Thema: Payments

 

Alle 21 Artikel zum Thema Payments auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Rettung per mobiler App und Geoblocking:
Was mich eine verlorene Kreditkarte über Innovation in der Bankwirtschaft lehrte

Eine EC- oder Kreditkarte zu verlieren, ist oft mit erheblichem Ärger verbunden. Doch schon minimale Innovation eines Finanzinstituts kann es Bankkunden in einer solchen Situation deutlich einfacher machen.

Kreditkarte verlorenVor einigen Wochen stand ich an der Bar eines Clubs in San Francisco und wollte gerade Getränke bestellen. Doch beim Griff in mein Portemonnaie stellte ich bestürzt fest: Meine Kreditkarte war weg! Wer schon einmal Wertgegenstände verloren hat, kann sich wahrscheinlich gut in meine damalige Gefühlslage hineinversetzen. Auf den ersten Schock folgte ein ruckartiges, mehrfach wiederholtes Abtasten aller Taschen und ein doppeltes und dreifaches Durchsuchen des Portemonnaies. Fehlanzeige. Mir wurde klar, dass ich die Karte entweder bei der vorherigen Bestellung an der Bar vergessen oder danach beim Herumlaufen verloren haben muss. Ein Nachfragen beim Personal sowie ein Absuchen des Bodens blieben ohne Erfolg. Je näher die Erkenntnis rückte, dass die Karte tatsächlich verloren war, desto schlechter wurde meine Laune. Doch dann, plötzlich, erhellte sich meine Stimmung wieder. » weiterlesen

Deutsche Konsumenten:
“Mobiles Bezahlen und Lieferung am selben Tag wollen wir nicht”

Umfragen zeigen ein schwaches Interesse der Deutschen an mobilen Bezahlverfahren und neuartigen Ansätzen der Lieferung von online gekauften Produkten.

Skeptische Deutsche

Das Bezahlen mit dem Smartphone sowie die Warenlieferung am selben Tag gehören zu den derzeit größten Hoffnungsträgern der Internetbranche und des Handels. Doch damit sich neue Geschäftsmodelle und Konzepte auf diesen Verfahren aufbauen lassen, müssen die Verbraucher mitspielen. Wie zwei aktuelle Umfragen zeigen, treibt viele Deutsche abermals die Skepsis gegenüber Veränderung um. » weiterlesen

Onlineshops und stationärer Handel:
Wie Technologie 50 Milliarden Dollar Kartengebühren retten kann

Fast 50 Milliarden Dollar an Transaktionsgebühren führen Händler und Dienstleistungsunternehmen pro Jahr an Banken und Kreditkartenunternehmen ab. Doch dank neuer, technologiegestützter Lösungen werden Geschäfte und Onlineshops künftig Teile dieser entgangenen Umsätze zurückerobern können.

Kreditkarte

“Keine Kartenzahlung”, “Kartenzahlung erst ab 5 Euro” oder “Keine Kreditkarten” – für Anhänger eines bargeldlosen Lebensstils sind diese oder ähnliche Einschränkungen beim Einkauf ein stetiger Irritationsmoment. Aus Sicht der Händler jedoch gibt es oft nachvollziehbare Gründe für eine solche Maßnahme: Denn wer die Kartenzahlung akzeptiert, muss für die Transaktionen Gebühren an die verantwortlichen Banken sowie Karteninstitute abführen. Bei Debitkarten (im deutschen Volksmund “EC-Karte” genannt) liegen diese bei bis zu 1,5 Prozent, allerdings plant die EU eine Deckelung auf 0,3 Prozent. Bezahlt ein Kunde mit Kreditkarte, führen Geschäftsinhaber davon oft saftige drei Prozent oder mehr ab, zuzüglich einer fixen Pauschale von meist 0,10 bis 0,30 Euro pro Bezahlvorgang. Da die Margen in vielen Branchen des Einzelhandels gerade mal im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen, fühlt sich manch ein Ladenbetreiber schlicht dazu gezwungen, gängige Kreditkarten wie Visa oder MasterCard abzulehnen. Im Onlinehandel ist das schon schwieriger, da die Bargeld-Option nicht existiert. Shops, die sich an Kunden aus einer Vielzahl von Ländern richten, haben heutzutage eigentlich keine Alternative zur Akzeptanz der international verbreiteten Kreditkarten. » weiterlesen

