Thema: PR

 

Alle 55 Artikel zum Thema PR auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Startup-PR und Journalismus:
Die absurdeste Mail, die wir jemals bekommen haben

Überraschend viele PR-”Profis”, die im Auftrag von Startups agieren, tappen unbeholfen ins Fettnäpfchen. Manche Anfragen sind regelrecht respektlos. Auf einen aktuellen Fall trifft dies besonders zu.

PRKlagen über den Qualitätsverlust des Onlinejournalismus gibt es wahrscheinlich seit der Erfindung des Onlinejournalismus. Sie sind berechtigt. Ressourcenknappheit, Konkurrenz- und Geschwindigkeitsdruck sowie die immer aggressiveren Versuche der Einflussnahme durch PR-Agenturen und Firmen hinterlassen Spuren. Gerade was die Bereitstellung von interessengesteuerten Artikelideen oder vorgefertigtem Material durch Unternehmen und ihre Presse-Spezialisten angeht, müssen Redakteure und Autoren trotz oder gerade wegen ihrer manchmal gefühlten “Not” unglaublich vorsichtig sein. Denn Externe kennen die Misere der Medienschaffenden und unternehmen alles dafür, um ihnen etwas “Arbeit abzunehmen”. Auch bei uns trudeln hin und wieder unmoralische Angebote im Postfach ein. Eine Anfrage, die wir jüngst von einem deutschen Startup erhielten, schlägt dem Fass jedoch den Boden aus. Im Folgenden veröffentlichen wir den Text der Mail. Den Absender anonymisieren wir, da es uns nicht darum geht, ein sonst eigentlich einen seriösen Eindruck machendes Jungunternehmen durch den Kakao zu ziehen, zumal die Mail von einem Dienstleister der Firma an uns geschickt wurde. Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie gering der Respekt vor der professionellen redaktionellen und journalistischen Arbeit sein kann, und wie weit sich sogenannte PR-Profis aus dem Fenster lehnen, um ihre Ziele zu erreichen. Wir werden das Startup auf diesen Beitrag aufmerksam machen. » weiterlesen

Content-Marketing via PR-Text:
Drei sind ein Trend

Auch Startups rüsten auf, was Medienarbeit und Content-Marketing angeht. Neuste Entwicklung: Pressemitteilungen, die wie objektive Artikel über einen Trend daherkommen und nebst dem eigenen Unternehmen auch gleich die ganze Konkurrenz in einem “Trend” darstellen.

PRDieser Text erschien zuerst bei unserem die Schweizer Webszene beobachtenden Schwesterblog startwerk.ch.

In Journalistenkreisen ist es ein unter Wehklagen wiederholte Tatsache: Die “Gegenseite”, also Quellen und Objekte der Berichterstattung, rüstet seit Jahren medial auf. PR-Agenten sind in Heerscharen anzutreffen, Kommunikationsprofis wollen jedes Zitat gegenlesen und selbsternannte Medienrechts-Experten erklären dem Blogger, was er angeblich schreiben darf und was nicht.

Mal vom letzten Beispiel abgesehen, ist die Entwicklung so schlecht nicht: Das Wissen um Bedürfnisse und Ansprüche von Journalisten hat zugenommen, das tägliche Seilziehen darum, was in den Medien mit Breitenwirkung publiziert wird, ist professioneller geworden: Journalisten müssen besser recherchieren, um Insider-Wissen und Skandale aufzudecken; PR-Leute müssen überzeugender Argumentieren und mehr echte Information preisgeben, um Journalisten dazu zu bringen, über ihren Gegenstand zu schreiben.  » weiterlesen

Spezieller Onlinemarktplatz:
Recherchescout will Journalisten mit Fachwissen und Zitaten versorgen

Das Münchner Startup Recherchescout hilft Journalisten dabei, themenspezifische Expertenmeinungen, Zitate und Medienmaterial von Firmen zu beschaffen. Bezahlen müssen nur die Unternehmen.

