Thema: Reportage

 

Alle 8 Artikel zum Thema Reportage auf netzwertig.com:

Savianos “Gomorrha” (2):
Roberto Saviano und wie er arbeitet

Mit “Gomorrha” legte Roberto Saviano eine beeindruckende Recherche über die Mafia vor – eine Reportage in Buchform. Ronnie Grob ist mitgereist, vier Blogeinträge sind das Ergebnis.


Sieben Jahre Recherche: Bevor Roberto Saviano die ersten Zeilen von “Gomorrha” schrieb, arbeitete der studierte Philosoph mehrere Sommer auf Baustellen, als Lagerist am Hafen, zog durch die Pizzerias und Bars – und redete. Mit allen. Ein junger, mutiger Journalist also, doch einer, der sein Leben nicht mehr frei leben kann. Einer, der wegen dem, was er veröffentlicht hat, gejagt wird bis ans Lebensende. Dabei wird er erst 30 Jahre alt, am 22. September. Er arbeitet als freier Journalist regelmässig für la Repubblica oder L’Espresso, schrieb aber auch schon für die Washington Post oder Time.

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Sechsmal um den Blog:
Reporter vor Ort

Reportagen bei unserer Blogschau: Wir stellen sechs Websites vor, auf denen Erlebnisse und Geschichten von vor Ort gebloggt werden.

Was man verspricht, muss man halten: Unserem Kommentator David hatte ich zugesagt, die nächste Folge dieser Reihe einfach mal zum Thema ‘Reportagen im Netz’ zu stricken. Voilà!

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Dichtung und Wahrheit:
Als es noch Reporter gab

Egon Erwin Kisch ist die Reporter-Legende schlechthin, lange trug der wichtigste deutsche Journalistenpreis seinen Namen. Er konnte nicht nur schreiben – er konnte auch Geschichten erfinden.

Egon Erwin Kisch und Henri Nannen (Public Domain und Keystone)
Egon Erwin Kisch und Henri Nannen (Public Domain und Keystone)

Henri Nannen rief den Egon-Erwin-Kisch-Preis im Jahr 1977 ins Leben, mitten im ‘deutschen Herbst’. Einige Jahre nach Nannens Tod, im Jahr 2005, konnte die deutsche Publizistik dann endlich den Skandal beenden, dass nämlich der wichtigste deutsche Journalistik-Preis von einem allzu sprachversessenen und unverantwortlichen Stern-Verleger auf den Namen eines waschechten Kommunisten und DDR-Apologeten getauft worden war. Der Hofsänger des Neopatriotismus Matthias Matussek als Träger des Egon-Erwin-Kisch-Preises – das klang für viele Ohren wirklich putzig.

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Greatest Stories:
Esquire verschenkt Artikel

Beslan, 9/11, Vietnam: Das amerikanische Magazin Esquire feiert 75. Geburtstag und verschenkt sieben herausragende Artikel auf seiner Website – einige davon sind erstmals online zugänglich.

“Oh my God – we hit a little girl.” Diese schreckliche wie legendäre Zeile stand im Oktober 1966 auf dem Cover des Esquire, John Sack schrieb für das Magazin einen Artikel über eine Kompanie amerikanischer Soldaten. Der Reporter hat sie begleitet, vom Training zu Hause bis nach Süd-Vietnam aufs Schlachtfeld. Der Text “M”, benannt nach dieser Kompanie, ist einer von sieben, die anlässlich des 75. Geburtstags des Hefts präsentiert werden. Nachzulesen sind gewaltige Geschichten, aufwendig recherchiert und meisterhaft aufgeschrieben, die noch heute lesenswert sind.

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Reporter-Forum:
“Büro, Bierzelt, Bundestag”

Erzählen, was ist: In den Workshops des Reporter-Forums geben Journalisten intime Einblicke in ihre Arbeit und geben Tipps für die Praxis. Mitschnitte der Veranstaltung gibt es nun im Internet.