V.me und MasterPass:
Kreditkarteninstitute wollen den Aufstieg von PayPal stoppen

PayPal und andere digitale Geldbörsen bedrohen die Dominanz der Kreditkarteninstitute im Handel. Visa und MasterCard versuchen sich deshalb an eigenen virtuellen Wallets. Für Shopbetreiber und Konsumenten sind das gute Neuigkeiten.

MasterPassDer Finanzsektor ist – endlich, möchte man meinen – von den Folgen der Digitalisierung erfasst worden. Überall sprießen neue Akteure aus dem Internetboden, der Aufstieg von Bitcoin tut seinen Teil, und führende Webfirmen wie Google und eBay/PayPal, preschen mächtig vor. Für die alteingesessenen Firmen heißt dies, ihrerseits das Innovationstempo zu erhöhen, möchten sie nicht das Schicksal anderer einstmals etablierter, aber im Zuge des Internets demontierter Marktführer verschiedener Wirtschaftsbereiche erleiden.

Visa und MasterCard, die zwei größten Kreditkarteninstitute der Welt, sehen die primäre Bedrohung für ihr Geschäft derzeit im Onlinehandel. Für Konsumenten ist das ständige Eintragen der Kreditkartendaten in Bestellformulare umständlich. Zusätzlich birgt es ein erhebliches Sicherheitsrisiko, wenn tausende Shops Karteninformationen speichern. Viele E-Commerce-Anbieter und Verbraucher weichen deshalb auf Onlinezahlungsdienstleister wie PayPal aus. 137 Millionen Anwenderkonten wurden dort bislang registriert. Zwar erlaubt PayPal den Nutzern seiner Zahlungsdienste den Kauf per Kreditkarte, dennoch missfällt es Visa und MasterCard, wie sich die eBay-Tochter als Mittlerin zwischen sie und die Kunden schaltet. Es erschwert ihnen das Sammeln von Daten zum Kaufverhalten der Konsumenten, außerdem besteht jederzeit die Gefahr, dass die Payment-Services versuchen, die Kartenunternehmen komplett aus dem Prozess zu entfernen. » weiterlesen

Google, der Finanzdienstleister:
Wallet-Nutzer erhalten kostenfreie Debitkarte

US-Nutzer von Google Wallet können künftig mit einer direkt an ihre virtuelle Brieftasche angeschlossenen Debitkarte einkaufen oder Geld abheben. Der Internetkonzern betätigt sich verstärkt als Finanzdienstleister.

Wallet CardDerzeit vergeht kaum eine Woche, ohne dass es Neuigkeiten von Anbietern an der Schnittstelle von Finanz-/Bezahlwesen sowie Technologie gibt – dem so genannten FinTech-Segment. Am Dienstag skizzierten wir einige der aktuellen, technologiegetriebenen Veränderungen im Bezug auf die Handhabung und Verwendung von Geld. Heute unterstreicht Google, dass es in diesem Metier unbedingt ganz vorne mitspielen möchte: In den USA beheimatete Nutzer von Googles “virtueller Brieftasche” Wallet können sich von dem Internetriesen nun kostenlos eine gebührenfreie, an ihr Wallet angeschlossene Debitkarte zuschicken lassen. » weiterlesen

Square Cash und Google Wallet:
E-Mails befördern Geld

Der von Twitter-Macher Jack Dorsey gegründete Dienst Square erlaubt Amerikanern Überweisungen per E-Mail. Auch Google und diverse Startups wollen Geldtransfers zwischen Privatpersonen vereinfachen.