RecherchescoutVor gut einem Jahr sorgte die Ankündigung des Projekts HackPR bei Startup-Berichterstattern für Neugier: Bei dem von der aus den USA stammenden Frühphasen-Beteiligungsgesellschaft First Round Capital initiierten Vorhaben soll ein Onlinemarktplatz erschaffen werden, der Journalisten und Startups zwecks Informationstransfer miteinander in Kontakt bringt. Jungfirmen erhalten PR und die Möglichkeit, sich mit ihren Themen ins Gespräch zu bringen. Reporter und Autoren dagegen finden Ansprechpartner, um Unklarheiten und Wissenslücken durch Experten-Know-how zu beseitigen. Eine Win-Win-Situation also. Leider ist seit der Ankündigung vom Oktober 2012 nicht mehr viel passiert: Der auf der Website angegebene Launch-Termin März 2013 verstrich, seine Pforten hat das Angebot jedoch bisher nicht geöffnet. Für Medienleute und Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum existiert jedoch eine Alternative:  Denn Mitte September wurde mit Recherchescout ein neuer Dienst lanciert, dessen Konzept dem von HackPR nicht unähnlich ist. » weiterlesen

PR am Beispiel von Bring:
10 erprobte Tipps für erfolgreiche Pressearbeit

Zur Vermarktung einer App oder eines Startups gehört in vielen Fällen auch die Pressearbeit. Das Team der Schweizer Einkaufslisten-App Bring verrät, welche Vorgehensweise in ihrem Fall erfolgreich war.

Die Bring!-App landete dank gelungener PR-Arbeit auf vielen iPhones.

Die Bring!-App landete dank gelungener PR-Arbeit auf vielen iPhones.

Tagesanzeiger, Blick, 20 Minuten. Es gibt kein grosses Schweizer Medienhaus, welches in den letzten Tag nicht über Bring geschrieben hätte. Dazu kommt eine ganze Reihe von weiteren Print- und Onlinemedien, Lokalradios, Podcasts und Blogs, die sich mit dem neuesten Release der Einkaufslisten-App auseinandergesetzt haben. PR-Arbeit für die eigene App kann also allen Schwierigkeiten zum Trotz erfolgreich betrieben werden. Wir haben Marco Cerqui vom Bring-Duo in Zürich getroffen und Einblick erhalten, wie dieser Erfolg gelungen ist. Er hat uns 10 Tipps mit auf den Weg gegeben.

1. Das Produkt muss gut sein. Nicht nur die beste, sondern auch die schönste Einkaufslisten-App sollte Bring werden. Cerqui ist überzeugt, dass dies bei vielen Journalisten ausschlaggebend war, als sie auf eine Kontaktaufnahme reagiert haben. Bei der Menge von Infos, die täglich in die Redaktionen reinprasseln, sticht eine besonders schöne App heraus – und weckt die Neugier.

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Traffic- und Aufmerksamkeitsmaschine:
Wie Startups ins Fernsehen kommen

Wenn Startups im Fernsehen vorgestellt werden, bringt dies auf einen Schlag massive Aufmerksamkeit und viele neue Besucher. Mit bestimmten Maßnahmen können junge Unternehmen die Chancen auf TV-Berichte deutlich erhöhen.

FernsehenTilo Bonow ist Gründer von piâbo, einer PR-Agentur der digitalen Wirtschaft mit Sitz in Berlin. 

Der Fernsehbeitrag über ein Startup ist sicher die Champions League für jeden Gründer, der sein junges Unternehmen bekannter machen möchte. Viele unterschätzen jedoch den Aufwand, den die Produktion eines Fernsehbeitrags mit sich bringt. Schnell sind drei bis vier Mitarbeiter damit beschäftigt, an Texten zu feilen, Bildideen zu entwickeln oder Räume herzurichten. Am Drehtag bringt dann das Video-Team Unruhe ins Haus, weil der Kameramann alle Möbel umstellen möchte und der Tonassistent sich über die laute Lüftung der Rechner beschwert. Wenn es dann endlich losgeht, muss der gezeigte Unternehmer trotz des Gewusels seine Mimik, Gestik und Rhetorik im Griff haben.

