Thema: Paid Content

 

Alle 24 Artikel zum Thema Paid Content auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

LaterPay:
Wie ein Startup mit Geduld und Langfristigkeit die Monetarisierung von Inhalten verändern will

Vor sechs Monaten feierte das Münchner Startup LaterPay mit seinem Micropayment-Dienst für Kreateure von Online-Inhalten sein Debüt. Im Gegensatz zur verbreiteten Konvention in der Digitalwirtschaft, wo alles ganz schnell gehen muss, baut das Unternehmen auf Langfristigkeit. Erste Erfolge gibt es zu vermelden.

LaterPayIm Frühjahr öffnete das Münchner Startup LaterPay die Pforten zu seinem Pay-Per-Use-Bezahlsystem für Blogger, Verlage, Spiele-Entwickler und andere Kreateure von Onlinecontent. Auf den ersten Blick mag das Unternehmen schlicht wie ein weiterer, mehr oder weniger einfallsreicher Versuch wirken, den ewigen Verlags- und Journalisten-Traum des Paid Content doch noch Wirklichkeit werden zu lassen. Und da heute, sechs Monate nach dem Debüt, noch nicht jede tonangebende Website in Deutschland mit LaterPay-Bezahlfunktionalität ausgestattet ist, mögen manche Ungeduldige geneigt sein, bereits das Konzept in Frage zu stellen. Doch unterhält man sich mit Gründer und CEO Cosmin-Gabriel Ene über den Stand der Dinge, wird deutlich, dass man es bei LaterPay mit einem Unternehmen zu tun hat, dessen Strategie und Philosophie auf Langfristigkeit basieren – und auch nur so funktionieren können.  » weiterlesen

Dringend gesucht:
Alternativen zur Werbefinanzierung

Mit kostenlos angebotenen Diensten und Informationen kann man zwar schnell viel Reichweite erzielen. Doch zunehmend dämmert Nutzern und Lesern, welche Nachteile das mit sich bringt. Es wird Zeit, dass es mehr Experimente mit Alternativen gibt.

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„Es gibt den verfluchten Geburtsfehler des Internets, dass das Internet kostenlos ist. Diesen Fehler werden wir nicht korrigieren können.“ So hatte sich vor nun über fünf Jahren „Bild“-Chef Kai Diekmann geäußert. Was er damit meinte: Er und seine Kollegen hatten ihre Inhalte über Jahre hinweg freiwillig an die Leser verschenkt und bekamen das nicht so einfach wieder zurückgedreht.

Lange Zeit galt  „kostenlos“ als der beste Preis im Netz. Der Grund: Man kann darüber Reichweite erzielen, die dann im Nachhinein in Geld verwandelt werden soll. Werbebanner sind hier vielfach das Mittel der Wahl, oftmals ausgeliefert über große Werbevermarkter. Das funktioniert zwar bisweilen gut. Inzwischen macht sich aber die Erkenntnis breit: Das gilt nur für eine beschränkte Zahl an Angeboten und für bestimmte Formen von Diensten und Inhalten – ob es nun um Nachrichten, Social Networks oder Apps geht. Auch die Nutzer merken: Es ist zwar erst einmal eine schöne Sache, etwas geschenkt zu bekommen. Nur gibt es dafür stets einen Haken.  » weiterlesen

Blendle:
So komfortabel und fair kann Paid Content sein

Der aus den Niederlanden stammende Dienst Blendle bietet Usern zentralen Zugriff auf die Inhalte führender Printtitel. Ein näherer Blick auf den Prozess zum Kauf von Texten zeigt, wie komfortabel und fair Paid Content im Netz sein kann.

Lange waren Bezahlschranken für journalistische Medien verpönt, mittlerweile haben sie sich aber zumindest bei den großen Verlagsmedien auf recht breiter Front durchgesetzt. Und immerhin ein Viertel der Internetnutzer in Deutschland zahlt gelegentlich für redaktionelle Onlineinhalte.

