Thema: Presseschau

 

Alle 11 Artikel zum Thema Presseschau auf netzwertig.com:

Abgenutzt:
Sommerloch und -löcher

Alle im Urlaub: Diverse “Sommerlöcher” geistern durch die Schlagzeilen. Mal fällt wer rein, dann soll es gestopft werden, mitunter brodelt es sogar. Eine sommerliche Presseschau.

Die junge Nachrichtenseite Zoomer berichtet über die rechtsextreme NPD, in der sich Biedermänner und Brandstifter unversöhnlich gegenüberstehen. Die Überschrift dazu gerät geradezu prosaisch: “Nachrichten aus dem braunen Sommerloch.” Gemeint ist nicht Darmstadt! Ein politisches Lager weiter links funkt die CSU gleichzeitig “Dauernachrichten ins Sommerloch”, wie Spiegel Online den Aktionismus der Parteifunktionäre mitten in der politischen Ferienzeit deutet. Da will die Kollegin in Berlin nicht hintenanstehen:

“Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat gestern einen großen Topf Spaghetti gekocht.” Der erste Satz eines Berichts auf Welt Online. Unter der Überschrift “Gurkenraspeln im Sommerloch” wird fleißig Süßholz geraspelt – dazu Tomaten und Gurken für oder gegen dicke Kinder.

Bundesrat Moritz Leuenberger versucht’s erst gar nicht mit Inhalt. Er münzt gleich das Phänomen auf sich: “Ich bin das Sommerloch”, zitiert ihn der Tages-Anzeiger. “Ihr sollt kein anderes Sommerloch haben neben mir”, hat er dann aber doch nicht gesagt. Also weiter :

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Meedia.de gestartet:
Stimmt der Flow?

Mantheys Medienportal ist online und die Meinungen gehen weit auseinander: Zum Beta-Start von Meedia.de haben wir uns in der Blogosphäre und auf einschlägigen Seiten umgesehen.

meedia.de (Montage, Bild greggoconnell, Creative-Commons-Lizenz)

Nach langer Entwicklungszeit ist das Medienportal Meedia.de von Dirk Manthey, ehemals Verlagsgruppe Milchstraße, endlich online. Noch prangt ein mittlerweile für ein Web-Startup wohl obligatorischer Beta-Button auf dem Logo, richtig losgehen soll es dem Vernehmen nach dann im September. Genug Zeit also, um auf Reaktionen und Kommentare zu reagieren. Wir haben uns umgesehen:

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6 über 2008

Traditionelle Medienkonzerne gehören auch 2008 zu den grossen Verlieren, und zwar schlimmer denn je
(medienkonvergenz.com, Andreas Göldi)
“Sorry, aber weder die Musik-, noch die Film-, noch die Zeitungs-, noch die Fernsehbranche haben 2007 irgendeinen Hinweis darauf gegeben, dass sie digitale Medien verstehen und eine brauchbare Strategie für den Umgang mit diesem Phänomen haben.”

Die Trends des Jahres 2008 – Versuch einer Vorhersage
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
“Diese Berufsstandsbeamten, für die ich mich als Journalist schämen muss, werden leider auch im neuen Jahr nicht verstummen – im Gegenteil. Ihre Angriffe werden heftiger werden, sollte die Konjunktur kippen – und dafür spricht viel.”

Orakel 2008
(debatte.welt.de, Don Dahlmann)
“Für Schlagzeilen dürfte die Musikindustrie sorgen. Es sieht ganz so aus, als ob dort die Probleme mit den Künstlern größer werden, als die mit den Käufern.”

Ins Nichts
(blogbar.de, Don Alphonso)
“2008 wird das Jahr der Exits. Ich vermute mal, dass bekanntere Blogger vermehrt nach Chancen suchen werden, schnellstmöglich umzusteigen, sich als Berater andienen oder nach Aufträgen für Verwandtes suchen. Damit noch etwas kommt, wenn man begriffen hat, dass nichts mehr kommt.”

Wird 2008 zum Jahr der Privatsphäre?
(mrtopf.de/blog)
“Wenn etwas das Thema 2008 werden kann, dann sicher die Privatphäre, denn es brodelt an vielen Stellen. Manche Themen sind heute schon aktuell und werden ins neue Jahr getragen werden, andere Dinge sind noch nicht akut, könnten es aber dennoch werden.”

