Thema: Peter Wälty

 

Alle 6 Artikel zum Thema Peter Wälty auf netzwertig.com:

Leserkommentare:
Das liebe Klickvieh

Ronnie Grob, 5. Januar 2009 um 11.39 Uhr , 53 Kommentare Kommentare

Kommunikation auf Augenhöhe oder geschlossene Anstalt? Die SonntagsZeitung über den “anonymen Mob”, über Kommentare auf Nachrichtenseiten.

Bin da, wer noch? (iStockphoto)
Bin da, wer noch? (iStockphoto)
Nichts als Ärger, nichts als Kosten – von außen betrachtet scheint Tamedia seine Leser mehr zu fürchten, als den in den letzten drei Monaten über 55 Prozent eingebrochenen Aktienkurs: “Der anonyme Mob” heisst darum der Artikel von David Bauer, der sich erneut sorgt um Menschen, die Publikationsmöglichkeiten im Internet nutzen. Bitterlich beklagen sich Peter Wälty, Chefredakteur des hinter mehreren Tamedia-Titeln stehenden Newsnetz (“Anonymität verleitet oft zu einem inakzeptablen, gehässigen Ton”) und David Bauer selbst:

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Print-Strategie:
Mit Klickibunti in die Bedeutungslosigkeit

Ronnie Grob, 17. November 2008 um 12.52 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Die Printverlage glauben, sie handeln schlau, wenn sie Journalismus online vernachlässigen. Doch die Klickibunti-Strategie führt geradewegs in die Zerstörung ehemals stolzer Marken.

Wir haben uns daran gewöhnt. Unter dem Druck der Werbewirtschaft rennen die werbetreibenden Online-Teilnehmer Messgrössen nach, die zwar die aufgenötigten Klicks (Page Impressions) und die SEO-Investitionen (Unique Visitors) ausweisen, aber nichts über die Zufriedenheit der Leser oder die Qualität des Dargebotenen aussagen. Doch man kann es drehen und wenden, wie man will, zurzeit sind das die Anforderungen, denen auch diese Website unterworfen ist.

Die Strategie der meisten Printverlage lautet darum so: “Weil wir online nicht so viel Geld verdienen, wie wir das offline über Jahre gemacht haben, investieren wir dort nur in das Nötigste.” Und das Nötigste erscheint den Meisten, den Anschluss nicht zu verlieren an die, die bei den Messgrössen die Nase vorn haben. Derweil verdienen sie mit ihrem Kerngeschäft, dem Verkaufen von Anzeigen neben redaktionellem Inhalt auf gedrucktem Papier, immer weniger Geld.

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Tamedia:
Vom Seriös- zum Boulevard-Verlag

Ronnie Grob, 13. Oktober 2008 um 0.03 Uhr , 18 Kommentare Kommentare

Schleichender Wandel: Tamedia hat sich in den letzten Jahren zum führenden Schweizer Boulevard-Verlag gemausert und damit das von Ringier angebotene, weil nicht verteidigte Heft aus der Hand genommen.


Was ist das am besten gemachte schweizer Boulevard-Portal im Internet? Die Antwort lautete bis vor kurzem: 20min.ch. Doch seit einigen Monaten steht Konkurrenz aus dem eigenen Haus da. Das vorher kreuzbrave, aber mehr oder weniger seriöse Portal tagesanzeiger.ch hat sich durch den Einfluss von Newsnetz stark verändert. Wer steht hinter beiden Werken? Newsnetz-Chefredaktor Peter Wälty, kürzlich auf dem Titelbild des Schweizer Journalist und Tamedia, ein Verlag, der bisher nichts mit Boulevard am Hut zu haben schien.

Dank Wälty geht es rund in der Redaktion. Die Website rotiert ständig, der geneigte Leser kriegt den Eindruck, es werde ständig an allen Storys gleichzeitig rumgeschneidert, aktualisiert vor fünf Minuten, aktualisiert vor 36 Minuten, aktualisiert vor 57 Minuten. Doch diese laufenden Änderungen sind intransparent und sorgen beim Leser für Verwirrung: Hinter welcher Version steht nun Newsnetz? Wie kann man einen Artikel zitieren, der vielleicht schon Minuten später anders lautet?

» weiterlesen: Was auf der Strecke bleibt

Newsnetz gestartet:
Dicht dran am Boulevard

Ole Reißmann, 8. August 2008 um 12.15 Uhr , 23 Kommentare Kommentare

Die selben Schlagzeilen, die selben Bilder: Basler Zeitung, Berner Zeitung und Tages-Anzeiger haben endlich moderne Websites – und eine gemeinsame Mantelredaktion.

