Alle 50 Artikel zum Thema PR auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:
Manche frisch lancierten Startups präsentieren sich gerne in Interviewform. Doch es gibt gute Gründe dafür, ihnen diesen Wunsch zu verweigern.
Gelegentlich kommt es vor, dass vor dem Debüt stehende Startups uns vorschlagen, mit ihren Gründern ein Interview zu führen. Besonders verbreitet ist dies bei Jungfirmen aus den USA, die ihre Internationalisierung vorantreiben und eine Lancierung im deutschsprachigen Markt ins Auge fassen. Nicht selten bietet uns der oder die PR-Verantwortliche eine Interviewmöglichkeit mit den Machern an. Doch meiner Meinung nach gibt es aus Gesichtspunkten der Qualität, des Informationswertes und auch der Leserzufriedenheit nichts Unpassenderes, als die Gründer eines Startups in typischer Interviewform länger als unbedingt notwendig zu Wort kommen zu lassen.
Rund 90 Prozent aller Startups scheitern. In Wahrheit sind es vielleicht 75 Prozent, oder 95 Prozent. Manchmal lässt sich nur schwer erkennen, ob zum Beispiel eine Übernahme als Erfolg oder eher als Misserfolg zu werten ist, etwa bei einer Talentakquisition. Doch in jedem Fall ist das Verhältnis zwischen Tops und Flops eindeutig: Auf einen oder zwei Knaller kommen neun oder acht Unterfangen, die gegen die Wand gefahren werden. Versierte Geldgeber wissen dies und richten ihre Investitionsstrategie daran aus. » weiterlesen
Im ProSieben-Wissensmagazin Galileo wurden die deutschen Startups WorkHub und Nachbarschaftsauto vorgestellt. Die Auswirkungen des plötzlichen Nutzerinteresses waren selbst bei uns massiv zu spüren.
Einmal täglich werfe ich einen Blick auf die aktuellen Besucherzahlen. Ausgehend von Shares, Kommentaren und andere Netzreaktionen zu publizierten Artikeln weiß ich meist schon in etwa, welche Dimensionen die Seitenaufrufe haben werden. Doch als ich die Statistik vom gestrigen Montag einsah, war ich erstaunt: Rund 7.000 Unique Visitors mehr als erwartet steuerten gestern netzwertig.com an. Der überraschende Trafficmagnet: Dieser mehr als ein Jahr alte Artikel über das Berliner Startup Workhub. Dank einer Spitzenpositionierung des Textes bei Google kamen gestern Tausende Leser zu uns. Kurze Zeit später wusste ich, wieso: Dem Startup aus der Hauptstadt war es geglückt, im ProSieben-Wissensmagazin Galileo vorgestellt zu werden. » weiterlesen
Google Reader
Zwei lesenswertie Artikel dokumentieren die externen Kosten des Endes vom Google Reader für das Web aber auch für Google. Mitunter sind wohl vor allem auch geschäftliche Kunden und Organisationen fortan gut beraten, sich etwas genauer zu überlegen, bei welchen Diensten sie sich von Google abhängig machen und bei welchen besser nicht.
» Google is about to learn a tough lesson
» Killing Google Reader is like killing the bees: we’ll all be worse off
Google Graveyard
Dazu passend hat Slate einen virtuellen Friedhof für an Altersschwäche verstorbene und ermordete Dienste von Google entwickelt:
» The Google Graveyard
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Kein anderer Internetdienst quält sich und Nutzer so sehr mit wiederholten funktionellen Einschnitten wie Last.fm. Jetzt ist es wieder soweit – zum vierten Mal in weniger als vier Jahren.
Die typische Entwicklung eines Onlinedienstes verläuft so: Er startet mit einer funktionell meist recht beschränkten Version, dem “Minimum Viable Product”, und wird je nach Akzeptanz bei der Zielgruppe sukzessive ausgebaut und erweitert. Den umgedrehten Weg gehen wenige Angebote. Kaum verwunderlich, immerhin verbindet man mit einem anhaltenden Schritt-für-Schritt-Rückbau nicht gerade unternehmerische Prosperität. Nur ein bekannter Webservice schafft es, sein Angebot Jahr für Jahr ein bisschen zu limitieren und damit jedes Mal aufs Neue negative Presse zu produzieren: Last.fm, ein Pionier im Bereich der Musikdienste mit Streaming-Funktion.
