Alle 21 Artikel zum Thema Politik auf netzwertig.com:
Deutsche Politiker bemühen sich wieder um Internetfilter. Diese sind natürlich demokratisch gefährlich und nutzlos für den propagierten Einsatzzweck. Und sollen trotzdem eingeführt werden.
Wie SpOn berichtet, hat die deutsche Familienministerin Ursula von der Leyen sich mit Michael Glos und Wolfgang Schäuble geeinigt, was sicher ein hartes Ringen war, und möchte an kinderpornografische Inhalte im Internet folgendermassen herangehen:
“Noch in dieser Legislaturperiode” werde ein Filtersystem durch die deutschen Serviceprovider (ISPs) umgesetzt, das künftig den Zugriff auf solche Seiten und Angebote verhindern soll.
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen: Setzte innerhalb kürzester Zeit ein Filtersystem gegen Kinderpornografie durch
Bis Anfang März soll eine “verbindliche Abmachung” mit allen großen deutschen Internetprovidern stehen. Jetzt werde zusammen mit dem Innen- und Wirtschaftsressort eine notwendige rechtliche Klarstellung im Telemediengesetz vorbereitet.
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Die US-Präsidentschaftswahl und der Sieg Barack Obamas haben nicht nur
für glühende Internet-Leitungen gesorgt (siehe Bild links) sondern auch für zumindest für einen Tag
höhere Verkaufszahlen der Tageszeitungen in den USA. An solch historischen Tagen will man etwas Physisches in der Hand haben, als Souvenir für später.
Dass Barack Obama der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird, hat er zu einem nicht unwesentlichen Teil seiner Kampagne im Netz zu verdanken. » weiterlesen
Anlässlich der österreichischen Nationalratswahl: Ein Streifzug durch Österreichs Bloggerszene, bei dem wir gute Inhalte und lesenswerte Kommentare finden.
Gute Online-Angebote zur bevorstehenden Wahl in Österreich liefern nicht nur klassische Medien und Bürgerplattformen, sondern auch private Blogger. Helge Fahrnberger etwa bloggt in seinem Privatblog helge.at nicht nur darüber, welche Partei er warum wählen
möchte. Er
analysiert auch gekonnt, wie das
Liberale Forum (LIF) neue Mitglieder und Unterstützer im Internet rekrutiert. Sein Fazit:
Das LIF ist offenbar die erste wahlwerbende Gruppe hier, die erkannt hat, dass klassische Organisationsformen wie Parteien – entstanden aus kommunikationslogistischen Nöten, die’s längst nicht mehr gibt – an Berechtigung verlieren und sich neu erfinden müssen.
Außerdem präsentiert Fahrnberger einen delikaten flickr-Fotostream, auf dem sich Partyfotos von Veranstaltungen der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) mit teils wohl eher unvorteilhaften Szenen finden:
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Neben den Internetangeboten der klassischen Medien kann man sich über den österreichischen Wahlkampf auch auf Bürgerplattformen informieren. Einige gut gemachte Angebote stellen wir hier vor.
Bürger fragen – Politiker antworten: Mit diesem Konzept hat schon CNN bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaft einen Quotenerfolg gelandet. Der österreichische Privatsender ATV kopierte diese Idee für die Nationalratswahlen am 28. September und fordert die Österreicher nun ebenfalls dazu auf, ihre Fragen an Politiker auf einem eigenen youtube-Channel zu stellen.
Allerdings picken die
ATV-Redakteure am Ende nur einen Bruchteil an ihrer Meinung nach passablen Fragen heraus, um sie im Fernsehen den Spitzenkandidaten der antretenden Parteien zu stellen.
Die Plattform wahltotal.at ist da wesentlich innovativer und bürgernäher.
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Österreich wählt einen neuen Nationalrat – und die “alten” Medien setzen auf Internetangebote, um neue Lust auf Politik zu machen.
Die innovativste Idee für die Wahlberichterstattung hatte heuer zweifelsohne der österreichische Privatsender ATV. Wie bei CNN während der Vorwahlen zur US-Präsidentschaft, können die Österreicher Fragen auf einen YouTube-Channel von ATV hochladen. Einige der Videos werden am 21. September ausgesucht und direkt den Spitzenkandidaten im TV-Studio gestellt.
Beim öffentlich-rechtlichen ORF dagegen beschränkt man sich auch im Jahr 2008 auf ein altbackenes Konzept: Die Spitzenkandidaten der im Parlament vertretenen Parteien treffen im Zweier-Duell aufeinander. Das Neueste zur Wahl bündelt der ORF auf der recht schmucklosen Plattform wahl08.orf.at. Als Revolution darf schon gelten, dass immerhin alle TV-Konfrontationen nach der Ausstrahlung auch online angeschaut werden können.
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Seit über einem Jahr plaudert der österreichische Verkehrsminister und SPÖ-Vorsitzende in einer PR-Serie auch über private Kleinigkeiten – auf Kosten der Steuerzahler, ätzen nun viele Medien.
