Thema: onlinewerbung

 

Alle 29 Artikel zum Thema onlinewerbung auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Anzeigenvermarktung auf Basis von Seitenaufrufen:
Financial Times stellt umstrittenen Werbestandard in Frage

Die meisten Werbekunden vergüten Betreiber führender Websites und Medienportale auf Basis der Zahl der Einblendungen ihrer Anzeigen. Die Financial Times stellt diesen umstrittenen Standard in Frage: Sie will die Dauer des Kontakts zwischen User und Werbung als Kriterium etablieren.

FTDer Journalismus im digitalen Zeitalter sieht sich mit einer Reihe von Problemen konfrontiert. Das wohl größte Dilemma stellt die verhasste, aber gleichwohl von allen Akteuren irgendwann einmal akzeptierte und nun schwer umkehrbare Werbevermarktung auf Basis von Seitenaufrufen dar. Diese nämlich zwingt Onlinemedien dazu, ihre Inhalte so zu konstruieren und aufzubereiten, dass die Zahl der von Lesern generierte Seitenaufrufe maxmiert wird. Nicht die Zufriedenheit der Anwender oder die mit dem Content verbrachte Zeit steht im Vordergrund, sondern lediglich, wie oft eine Seite (und damit auch die auf ihr platzierte Werbung) geladen wird. Die Folge: Ausufernder Boulevard selbst bei einstmals seriösen Anbietern, nutzerfeindliche Klickstrecken und hochoptimierte Überschriften, die meist mehr versprechen als der jeweilige Text tatsächlich zu bieten hat. Wer in diesem Wettkampf um die Page Impressions und Visits nicht mitzieht, der landet in den einschlägigen Rankings unter ferner liefen und wird Schwierigkeiten haben, Werbekunden zu gewinnen. » weiterlesen

Suche nach der Eierlegenden Wollmilchsau:
Yahoo verpflichtet sich mit Tumblr, Onlinewerbung neu zu erfinden

Yahoo hat deutlich gemacht, dass es von der übernommenen Microblogging- und Social-Networking-Plattform Tumblr ein schnelles Umsatzwachstum erwartet. Der Internetkonzern verpflichtet sich somit dazu, Onlinewerbung neu zu erfinden.

Yahoo kauft TumblrYahoo kauft Tumblr für 1,1 Milliarden Dollar in bar. Ein Blick auf Netzmedien liefert zahlreiche Spekulationen und Mutmaßungen, was dies für beide Unternehmen bedeutet, und inwieweit sich der Schritt für den angeschlagenen, in letzter Zeit äußerst akquisitionsfreudigen US-Internetkonzern als schlau oder dumm herausstellen wird. Ich glaube, eine Beurteilung der Auswirkungen des Deals auf die zwei Angebote ist mehr als bei vergangenen Mega-Übernahmen der Internetbranche Kaffeesatzleserei. Zu sehr befindet sich Yahoo gerade unter dem Skalpell der seit Sommer 2012 amtierenden Chefin Marissa Mayer, als dass für Außenstehende erkennbar ist, wie der Patient nach der Operation aussehen wird. Niemand außer den Involvierten selbst kann heute absehen, wohin die Symbiose zwischen beiden Firmen führt. Unklar bleibt auch, wie lange sich ein unabhängiges Tumblr noch den “Kauf” von Wachstum durch eine die Nutzer schonende Minimalmonetarisierung hätte leisten können. Fakt ist lediglich eins: Bei Yahoo unter Mayer handelt es sich nicht um dasselbe Unternehmen, das einst Flickr heruntergewirtschaftet hat. Obwohl sich Geschichte freilich trotzdem wiederholen kann.

Yahoo will Tumblr monetarisieren

Die spannende Frage ist für mich aus heutiger Sicht weniger, inwieweit die beiden Firmen strategisch füreinander gemacht sind, sondern wie Tumblr die dem Dienst bevorstehende massive Umsatzsteigerung realisieren soll, die Yahoo im Zusammenhang mit der Übernahme angekündigt hat, und die auf Tumblr in jedem Fall zugekommen wäre, selbst beim Ausbleiben einer Übernahme. Die Erlöse des 2007 gegründeten New Yorker Startups lagen im vergangenen Jahr irgendwo zwischen fünf Millionen und 13 Millionen Dollar. AllThingsD zitiert Yahoo-Finanzchef Ken Goldman, dass Tumblr 2014 einen positiven Beitrag zu Yahoos Umsatz und Gewinn vor Steuern und Abschreibungen leisten soll. Für einen Konzern, dessen Quartalserlöse regelmäßig im Milliardenbereich liegen, würde dies ein wirklich signifikantes Umsatzwachsum seitens Tumblr voraussetzen. » weiterlesen

Doppelt Antiquiert:
Warum der klassische Werbeblock keine Zukunft hat

Noch immer steigt die Nutzung des linearen Fernsehens in Deutschland, gleiches gilt für die Ausgaben für TV-Spots. Doch es ist Zeit, vom klassischen Werbeblock Abschied zu nehmen.

