Alle 38 Artikel zum Thema PR auf netzwertig.com:
Wenn junge Internetunternehmen bei Journalisten vorstellig werden, verlassen sie sich gern auf abgedroschene Superlative. Doch damit verbauen sie sich viele Chancen.
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Theodossios Theodoridis ist freier PR-Berater in Hamburg und auf die Arbeit mit Web-Startups spezialisiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.
Flickr/cliff1066™, CC BY 2.0
Ja, es stimmt: Deutsche Startups haben es nicht leicht, in die Presse zu kommen. Es liegt unter anderem daran, dass viele Journalisten und Redaktionen hiesige Internetunternehmen
gern und gekonnt übersehen.
Will man aber fair bleiben, so muss man auch in Richtung der Startups und deren Pressearbeit schauen – um dann festzustellen: Das Problem ist keineswegs einseitig. Startups tragen selbst erheblich dazu bei, dass Journalisten wenig Lust haben, über sie zu berichten.
Es ist vor allem die immer wiederkehrende, uncharmante und nicht gerade clevere Herangehensweise der jungen Unternehmen, die selbst den interessierten Redakteur irgendwann mürbe macht. Ja, mürbe machen muss.
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Das Karlsruher Startup Echobot beantwortet mit seinem Medienbeobachtungsdienst für Business-Kunden nicht nur die Frage, wo Marken-, Firmen- oder Produktnamen Erwähnung fanden, sondern auch, wie viele Leser dadurch erreicht worden sind.
Für viele Startups, Agenturen und Unternehmen empfiehlt es sich, ein Auge auf ihre Sichtbarkeit in der Presse zu werfen. Für diesen Zweck gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Dienstleister, und wer kein Geld ausgeben möchte, kann sich auch einfach einige Alerts bei Google News anlegen.
Mit Echobot will Bastian Karweg nun einen neuen Dienst für die professionelle Medienbeobachtung etablieren, der oberhalb von Google News angesiedelt sein soll, sich aber trotzdem durch eine einfache, intuitive und moderne Benutzeroberfläche auszeichnet.
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PayPal hat das Spendenkonto des dezentralen sozialen Netzwerks diaspora mit eingezahlten 45.000 Dollar ohne Begründung eingefroren. Etwas Besseres hätte dem unter Aufmerksamkeitsmangel leidenden Projekt kaum passieren können.
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Aktualisiert
diaspora, das dezentrale soziale Netzwerk, das zumindest vom Grundgedanken her die bessere Alternative zu Facebook und Google+ darstellt, hat ein entscheidendes Problem: mangelnde Aufmerksamkeit (neben der Tatsache, dass der hauseigene “Pod” noch immer nur mit einer Einladung zugänglich ist). Ohne einen anhaltenden Mediendruck fühlen sich zu wenige Nutzer dazu “genötigt”, sich den Dienst wenigstens einmal anzuschauen. Das für jedes Social Network existenzbedrohende Fehlen einer kritischen Masse ist die Folge.
Doch PayPal hat den New Yorker diaspora-Machern mit einer undurchsichtigen Aktion gerade einen großen Gefallen getan: Der zu eBay gehörende Zahlungsdienstleister sah sich nämlich ohne Angabe von Gründen dazu gezwungen, diasporas Konto einzufrieren, auf das Unterstützer im Rahmen einer vor wenigen Tagen gestarteten Spendenaktion Geld einzahlen sollten, um die weitere Entwicklung des Dienstes zu ermöglichen.
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Skype
Skype hat neue Versionen für Android und das iPad veröffentlicht. Beide unterstützen Video-Chat.
» Skype for iPad goes live, has video and audio calling over both 3G and WiFi
» Skype 2.1 for Android enables video on majority of Android devices
Künstliche Intelligenz
Wer einmal in Stanford eine Vorlesung über Künstliche Intelligenz belegen will, der kann das diesen Herbst tun:
Teilnehmer im Netz erhalten die gleichen Materialien, Hausaufgaben und Prüfungen wie die Studenten, die die Vorlesung parallel in Stanford besuchen, versprechen die beiden Professoren.
