Alle 9 Artikel zum Thema Plattformen auf netzwertig.com:
Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist.
Facebook hat wie erwartet
sein Börsenprospekt veröffentlicht und damit den baldigen Gang aufs New Yorker Handelsparkett offiziell gemacht. Eine interaktive Version der Unterlagen
gibt es beim Wall Street Journal, eine kompakte Übersicht der wichtigsten Fakten
hat PandoDaily und
die größten Anteilseigner listet AllThingsD.
Der IPO wird damit in einigen Monaten erfolgen. Während ich an dieser Stelle nicht auf die Eignung des finanzwirtschaftlichen Marktumfelds eingehen werde, glaube ich wie Stephan Koß bei LinkedInsider, dass der Zeitpunkt für diesen Schritt nicht schlecht, aber auch nicht optimal ist. Denn in den letzten Monaten haben sich die Rahmenbedingungen im Social Web merklich verändert, und das nicht unmittelbar zugunsten von Facebook.
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Spotify öffnet seinen Client für externe Applikationen. Der expansive Musikdienst will sich damit als Plattform etablieren.
Die größten und innovativsten Internetunternehmen unserer Zeit haben eines gemein: Entwickler-Plattformen mit Schnittstellen, die es Drittanbietern erlauben, auf verschiedene Weise ihre Anwendungen mit dem jeweiligen Plattformbetreiber zu verzahnen.
Facebook ist genauso eine Plattform wie Twitter und LinkedIn. Alle drei Dienste gehören heute deshalb zu den führenden Webfirmen, weil sie sich nicht allein als Zieldestination für Anwender sehen, sondern als Herzstück von etwas viel Größerem, bei dessen Erschaffung die internationale Entwicklergemeinde mithelfen kann. Google+ zögert mit dem Schritt zur Plattform noch etwas und bietet bisher nur Schnittstellen mit Leseberechtigung an.
Spotify, der Leserinnen und Lesern von netzwertig.com wohlbekannte Musikdienst aus Schweden, hat auf seinem ersten großen Presse-Event überhaupt am Mittwoch in New York den Start der Spotify Plattform bekannt gegeben und damit einmal mehr deutlich gemacht, in welcher Liga er künftig spielen will.
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Facebooks App-Plattform wurde schon mehrmals für tot erklärt. Eine neue Untersuchung verdeutlicht, wie gering die Wahrscheinkeit ist, mehr als 100 tägliche Nutzer für eine Anwendung zu gewinnen.
Dass Facebooks 2007 gestartete Entwicklerplattform letztlich eher ein Marketing-Werkzeug für
Facebook als eine nutzenbringende Webumgebung für Anwender darstellt,
ist keine Neuigkeit. Aus einer Userperspektive liegt der Mehrwert der Plattform maximal in einer Auswahl kurzweiliger bis süchtig machender Games wie FarmVille, Mafia Wars oder Texas HoldEm Poker. Davon abgesehen spielen Facebook-Applikationen innerhalb des Social Networks eine untergeordnete Rolle.
Wie irrelevant das Gros der Facebooks Apps tatsächlich ist, zeigt eine Analyse, die Nick O’Neill vom Blog All Facebook gemacht hat. Er hat sich die durchschnittliche Anzahl täglicher Nutzer (DAU, Daily Average User) von rund 300.000 der laut Facebook insgesamt 550.000 aktiven Apps angeschaut. Das Ergebnis ist ernüchternd:
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Die Übernahme von Tweetie wird als möglicher Strategiewandel von Twitter gesehen. Tatsächlich gibt es Gründe, die eine bevorstehende Abwertung von Drittanwendungen nahelegen.
Twitter
Twitter hat die iPhone-Applikation Tweetie übernommen und damit in Teilen der Entwicklercommunity
Besorgnis ausgelöst. Betreiber von externen Anwendungen befürchten nun, dass der Microbloggingdienst ihnen zukünftig stärker mit eigenen Apps Konkurrenz machen wird. Bisher war der Ansatz von Twitter, nur die Grundfunktionalität sowie eine Schnittstelle (API) bereitzustellen. Den Rest erledigten externe Anwendungen, die rund um den Dienst entstanden.
Der Gedanke, Twitter könnte zukünftig stärker auf offizielle Apps setzen – entweder in Folge von Übernahmen oder als Eigenkreationen – könnte weitreichende Folgen darauf haben, wie Internetunternehmer und Entwickler zukünftig auf die Plattformen des Dienstes schauen.
Mein ehemaliger netzwertig.com-Kollege Marcel Weiss sieht in der Akquisition von Tweetie eine strategische Fehlentscheidung von Twitter, da diese seiner Ansicht nach externe Entwickler verunsichert und das rund um die Twitter-API entstandene Ökosystem schwächt. Marcel betrachtet die Übernahme unter der Prämisse, eine funktionierende Plattform rund um die API sei die absolute Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft Twitters.
Ich hingegen stelle mir mittlerweile die Frage, ob das Ökosystem rund um Twitter nicht mittlerweile seine Aufgabe erfüllt und seinen Zenit überschritt hat?