Das lineare Fernsehen hat mich schon vor vielen Jahren als treuen Zuschauer verloren. Jetzt schalte ich nur noch bei Live-Übertragungen ein sowie, wenn viele meiner Kontakte bei Twitter & Co parallel über eine gerade ausgestrahlte Sendung debattieren und ich Zeit habe. Einmal davon abgesehen, dass ich Chris Anderson in seiner Aussage zustimme, dass die Verringerung von Fernsehstunden den besten Produktivitätstipp überhaupt darstellt, führt meine Abstinenz vom klassischen Fernsehprogramm auch dazu, dass ich in den seltenen Momenten, in denen ich mich diesem doch hingebe, das mir Dargebotene mit ganz anderen Augen sehe als der durchschnittliche Zuschauer, der lineares TV in Deutschland 225 Minuten täglich konsumiert.

Als ich vor einigen Tagen doch mal wieder vor der Mattscheibe saß und meine volle Aufmerksamkeit einem sechs Minuten andauernden Werbeblock widmete, fiel mir wie Schuppen von den Augen, wie absurd diese Art von auf den Konsumenten ausgerichteter Kommunikation nach dem Gießkannenprinzip im digitalen Zeitalter eigentlich ist. Der Effekt von Verwunderung und Fassungslosigkeit, der sich in mir ausbreitete, war in etwa mit dem vergleichbar, den verspürt, wer vor Jahren zum ausschließlichen Konsum von US-Filmen im Originalton übergegangen ist und zufällig auf einen Streifen in synchronisierter deutscher Fassung stößt. Hatte man sich einst kein bisschen daran gestört, dass die Lippenbewegungen nicht zu den ausgesprochenen Worten passten, und dass drei Hollywood-Schauspieler mit der gleichen Stimme sprechen, erscheint dies nach erfolgreicher Umgewöhnung plötzlich vollkommen abwegig. Genau dieses Gefühl empfand ich, nachdem ich zehn 30-Sekünder über mich ergehen ließ. Von denen maximal einer überhaupt für mich interessant war.

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Standortbasierte Werbung:
dealomio und local.ch
setzen auf mobile Angebote

Die zwei mobilen Dienste dealomio aus Berlin und local.ch aus Zürich wollen werbetreibenden Händlern und Marken eine Möglichkeit einräumen, potenzielle Kunden auf ihrem Mobiltelefon zu erreichen, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe befinden.

Standortbasierte Sonderangebote und Kommunikationsbotschaften an Konsumenten auszuliefern, ist eines der vielversprechendsten Segmente der Onlinewerbung. Mit omnipräsenten mobilen Internetverbindungen, einer wachsenden Zahl an Smartphones und einem Gewöhnungseffekt der Anwendern an neue technische Möglichkeiten gewinnen Maßnahmen zum Erreichen von Verbrauchern in der Nähe des Point-of-Sale stetig an Attraktivität. Wer sich nur 50 Meter von einem Geschäft oder Restaurant aufhält, wird deutlich empfänglicher für dessen Angebote sein als Personen in zehn Kilometer Entfernung oder vor dem heimischen Rechner.

In der vergangenen Woche haben zwei Onlinedienste aus dem deutschsprachigen Raum entscheidende Vorstöße in den potenziell hochgradig lukrativen Bereich des “Location Based Marketings” gemacht: Der Berliner Service dealomio sowie die Zürcher Suchmaschine local.ch, eine der drei meistbesuchten Websites der Schweiz.

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Zahlen mit Geld oder Daten:
Wenn Nutzer die Wahl hätten

Weil viele Onlineservices über Werbung refinanziert werden, ist ihr Bedarf an Nutzerdaten groß. Anwender sollten stattdessen die Wahl haben, ob sie mit ihren Daten oder ihrem Geld bezahlen möchten.

