Alle 25 Artikel zum Thema ringier auf netzwertig.com:
Youme.net, das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags, wird auf Eis gelegt.
persoenlich.com schreibt:
Wie Ringier-Sprecher Stefan Hackh gegenüber “persoenlich.com” bestätigt, sei die Mitmach-Plattform vorläufig auf Eis gelegt. Inhaltlich könnten die User die Plattform zwar weiterhin nutzen, moderiert und aktiv begleitet werde die Seite seit anfangs Jahr allerdings nicht mehr. Das Projekt generierte zuwenig Interesse, lautet das offizielle Statement.
Die Site bleibt online, Ringier will aber kein Geld mehr in youme.net stecken. Ob so ein unbeaufsichtigter Wildwuchs lang gut gehen wird, bezweifle ich stark. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, dass youme.net noch vor Jahresende komplett abgeschaltet wird.
Wir waren bereits im November letzten Jahres skeptisch ob der Erfolgschancen von youme.net:
Dem Projekt fehlt seit Beginn etwas, das dem Nutzer einen Mehrwert gibt – nur die Aussicht, sich von Animateuren unterhalten zu lassen und seine Inhalte mit anderen Menschen aus der Deutschschweiz zu teilen, begeisterte offenbar keine grössere Gruppe. Die Frage, warum man genau dieser Community hätte beitreten sollen, konnte nie beantwortet werden.
(via Mail, danke Ronnie!)
Die Verlage Edipresse und Tamedia führen ihre Schweizer Geschäfte zusammen, bis zum Jahr 2013 soll die Fusion komplett sein. Internationale Aktivitäten der Edipresse sind ausgeschlossen.
Die Nachricht des Tages: Tamedia (unter anderem Tages-Anzeiger, 20 Minuten) und Edipresse (unter anderem Le Matin, 24 heures) schließen ihre Schweizer Geschäfte zusammen. Die Fusion soll in drei Schritten stattfinden, zunächst wird Tamedia 49,9 Prozent an Edipresse übernehmen, bis 2013 sämtliche Aktien. Dafür wird Edipresse bedeutender Aktionär von Tamedia. Internationale Aktivitäten von Edipresse sind davon nicht betroffen.
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Glückwunsch zum 65. Geburtstag: medienlese.com-Autor Ronnie Grob hat dem Schweizer Alphajournalisten Frank A. Meyer einen Brief geschrieben.
Gratulation, Würdigung – und Kritik: Ronnie hält Frank A. Meyer die eigenen Ansprüche an den Journalismus vor und fragt, inwiefern diese denn bei “seinem” Verlag Ringier noch gelten. Den ganzen Brief gibt es in Ronnies Blog, hier ein Auszug:
“Sie prangern an, dass Journalisten nicht mehr raus gehen, keine Meinung mehr haben. Richtig, meine Rede! Ist Ihnen aber schon aufgefallen, dass das besonders in dem Ihnen doch sehr nahe stehenden Ringier-Verlag der Fall ist? Dass genau dort alle, die mitarbeiten und über die geschrieben wird, perfekt zurechtgeschliffen werden und dann sind? Und darum alle irgendwann glänzen wie der Kopf von Marc Walder? Dass Sie, jedenfalls in der Führungsebene, eines der letzten selbständig denkenden und lebenden Elemente waren in diesem Verlag? Sie wissen schon: Menschen! Nicht so gesichts- und charakterlose Manager…”
Mehr über die Wunschwelt-Blasen des Linkspopulisten Frank A. Meyer hier auf medienlese.com.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Zeitungskrise? Ein Chefredaktor auf einer Veranstaltung in Zürich wollte davon nicht viel wissen: Eigentlich gehe es noch erstaunlich gut. Trotzdem werden in Schweizer Verlagen gerade Stellen abgebaut.
Gestern Abend waren sich die Medienschaffenden auf dem Podium einer Veranstaltung von News Aktuell in Zürich beinahe einig: Inhalte zählen, Qualität setzt sich durch – und so dramatisch sei der der Niedergang der Zeitung dann doch nicht, so zumindest Norbert Neininger, Verleger und Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten. Allerdings: Zur gleichen Zeit wurde offenbar bei der NZZ telefoniert, nicht alle Mitarbeiter können wohl weiter beschäftigt werden.
Also doch eine Zeitungskrise? Am Mittwoch, keine 24 Stunden später, dann weitere “undramatische” Nachrichten: Bei Ringier, der Weltwoche und bei der Gassman AG werden Stellen abgebaut. Bei Ringier fallen 22 Stellen weg, davon 6 durch Frühpensionierungen, berichtet persoenlich.com. Vor allem der Blick sei betroffen, allein hier sollen acht Stellen wegfallen, davon zwei bei Blick Sport.
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Youme.net sollte das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags werden. Eine Community, die irgendwie alles sein will: YouTube, Myspace, Flickr, Facebook. Doch trotz umfangreichen Investitionen finden sich keine Nutzer.
Youme.net, das “swiss social media network”, ging am 18. April 2007 erstmals als Beta-Version online, im August 2007 wurden Inputs zu einem Relaunch verarbeitet. In der Anfangszeit waren sehr viele Mitarbeiter bei youme.net beschäftigt, die sozusagen als Animateure die echten Nutzer zur Website führen sollten. Das klappte nicht schlecht und es entstanden viele Inhalte, auch wenn ab und zu der Eindruck entstand, es seien mehr Angestellte als Besucher auf der Website.