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Das Startup iLike, das eine der erfolgreichsten Facebook-Apps überhaupt betreibt, ist an MySpace verkauft worden — für einen Preis, der weit unter allen Erwartungen lag. Das zeigt: Facebook ist weder ein “Social Operating System” noch eine brauchbare Plattform für ernsthafte Startups.
iLike ermöglicht es den Benutzern, ihre Lieblingsmusik zu registieren, Playlists mit anderen auszutauschen und auf musikbezogene Inhalte zuzugreifen. Nach Angaben der Firma haben sich stolze 50 Millionen User auf iLike registiert, quer über die wichtigsten Social Networks verteilt. Und besonders erfolgreich war die Applikation auf der marktführenden Plattform: Faktisch ist iLike die
inoffizielle Default-Musikanwendung für Facebook. Die Applikation war seit Bestehen immer unter den Top 10 der Facebook-Apps und hat rasantes Wachstum erlebt.
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Die ursprünglich aus dem App Store verbannte Applikation Podcaster kehrt unter dem Namen “RSS Player” auf das iPhone zurück. Erkennt Apple die Bedeutung eines funktionierenden Ökosystems für seine Plattform?
Es scheint, dass Apple letztlich doch noch zu Einsicht gelangt:
Podcaster, wir erinnern uns, wurde aus dem iPhone-Appstore verbannt, weil es die Funktionalität von iTunes kopiere. Podcaster war eine Applikation die unterwegs den Download von Podcasts erlaubte. Eine Funktion, die mit iTunes damals nicht möglich war. Mittlerweile bietet iTunes die Möglichkeit an, Podcasts unterwegs herunterzuladen, allerdings nur bis zu einer Dateigröße von 10 MB.
Das einst aus dem App Store verbannte Podcaster hat es jetzt unter anderem Namen als “RSS Player” und mit leicht veränderter Funktionalität wieder in den App Store des iPhones geschafft.
Das ist erfreulich für iPhone- Besitzer, denn die Applikation ist äußerst nützlich:
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In Teil 1 haben wir über den negativen Effekt gesprochen, den studiVZ auf die deutsche Webgründerszene hatte. Heute werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten, die studiVZ offen standen, aber nie genutzt wurden und, voraussichtlich, auch künftig nicht genutzt werden.
Wie hätte also ein positiver studiVZ-Effekt aussehen können?
Zunächst die Hausaufgaben
Nachdem studiVZ die offensichtlichen Dinge, wie das Ändern des Namens um sich so allen Bevölkerungsgruppen auch vom Namen her zu öffnen (statt dafür ein weiteres Netzwerk aufzumachen), und die Entwicklung und Umsetzung einer eigenständigen Oberfläche vollzogen hätte, wäre Folgendes die erfolgversprechendste Strategie gewesen:
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Social Networks sind Datenbanken von Beziehungsgeflechten, auch Social Graph genannt. Der Erfolg von Social Networks wird in einer Verbindung der Öffnung dieser Daten für Drittanbieter gleichzeitig nach innen (Applikationen auf der Plattform) und nach außen (Programme wie Facebook Connect) liegen.
Die folgenden Überlegungen beziehen sich zwar auf Facebook, können aber auf alle sich zur Plattform entwickelnden Social Networks übertragen werden.
Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die Facebook-Plattform und ihre Dynamiken zu werfen, denn nicht nur ist Facebook mit aktuell über 130 140 Millionen aktiven Mitgliedern und 600.000 neuen Usern pro Tag (!) die größte Plattform ihrer Art. Die Plattform von Facebook ist außerdem die heute technisch und konzeptionell ausgereifteste Social-Networking-Plattform.
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Software as a Service — webbasierte Anwendungen à la Google Docs oder Salesforce.com — sind im Moment der heisseste Trend in der Softwarebranche. Aber am nächsten Schritt wird schon fleissig gebastelt: Voll webbasierte Entwicklungsplattformen, die das Potential haben, Windows als dominantes System abzulösen.
Kaum eine Woche vergeht derzeit ohne Ankündigung einer neuen webbasierten API-Plattform. Gerade in den letzten drei Tagen haben MySpace, Facebook und Google ihre neuen APIs für die breitere Nutzung ihrer Social-Networking-Funktionalitäten vorgestellt. An allen Ecken und Enden spriessen die webbasierten Programmierplattformen aus dem Boden. Kein Wunder, schliesslich verdankt zum Beispiel Facebook seinen Erfolg nicht zuletzt dem pionierhaften Schritt, seine APIs für externe Entwickler zu öffnen.
Aber die Gründe für das Rennen um eine starke Position bei Web-Plattformen reichen wesentlich tiefer als nur zum Wettstreit um das grösste Social Network. Wer die dominante Plattform kontrolliert, verdient das meiste Geld, so die herrschende Meinung in der IT-Branche. Beispiele dafür gibt es reichlich: IBMs System/360 im guten alten Mainframe-Zeitalter, Sonys Playstation, der iPod, Ciscos Routersoftware — all diese Plattformen haben ihren Eigentümern enorme Gewinne beschert und ganze Sub-Branchen geschaffen, die Produkte für diese Plattformen bauen, Dienstleistungen dafür anbieten oder als Verkaufskanal wirken. Das ganz grosse Vorbild heisst natürlich Wintel. Die Plattform-Allianz zwischen Microsoft und Intel dominiert den PC-Markt so umfassend, dass für die eigentlichen PC-Hersteller nur noch sehr dünne Margen übrigblieben. Microsoft und Intel kassierten den Löwenanteil der Gewinne, weil sie die Plattform kontrollieren, an die sich alle anderen anpassen mussten.
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