Nachrichtenseiten sehen ohnehin recht ähnlich aus, kaum eine Online-Redaktion wagt, eigene Schwerpunkte zu setzen – lieber alles mitnehmen, was die Konkurrenz auch hat. In der Schweiz haben sich drei Zeitungen zum Newsnetz zusammengetan, um dieses voneinander Abschreiben, dieses Agenturmaterial möglichst schnell auf die Seite hieven, nicht gegen- sondern miteinander zu bestreiten.

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Schweizer Verlage:
Im Schlafwagen ins Internet

Ronnie Grob, 27. Februar 2008 um 10.58 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Das neue Newsportal von Tamedia & Co. wird wegen einer Kreativpause eines Mitarbeiters verschoben, die Behausung der Web-2.0-Gemeinde von Ringier wird bei Ebay versteigert und vom angekündigten Schweizer Google News ist überhaupt nichts mehr zu hören. Verschlafen die Schweizer Verlage das Internet komplett?

Nickerchen auf einer Bergwiese
«Herrlich, diese Ruhe» (Bild Keystone)

Über diese Meldung im Kleinreport (Start des Tamedia-Newsnetzwerk-Systems verzögert sich) haben wir in unserem internen Firmen-Wiki alle herzlich gelacht. Der zweitgrösste Verlag der Schweiz, Tamedia, soll sein schon lange angekündigtes Newsportal nicht im Frühling, sondern erst im Herbst 2008 liefern. Grund: Der neue Chef des Projekts, Peter Wälty, macht eine mehrmonatige Kreativpause. Dazu ist von der Entscheidung zu lesen, “dass das Projekt nicht direkt unter einer eigenen Domain im Internet zugänglich sein werde”.

Während in Deutschland alle dem Erfolg von Spiegel Online nachrennen, ein von Aufmerksamkeit überhäuftes Newsportal, das wahrscheinlich schon gar nicht mehr weiss, wohin mit all den Werbeaufträgen, den neuen Mitarbeitern und den Preisen, kümmert man sich in der Schweiz darum, wie man am Besten die Meldungen der Nachrichtenagenturen ausdruckt und gratis verteilt.

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Tages-Anzeiger, BaZ, BZ, News e.a.:
Peter Wälty wird Chefredaktor des neuen Online-News-Netzwerk

Ronnie Grob, 30. Oktober 2007 um 14.41 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Peter Wälty wird Chefredaktor des neuen News-Netzwerks, das der Tages-Anzeiger zusammen mit der BaZ und der BZ aufzieht und im Frühling 2008 launchen will.

Am 14. September 2007 wurde das neue Online-News-Netzwerk von Tamedia, Basler Zeitung und Berner Zeitung (der Winterthurer Landbote und die Thurgauer Zeitung sitzen auch mit im randvollen Boot) offiziell angekündigt. Hinter den Kulissen liefen die Vorbereitungen allerdings schon seit Monaten; vor allem wurde im In- und Ausland nach einer Redaktionsleitung gesucht, die den vielen Projektparteien genehm ist.

Nun greift man auf eine naheliegende, weil konzerninterne Lösung zurück, die trotzdem eine Überraschung ist. Chefredaktor des neuen News-Netzwerks wird Peter Wälty, bisheriger Leiter der Online-Redaktion von 20 Minuten.

Peter Wälty hat einen eindrücklichen Leistungsausweis als jemand, der weiss, wie man Traffic holt. Seit dem Redesign im Februar 2006 haben sich die Zugriffszahlen von 20minuten.ch um ein Mehrfaches gesteigert (nachvollziehbar via NET-Metrix ist “nur” der Anstieg von 50 Millionen Page Impressions im November 2006 auf über 70 Millionen heute).

Wältys Website steht dabei für die unbedingte Orientierung am Geschmack des Publikums. Mit der von ihm konzipierten Eigenentwicklung des in der Szene berühmten grünen Monitors sieht die Online-Redaktion im Fünf-Minuten-Takt, wie oft jeder Artikel angeklickt wird. Was nicht performed, ist schnell buchstäblich weg vom Fenster. Bildergalerien en masse und Umfragen zu jedem möglichen und unmöglichen Thema runden die PI-Bolzerei ab und bringen 20minuten.ch heute sensationelle 11 Page Impressions pro Visit.

Trotzdem hat Peter Wälty ein grosses Ziel nicht erreicht. Im Februar 2006 sagte er zu persoenlich.com: “Wir können nicht anders als früher oder später den Blick zu überholen.”

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