Doch abgesehen von den verbreiteten Abomodellen, bei denen ein monatlicher Pauschalbetrag fällig wird, leidet das Bezahlschranken-Konzept noch immer unter dem hohen Aufwand, der mit dem Einzelerwerb von Artikeln verbunden ist. Neben dem notwendigen Zeitinvestment stehen einem solchen Verfahren auch die erheblichen mentalen Kosten für Leser im Weg, die laufend abwägen müssen, ob sie für den jeweiligen Text wirklich zahlen wollen. Auch ein von Google vor einigen Jahren lanciertes System, das das Bezahlen von Inhalten auf Artikelbasis vereinfachen sollte, scheiterte an der Komplexität und den Herausforderungen dieses Vorhabens. Doch das holländische Startup Blendle hat nun einen Einsatz entwickelt, der tatsächlich in der Praxis funktionieren kann. » weiterlesen

LaterPay geht an den Start:
So könnte Paid Content tatsächlich gelingen

Der Journalist Richard Gutjahr wirbt für den deutschen Dienst LaterPay, der Paid Content salonfähig machen will. Das Überraschende ist: Es könnte gelingen.

Ganze vier Jahre haben Cosmin Ene und Jonas Maurus an LaterPay gearbeitet, eine Testphase mit dem Verlag Gruner+Jahr erfolglos beendet, sich noch einmal zurückgezogen, neu entwickelt – und nun LaterPay in dieser Woche endlich öffentlich gestartet.

Ich gebe zu, ich hätte die Meldung darüber wohl überlesen, hätte nicht der bekannte Blogger und TV-Journalist Richard Gutjahr heute früh auf seinem Blog dafür getrommelt. Natürlich bleibt bei mir ein wenig Skepsis, nachdem ich seine Beschreibung über LaterPay gelesen habe. Andererseits: Wenn Paid Content gelingen kann, dann wohl am ehesten so. » weiterlesen

“iTunes für Journalismus”:
Holländisches Startup Blendle macht die Bezahlschranke sexy

Das Startup Blendle hat es geschafft, den Großteil der Tageszeitungen und Magazine der Niederlande unter ein kostenpflichtiges Online-Dach zu holen und damit bei Nutzern auf großes Interesse zu stoßen. Die Gründer planen bereits für einen Launch in Deutschland.

BlendlePaywalls, oder Bezahlschranken, die Leser nur gegen Gebühr Zugang zu Onlineinhalten gewähren, galten bislang nicht gerade als sexy sondern – bestenfalls – als notwendiges Übel. Doch ein Startup aus den Niederlanden glaubt nun, das Thema in einem neuen, sehr viel ansprechenderen Licht darstellen zu können. Und es scheint drauf und dran zu sein, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen.

Blendle nennt sich das Vorhaben, das die Medienbranche unseres Nachbarlandes revolutionieren soll. Das von Alexander Klöpping und Marten Blankesteijn gegründete Startup entwickelt eine browserbasierte, mittels HTML5 für mobile Geräte optimierte Nachrichtenanwendung, die den Großteil aller wichtigen Tageszeitungen und Magazine der Niederlande unter einem Dach vereint. Ein personen- und themenspezifisches Abo-Feature sowie eine Suchefunktion sollen beim Entdecken zum eigenen Interessenspektrum passender Inhalte helfen. » weiterlesen

Paid Content:
Bezahl-Videos auf YouTube wären ein Millionengeschäft

Mit den kostenpflichtigen Videochats “Helpouts” wagt Google einen weiteren Schritt in Richtung Bezahlinhalte, lässt aber ein großes Potenzial noch immer weitgehend unangetastet: YouTube. Konkurrent Vimeo ist hier schon weiter.

