Thema: onlinewerbung

 

Alle 24 Artikel zum Thema onlinewerbung auf netzwertig.com:

Werbung im Web 2.0 – die Deutsche Bank zeigt Mut

Viele Unternehmen sind nach wie vor skeptisch, was das Schalten von Werbung in Web-2.0-Angeboten betrifft. Im Gegensatz zu herkömmlichen Webseiten, bei denen das Werbeumfeld durch Redakteure bestimmt wird, ist der durch Nutzer generierte Inhalt wenig planbar. Als zu groß schätzen viele Werbungtreibende das Risiko ein, dass durch unseriösen oder unpassenden User Generated Content die Anzeige in Mitleidenschaft gezogen wird. Es ist nicht verwunderlich, wenn ein Unternehmen vermeiden möchte, dass seine Banner im Umfeld von Handyclips und Amateurvideos auf einem Videoportal platziert werden.

Die Deutsche Bank zeigt nun Mut und hat sich mit dem Social-Search-Dienst Yahoo! Clever auf ein Sponsoring der Rubrik Wirtschaft & Finanzen geeinigt. Die Benutzer von Yahoo! Clever können ähnlich wie bei Lycos iQ und fragr.de persönliche Fragen an die Yahoo! Community stellen, um individuelle Antworten von anderen Nutzern zu erhalten. Die Deutsche Bank ist mit Anzeigen verteten und stellt jeweils eine “Frage der Woche”.

Auch wenn die Kategorie Wirtschaft & Finanzen ein vergleichsweise “sicheres” Werbeumfeld ist, so ist der Schritt der Deutschen Bank nicht ohne Risiko. Gerade bei der Frage der Woche kann man nicht ausschließen, dass eine Diskussion entbrennt, bei der das Unternehmen selbst in die Schusslinie gerät – ein Problem für sämtliche Web-2.0-Aktivitäten von Firmen. Derzeit allerdings besteht keine Gefahr: Klickt man auf den Link hinter der aktuellen Frage der Woche, so erhält man den Hinweis, dass das Customer Care Team diese wegen des Verstoßes gegen die Community-Richtlinien löschen musste.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Goldene Zeiten für goldene Nasen!

Die deutsche Wirtschaft brummt! Überall liest man Erfolgsmeldungen über sinkende Arbeitslosenzahlen, steigende Steuereinnahmen und eine wachsende Zuversicht der Unternehmen. IT-, Multimedia- und Internetfirmen sind Antreiber und Profiteure gleichermaßen. Neugründungen und Einstellungen im großen Stil sorgen für ein enormes Wachstum der Branche. Die Umsätze der E-Commerce-Anbieter steigen, was zusammen mit der Verlagerung von Werbebudgets klassischer Offline-Anbieter ins Internet zu explodierenden Online-Werbeumsätzen führt.

Die Folge: Auch wenn manch ein Web-2.0-Unternehmen noch tief in den roten Zahlen steckt, so steigen für die meisten Angestellten im Internet- und Multimedia-Bereich die Gehälter deutlich. Das berichtet «Werben & Verkaufen« (w&v) in seiner heutigen Online-Ausgabe. Die durchschnittliche Steigerung für Angestellte in Werbung, Multimedia, Marketing und Vertrieb liegt demnach bei vier bis sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei können sich laut w&v besonders Angestellte in New-Media-Unternehmen freuen: «Rasant wachsende Kundenbudgets für Multimedia-Kampagnen lassen die Nachfrage nach Online-Spezialisten mehr und mehr ansteigen« Mobile- und Suchmaschinenmarketing-Experten sowie Online-Strategen können dem Bericht nach «fast überall mit breiter Brust in die Gehaltsgespräche gehen«. Zitiert wird Alexander Dewhirst, Chef der Berliner Personalagentur «Designerdock«, der meint, bei einem Jobwechsel in diesen Bereichen währen mühelos zehn bis 15 Prozent Lohnzuwachs möglich.

