Thema: P2P

 

Alle 14 Artikel zum Thema P2P auf netzwertig.com:

Zu unrecht stigmatisiert:
Peer-to-Peer ist besser als sein Ruf

Einst galt das Peer-to-Peer-Verfahren als Innovation, die einen effektiveren und kostenschonenderen Datenaustausch ermöglicht. Mittlerweile hängt dem Ansatz jedoch der Makel des Bösen und Illegalen an. Zeit, den Ruf von P2P wieder aufzupolieren.

Quelle: Wikimedia Commons
Quelle: Wikimedia Commons
Vor einigen Wochen sprach ich mit den Machern eines Startups, deren Technologie auf einem Peer-to-Peer-Ansatz (P2P) basiert. Statt über einen zentralen Server läuft die Kommunikation der Daten direkt zwischen den Nutzern ab. Viele bekannte Onlineservices verwenden P2P zumindest teilweise, unter anderem Skype und Spotify. Doch für manche steht P2P auch als Synonym für Piraterie und Urheberrechtsverstöße, da einschlägige Tauschbörsen und Filesharing-Konzepte (Napster, Kazaa, BitTorrent) auf dem P2P-Ansatz fußen oder dies bis zu ihrer Schließung taten.

P2P mit illegalen Aktivitäten gleichzusetzen, ist zwar vollkommen falsch. Doch der Ruf dieser innovativen, vielseitigen und effektiven Technik hat aufgrund der jahrelangen Diskreditierung des Verfahrens durch die Contentindustrie, Politiker und auch Medien erheblich gelitten – so sehr, dass die Gründer des eingangs erwähnten Startups mich fragten, ob ich in einem eventuellen Beitrag über den Service davon absehen könnte, die P2P-Funktionalität als Aufhänger anzuführen. Zu stark sei ihrer Ansicht nach die Stigmatisierung des Prinzips der direkten Kommunikation zwischen Anwendern und zu groß sei das Risiko von Assoziationen, die den Dienst zu unrecht sofort in eine zwielichtige Ecke rücken würden.

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Kick a File:
Dateien austauschen via Facebook

Kick a file ist eine Facebook-App zum Transfer von Dateien – kann man aus einer solchen Idee ein Startup bauen?

Während das Berliner Startup Pipe seinen offiziellen Launch noch vor sich hat, war der Schweizer Entwickler Boris Stock schneller und hat mit Kick a file ein ähnliches Angebot lanciert:

Kick a file ist eine Facebook-App, die den Austausch von Dateien bis zu einer Grösse von einem Gigabyte über das soziale Netzwerk ermöglicht. Die Verwendung ist einfach: Nach der Autorisierung der App kann der Nutzer einen seiner Kontakte als Empfänger auswählen, der daraufhin eine Einladung zur App erhält. Nach dem Akzeptieren wird die Datei entweder direkt Peer-to-Peer übertragen – sofern beide Nutzer online sind -, oder kann auf dem Server für 24 Stunden zwischengelagert werden. In beiden Fällen hat Facebook keinen Zugriff auf die Datei.

Zwar ist es so, dass an Diensten zum Austausch von Dateien grundsätzlich kein Mangel besteht. Skype, Dropbox, Yousendit und Co. bieten bereits zahlreiche Möglichkeiten zum Transfer von Daten. Die technische Schwelle und der Einrichtungsaufwand sind aber gerade für Gelegenheitsnutzer nicht attraktiv. Da macht es Sinn, eine besonders komfortable Alternative anzubieten, die auf der Facebook-Plattform aufsetzt und keine Installationen notwendig macht. Aber reicht dieser Convenience-Vorteil?

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Berliner Startup Pipe:
Direkte Dateitransfers
zwischen Facebook-Nutzern

Pipe erlaubt den direkten Austausch von Dateien zwischen zwei Facebook-Nutzern ohne zwischengeschalteten Server. Weder das Berliner Startup noch Facebook erfahren dabei, welche Daten oder Inhalte Anwender austauschen.

