Thema: Privatsphäre

 

Alle 11 Artikel zum Thema Privatsphäre auf netzwertig.com:

Brisanter Entschluss:
US-Behörde zwingt Facebook
zum Opt-In-Verfahren

Die US-Handelskommission FTC hat Facebook die Auflage erteilt, für Änderungen an den Privatsphäre-Einstellungen grundsätzlich vorab das Einverständnis der Nutzer einzuholen. Im schlimmsten Fall wird dies Facebooks Entwicklungstempo drastisch verlangsamen.

Foto: stock.xchng
Foto: stock.xchng

Aktualisiert

Nutzer von Internetdiensten wünschen sich zwar (bewusst oder unbewusst) eine Weiterentwicklung des Angebots, haben aber eine Tendenz, signifikante Änderungen zumindest anfänglich abzulehnen – erst recht wenn sie mit abgewandelten Privatsphäre-Einstellungen einhergehen. Facebook, das weltgrößte soziale Netzwerk, hat deshalb über die Jahre signifikante Neuerungen stets im Opt-Out statt im Opt-In-Verfahren eingeführt.

Opt-Out bedeutet, dass eine neue Funktionalität oder Einstellung für Anwender automatisch aktiviert wird. Sofern sie diese nicht wünschen, erhalten sie nachträglich die Gelegenheit, sie wieder abzuschalten. Beim Opt-In hingegen werden Nutzer vor die Wahl gestellt, ob sie die Neuerung freischalten wollen.

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“Technik frisst Privatsphäre”:
Zeit, sich dieser
Erkenntnis zu stellen

Der technische Fortschritt lässt sich mit Regulierung und neuen Datenschutzgesetzen bremsen, aber nicht aufhalten. Es ist Zeit, dass wir uns dieser Erkenntnis stellen.

Der Kampf um die Daten der Menschen und darüber, was mit ihnen geschehen darf und nicht geschehen darf, ist in vollem Gange und wird in nächster Zeit noch an Intensität gewinnen.

Egal welche Position man in puncto Datenschutz und Privatsphäre im Kontext des Zusammenprallens der analogen und digitalen Welt einnimmt, so ist es an der Zeit, einer Tatsache ins Augen zu schauen: Alles, was technisch geht, wird kommen. » weiterlesen

Linkwertig:
Privacy, Google Drones, Digg, Vevo

Privacy
Mike Masnick sinniert darüber, wie sich die Dialektik zwischen Knappheit und Überfluss bezüglich Privatsphäre und Öffentlichkeit durch das Internet verwandelt. Privates wird immer knapper, dadurch aber auch wertvoller.

» Abundance And Scarcity In Privacy

 

Mangelnde Reife
Etwas weniger differenziert stellt sich die Lage für Google-CEO Eric Schmidt dar, laut ihm ist die Welt ist noch nicht reif für die technologische Revolution:

Die Nutzer müssten für ihre Aktivitäten im Netz auch verantwortlich gemacht werden können. In einer Welt asynchroner Bedrohungen sei es zu gefährlich, dass es keinen Weg gibt, Benutzer zu identifizieren, sagte Schmidt und forderte als Lösung eine Art DNS für Menschen.

» Google-CEO Schmidt: Mangelnde Reife für die technologische Revolution

 

Drohnen
Und auch Drohnen könnten Google helfen, die Welt besser zu verstehen. Laut der WirtschaftsWoche könnte der deutsche Drohnenhersteller Microdrones “mit Google dauerhaft ins Geschäft … kommen”.

» Zivile Drohnen für Google

 

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Linkwertig:
Privacy, Gowalla, Groupon-Klone, bit.ly

Google
Google veröffentlicht ihre fünf grundsätzlichen Privacy Principles.

» Google’s Privacy Principles

 

Privacy
Dazu passend: Die EFF geht das Thema Privatsphäre etwas mathematischer an. Nach ihrem Modell reicht etwa der bei jedem Seitenaufruf übertragene User-Agent des Browsers aus, um 10 von 33 notwendigen Bits zur eindeutigen Identifizierung preiszugeben.

» A Primer on Information Theory and Privacy » weiterlesen

Geschäftsbedingungen:
Das eigentliche Problem mit Facebook

Facebook krebst zurück: Die vor einigen Tagen veröffentlichten und kontrovers aufgenommenen neuen Geschäftsbedingungen werden züruckgenommen. Aber das Problem sind nicht die AGBs, sondern das, was diese Aktion über Facebook aussagt.

Wer noch daran gezweifelt hat, dass Social Media zumindest in den USA den Mainstream erreicht hat, brauchte gestern abend nur die amerikanischen Fernsehnachrichten zu verfolgen. Restlos jeder Sender berichtete zur besten Sendezeit über die Kontroverse, die Facebooks neue “Terms of Service” ausgelöst hatten.

Facebook hatte in seinen neuen Geschäftsbedingungen festgelegt, dass alle von den Usern hochgeladenen Inhalte (also Fotos, Videos, Texte, …) auch nach dem Löschen des Useraccounts weiter von Facebook nach Gutdünken verwendet werden können. Das kam bei den Usern vorsichtig gesagt nicht so gut an, und ein Sturm der Entrüstung brach los. Auch Erklärungsversuche von Firmenchef Mark Zuckerberg liefen ins Leere.

