Alle 51 Artikel zum Thema produktivität auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Verschiedene mobile Apps, darunter auch die neue Anwendung des Berliner Startups Mentor, wollen Menschen beim Erreichen der persönlichen Ziele unterstützen. Doch ihr Weg über die Schaffung extrinsischer Motivation hat Schwächen.
Den inneren Schweinehund zu überwinden, um als anstrengend wahrgenommene, aber im Nachhinein für das eigene Wohlbefinden oder die eigene Gesundheit positive Aktivitäten durchzuführen, ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Selbst wenn sie sich über die erstrebenswerte Langzeitwirkung von Besuchen im Fitnessstudio, der Einnahme gesunder Speisen oder der regelmäßigen Benutzung von Zahnseide im Klaren sind, reicht diese Erkenntnis häufig nicht dazu, um die kurzfristigen Einbußen in Komfort, Zeit und Spaß selbstverständlich hinzunehmen.
Schon seit längerem versuchen Startups, mit mobilen Applikationen bei diesem verbreiteten Problem unterstützend zur Seite zu stehen. Nach DidThis und Lift hat sich nun auch ein junges Berliner Startup der Aufgabe verschrieben, an der Verbesserung von Aspekten ihres Lebens interessierten Anwendern bei der Verwirklichung dieses Ziels zu helfen. Mentor nennt sich der von Lukas Kampfmann, Philipp Merlin Scharff, Jeremias Wolf and Niclas Rohrwacher gegründete Dienst, der ab Freitag offiziell als kostenfreie App für das iPhone bereit stehen wird. Eine unter mentor-beta.com zu findende Beta-Version kann bereits jetzt direkt vom iPhone aus installiert werden. » weiterlesen
Wer täglich Artikel schreibt oder anderweitig kreativ tätig ist, muss aktiv Maßnahmen treffen, um einfallsreich zu bleiben. Hier sind einige Beobachtungen aus und Ratschläge nach 2313 Blogbeiträgen.
Vor mehr als sechs Jahren schrieb ich meinen ersten Blogbeitrag. Dieser Text ist Artikel Nummer 2313. Von kurzen Phasen geringerer Aktivität und wenigen Urlaubswochen ausgenommen verging seit März 2007 kein Werktag, an dem ich nicht mindestens einen, zumeist aber zwei Beiträge verfasst habe. Zu Beginn für mein privates Blog, später dann für netzwertig.com. In dieser Zeit habe ich unheimlich viel gelernt. Vor allem, welche Maßnahmen ich ergreifen muss, um einen maximalen kreativen Output zu erreichen. Genau dieser ist essentiell, will man Tag für Tag lesenswerte, interessante, informative und inspirierende Texte publizieren. Dass einem gelegentlich die Ideen ausgehen, lässt sich freilich nicht vermeiden. Auch hilft eine gewisse analytische Veranlagung wahrscheinlich dabei, dass ich mich stets relativ schnell aus Phasen absoluter Einfallslosigkeit befreien kann. Doch davon abgesehen konnte ich dank meiner Erfahrungen der vergangenen sechs Jahre viel darüber herausfinden, welche Weichen ich stellen muss, um möglichst jederzeit einen effektiven Kreativitätsprozes zu aktivieren. Hier sind einige Empfehlungen und Ratschläge, mit denen sich die grauen Zellen dazu animieren lassen, Ideen für Texte und andere, Kreativität erfordernde Prozesse zu produzieren. » weiterlesen
Unsere heutige Sichtweise auf Arbeit ist problematisch. Neue Technologien sowie die Krise des Finanz- und Wirtschaftssystems zwingen uns zu weitreichenden Veränderungen.
In letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken über den Sinn der digitalen Technologie. Ohne Ziele, die wir mit der sich immer schneller drehenden Entwicklung erreichen wollen, würde technischer Fortschritt zum Selbstzweck werden und damit seine Existenzberechtigung verlieren. Eine angemessene Prämisse, die ich in diesem Artikel beschrieb, ist das Streben nach mehr Zufriedenheit durch den Einsatz moderner Technik. Heute möchte ich einen anderen Aspekt hervorheben, bei dem digitale Innovationen großen Nutzen stiften können: Arbeit.
Derzeit lassen sich zwei entgegengesetzte Prozesse beobachten: Auf der einen Seite führt die fortschreitende Automatisierung sowie die derzeitige Strukturkrise des europäischen, aber auch globalen Finanz- und Wirtschaftssystems zu einer um sich greifenden Massenarbeitslosigkeit. Auf der anderen Seite jedoch sind bei denjenigen, die sich in Lohn und Brot befinden und Karriere machen, verbreitete Überarbeitungs- und Überlastungserscheinungen zu beobachten. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz gaben zuletzt rund 50 Prozent der Befragten in einer Untersuchung an, Termin- und Leistungsdruck sowie ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge als Belastungsfaktoren zu empfinden. Kein Wunder, wird Erfolg in den meisten Industrienationen noch immer mit langen und intensiven Arbeitstagen gleichgesetzt. » weiterlesen
Es gibt viele Gründe, warum eine Förderung von alternativen Arbeitsformen, die keine permanente Präsenz im Büro des Arbeitgebers erfordern, sinnvoll ist. Wer trotzdem kein Argument findet, sollte im Berufsverkehr in Tokio mit der U-Bahn fahren.
Yahoo-Chefin Marissa Mayer bricht mit ihrer Entscheidung, bei dem Internetunternehmen das Arbeiten von zu Hause stark einzuschränken, um die Gemeinschaft und Zusammenarbeit zu verbessern, mit einem Trend. Der Schritt mag bei einer lange Zeit Auflösungserscheinungen zeigenden Firma wie Yahoo sinnvoll sein, oder er mag sich als großer Fehler herausstellen – die vielen Vorteile, die sich aus dem gelegentlichen Home Office für Arbeitnehmer, Firmen und die Umwelt ergeben, sind nicht von der Hand zu weisen. Ein Land, das ein besonders großes Interesse daran haben müsste, Angestellte gelegentlich aus den heimischen vier Wänden arbeiten zu lassen, ist mein derzeitiger Aufenthaltsort Japan.
Dieser Gedanke kam mir, als ich am gestrigen Montag nach meinem Interview mit Yukari Mitsuhashi mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in meine Unterkunft in einem südlichen Tokioter Vorort fuhr – zusammengepfercht zwischen anderen Pendlern, die nach dem Feierabend bei einem Konzern in der Innenstadt nun schnell nach Hause zu ihren Familien eilten. » weiterlesen
Das Berliner Startup Ask Geoffrey will vielbeschäftigten Personen gegen ein kleines Entgelt zeitraubende Aufgaben abnehmen.
Bisher läuft das mit meinem inoffiziellen Ziel, in diesem Jahr vor allem die Startups aus Berlin ins Rampenlicht zu befördern, die echte Probleme auf neuen Wegen zu lösen versuchen, ganz gut. Sowohl Credport als auch Blinkist und Winemeister erfüllen dieses Kriterium, selbst wenn damit allein nachhaltiger Erfolg natürlich noch lange nicht garantiert ist. Einem weiteren neuen Akteur aus der deutschen Hauptstadt könnte man nun attestieren, dass er nicht nur eine einzige Problemlösung bieten will, sondern ganz viele. Ask Geoffrey nennt sich ein im September 2012 gegründeter Dienst, er Anwendern nichts Geringeres verspricht, als ihnen virtuelle Erledigungen abzunehmen.
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Der Gedanke, einige Monate von einem anderen Ort auf diesem Planeten zu arbeiten, fasziniert viele. Damit ein solches Vorhaben zum Erfolg wird, sollten einige Vorkehrungen getroffen und Aspekte beachtet werden.