Es existieren gefühlte tausend Verfahren, um Dateien über das Netz mit anderen Anwendern zu teilen (erst gestern berichteten wir über doctape). Doch Facebook – ein Ort, an dem sich 850 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat einloggen, die Hälfte davon täglich – mangelt es an komfortablen, sicheren Verfahren, um Dateien zwischen Kontakten zu transferieren.

Mit firefly gibt es zwar eine nette Facebook-App, um Freunden Dateien direkt über das soziale Netzwerk zugänglich zu machen. Allerdings stehen insgesamt “nur” zwei Gbyte Speicherplatz zur Verfügung, zudem versucht die Applikation stetig, Informationen über Aktivitäten auf der eigenen Facebook-Pinnwand zu veröffentlichen, was auf Dauer nervt.

Philip Eggersglüß, Marco Rydmann und Simon Hossell wollen mit ihrem kurz vor dem Beta-Launch stehenden, eigenfinanzierten Berliner Startup Pipe deshalb eine neue Art des Teilens von Dateien über Facebook etablieren. Kernmerkmale ihres Produkts sind maximale Simplizität sowie eine direkte Übermittlung von Dateien von einem Anwender zum anderen, ohne dass ein zwischengeschalteter Server als Host der jeweiligen Dateien erforderlich ist.

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Gidsy:
Marktplatz für Aktivitäten

Das Berliner Startup Gidsy ermöglicht es Privatpersonen, Aktivitäten, Unternehmungen und Kurse für Interessierte anzubieten und damit Geld zu verdienen. In der kommenden Woche wird der Dienst auch in New York lanciert.

Für ein kurz vor dem Launch stehendes Startup ist es immer hilfreich, wenn bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt und damit die Zahl der Newsletter-Abonnenten, Betatest-Aspiranten und Medienbeobachter erhöht werden kann. Gidsy, einem neuen Onlinemarktplatz aus Berlin, auf dem Privatpersonen Aktivitäten von Privatpersonen für Privatpersonen anbieten, ist dies sowohl durch eifriges Trommeln und Netzwerken in der lokalen Webszene der Hauptstadt als auch durch seinen visuell ansprechenden und aufsehenerregenden Guide gelungen, der das Perfekte Gidsy-Inserat beschreibt.

Am gestrigen Mittwoch ging der junge Dienst mit einer vorerst auf Berlin beschränkten Plattform online. In der kommenden Woche soll New York als zweite Gidsy-Stadt folgen.

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AeroFS:
Cloud ohne externe Server

Der neue US-Dienst AeroFS erlaubt die Freigabe von lokalen Ordnern für andere Personen. Im Gegensatz zu Dropbox & Co ist dafür kein externer Server notwendig.

Spätestens seitdem der bekannte Cloudspeicher- und Synchronisationsdienst Dropbox wegen seines Umgangs mit den von Nutzern abgelegten Daten ins Kreuzfeuer geraten ist, wittern alternative Ansätze ihre Chance auf den großen Durchbruch. Anbieter wie Wuala aus Zürich oder SharedSafe aus Freising bei München sind bestrebt, Webstorage, rechnerübergreifende Dateifreigabe sowie eine sichere und verschlüsselte Datenablage unter einen Hut zu bringen.

AeroFS heißt ein neuer US-Anbieter in geschlossener Beta-Phase, der ebenfalls dieses Ziel hegt, dafür aber einen anderen Weg wählt:

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Opera Unite:
Jeder Rechner ein Server

Mit Opera Unite kann man den eigenen Browser zum Webserver machen.

Der Browser-Hersteller Opera hat heute ein neues Feature seines gleichnamigen Browsers vorgestellt, das potentiell das Internet verändern kann.

Opera Unite erweitert Opera in der kommenden Version 10 um einen Webserver. Statt wie sonst üblich auf Webanwendungen auf Servern zuzugreifen, können Browser mit Unite direkt mit anderen Browsern kommunizieren. Im Prinzip eine Weiterentwicklung von P2P vom reinen Filesharing mit speziellen Clients hin in Richtung Browser und allgemeiner Webeinsatz.