Und wenn der Beitrag produziert und gesendet wurde, ist die Aufgabe für den Unternehmer nicht beendet: Er muss sein Startup für den zu erwartenden Kundenansturm fit machen. Dass die plötzliche massive, mediale Aufmerksamkeit auch zu Problemen führen kann, erleben junge Webfirmen immer wieder, zuletzt Workhub und Nachbarschaftsauto. Eher ein Luxusproblem werden sich die meisten Entrepreneure denken, vor allem, wenn sie selber noch nicht das Glück hatten, derart prominent mit ihrem Unternehmen im Fernsehen gezeigt zu werden.

Es folgt ein Überblick, wie man seine Chancen drastisch erhöht, ein Millionenpublikum zu erreichen. » weiterlesen

Startup-PR:
Warum Interviews meist eine schlechte Idee sind

Manche frisch lancierten Startups präsentieren sich gerne in Interviewform. Doch es gibt gute Gründe dafür, ihnen diesen Wunsch zu verweigern.

interviewGelegentlich kommt es vor, dass vor dem Debüt stehende Startups uns vorschlagen, mit ihren Gründern ein Interview zu führen. Besonders verbreitet ist dies bei Jungfirmen aus den USA, die ihre Internationalisierung vorantreiben und eine Lancierung im deutschsprachigen Markt ins Auge fassen. Nicht selten bietet uns der oder die PR-Verantwortliche eine Interviewmöglichkeit mit den Machern an. Doch meiner Meinung nach gibt es aus Gesichtspunkten der Qualität, des Informationswertes und auch der Leserzufriedenheit nichts Unpassenderes, als die Gründer eines Startups in typischer Interviewform länger als unbedingt notwendig zu Wort kommen zu lassen.

Rund 90 Prozent aller Startups scheitern. In Wahrheit sind es vielleicht 75 Prozent, oder 95 Prozent. Manchmal lässt sich nur schwer erkennen, ob zum Beispiel eine Übernahme als Erfolg oder eher als Misserfolg zu werten ist, etwa bei einer Talentakquisition. Doch in jedem Fall ist das Verhältnis zwischen Tops und Flops eindeutig: Auf einen oder zwei Knaller kommen neun oder acht Unterfangen, die gegen die Wand gefahren werden. Versierte Geldgeber wissen dies und richten ihre Investitionsstrategie daran aus. » weiterlesen

Galileo berichtet über deutsche Startups:
Die Kraft des Fernsehens

Im ProSieben-Wissensmagazin Galileo wurden die deutschen Startups WorkHub und Nachbarschaftsauto vorgestellt. Die Auswirkungen des plötzlichen Nutzerinteresses waren selbst bei uns massiv zu spüren.

WorkhubEinmal täglich werfe ich einen Blick auf die aktuellen Besucherzahlen. Ausgehend von Shares, Kommentaren und andere Netzreaktionen zu publizierten Artikeln weiß ich meist schon in etwa, welche Dimensionen die Seitenaufrufe haben werden. Doch als ich die Statistik vom gestrigen Montag einsah, war ich erstaunt: Rund 7.000 Unique Visitors mehr als erwartet steuerten gestern netzwertig.com an. Der überraschende Trafficmagnet: Dieser mehr als ein Jahr alte Artikel über das Berliner Startup Workhub. Dank einer Spitzenpositionierung des Textes bei Google kamen gestern Tausende Leser zu uns. Kurze Zeit später wusste ich, wieso: Dem Startup aus der Hauptstadt war es geglückt, im ProSieben-Wissensmagazin Galileo vorgestellt zu werden. » weiterlesen

Linkwertig:
Google Graveyard, Formspring, GFC, PR

Google Reader
Zwei lesenswertie Artikel dokumentieren die externen Kosten des Endes vom Google Reader für das Web aber auch für Google. Mitunter sind wohl vor allem auch geschäftliche Kunden und Organisationen fortan gut beraten, sich etwas genauer zu überlegen, bei welchen Diensten sie sich von Google abhängig machen und bei welchen besser nicht.