Und dann aufschreiben: Tipps dazu gibt es beim Reporter-Forum (Bild Bombardier, Creative-Commons-Lizenz)Wie schreibt man eine gute Reportage? Auf einem Workshop gaben Journalisten von Spiegel, Zeit, Geo, brand eins, Stuttgarter Zeitung und der Agentur Zeitenspiegel Tipps für die Reporter-Praxis. 200 Journalisten waren zu der Veranstaltung im Mai gekommen – jetzt gibt es Audio-Mitschnitte der Veranstaltung zum Download auf der Webseite des Reporter-Forums. Zu empfehlen ist zum Beispiel die Aufnahme des Workshops “Die politische Reportage” von Dirk Kurbjuweits, Leiter des Berliner Spiegel-Büros:
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Reportage über “böses Tessin” gewinnt Egon-Erwin-Kisch-Preis

Herausragende journalistische Leistungen wurden Freitagabend in Hamburg mit dem Henri-Nannen-Preis gekürt. Wir analysieren, warum die “krasseste” Reportage zu Recht gewonnen hat und welche Geschichten außerdem erwähnt werden sollten.

Von Oliver Graf, Reportagenblog

Sabine Rückert: Wie das Böse nach Tessin kam (Bild Keystone)Der diesjährige 31. Egon-Erwin-Kisch-Preis geht an Sabine Rückert. Die Auszeichnung, die seit vier Jahren im Henri-Nannen-Preis aufgehoben ist, erhält sie für ihre Reportage über einen 17-jährigen Jugendlichen, Felix, wohnhaft in dem kleinen Dorf Tessin in Mecklenburg. Es ist die Geschichte eines Doppelmordes. Die Opfer sind zwei Nachbarn, Eltern eines Klassenkameraden. Beide sterben durch brutale Messerstiche. Felix D. ist ihr Mörder, verurteilt am 12. Juli 2007 vom Landgericht Schwerin, zusammen mit Torben B. seinem Kollegen und Gehilfen.

Nach Meinung der Jury ist die Reportage “Wie das Böse nach Tessin kam” (erschienen am 21.06.2007 in der Zeit)

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Reporter über Reportagen

Jetzt anmelden: Das Reporter-Forum lädt zu einem Workshop nach Hamburg ein. Journalisten vom Spiegel, der Zeit, Geo, brand eins, Stuttgarter Zeitung und der Agentur Zeitenspiegel geben ihr Wissen weiter.

Journalistin
Schließlich schreiben (Bild Bombardier)

Der Fahrstuhl fährt nur bis in den elften Stock, danach geht es über eine kleine Treppe weiter, vorbei an einem Bild Rudolf Augsteins. Hamburg, Spiegel-Hochhaus, 12. Stock. Der Große Konferenzsaal. Hier soll am 23. Mai stilvoll der zweite Workshop des Reporter-Forums beginnen. Am Freitag und Sonneband gibt es in 18 Workshops Tipps für die Reporter-Praxis und gute Reportagen. Moderiert und geleitet werden die Workshops von bekannten Journalisten. Die Teilnehmer sind ausdrücklich eingeladen, ihre eigenen Reportagen mitzubringen – gerade auch, wenn sie noch nicht ausgefeilt und fertig zum Druck sind. Seit heute 10 Uhr kann man sich für die Veranstaltung anmelden.

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Niklaus Meienberg (Teil 4):
“Gefühle beim Öffnen der täglichen Post”

Heute erhält man Kommentare, doch früher erhielt man richtige Post – und dabei war nicht immer nur Papier, sondern manchmal auch Fäkalien im Glas. Niklaus Meienberg schildert seine Gefühle beim Erhalt dieser Rückmeldungen.

“Gefühle beim Öffnen der täglichen Post und Hinweis auf das ‘Interstellar Gas Experiment’ (Ein Tagebuch)”, so heisst der gesamte Titel des Artikels, der sich zwischen den Seiten 74 bis 85 im Sammelband Reportagen I entspinnt. Gleich zu Beginn wird ein Beispiel eines Leserbriefs, wie ihn Meienberg erhielt, erwähnt. Die durchaus witzige Zuschrift lautet so:

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