Thema: RBB
Alle 5 Artikel zum Thema RBB auf netzwertig.com:
Wochenrückblick:
medienlese – der Wochenrückblick
Radio Multikulti und “Polylux” gestrichen, Mitarbeiter und Journalisten ausgeforscht, Verweigerer unerwünscht und Fußball-Quoten nur stabil.
Der RBB streicht “Polylux”, Moderatorin Tita von Hardenberg gibt Durchhalte-Parolen im Internet: “Von Polylux bleibt Polylog. Nach dem Fernsehen kommt das Netz.” Für das ebenso eingesparte Radio Multikulti machen sich unterdessen Unterstützer stark. Unser Kommentar: “Sparen am falschen Ende.”
Konzernsicherheit – ein Wort macht Karriere. Es hat etwas vom Sound aus alten Wallraff-Tagen, als deutsche Unternehmen bewaffnete Einheiten aufstellten. Diesmal wird nicht gleich geschossen, sondern elektronisch überwacht. Nach Lidl gibt es nun auch schwere Vorwürfe gegen Burger King. Mitarbeiter sollen intern bespitzelt worden sein, berichtet die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten. An Meldungen dieser Art hat man sich beinahe gewöhnt – wo eine Kamera, da auch Überwachung.
RBB:
Sparen am falschen Ende
Bar jeder Vernunft: Ausgerechnet Radio Multikulti und die Sendung “Polylux” fallen dem Sparkurs des RBB zum Opfer. Ein Kommentar.
Braucht Berlin sieben öffentlich-rechtliche Radiosender? Das ist die falsche Frage. Viel mehr sollte sich der RBB und letztlich die Politik überlegen, ob die Öffentlich-rechtlichen mit ihren Ressourcen mit Privatradios um die kaufkräftigen Zielgruppen konkurrieren sollte. Also ob sie den Massengeschmack, der von den Privaten abgedeckt wird, in allen Segmenten bedienen sollte. Oder ob die gebührenfinanzierten Sender nicht lieber jene Nischen und Ränder bedienen müsste, den die Privaten aus ökonomischen Gesichtspunkten gar nicht bedienen können:
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Roger Schawinski vs. RBB:
“Nur für Erwachsene”?
Was wie ein verspäteter Aprilscherz klingt, ist eingetroffen: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg verklagt Roger Schawinski wegen des Namens seines neuesten Senders!
Roger Schawinski ist ein Energiebündel und eckte immer schon an. Er hatte im Schweizer Fernsehen die Konsumentensendung “Kassensturz” (vergleichbar dem ARD Ratgeber) aus der Taufe gehoben und für den Migros-Konzern die Tageszeitung TAT.
Beide Projekte waren den Chefs von Schawinski zu kritisch und er musste gehen. Doch statt mit 33 Jahren brav Arbeitslosengeld zu beziehen, startete er einen “Piratensender” – Radio 24 aus Italien. Einem Schweizer muß man nicht mehr erzählen, der Rest kann die wilde Piratenzeit von Roger nachlesen.
Später war Roger Schawinski Programmchef von Sat.1. Jetzt macht er wieder Radio. Und wird prompt wieder als Pirat beschimpft, und zwar als die schlimmste Art von allen – als Markenpirat:
Das Joost-Drama
Warum das viel gepriesene Programm Zattoo nur Fernsehen von gestern ist und Joost allen Unkenrufen zum Trotz eine glorreiche Zukunft bevorsteht.
Die Technik ist längst vorhanden. Flüssige Bilder in guter Auflösung über das Internet. Für Millionen von Zuschauern. Sendungen auf Abruf, “on demand”, mit Pausetaste. Sogar Live-Sendungen sind mittlerweile möglich. Seit einem Jahr existiert mit Joost eine hervorragende technische Plattform. Gratis, finanziert über Werbung (die sich, dem Internet sei Dank, sogar personalisieren ließe).
Allein bei den Programmbesitzern und Rechteverwaltern ist die freudige Kunde vom Fernsehen der Zukunft anscheinend immer noch nicht angekommen. Deswegen sieht das Joost-Programm auch noch reichlich pubertär aus: Sexy Clips, Cartoons, Musik. Statt auf die zuschauerfreundliche Peer-to-peer Lösung der Skype-Macher Niklas Zennström und Janus Friis setzen sie lieber auf eigene Entwicklungen, warten erstmal ab oder probieren höchstens Zattoo aus.











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