Da ich mehrmals mein virtuelles Büro in fremden Ländern aufgeschlagen und eine große Begeisterung für das digitale Nomadentum entwickelt habe, werde ich gelegentlich um Tipps und Ratschläge von Menschen gebeten, die Ähnliches planen. Obwohl der Großteil der Berufe und Tätigkeiten zumindest eine gelegentliche physische Präsenz am “Heimatort” erfordert, dürfte die Zahl derjenigen Personen, die sich zumindest für einige Wochen oder Monate von solchen Verpflichtungen befreien und damit zeitweise von einem anderen Punkt dieses Planeten arbeiten können, im Angesichte sich verändernder Arbeitsverhältnisse und -formen weiter zunehmen. Wer mit dem Gedanken spielt, temporär auf eine exotische Insel, in die Berge oder in eine urbane Großstadt weit weg von zu Hause zu ziehen, um von dort dem Job nachzugehen, und die entsprechende Flexibilität besitzt, dem kann ich nur raten, nicht zu zögern. Die notwendigen Vorbereitungen sind auch gar nicht so kompliziert.
In diesem Artikel führe ich einige Aspekte und To-Dos auf, die vor dem Beginn des digitalen Nomadenlebens beachtet und erledigt werden sollten, damit ein solches Vorhaben ein voller Erfolg wird. Ich fokussiere mich dabei nur auf weitgehend universelle Punkte, die das Reiseziel betreffen, nicht auf administrative und organisatorische Erledigungen in der Heimat, da diese zu stark von individuellen Lebensumständen abhängen. » weiterlesen
Jüngst präsentierte das Chemnitzer Startup Hojoki eine von Grundauf überarbeitete Fassung seines noch jungen Kollaborationsdienstes und Cloudaggregators. Für ein internes Projekt testeten wir den Service in den vergangenen Wochen.
Ende November verpasste sich der Chemnitzer Produktivitätsdienst und Cloudaggregator Hojoki eine komplett neue Oberfläche. Diese gefiel mir aufgrund ihrer Reduktion auf das Wesentliche, worin sie sich von vielen gängigen Projektmanagementtools unterscheidet. Kurz nach dem Relaunch schlug ich für ein internes netzwertig.com-Projekt vor, den momentan ausschließlich kostenlos angebotenen Service einmal im Redaktionsalltag zu testen. Da unser Unterfangen die Arbeit mit bei Google Drive abgelegten Dokumenten beinhaltete, versuchten wir es anfänglich mit dem Einsatz von Google+ zur gemeinsamen Kollaboration – seit kurzem lassen sich Drive-Dokumente direkt mit Kreisen bei Google+ teilen. Doch schnell wurde deutlich, dass wir eine stärker auf die gemeinsame Arbeit im Team ausgerichtete, von der Geräuschkulisse des Social Web abgekoppelte Lösung benötigten. » weiterlesen
Eine Finanzierung in siebenstelliger Höhe und eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche sollen dem Chemnitzer Startup Hojoki dabei helfen, sich zu einer Art HootSuite für Produktivität in der Cloud zu entwickeln.
Vor knapp einem Jahr öffnete das Chemnitzer Startup Hojoki die Tore zu seinem Aggregator und Kollaborationsdienst für persönliche Konten bei Clouddiensten. “Make all your cloud apps work as one”, so das Motto zum Debüt im Dezember 2011. 25 einschlägig bekannte Cloud- und Produktivitätsanwendungen, von Dropbox und Google Drive über Basecamp und Github bis zu Skydrive und Yammer, lassen sich mittlerweile über Hojoki zentralisieren, als einheitlicher oder gefilterter Stream darstellen und für die effiziente Arbeit alleine oder im Team nutzen. Einen Statusbericht zu dem von Martin Böhringer, Lutz Gerlach, Danilo Härtzer und Thilo Schmalfuß gegründeten Dienst publizierten wir im April, als Hojoki gerade die Marke von 20.000 Nutzern durchbrach und eine mobile Version lancierte. Während ein anderer Vertreter der “neuen deutschen Produktivitätswelle”, Wunderkit, nach anfänglicher Euphorie nicht mehr weiterentwickelt wird, geht es für die Sachsen in nicht eiligen, aber zielstrebigen Schritten nach vorne. Heute verkündet das Unternehmen diverse Neuigkeiten. » weiterlesen
Tablets sind eindeutig die besseren Geräte für den digitalen Medienkonsum. Doch ein erzwungener Selbstversuch zeigt: Wer häufig Texte im Netz veröffentlicht und viel recherchiert, für den ist der Verzicht auf einen vollwertigen Rechner noch nicht zu empfehlen.