Es scheint, als werden nun alle die belohnt, die während der Flaute der letzten Jahre durchgehalten oder trotz dieser eine Tätigkeit im Internet- und Multimedia-Bereich angestrebt haben. Und auch für alle anderen ist es noch nicht zu spät: Nach Angaben des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), den die w&v zitiert, sind derzeit rund 5.000 Stellen in der Branche nicht besetzt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Studie:
Franzosen bloggen, Deutsche zocken und mögen keine Werbung

Französische Internetnutzer unter 24 sind die eifrigsten Blogger in Europa. Deutsche User der selben Altersgruppe spielen dagegen am liebsten Onlinegames. Das sind einige Ergebnisse der 14. NetObserver-Studie von Novatris/Harris Interactive. Für die Studie wurden 210.000 Internetuser in Deutschland, Groß Britannien, Frankreich, Italien und Spanien zum Surfverhalten, zur Bedeutung von Web 2.0-Anwendungen und zur Wahrnehmung von Online-Werbung befragt.

In Hinsicht auf effektives Onlinemarketing empfiehlt die Studie, auf interaktive oder «User Generated Werbung« wie auch auf virales Marketing zu setzen, um junge Zielgruppen im Internet zu erreichen. «Da junge User die hautsächlichen Nutzer von Web 2.0-Anwendungen wie Blogs, Podcasts oder Community-Websites wie MySpace darstellen, wird die Gratwanderung für E-Marketer deswegen darin bestehen, Alternativen zu den klassischen Bannerformaten zu finden, ohne zu störend in diese «privaten« Userbereiche einzudringen.« Vielleicht auch interessant für StudiVZ hinsichtlich der dort gerade gestarteten Werbemaßnahmen?!

Die Ergebnisse der 14. NetObserver-Studie als 10-seitiges PDF.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

StudiVZ:
Schluss mit werbefrei!

Mitte März wurden bei StudiVZ die AGBs geändert. Zum einen mit dem Zweck, harte Strafen für Hacker oder sonstige Spitzbuben anzudrohen, die Deutschlands größter Studentencommunity Schaden zufügen wollen. Und zum anderen, um schriftlich festzuhalten, dass auch die Betreiber von StudiVZ sowie die dahinter stehende Verlagsgruppe Holtzbrinck irgendwann Geld mit der Plattform verdienen und Anzeigen einblenden möchte.

Knapp drei Wochen später ist es auch schon so weit. Seit heute wird die Startseite sowie auch der Mitgliederbereich am rechten Rand von einem Skyscraper-Banner verziert. Zu den bisher gesichteten Werbungtreibenden gehören die comdirect bank (mit einem für StudiVZ gebrandeten Banner) sowie die Twentieth Century Fox of Germany GmbH mit aktueller Kinowerbung. Doch das ist nicht alles: Auch wer einem StudiVZ-Kommilitonen eine Nachricht schreibt, bekommt anschließend eine rund 250×250 große Werbebox zu Gesicht, die derzeit für die Postbank SparCard, das Wirtschaftsmagazin brand eins im Probeabo sowie einen Versicherungsvergleich wirbt.

Studivz: Schluss mit werbefrei!

Das auch StudiVZ kein gemeinnütziges Angebot ist und irgendwann Geld verdienen muss, daran gibt es nichts auszusetzen. Verwunderlich ist nur, dass man mit so einem Paukenschlag loslegt. Davon abgesehen, dass die Anzeigen das optisch ohnehin wenig attraktive Portal nicht gerade verschönern, so sollte es bei bald 2 Millionen registrierten Usern doch subtilere, kreativere Methoden geben, Unternehmensbotschaften zu übermitteln. In Form von Gewinnspielen oder anderen Mitmachaktionen zum Beispiel, die den Studis möglicherweise sogar Spaß machen. Oder einem lustigen, einfallsreichen Videospot im Mitgliederbereich.

Die Macher von StudiVZ zeigen bei diesem für jeden User unübersehbaren Schritt nicht gerade Feingefühl. Es bleibt abzuwarten, wie die Community reagiert!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.