Kaum zum Parteivorsitzenden der österreichischen Sozialdemokraten gewählt, bläst Verkehrsminister Werner Faymann schon eine kühle Brise von Seiten der Medien entgegen. Dabei segelte er noch kürzlich unter dem günstigen Rückenwind der
Kronen-Zeitung an die Spitze der Partei und löste den regierenden Bundeskanzler als Parteivorsitzenden ab.
Erste Wolken am Horizont zogen auf, als Faymann mit einem Brief an die Krone die neue Parteilinie der SPÖ in der Europapolitik verkündete. Sogar viele Parteimitglieder erfuhren vom 180-Grad-Schwenk der SPÖ, die plötzlich für statt gegen Volksabstimmungen bei EU-Verträgen war, zuerst aus der Krone. Peinliche Anbiederung an den Boulevard warfen entrüstete Parteimitglieder und entsetzte Journalisten der neuen SPÖ-Führung vor. Und plötzlich fällt kritischen Edelfedern der nächste Skandal ein:
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Ein düsterer, bitterer Actionfilm voller tragischer und kaputter Charaktere sorgt für volle Kinos: “The Dark Knight”, der achte Batman-Auftritt, bricht schon jetzt Zuschauerrekorde.
Batman foltert, bricht Gesetze, verletzt Bürgerrechte, übt Selbstjustiz und belügt die Öffentlichkeit – und zum Schluss des Films fragt ein kleiner unschuldiger Junge, was der Held denn falsch gemacht habe. Nichts und alles, das ist die Botschaft des Films: Batman hat sich schuldig gemacht, um die Bürger von Gotham City zu retten.
Damit ist “The Dark Knight” ein äußerst politischer Film. Zuviel sei vor dem Deutschlandstart des Films am 21. August nicht verraten – nicht zu viele Details, kein Blick auf die komplexen Charaktere mit ihren tragischen Konflikten. Keine Würdigung von Schauspielern und Machern des Films, das überlassen wir den richtigen Rezensionen. Nur soviel: Es gibt zwar Actionfilme mit mehr “Wumms”, aber kaum einen, der düsterer, dichter und packender ist. Aber hier geht es um etwas anderes, denn in diesem Film verschwimmt nicht einfach die Grenze zwischen “gut” und “böse” …
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Die Rede von Barack Obama in Berlin beherrscht heute die Titelseiten. Im Internet gibt es Videos des Auftritts auf Abruf, mit oder ohne deutsche Silmutanübersetzung.
Rund 200.000 Menschen versammelten sich auf der Obama-Fanmeile und hörten die Rede des designierten Präsidentschaftskandidaten der amerikanischen Demokraten. Tausende Menschen standen in der Abendsonne und jubelten Obama zu, der von einer gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen Atomwaffen, Terrorismus und Klimawandel sprach. Die Rede in Textform gibt es zum Beispiel hier – eindrücklicher ist natürlich ein Video des Auftritts. Entweder in den Mediatheken von ARD und ZDF mit deutscher Übersetzung – oder auf YouTube, eingestellt vom ZDF, in guter Qualität: » weiterlesen
Barack Obama, vielleicht künftiger Präsident der USA, beehrt Berlin – und deutsche Online-Medien überbieten sich selbst: Live-Reportagen und +++ Live-Ticker +++, wohin man klickt.

Jedes noch so kleine Detail wird im Minutentakt eifrig an die werten Klick-Kunden durchgegeben: Obama hier, dort, überall. Verdächtiges Päckchen in der Lobby von Obamas Hotel? Eilmedlung! Es gibt kein Erbarmen. Auch nicht auf sueddeutsche.de: “An der ersten Ma[r]kierung, braune Tapes auf hellgrünem Teppich, gibt es ein kurzes Shakehands für die Journalisten.” Bitte! Mehr! Details!
Die über Agenturen angefütterten Ticker, von Focus bis Stern, unterscheiden sich kaum. Selbst der Bild-Ticker könnte für das Angebot eines seriösen Mediums durchgehen. Oder andersherum. Doch zum Glück gibt es eine rühmliche Ausnahme: Noch eine Spur überdrehter liest sich der Obama-Hype auf Faz.net. Dort berichtet Marcus Jauer live aus Berlin. Bei ihm finden sich folgende Sätze:
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Das neue Führungsduo der Regierungspartei SPÖ erklärt eine 180-Grad-Drehung ihrer EU-Politik – ausgerechnet exklusiv vorab in der Kronen-Zeitung, die genau das seit Monaten fordert.
Beim Blick in die gestrige Kronen-Zeitung blieb wohl nicht nur einigen Journalisten und Bloggern das Frühstückskipferl im Hals stecken. Praktisch ganz Österreich ist vom abrupten Positionswechsel der stimmenstärksten österreichischen Regierungspartei überrascht. Entsetzt waren viele darüber, wie diese plötzliche Meinungsänderung an die Öffentlichkeit getragen wurde: nämlich in einem Brief an Hans Dichand, den Herausgeber der reichweitenstärksten Tageszeitung Österreichs, der Krone:
Auf der Basis einer kontinuierlichen Information und einer offenen Diskussion sind wir der Meinung, dass zukünftige Vertragsänderungen, die die österreichischen Interessen berühren, durch eine Volksabstimmung in Österreich entschieden werden sollen.
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