Einen Monat ist es her, da beschrieb ich, wie Tablets sukzessive und schneller als man denkt, heimische Desktop-PCs und Notebooks ablösen werden. Derartige Geräte bezeichnete ich als neue Druckmaschine in Anlehnung an die Tatsache, dass unter den Heimanwendern nur noch leidenschaftliche und professionelle Contentproduzenten auf “vollwertige” Rechner angewiesen sind. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich einige Wochen später dazu gezwungen sein würde, genau für diese Art der Tätigkeit für einige Tage auf mein Ultrabook und damit mein primäres Arbeitsgerät für die Recherche- und Schreibarbeit verzichten zu müssen.
Denn nachdem ich in der vergangenen Woche das Blogwerk-Team in Zürich besuchte, schaffte ich es doch tatsächlich, ohne mein Netzteil wieder nach Hause zu fliegen. Ok, dachte ich mir, dann würde ich noch auf dem Heimweg einen Ersatz im Elektronikfachhandel erwerben. Denkste. Wie sich herausstellte, benötigt mein Asus Zenbook ein sehr spezielles Netzteil, das in meiner Wahlheimat Schweden nur einige ausgewählten Onlineshops führen – und dort wurde es bis gestern als “nicht im Lager” gekennzeichnet. Also blieb mir nichts anderes übrig, als meine Kollegen im Hauptquartier darum zu bitten, mir mein Netzteil hinterherzuschicken. Wie ich der Sendungsnummer entnehme, liegt es momentan beim Zoll und wird nicht vor dem morgigen Mittwoch bei mir eintreffen.
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Tools zur Aufgabenverwaltung sind toll – können aber zum Zeitfresser werden: Zuviele Features, zu komplizierter Aufbau. Selbst ist die Frau: Karin Friedli hat sich ein System für die To Do’s gebaut – im E-Mail-Programm.
«Digitale Aufgabenverwaltungen haben einen Fehler – sie funktionieren nicht» stellte Thomas Mauch vor einiger Zeit an dieser Stelle fest. Und sprach mir damit aus der Seele. Wie ich endlich dauerhaft produktiv und organisiert wurde. Ich habe sie natürlich ausprobiert: Remember The Milk, Workflowy, Things, Thinking Rock, Wunderlist,Orchestra, Teuxdeux und wie sie alle heissen. Fein säuberlich dokumentierte ich jeweils den Status Quo meiner Aufgaben und fasste gute Vorsätze, auf dass alles gut werde und mir die Arbeit leichter und organisierter von der Hand gehe. Und ich mochte sie, fast alle. Thinking Rock ist super durchdacht, Wunderlist ist irrsinnig hübsch, Remember The Milk hat coole Features. Allein, geholfen hat das nie auf Dauer. Ungezählte Anläufe und einige Jahre später war ich irgendwann letztes Jahr genau so weit wie zuvor.
Geholfen hat am Ende nur eins: gnadenloser Pragmatismus. Was hilft mir wirklich, mein Zeug zu erledigen? Und wie mache ich mir das so einfach wie nur irgend möglich?
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(Foto: Flickr/Mananasoko, CC BY 2.0)