» Google is about to learn a tough lesson
» Killing Google Reader is like killing the bees: we’ll all be worse off

 

Google Graveyard
Dazu passend hat Slate einen virtuellen Friedhof für an Altersschwäche verstorbene und ermordete Dienste von Google entwickelt:

» The Google Graveyard

 

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Last.fm:
Lieber ein Schrecken ohne Ende statt ein Ende mit Schrecken

Kein anderer Internetdienst quält sich und Nutzer so sehr mit wiederholten funktionellen Einschnitten wie Last.fm. Jetzt ist es wieder soweit – zum vierten Mal in weniger als vier Jahren.

Die typische Entwicklung eines Onlinedienstes verläuft so: Er startet mit einer funktionell meist recht beschränkten Version, dem “Minimum Viable Product”, und wird je nach Akzeptanz bei der Zielgruppe sukzessive ausgebaut und erweitert. Den umgedrehten Weg gehen wenige Angebote. Kaum verwunderlich, immerhin verbindet man mit einem anhaltenden Schritt-für-Schritt-Rückbau nicht gerade unternehmerische Prosperität. Nur ein bekannter Webservice schafft es, sein Angebot Jahr für Jahr ein bisschen zu limitieren und damit jedes Mal aufs Neue negative Presse zu produzieren: Last.fm, ein Pionier im Bereich der Musikdienste mit Streaming-Funktion.

Der schon zehn Jahre alte, von einer Reihe Deutscher und Österreicher gegründete Dienst, der 2007 vom US-Medienkonzern CBS für 280 Millionen Dollar übernommen wurde, begann mit seiner Demontage im Frühjahr 2009, als die Funktion personalisierter Radiostreams für Nutzer außerhalb der USA, Großbritannien und Deutschland kostenpflichtig wurde. Drei Euro pro Monat kostete das Anhören der interpreten- und genrespezifischen Radiokanäle fortan für alle Anwender, die nicht in den drei Ländern lebten.

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hackPR:
Online-Treffpunkt für
Journalisten und Startups

hackPR heißt ein kurz vor dem Launch stehender US-Dienst, der Reporter und ihre Fragen mit Startups und ihrem Wissen zusammenbringen möchte. Im Idealfall kann sich dadurch die Qualität der Berichterstattung über Onlinethemen erhöhen.

Nach über fünf Jahren im Tech-Blogging-Geschäft weiß ich, dass das Verhältnis zwischen Startups und Presse viel Raum für Optimierungen enthält. Oft beobachte ich, wie die Macher von neuen Web- oder Mobile-Diensten  augenscheinlich ihre Mediensichtbarkeit dem Zufall überlassen, anstatt sie am Ziel eines maximalen Effekts bei natürlich minimalem Aufwand auszurichten. Ein Zeitinvestment von wenigen Stunden kann ausreichen, um aus einer oberflächlichen Erwähnung bei einem einzigen Fachmagazin am späten Freitagnachmittag ein beachtliches Presseecho zu aufmerksamkeitsstarken Zeitpunkten am Dienstag oder Mittwoch zu machen.

Die Dynamik und Veränderlichkeit des Marktes hat außerdem zur Folge, dass selbst die erfahrensten Kenner der Branche nie den vollständigen Überblick über Akteure in einem bestimmten Segment haben. Nicht selten fehlen daher Artikeln über frische Onlinedienste oder Apps Hinweise zu vergleichbaren Angeboten. Dabei würde dies, eventuell sogar kombiniert mit Stellungnahmen der Konkurrenten, ein journalistisch sehr viel ausgeglicheneres Bild abgeben. Doch Zeitdruck, fehlende Kenntnis und die mangelnde Transparenz des Marktes machen dies häufig schwer – der allwissende Redakteur, der jedes Startup und jede App der letzten 15 Jahre aus allen wichtigen Ländern kennt und zu allen Kontakte pflegt, existiert bisher nicht.

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