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Eine Nachrichtenzentrale, sie alle zu binden: Der Ringier-Verlag richtet einen gemeinsamen Newsroom ein. Als erstes sollen die Blick-Redaktionen zusammengelegt werden. Ein internes Memo feiert das Vorhaben – doch die Mitarbeiter sind skeptisch.
Noch werden die verschiedenen Ausgaben von Ringiers Boulevard-Postille –
Blick,
SonntagsBlick,
Blick Online und
Blick am Abend – getrennt voneinander gemacht. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Redakteure, die teilweise sogar schon im selben Raum sitzen, sollen künftig gemeinsam an den
Blick-Ausgaben arbeiten. Ringier plant bis Januar 2010 einen “integrierten Newsroom” einzurichten. Nach dem
Blick sollen auch die Wirtschafts-Gratiszeitung
Cash Daily hinzukommen – und so weiter. Die
Sonntagszeitung schrieb am 28. September, künftig müsse jeder Journalist für mindestens zwei Publikationen schreiben können. Auch persoenlich.com berichtete, am
28. und am
4. September.
» weiterlesen: Das interne Memo und die Reaktion der Journalisten
Ghostwriter, so der Vorwurf des Schweizer Oppositionspolitikers Christoph Blocher, hätten im Auftrag des Ringier-Verlags Reden für Bundesräte geschrieben – die dann in den eigenen Medien gelobt wurden.
In seinem wöchentlich erscheinenden Videoblog erzählt der ehemaliger Schweizer Justizminister Christoph Blocher
diese Woche, wie er 1979 als
neu gewählter Parlamentarier von
Frank A. Meyer zum Essen eingeladen wurde (ab Minute 16). Meyer habe ihm damals Unterstützung der Publikationen des Ringier-Verlags zugesichert, wenn er diese oder jene politische Position einnehmen würde.
Ab Minute 17 wirft er dem Ringier-Verlag Korruption vor:
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Google feiert Geburtstag, Carl Just stand vor dem Arbeitsgericht, Springer war einkaufen und in Österreich kämpft “Onkel Hans” für Meinungspluralismus.
Das Bild der Woche: Diese beiden sympathisch aussehenden jungen Herren haben heute vor zehn Jahre die Suchmaschine Google gegründet. Mittlerweile sucht jeder zweite im Internet mit Google und das Medienunternehmen weiß praktisch alles über alles und jeden, dominiert das Werbegeschäft im Internet, bietet diverse praktische Programme und Dienste an – und hortet das Wissen der Welt sowie die Daten der Google-Nutzer in riesigen Computeranlagen rund um den Globus, die Unmengen Energie benötigen. Die schiere Konzentration von Datenmacht läßt sich nur noch wegen des inoffiziellen Firmenmottos ertragen: “Don’t be evil.”
Carl Just, ein ehemaliger Kriegsreporter stand mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Ringier diese Woche vor Arbeitsgericht – was viele Berichte von schweizer Medien nach sich zog. Die Rundschau des Schweizer Fernsehens zeigte einen Bericht (Video, 11:37 Minuten), der sich damit begnügte, ausschliesslich die Version des Reporters darzustellen. Was Marc Walder, Chef von Ringer Schweiz, zurecht eine “eine äusserst bescheidene journalistische Leistung” nannte. Der Journalist, der vom als äusserst sozial bekannten Verlag “Schadenersatz und Genugtuung in Höhe von 200′000 Franken wegen Verletzung der Fürsorgepflicht” verlangte, erlangte vor Gericht einen Vergleich. Obwohl dieser noch keine Rechtskraft hat, wusste tagesanzeiger.ch bereits, dass es sich um eine hohe Entschädigung handelt (ohne diese Behauptung im Text näher zu erläutern). Das Video dazu:
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Jetzt kommen die Luxus-Ökos doch noch zu ihrer Zeitschrift: In der Schweiz startet Ringier SI Gruen als Beilage der Schweizer Illustrierten.
Während Burdas Ivy sich nach zwei Ausflügen an den Kiosk mittlerweile selber als “neues Online-Magazin” bezeichnet, lässt Ringier drucken: Am 27. Oktober startet SI Gruen, das “erste grüne Lifestyle Magazin der Schweiz”. Richtig beweisen muss sich das Heft am Kiosk allerdings nicht, es erscheint als Dreingabe der Schweizer Illustrierten. Damit erreicht SI Gruen aus dem Stand eine verkaufte Auflage von rund 225.000 Heften, die Kommunikationsabteilung freut sich schonmal über ein “Millionenpublikum”.
Vier bis sechs Ausgaben des Magazins sind nach Angaben des Verlags für das kommende Jahr geplant. Das von einem Team um Urs Heller, Verlagsdirektor der Schweizer Illustrierten, entwickelte Heft soll “lustvoll und glaubwürdig über den gegenwärtigen Megatrend des ‘green lifestyle’” berichten.
Nur ein kleiner Schnitzer findet sich in der Medienmitteilung:
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Ratgeber und Einstiegshilfe in Sachen Unterhaltungselektronik soll Ringiers neue Online-Plattform E360 sein. Unser Schwesterblog netzwertig.com hat’s getestet …

“Entdecke die digitale Welt” heißt es auf der Ratgeber-Seite E360 von Ringier, Microsoft, Sony-Ericsson und Digitec. In Anlehnung an die fiktive Werbeköchin Betty Bossi, die den Schweizern seit den Fünfziger Jahren das Kochen erklärt, soll die Online-Plattform das “Betty Bossi der Unterhaltungselektronik” werden.
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