helpout-beispielWer über Paid Content spricht, bekommt stets sehr schnell ein Gegenargument zurück: die schier unüberschaubare Menge an kostenlos verbreiteten Inhalten. Als Einnahmequelle dient dann entweder Werbung oder der Content ist vor allem als Aushängeschild gedacht, um an anderer Stelle Geschäft zu generieren. Auf diese Weise entstehen allerdings hauptsächlich Inhalte, die entweder möglichst massenkompatibel sind oder deren Sichtweise so eingefärbt ist, dass es zu den eigenen Interessen passt. Paid Content hingegen sollte sich idealerweise an eine Zielgruppe richten, die mit keiner dieser beiden Varianten angesprochen wird. Und an dieser Stelle kommt Video ins Spiel. » weiterlesen

Unbequemes attraktiv:
Tinypass will Paid Content für alle

Tinypass bietet eine Bezahllösung für alle an, die im Netz mit digitalen Inhalten Geld verdienen wollen. Trotz des unbeliebten Themas kommt das Modell der New Yorker bei immer mehr Kunden an, denn es ist charmant umgesetzt.

TinypassSchaut man sich einmal ein wenig um, dann muss man den Eindruck gewinnen, dass der Verlags-Journalismus sich derzeit nur mit dem Leistungsschutzrecht oder mit Paywalls retten kann. Bezahlschranken wurden in diesem Sommer etwa vom Bremer “Weser-Kurier”, der NZZ in der Schweiz, der “Sun” in Großbritannien oder der “Krone” in Österreich eingeführt. Meistens wird hierbei das Modell Metered Paywall verwendet: Einige Beiträge darf der Besucher im Monat kostenlos lesen; will er mehr, muss er dafür einen Pauschalpreis zahlen.

Diese Form der Finanzierung ist nicht nur starr, sondern in Europa, wie auch in den USA stark umstritten. Aufhorchen lässt da ein Startup, das mit dem Angebot Paid Content für jedermann erste Erfolge feiert: Tinypass hat in dieser Woche eine weitere Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen – mit der wohl elegantesten Lösung für Paywalls, die es je gab.
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Schwieriger Umgang mit Urheberrechtsverstößen:
Bezahlinhalte bedrohen die Einzigartigkeit von YouTube

YouTube startete kürzlich ein Pilot-Projekt mit kostenpflichtigen Kanälen. Wie aber wird die Bezahlschranke die Zukunft der Plattform beeinflussen?

Alexander Lohninger hat Digital Film Making in Wien und London studiert und ist als freier Autor im Bereich Film und Medien tätig. Er lebt in Wien.

YouTubeDurch die Omnipräsenz von Kameras und Bildschirmen ist das Video, insbesondere das kurze Videoschnipsel – der Clip – und mit ihm die Plattformen, auf denen sie getauscht, angesehen und kommentiert werden, ein essentieller Bestandteil unserer Welt geworden. Allen voran das 2005 gegründete und 2006 von Google gekaufte YouTube, das in den wenigen Jahren seines Bestehens zu einer ultra-demokratischen, hyperrealen Zwischenwelt geworden ist, die wie ein virtueller Schwamm digitalisierte Artefakte des Zeitgeschehens aufsaugt, sie in sich speichert und zur Schau stellt.

Bisher war der Zutritt zu diesem Paralleluniversum allen frei; jeder konnte jedes Video sehen, kommentieren, oder eigene Inhalte veröffentlichen. Seit kurzem jedoch probt YouTube den Schritt in die Kostenpflichtigkeit und veranschlagt für einige wenige Kanäle zwischen 0,99 und 2,99 US-Dollar im Monat. Es ist verständlich, dass die Verantwortlichen bei YouTube sowohl für sich als auch für die Benutzer Möglichkeiten zur Monetarisierung erschließen wollen, besuchen doch unfassbare Massen die virtuelle Plattform: Pro Monat konsumieren mehr als eine Milliarde Nutzer über vier Milliarden Stunden an Videomaterial und fügen pro Minute 72 Stunden zusätzliches Material hinzu. Im ganzen Jahr 2011 (das ist der letzte angeführte statistische Wert), hat jeder Erdenbürger durchschnittlich 140 Mal ein YouTube Video aufgerufen, was in Summe mehr als eine Billion Aufrufe ausmacht. » weiterlesen

Gamification:
Warum die Paywall für Medien ein Irrtum ist

Bezahlschranken, wie wir sie heute sehen, sind keine nachhaltige Lösung zur Monetarisierung von Onlinemedien. Ein Blick auf die Spiele-Branche zeigt, wie mit Journalismus im Netz künftig Geld verdient werden kann.