ÜberweisungenUnzählige Payment- und Zahlungsdienste haben sich schon mit der Frage abgemüht, wie sich Überweisungen zwischen Privatpersonen vom Smartphone aus möglichst unkompliziert durchführen lassen. Schließlich kommt es immer mal vor, dass man Freunden, Bekannten oder Kollegen kleine Geldbeträge zukommen lassen muss, gerade kein Bargeld mit sich führt und auch keine Geduld für die umständlichen Prozesse der eigenen Onlinebank hat. Mehrere deutsche Startups versuchen, hier unkomplizierte und dennoch sichere Alternativen zu finden, etwa das auf Facebook basierende paymy, Cashcloud oder das noch in der Entstehung befindliche paymey. Auch Lendstar, ein Anbieter, der das Verleihen von Geld unter Freunden fördern möchte, plant direkte Geldtransfers. Und freilich lassen sich auch PayPal und Google Wallet für diesen Zweck einsetzen. Stets jeweils zu individuellen Kosten und mit unterschiedlichen Einschränkungen. » weiterlesen

Mehrwert statt Selbstzweck:
Der steinige Weg des mobilen Bezahlens

Das flächendeckende Bezahlen mit dem Smartphone im Handel bleibt vorläufig eine Zukunftsvision. Der Grund: Der Mehrwert derartiger Verfahren hält sich in Grenzen. Manchmal scheinen sie allein dem Selbstzweck zu dienen.

Mobiles BezahlenAls ich vor einigen Wochen in den USA war, verzichtete ich aus reiner Bequemlichkeit und zur Vermeidung von ATM-Gebühren auf das ständige Abheben von Bargeld und verwendete stattdessen relativ konsequent Kreditkarten. Aufgrund unzähliger Erlebnisse meines Bekanntenkreises mit Kartenbetrügereien versuchte ich zuvor immer, genug Dollarscheine mit mir zu führen, um die Karte stecken lassen zu können. Übertrieben war diese Sorge sicher nicht, ist der Anteil der Kartenbesitzer, die schon einmal Opfer eines Kartenbetrugs wurden, doch nur in Mexiko größer als in den USA. Bei meinem letzten Trip aber siegte der Wunsch nach Komfort – glücklicherweise ohne dass sich dies rächte. Was mich jedoch mehrfach beeindruckte, war die Geschwindigkeit, mit der sich in den meisten US-Geschäften die Kartenzahlungen durchführen lässt. Einmal kurz den Magnetstreifen durch den Kartenreader gezogen, fertig. Keine PIN-Eingabe, und nur ab einer bestimmten Kaufsumme wurde ich um eine Unterschrift gebeten. Im besten Fall dauerte die Kartenzahlung nicht mehr als zwei bis drei Sekunden, schon hatte ich die Quittung in der Hand. Selbst die Barzahlung kann da nicht mithalten. » weiterlesen

Reisen in der vernetzten Welt:
Kleine Unannehmlichkeiten mit großem Nervfaktor

Wer viel reist, lernt neue Kulturen und Problemlösungsansätze kennen. Bei manchen Prozessen würde man sich aber wünschen, dass sie überall gleich ablaufen. Und vor allem unkompliziert sind.

ReisenAndere Völker, andere Sitten, heißt es oft. Viel Wahres ist dran. Wer häufig reist, möchte genau dies erleben: neue Kulturen, neue Bräuche, neue Erlebnisse, die sich von den heimatlichen Gefilden unterscheiden. Doch nicht alle Unterschiede sind willkommen. Bei bestimmten Prozessen würde man sich als Vielreisender wünschen, dass sie überall nach dem gleichen Verfahren, möglichst bequem und effektiv ablaufen. Leider ist dies nicht der Fall. Stattdessen entwickeln sich bestimmte unvermeidliche Vorgänge zu Zeitdieben und Quellen von Irritation und Frustration – besonders für ökonomisch handelnde Reisende, die nicht einfach Kostenexplosionen und lange Spesenrechnungen in Kauf nehmen können oder wollen.