» Stanford-Vorlesung komplett im Netz
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Rund 24 Stunden gab Yahoo keine konkrete Aussage zu Meldungen über die angebliche Schließung von Delicious. Nun heißt es, der Dienst solle veräußert werden. Für die Verwirrung verantwortlich ist nach Ansicht von Yahoo die Presse.
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Was würdet ihr machen, wenn ihr als Verantwortliche bei einem Internetkonzern plant, einen eurer Dienste zu verkaufen oder als Open Source zu veröffentlichen, weil er nicht mehr zu eurer Unternehmensstrategie passt?
Würdet ihr das Verkaufsvorhaben von vorn herein offen kommunizieren (intern und extern), um sicherzustellen, dass so viele Nutzer wie möglich dem Service treu bleiben (was sich positiv auf den Preis und euren Ruf auswirkt), oder würdet ihr euch für eine interne Formulierung des Vorhabens entscheiden, die als Schließungsvorhaben gedeutet werden könnte, und – nachdem die Kunde dazu an die Öffentlichkeit gelangt ist – fast 24 Stunden damit warten, offiziell bekannt zu geben, dass ihr nicht den Stecker zieht sondern den Service verkaufen wollt?
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PressKing vereint den Versand von Pressemitteilungen, Social Media Monitoring sowie Analytics in einem Onlinedienst. Der junge Service aus Frankreich mit Niederlassung in Berlin richtet sich ausdrücklich an Startups.
Während eine Minderheit junger Webangebote sich über den Luxus freuen kann, aufgrund eines von Konsumenten automatisch nachgefragten Produkts (zum Beispiel Freibier) oder dank prominenter und außerordentlich gut vernetzter Gründer/Investoren auch ohne nennenswerte Pressearbeit zum Tagesgespräch zu werden, müssen die meisten jungen Firmen aktiv dafür sorgen, sich bei ihrer Zielgruppe bekannt zu machen.
In einer Vielzahl von Artikeln haben wir in der Vergangenheit immer wieder auf die Notwendigkeit einer gelungene Pressearbeit hingewiesen, um gerade in der Anfangphase das eigene Startup bekannt zu machen (siehe “Marketing: 10 Tipps, um ein Startup richtig ins Rollen zu bringen” oder “11 Tipps, um bei Tech-Blogs zu punkten“.
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Ich abonniere Unternehmensblogs von Startups mit Hilfe des nützlichen Tools Yahoo Pipes. Allerdings musste ich feststellen, dass selbst bei jungen Webfirmen ein Corporate Blog nicht selbstverständlich ist.
Ich weiß nicht, welche Bedeutung Yahoo in eurem Internetalltag hat. Sofern Flickr und Delicious angesichts ihres eigenen Brandings in dieser Betrachtung ignoriert werden dürfen, vermute ich, eine sehr geringe. Wenn ihr nicht gerade Yahoos Webmail-Dienst verwendet oder zu den 2,3 Prozent der Nutzer gehört, die Yahoos Suchmaschine einsetzen (die mittlerweile ohnehin von Bing angetrieben wird), dürftet ihr wie ich nur sehr selten mit dem einstigen Webpionier in Kontakt kommen.
Yahoo Pipes
Ein echtes Highlight
hat das sinkende Yahoo-Schiff aber allen Webworkern, Bloggern, Journalisten sowie Marketing- und PR-Profis doch noch zu bieten:
Yahoo Pipes. Mit diesem hochgradig geekigen Tool lassen sich verschiedene Arten von Webinhalten kombinieren, aggregieren, filtern und neu zusammenstellen. Meine zwei primären Einsatzgebiete von Pipes sind das Vereinen von Google Alerts zu spezifischen Suchbegriffen in einem RSS-Feed sowie das Aggregieren der Blogs-Feeds vielversprechender Startups ebenfalls mit dem Ziel, daraus einen handlichen RSS-Feed zusammenzustellen.
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Mit glamya startet heute ein Marktplatz für digitale Fotoretusche. Das Ziel des Dienstes ist es, “Frauen zu zeigen, wie viel Star-Potenzial in ihnen steckt.”