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Studie:
Buch-”Piraterie” harmloser als gedacht

Das Ergebnis einer Studie: Kostenlose PDFs können ganz wesentlich beim Marketing eines neuen Buchs helfen, und bereits im Handel erhältliche Bücher können durch ein kostenloses E-Book erneut Aufmerksamkeit bekommen.

Führen illegale Downloads zu mehr oder weniger Verkäufen? An dieser Frage scheiden sich seit Jahren die Geister. Manch einer argumentiert, dass jeder Download auch eine Art Werbung ist. Andere lamentieren, dass jede unlizenzierte Kopie einem Verkaufsausfall entspricht.

Neue E-Book-Reader wie Amazons Kindle bescheren uns derzeit eine Renaissance dieser Debatte. So argumentierte Jason Kinkaid kürzlich auf Techcrunch, dass der 500 Dollar teure Kindle allein deswegen erfolgreich sein wird, weil man damit illegal heruntergeladene PDFs lesen kann. Die New York Times schrieb diese Woche, dass Buch-Piraterie ein „beängstigendes neues Phänomen“ für Buchautoren und Verlage sei – und ließ dann natürlich auch noch Cory Doctorow zu Wort kommen, der Piraterie ganz großartig findet.

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Bundesverband Musikindustrie:
Internet-Filter als Geschäftsmodellschutz

Nerdcore hat mich an einen Absatz in diesem vielleicht lesenswertesten Artikel zum Thema Kinderpornographie-Sperren in der c’t erinnert, auf den ich auch noch einmal eingehen wollte:

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: „Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.“ Das ist die mühsam verklausulierte Forderung, unliebsame P2P-Linkseiten auf die Sperrliste zu hieven.

Wir sehen hier den Vertreter einer Industrie, die sich weigert, ihre Geschäftsmodelle an die Veränderungen in ihrem Markt anzupassen und stattdessen fordert, dass diese Veränderungen wieder verschwinden. Das Problem ist hier natürlich, dass eine Industrie mehr Rechte für sich in Anspruch nehmen will, als ihr zustehen. Der Musikindustrie steht nicht zu, mit zu entscheiden, was im Internet gefiltert wird und was nicht. Genau das ist aber die (implizit angekündigte) Forderung. Ganz abgesehen von der grundlegenden Problematik mit Internet-Filtern.

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Urteil im Pirate-Bay-Prozess:
Schuldig

Das Urteil im Pirate-Bay-Prozess wurde heute bekannt. Peter Sunde: Schuldig. Fredrik Neij: Schuldig. Gottfrid Svartholm: Schuldig. Carl Lundström: Schuldig. Dazu kommt Schadenersatz in Höhe von insgesamt 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro).

Die Pirate-Bay-Betreiber wurden der Beihilfe zu Verstößen gegen das Urheberrecht für schuldig befunden. Das Schwedische Gericht folgte der von der Anklage geforderten Schadenshöhe von 10 Millionen Euro nicht, sprach aber die Haftstrafen von jeweils einem Jahr für die Angeklagten aus.

Die Angeklagten haben bereits Berufung angekündigt. Peter Sunde, einer der Angeklagten, hat betont, dass diese Entscheidung nicht das Ende bedeutet. Die endgültige Entscheidung könnte noch Jahre auf sich warten lassen.

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Pirate-Bay-Prozess:
Warum Spiegel Online verlogen argumentiert

Der aktuell stattfindende Pirate-Bay-Prozess ist der bislang wichtigste Prozess der Filesharing-Geschichte. Spiegel Online berichtet und beurteilt. Und zwar einseitig.

thepiratebay
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In einem Artikel mit der Überschrift “Pirate-Bay-Prozess: Warum die Datenpiraten verlogen argumentieren” wurde am Sonntag ein Artikel über den aktuellen Pirate-Bay-Prozess auf Spiegel Online veröffentlicht, der beispielhaft für die einseitige Berichterstattung stehen kann.

The Pirate Bay ist einer der größten Bit-Torrent-Tracker und Bit-Torrent-Suchmaschinen der Welt. Für alle wichtigen Informationen zum Hintergrund des Prozesses empfehle ich den Artikel von Janko Roettgers auf NewTeeVee.

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