmenssoftware-Abteilungen von IBM, Microsoft, HP oder EMC.
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Software as a Service — webbasierte Anwendungen à la Google Docs oder Salesforce.com — sind im Moment der heisseste Trend in der Softwarebranche. Aber am nächsten Schritt wird schon fleissig gebastelt: Voll webbasierte Entwicklungsplattformen, die das Potential haben, Windows als dominantes System abzulösen.
Kaum eine Woche vergeht derzeit ohne Ankündigung einer neuen webbasierten API-Plattform. Gerade in den letzten drei Tagen haben MySpace, Facebook und Google ihre neuen APIs für die breitere Nutzung ihrer Social-Networking-Funktionalitäten vorgestellt. An allen Ecken und Enden spriessen die webbasierten Programmierplattformen aus dem Boden. Kein Wunder, schliesslich verdankt zum Beispiel Facebook seinen Erfolg nicht zuletzt dem pionierhaften Schritt, seine APIs für externe Entwickler zu öffnen.
Aber die Gründe für das Rennen um eine starke Position bei Web-Plattformen reichen wesentlich tiefer als nur zum Wettstreit um das grösste Social Network. Wer die dominante Plattform kontrolliert, verdient das meiste Geld, so die herrschende Meinung in der IT-Branche. Beispiele dafür gibt es reichlich: IBMs System/360 im guten alten Mainframe-Zeitalter, Sonys Playstation, der iPod, Ciscos Routersoftware — all diese Plattformen haben ihren Eigentümern enorme Gewinne beschert und ganze Sub-Branchen geschaffen, die Produkte für diese Plattformen bauen, Dienstleistungen dafür anbieten oder als Verkaufskanal wirken. Das ganz grosse Vorbild heisst natürlich Wintel. Die Plattform-Allianz zwischen Microsoft und Intel dominiert den PC-Markt so umfassend, dass für die eigentlichen PC-Hersteller nur noch sehr dünne Margen übrigblieben. Microsoft und Intel kassierten den Löwenanteil der Gewinne, weil sie die Plattform kontrollieren, an die sich alle anderen anpassen mussten.
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