“In 2008, a 100 Percent Chance of Alarm
(nytimes.com, John Tierney)
In 2008, your television will bring you image after frightening image of natural havoc linked to global warming. You will be told that such bizarre weather must be a sign of dangerous climate change ? and that these images are a mere preview of what?s in store unless we act quickly to cool the planet.”

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Wir sind Knut

Wir können ihn doch auch nicht mehr sehen: Knut, den pelzgewordenen Auflagen- und Quoten-Hit des Medienjahres 2007. Weitere Highlights aus der kunterbunten Medienwelt in unserem vollkommen unvollkommenen Jahresrückblick.

Von Markus Kirchsteiger, Ronnie Grob und Ole Reißmann

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Hallo, kleiner Eisbär! (Bild: Jens Koßmagk, cc)

Januar

Holtzbrinck gruschelt, ähm, kauft das StudiVZ. Nur konsequent: Früher machten Zeitungen mit Auto- und Stellenanzeigen ihr Geschäft, die sind aber längst ins Internet abgewandert. Jetzt muss das Geld woanders herkommen. Damit sich die geschätzten 80 Millionen Euro Kaufpreis für die Online-Community rechnen, strickt StudiVZ an den Datenschutzbestimmungen. Personalisierte Werbung soll die Kasse zum klingen bringen.

Februar

Mit Til Schweiger und einem Lämmchen auf dem Cover startete Vanity Fair am 7. Februar in Deutschland. Was angekündigt war als geistig und journalistisch hochstehendes Wochenmagazin für die Movers and Shakers, entpuppte sich als Hochglanz-Klatschheft ohne besonderen Tiefgang. Die Auflage allerdings ist gar nicht so schlecht, wie von den vielen Spöttern behauptet.

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

Die Aufputschmittel

“Er unterhält und benebelt und verdummt die Massen”, schrieb Thomas Bernhard einst über den Sport. Was angesichts der jüngsten Entwicklungen nicht nur für die Massen, sondern auch für die Massenmedien zutreffen dürfte.

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

Das Sumpfgebiet

Charakterliche Flexibilität zählt zu den wichtigsten Eigenschaften, um auf dem hiesigen Zeitungsmarkt nicht ignoriert zu werden. Die mediale Manie führt manchmal zu absurden Auswüchsen.

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

Der Amoktorkler

Bombastisches tat sich diese Woche im Wiener Pressehaus: ein 57-jähriger versuchte mittels Bombendrohung, die von seiner Tochter geleisteten Kostgeldzahlungen nachdrücklich einzufordern. Dabei ging der Traum eines Journalisten in Erfüllung.

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

Die Fachzeitung

Letztens meinte eine finnische Publizistik-Gaststudentin zu mir, dass die österreichische Medienszene in all ihren Ausprägungen an ein dunkles Entwicklungsland erinnere, in dem die Hofberichterstattung als von missionarischem Eifer geprägter Journalismus getarnt wird – und die Tarnung so allumfassend ist, dass die heimischen Medienmacher mittlerweile sogar selbst an ihre Rolle als vierte Kraft im Staate glauben.

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

Von Pop-Kultur bis Populismus

Einige der – ohnehin nicht sonderlich erfolgreichen – Biathleten und Langläufer wurden teils lebenslang “aus der olympischen Familie” ausgeschlossen. Während das anderswo zu einer Aufarbeitung des Umgangs mit leistungssteigernden Mitteln führt, fragen sich die heimischen Medien, ob man es mit einer Verschwörung zu tun hat. Und auch sonst liegt hierzulande manches im diffusen Bereich.

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(J)Ö-Schau – die Medienwoche in Österreich

100 Tage österreichische Bundesregierung – oder Wie man als Machthaber auch gleich die Arbeit der Opposition übernimmt

Die scheinbare Harmonie, die seitens der vergangenen Regierungen bemüht ausgestrahlt wurde, ist passe. SPÖ und ÖVP streicheln und bekriegen sich mit einer offensichtlichen Leidenschaft, die von einer in aller Heftigkeit ausgelebten Hassliebe zeugt. Am heutigen Freitag, mit dem Ende der 100-Tages-Toleranzgrenze, wird dieses eigenartige Verhältnis noch einmal bekräftigt.

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