Der schon zehn Jahre alte, von einer Reihe Deutscher und Österreicher gegründete Dienst, der 2007 vom US-Medienkonzern CBS für 280 Millionen Dollar übernommen wurde, begann mit seiner Demontage im Frühjahr 2009, als die Funktion personalisierter Radiostreams für Nutzer außerhalb der USA, Großbritannien und Deutschland kostenpflichtig wurde. Drei Euro pro Monat kostete das Anhören der interpreten- und genrespezifischen Radiokanäle fortan für alle Anwender, die nicht in den drei Ländern lebten.
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hackPR heißt ein kurz vor dem Launch stehender US-Dienst, der Reporter und ihre Fragen mit Startups und ihrem Wissen zusammenbringen möchte. Im Idealfall kann sich dadurch die Qualität der Berichterstattung über Onlinethemen erhöhen.
Nach über fünf Jahren im Tech-Blogging-Geschäft weiß ich, dass das Verhältnis zwischen Startups und Presse viel Raum für Optimierungen enthält. Oft beobachte ich, wie die Macher von neuen Web- oder Mobile-Diensten augenscheinlich ihre Mediensichtbarkeit dem Zufall überlassen, anstatt sie am Ziel eines maximalen Effekts bei natürlich minimalem Aufwand auszurichten. Ein Zeitinvestment von wenigen Stunden kann ausreichen, um aus einer oberflächlichen Erwähnung bei einem einzigen Fachmagazin am späten Freitagnachmittag ein beachtliches Presseecho zu aufmerksamkeitsstarken Zeitpunkten am Dienstag oder Mittwoch zu machen.
Die Dynamik und Veränderlichkeit des Marktes hat außerdem zur Folge, dass selbst die erfahrensten Kenner der Branche nie den vollständigen Überblick über Akteure in einem bestimmten Segment haben. Nicht selten fehlen daher Artikeln über frische Onlinedienste oder Apps Hinweise zu vergleichbaren Angeboten. Dabei würde dies, eventuell sogar kombiniert mit Stellungnahmen der Konkurrenten, ein journalistisch sehr viel ausgeglicheneres Bild abgeben. Doch Zeitdruck, fehlende Kenntnis und die mangelnde Transparenz des Marktes machen dies häufig schwer – der allwissende Redakteur, der jedes Startup und jede App der letzten 15 Jahre aus allen wichtigen Ländern kennt und zu allen Kontakte pflegt, existiert bisher nicht.
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Viele Startups und Internetfirmen setzen für eine koordinierte Medienberichterstattung auf Sperrfristen. Doch dieses für Redakteure eigentlich praktische PR-Instrument verliert sukzessive an Glaubwürdigkeit.
Zur gestrigen Neuigkeit aus dem Hause Rdio gab es eine Sperrfrist: Um vorab die Informationen zum neuen “Artist Program” des kalifornischen On-Demand-Dienstes zu erhalten, mussten wir zusagen, den Artikel nicht vor 9:30 Uhr am Dienstag zu publizieren. Derartige Embargos zum Ziele der zeitgesteuerten, konzentrierten Presseberichterstattung sind umstritten – und werden in manchen Fällen auch durch die technologische Entwicklung ausgehebelt.
Wir haben aber grundsätzlich nichts gegen Sperrfristen, sofern sie angemessen erscheinen. Immerhin erlauben sie es uns, genug Zeit in die Aufbereitung einer Story und Recherche rund um einen Sachverhalt zu investieren, anstatt in Eile einen Artikel zusammenschustern zu müssen. Soweit die Theorie. Leider häufen sich die Fälle, in denen Embargos sich im Nachhinein als hinfällig herausstellen. Entweder, weil sie bewusst von einem konfliktfreudigen Medienangebot gebrochen wurden, oder – und das ist das eigentliche Ärgernis – weil unterschiedliche Sites unterschiedliche Sperrfristen erhalten.
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In den kommenden Wochen werden Blogs, IT-Portale und Nachrichtenangebote viele Artikel publizieren, die es sonst maximal zu einer Randnotiz gebracht hätten. Startups und Webfirmen sollten das Sommerloch nutzen.