Matthias Sala ist Spezialist für Gamification bei seinem Spiel-Startup Gbanga, welches für Unternehmen Spielstudien und -konzepte entwickelt.

Während des letzten Jahrzehnts hat sich die Spieleindustrie neu erfunden. Sie hat Wege gefunden, wie man Spiele digital vertreibt und wie man mit kostenlosen Games Geld verdienen kann. Schaut man sich in den App Stores und Markets die Top Grossing Apps an, wird man feststellen, dass die Mehrheit der Titel eigentlich kostenlose Spiele sind.

Andererseits sieht man News Apps kaum in diesen Rankings. Es wird auch selten oder nie von signifikanten Gewinnen über den digitalen Distributionsweg berichtet. Zeitungen und Verlage sind in der Krise, obwohl sie die Ideen und starken Anzeichen von funktionierenden digitalen Geschäftsmodellen gleich vor der Nase haben – nämlich in Form von Games in den App Stores.

In unserer Spielefirma Gbanga haben wir gelernt, wie wir unsere Spieler unterhalten. Im hart umkämpften Spielmarkt ist alles kostenlos. Trotzdem lieben unsere Spieler unsere Spiele so sehr, dass sie bereit sind, für virtuelle Güter, die keinen physikalischen Wert haben, bis zu 99 US Dollar zu zahlen (im Durchschnitt geben Spieler 14 Dollar in einem mobilen Spiel aus). Gleichzeitig bieten Zeitungsverlage Produkte mit hohem Wert an, für die scheinbar niemand bereit ist, Geld auszugeben. Es ist offensichtlich, dass dies nicht wahr ist und die Medien noch nicht verstanden haben, wie die neue Ökonomie funktioniert. » weiterlesen

Bezahlinhalte mit Google Wallet:
Google lässt One Pass unter neuem Namen wieder auferstehen

Im April schloss Google seinen One Pass genannten Micropaymentdienst für Onlineinhalte. Jetzt lanciert der Internetkonzern unter dem Dach von Google Wallet ein sehr ähnliches, aber modernisiertes Angebot.

Google hat, wie eben in Linkwertig schon erwähnt, eine neue Micropaymentlösung für Anbieter von Onlineinhalten vorgestellt. Google Wallet for Web content nennt sich der Service, der unter dem Dach von Googles digitaler Geldbörse “Wallet” Unterschlupf findet. Anbieter von Webcontent erhalten mit dem Service die Möglichkeit, in wenigen Schritten eine Bezahlschranke für einzelne Bereiche ihrer Website zu errichten.

Aufmerksame Leser werden sich jetzt vielleicht denken: “Das kommt mir doch bekannt vor”. Richtig: Erst im April beendete der Internetriese mit “One Pass” ein sehr ähnliches Projekt. One Pass wurde Anfang 2011 als Bezahlsystem für Verlage präsentiert und von einer Reihe von Nachrichtenangeboten ausprobiert. Leser, die einen mit One Pass geschützten Artikel aufrufen wollten, mussten diesen über Googles bisherigen Zahlungsdienst Checkout erwerben. Besonderes Merkmal von One Pass war es, dass es Micropayments ermöglichte. Verlage konnten etwa zehn Cent von Nutzern verlangen, die Zugriff auf einen bestimmten Text erhalten wollten. Google beanspruchte jeweils eine Transaktionsgebühr von zehn Prozent.

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