Nach nur zwei Tagen gibt Facebook jetzt klein bei und setzt die alten AGBs wieder ein, nicht aber ohne trotzig zu verkünden, dass man weiter an einer neuen Version arbeite, die auch die ungewaschenen Massen verstehen können.

So weit, so gut? Nicht ganz. Der Stil dieser Aktion sagt leider ziemlich viel über Facebooks Firmenkultur, Mentalität und zunehmend schwierigere geschäftliche Situation aus.

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Präventive Überwachung:
“Nicht vom Büro aus anrufen”

Wer mit wem: Seit Anfang des Jahres werden in Deutschland Verbindungsdaten gespeichert. Wie Journalisten darauf reagieren können, erklärt Markus Beckedahl im Interview.

Was hat sich für Journalisten mit dem 1. Januar verändert – was müssen sie beim Umgang mit Quellen und Kontakten beachten?

Die Vorratsdatenspeicherung ist für das Internet in Kraft getreten. Damit kann festgestellt werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS wird auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten.

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Zehn Dinge, die Journalisten 2009 wissen sollten

Multimedia, Linkjournalism, Twitter, RSS-Feeds: Wir zeigen in Zusammenarbeit mit Journalism.co.uk zehn Dinge, mit denen sich Journalisten spätestens jetzt auskennen sollten.


Ten things every journalist should know in 2009: Die britische Seite Journalism.co.uk hat zehn Dinge gesammelt, die man als Journalist 2009 einfach wissen sollte. Wir haben nach Rücksprache mit dem Autor, Journalism.co.uk-Gründer John Thompson, die Liste zum Teil übersetzt, kommentiert und verlinken auf interessante Websites und Artikel.

» weiterlesen: Zehn Dinge, die Journalisten 2009 wissen sollten

Linkwertig:
Datenschutzthematik jetzt
auch Peer-to-Peer

Clay Shirky verweist auf Boing Boing auf einen Essay von James Grimmelmann von der New York Law School, in dem sich Grimmelmann mit der Thematik Datenschutz und Privatsphäre auf Social Networks am Beispiel von Facebook auseinandersetzt.  Mit dem Vormarsch von Social Networks kommen neue Probleme und notwendige Lösungsansätze auf uns zu.

Datenschutz wird bis dato nur in der Beziehung zwischen Individuum und Unternehmen oder Staat betrachtet, während auf Social Networks Datenschutzprobleme beziehungsweise Verletzungen der Privatsphäre zunehmend peer-to-peer, also zwischen Individuen, verursacht werden. Diese Verletzungen, fasst Shirky zusammen, sind letztlich ein Nebeneffekt des Systems, das macht, wofür es geschaffen wurde: persönliche Informationen verbreiten.

» Facebook and the Social Dynamics of Privacy [Essay von Grimmelmann]

» Facebook and the Social Dynamics of Privacy – Boing Boing

Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen Text. Viel Spaß bei der Lektüre!

Big-Brother-Awards Schweiz:
Publikum nominiert Facts 2.0

Datenkraken stoppen, Bürgerrechte stärken, Demokratie schützen: Große Ziele beim Big-Brother-Award Schweiz. Unter den 52 Kandidaten sind das Schweizer Fernsehen und die Redaktion von Facts 2.0.

Die Musikindustrie schnüffelt IP-Nummern, der Lebensmittelkonzern Nestlé spioniert Globalisierungskritiker von Attac aus – und die Redaktion der Internet-Community Facts 2.0 liest angeblich Mails der Mitglieder. Nur drei Kandidaten für den Big-Brother-Award der Schweiz in diesem Jahr, die der Organisation “gemeldet” wurden – und nun öffentlich im Netz angeschwärzt werden.

Der Preis will jährlich die “grössten Schnüffelratten der Schweiz aus Privatwirtschaft und Politik” an den öffentlichen Pranger stellen. Moniert wird fehlender Datenschutz, Eingriffe in die Privatsphäre und Überwachung. Aus den Einsendungen des Publikums wurden 52 Kandidaten aufgestellt und publik gemacht. Unter den Kandidaten des Schweizer Big-Brother-Awards sind auch mehrere Web-Pranger – für Ärzte, Ausländer, Nachbarn. Deshalb wollten wir wissen, wie die Vorschläge aus dem Publikum geprüft wurden, bevor sie an den Web-Pranger gestellt wurden und haben dem Organisationskomitee (OK) ein paar Fragen geschickt – und zwei deutliche Antworten bekommen.

» weiterlesen: Harte Vorwürfe

Linkwertig:
Blogkarte und Privatsphäre

Frank Westphal wird die Blogkarte des Blog-Memetrackers Rivva aus Datenschutzgründen von Opt-out auf Opt-in setzen. Ein schönes Bespiel für den Drahtseilakt, den man als Neuland betretender Webdienst oft gehen muss:

Aus Entwicklersicht befindet man sich permanent im Tanz zwischen dem Möglichen und dem Wünschenswerten. Will man Innovation voran treiben, muss man unaufhörlich am Status Quo rütteln – sieht man ja bei vielen Web-2.0-Angeboten: Da wird ständig ausgelotet, wie weit man mit der Kundschaft eigentlich gehen kann. Notfalls rudert man dann zurück. Veränderung ist nicht einfach für Menschen.

» Rivva Blog » Lights out

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