Die nächsten vier Wochen wird es im Netz deutlich ruhiger werden. Millionen Menschen verbringen den Juli traditionsgemäß lieber im Urlaub, auf der Terrasse, im Schwimmbad oder im Café, statt bei der (vielleicht auch in diesem Jahr noch eintreffenden) Hitze im Büro zu schwitzen. Das berühmt-berüchtigte Sommerloch ist die Folge, mit all seinen Schlagzeilen und Meldungen, die eigentlich nicht mehr als ein paar Zeilen wert sind, aber aus Ermangelung an wirklich wichtigen Ereignissen zu großen Stories aufgeblasen werden. Auch die Tech-Presse bleibt davon nicht verschont. Schon seit einigen Tagen erhalten wir merklich weniger Pressemitteilungen, und auch Pitches von jungen Webfirmen sind zur Zeit eher selten. Die wenigsten (hiesigen) Gründerteams nutzen die Sommerzeit für Produktlancierungen oder größere Ankündigungen. Denn wenn die Zielgruppe ohnehin nicht vor dem Rechner sitzt sondern sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt, ist es sinnlos, die PR-Trommel in Gang zu setzen, so die Annahme. An dieser mag etwas dran sein. Trotzdem empfehlen wir jungen Onlineservices, genau das Sommerloch dafür zu nutzen, sich ins mediale Rampenlicht zu begeben.
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Tag für Tag erhalten wir Dutzende Pressemitteilungen und Mails mit Neuigkeiten von jungen und etablierten Webfirmen. Manchmal machen sie unsere und ihre Arbeit unnötig schwer.
Vor einer Woche illustrierten wir am praktischen Beispiel, wie für uns die perfekte Kontaktaufnahme von Startups aussieht, die auf netzwertig.com vorgestellt werden möchten. Angesichts der zahlreichen Pressemitteilungen und Anfragen, die wir Tag für Tag erhalten, bekommen wir natürlich nicht nur Lichtblicke wie den erwähnten zu sehen, sondern werden regelmäßig mit PR-Unsitten konfrontiert, die uns die Arbeit erschweren und den Verantwortlichen nichts anderes bringen als eine verschlechterte Ausgangsposition in ihrem Bestreben, ihre Botschaft im Rahmen eines redaktionellen Artikels bei uns wiederzufinden. » weiterlesen
yumy erlaubt das einfache Teilen von Links mit Menschen in der unmittelbaren Umgebung. Ganz nebenbei liefert das Startup aus Wien den perfekten PR-Pitch.
Eines unserer Prinzipien ist es, das Abschreiben von Pressemitteilungen zu vermeiden. Doch heute machen wir eine Ausnahme. Jedoch nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil uns das österreichische Startup yumy den perfekten E-Mail-Pitch geschickt hat. Die Mail von Mitgründer Patrick Schubert ist so hervorragend strukturiert, auf das Wesentliche fokussiert und gleichzeitig in höchstem Grade informativ, dass sie fortan von uns als uneingeschränkte Empfehlung für alle Jungunternehmen angeführt wird, die sich und ihr Produkt erstmalig bei uns vorstellen.
yumy ist ein kostenfreier Dienst, der allen Personen dient, die Menschen in der unmittelbaren Umgebung Links zukommen lassen wollen. Aber bevor ich nun doch in das gewohnte Muster verfalle und das clevere Angebot mit eigenen Worten beschreibe, folgt hier die ungekürzte E-Mail-Präsentation der Wiener. Unser Wunsch an alle Kommunikationsexperten sowie PR-Berater im Startup-Segment: Macht es ähnlich.
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Wenn junge Internetunternehmen bei Journalisten vorstellig werden, verlassen sie sich gern auf abgedroschene Superlative. Doch damit verbauen sie sich viele Chancen.
Theodossios Theodoridis ist freier PR-Berater in Hamburg und auf die Arbeit mit Web-Startups spezialisiert. Mehr über den Autor am Ende des Artikels.
Ja, es stimmt: Deutsche Startups haben es nicht leicht, in die Presse zu kommen. Es liegt unter anderem daran, dass viele Journalisten und Redaktionen hiesige Internetunternehmen gern und gekonnt übersehen.
Will man aber fair bleiben, so muss man auch in Richtung der Startups und deren Pressearbeit schauen – um dann festzustellen: Das Problem ist keineswegs einseitig. Startups tragen selbst erheblich dazu bei, dass Journalisten wenig Lust haben, über sie zu berichten.
Es ist vor allem die immer wiederkehrende, uncharmante und nicht gerade clevere Herangehensweise der jungen Unternehmen, die selbst den interessierten Redakteur irgendwann mürbe macht. Ja, mürbe machen muss.
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