In den letzten Monaten standen bei mir eine Reihe von Trips auf dem Programm. Folgende Erscheinungen stellten dabei immer wieder meine Geduld auf die Probe. » weiterlesen

Im Laden mit dem Smartphone bezahlen:
SumUp kopiert Square Wallet, alle anderen werden folgen

Es war nur eine Zeitfrage, bis die innovative Smartphone-Bezahllösung Square Wallet von einem europäischen Startup nachgeahmt werden würde. SumUp aus Berlin will den Anfang machen. Die Konkurrenz wird folgen.

Vor sechs Tagen beschrieb ich, wie Smartphone-Kartenlesemodule nach dem Vorbild des US-Startups Square von einer magisch anmutenden Innovation zu einer Commodity wurden, und wie der von einigen europäischen Square-Nachahmern eingeschlagene Plattformweg die einzige Möglichkeit darstellt, mit der Verwandlung von Mobiltelefonen in Kartenleseterminals ein dauerhaft attraktives Business aufzubauen. Mit dem Anbieten eines Cardreader-Moduls für Smartphones allein lässt sich angesichts des massiven Wettbewebs nicht viel erreichen.

Eine andere Option für die Startups in diesem Sektor, die eigenen Wachstumsaussichten zu verbessern, liegt in der Erschließung neuer Marktsegmente und speziell darin, sich nicht länger nur auf den B2B-Markt zu fokussieren sondern auch Endkonsumenten direkt anzusprechen. Genau diesen Schritt vollzog Branchenprimus Square mit seiner App “Pay with Square”, die mittlerweile Square Wallet heißt. Dabei handelt es sich um eine Anwendung für Verbraucher, die in unterstützten Geschäften die Zahlung ohne Bargeld oder Kreditkarte ermöglicht. » weiterlesen

Reichweitenstarke Kooperation:
barcoo und Sqwallet bringen
mobiles Bezahlen voran

8,9 Millionen Mal wurde der mobile Barcode-Scanner- und Produktguide des Berliner Startups barcoo schon heruntergeladen. Dank einer Kooperation mit Sqwallet erlaubt die App künftig das Bezahlen mit dem Smartphone.

Der Markt für mobiles Bezahlen ist unglaublich fragmentiert. So sehr, dass selbst Experten, die sich mit dem Thema täglich intensiv befassen, Schwierigkeiten dabei haben, den Überblick zu behalten. Branchenkenner André M. Bajorat, von dem dieses Geständnis stammt, legt sich dennoch weiter ins Zeug, seine Übersicht über neue Payment-Anbieter am Point of Sale aktuell zu halten.

Die Fragmentierung hat den immensen Nachteil, dass sie den Durchbruch alternativer Bezahlverfahren, die Bargeld und das Zücken der Kreditkarte überflüssig machen, verlangsamen. Anstatt dass einige wenige Anbieter im besten Fall Millionen Nutzer vorweisen und damit eine positive Sogwirkung generieren können, teilen sich Dutzende Startups und Firmen den noch sehr kleinen, weil für Verbraucher völlig neuen Kuchen und stehen sich damit gegenseitig im Weg. Für Konsumenten erscheint es angesichts der Vielzahl der miteinander konkurrierenden Systeme, der variierenden Verfügbarkeit einzelner Lösungen in ihren bevorzugten Geschäften und der fehlenden Erfahrungsberichte aus ihrem Umfeld mitunter einfacher, doch weiter mit Münzen, Scheinen oder der EC-Karte zu bezahlen.

Ein angemessener Weg, um aus diesem Dilemma auszubrechen, ist die Integration von mobilen Bezahltechnologien in reichweitenstarke mobile Applikationen, die von Nutzern regelmäßig am Point of Sale, also direkt im Geschäft, genutzt werden. In Deutschland kommt hierfür kaum ein Dienst besser in Frage als der aus Berlin stammende Barcode-Scanner und Smartphone-Produktguide barcoo. Mit dessen iOS- und Android-App wird ab Anfang März das Bezahlen an der Kasse möglich sein.

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