Vergesst alles,
was wir euch neulich über die optimalste Ansprache von Tech-Blogs geraten haben. Manchmal reicht es doch aus, uns einfach eine Pressemitteilung zu schicken, die wir dann von Anfang bis Ende publizieren. Allerdings müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Eure Idee ist eine Mischung aus völlig absurd und dennoch (oder gerade deshalb) potenziell disruptiv.
2. Eure Pressemitteilung strotzt vor Superlativen, so dass sie nur schwerlich ernst zu nehmen ist.
3. Euer Produkt und eure Kommunikation bauen auf Klischees auf, die man am liebsten in ihren Schubladen belassen würde.
glamya erfüllt alle drei Kriterien. Der Dienst aus dem süddeutschen Langenau startet heute “Europas ersten und größten Crowdsourcing-Echtzeit-Marktplatz für digitale Fotobearbeitungsservices.” Und zwar nur für Frauen. Aber lest selbst (die finale Pointe kommt im letzten Satz):
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Die Pressearbeit von Startups ist verbesserungswürdig. Eine gelungene Ansprache von Tech-Blogs muss nicht aufwendig sein. Allerdings gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten. Hier sind 11 Tipps.
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Pitchen: nicht per Telefon
Eigentlich war ich immer der Ansicht, Artikel, die Startups erklären, wie sie sich am besten bei Tech-Blogs und Onlinemedien bekannt machen, hängen allen zum Halse raus. Aber zumindest in den Kommentaren
zu meiner Kritik an der Pressearbeit hiesiger junger Internetunternehmen wurde eine Nachfrage nach derartigen Instruktionen deutlich. Womöglich ist das, was uns bei netzwertig.com so selbstverständlich erscheint, am Ende doch nichts, das eine aufstrebende Webfirma von Anfang an im Blut hat.
Aus diesem Grund möchte ich die Gelegenheit nutzen und kompakt zusammenfassen, wie für uns der perfekte Pitch aussieht – und wie nicht. Dabei kann ich natürlich nicht garantieren, dass der von uns gewünschte Ansatz bei jedem Blog und Onlinemagazin funktioniert, das an Informationen über neue Webservices und Startups interessiert ist. Ich glaube aber, dass für die hier beschriebenen Vorgehensweisen durchaus ein gewisser Grundkonsens besteht, wenn es auch an der ein oder anderen Stelle unterschiedliche Präferenzen geben wird.
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Junge Internetunternehmen erhalten in Deutschland nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie sich wünschen. Zum Teil ist eine miserable Pressearbeit schuld.
deutsche-startups.de berichtete gestern über das Jobportal opportuno. In dem Artikel ging es um die Tatsache, dass das Startup aus Erlangen bereits 2007 eine Suchtechnologie implementiert hatte, die erste Stellenangebote noch während der Eingabe des Suchbegriffes anzeigt und damit vom Prinzip her dem in der vergangenen Woche mit viel Brimborium gestarteten Google Instant ähnelt.
Das Blog zitiert opportuno-Gründer Andreas Bogen, der sich darüber ärgert, dass innovative Ideen in Deutschland nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen. Nun würde jeder vermuten, opportuno hätte sich die Funktion bei Google abgeschaut, stattdessen war das das junge Unternehmen aus Bayern damit viel früher auf dem Markt.
Bogen bezieht sich zwar in erster Linie auf Investoren, die bei der Vorstellung der Idee vor drei Jahren nur gefragt hätten, ob es dafür denn ein US-Vorbild gäbe, aber es wird deutlich, dass er auch ganz allgemein ein Aufmerksamkeitsproblem für innovative Startups in Deutschland sieht.
Und damit hat er natürlich recht. Er bläst ins selbe Horn wie jüngst Paul Piper in seiner Kolumne zur Innovationswüste Deutschland. Doch ich behaupte, dass eine nennenswerter Teil der Verantwortung dafür bei den hiesigen Internetunternehmen selbst liegt!
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