Die meisten führenden Onlinedienste werden kostenfrei angeboten und finanzieren sich hauptsächlich durch Werbung. Anders als bei klassischen Medienkanälen wie Radio oder TV lässt sich die Auslieferung von Anzeigen im Web an einzelne Konsumenten genau steuern und an die individuellen Interessen und Präferenzen einzelner Nutzer anpassen. Der Onlinedienst weiß, was der User mag, und versucht, die gezeigte Werbung entsprechend abzustimmen.

Genau in dieser Eigenheit der digitalen Welt liegt eine der Hauptursachen für die unendliche Datenschutzdebatte, die in letzter Zeit an Intensität zuzunehmen scheint und mittlerweile in sehr zweifelhaften Aktionen einzelner Bundesländer gipfelt. Internetfirmen wollen (und müssen) so viele Daten wie möglich erheben, um auf deren Basis die Effektivität und Effizienz ihrer Werbemittel zu steigern – das jedoch stößt Politikern, Datenschützern und einigen (wenigen) Anwendern bitter auf.

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VideofyMe:
Videovermarktung für den Long Tail

VideofyMe vermarktet von Bloggern aufgenommene Videos. Mit einer deutschen Version betritt das Startup aus Schweden erstmalig Boden außerhalb Skandinaviens.

Bewegtbilder gehören zu den populärsten und für die nächsten Jahre mit den besten Wachstumschancen ausgestatteten Mediengattungen im Netz. Je mehr Websites auf die Veröffentlichung eigener Videos als Ergänzung zu Text-, Audio- und Bildinhalten setzen, desto größere Relevanz erhält die Frage nach der Monetarisierung dieser Clips.

Für gewerbliche und professionelle Website-Betreiber gibt es zahlreiche Lösungen und Dienstleister, die sich der Bewegtbildvermarktung widmen. Für Hobby-Filmer und Blogger mit eher geringer Reichweite hingegen existieren weniger Alternativen. YouTube beispielsweise betreibt zwar ein Partnerprogramm, in dessen Rahmen mit Videos generierte Einnahmen mit den Uploadern geteilt werden – dies steht jedoch nicht jedem Nutzer offen und setzt eine große Anhängerschaft sowie regelmäßige Veröffentlichungen voraus.

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Datenschutzhysterie:
Die EU sagt dem Cookie den Kampf an

Eine neue EU-Richtlinie zwingt Betreiber von Websites dazu, für das Ablegen von Cookies die Zustimmung der Besucher einzuholen. Ein derartiges Unterfangen verdeutlicht, wie plakativer Datenschutz langfristigem Denken im Wege steht.

Aktualisiert

Die EU hat Cookies den Kampf angesagt. Cookies sind kleine Textdateien, die Websites auf den Rechnern ihrer Besucher ablegen, um auf Basis der Kenntnis der Userpräferenzen zum Beispiel relevantere Anzeigen ausliefern zu können. Die durch Cookies geschaffene Möglichkeit zur Wiederkennung von Anwendern wird auch dafür genutzt, um regelmäßigen Nutzern einer Site das wiederholte Anmelden zu ersparen (die “Angemeldet bleiben”-Funktion beim Login-Prozess diverser Social-Web-Dienste dürfte jeder kennen).

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Bezahlinhalte:
Google One Pass
in freier Wildbahn

Eine Woche nach dem offiziellen Start von Google One Pass taucht das Bezahlsystem für Onlineinhalte auf ersten Nachrichtensites auf.

Vor einer Woche gab Google den Start seines One Pass getauften Bezahlsystems für Onlineinhalte bekannt. Mit diesem erhalten Presseverlage und andere Contentanbieter die Möglichkeit, von Usern für Inhalte Geld zu verlangen, entweder in Form von Kleinstbeträgen für spezifische Artikel oder als Abo für den exklusiven Zugriff auf bestimmte Bereiche einer Website.

Während Bild.de One Pass seit dem Wochenende dafür verwendet, Nutzern den kostenpflichtigen Zugang zu Spielen der türkischen Fußballliga zu bieten, hat mit Focus Online auch ein anderer Launchpartner in Deutschland das System auf seiner Website implementiert und erste Artikel damit vor dem Gratiszugriff geschützt. » weiterlesen

Diskussion um Werbeblocker:
Es gibt nicht nur schwarz oder weiß

Wieder einmal ist eine Diskussion über den Einsatz von Werbeblockern und die Auswirkungen für Website-Betreiber ausgebrochen – mit der üblichen “schwarz oder weiß”-Perspektive.

Es gibt eine Reihe von Themen, die, einmal in der Blogosphäre aufgegriffen, unter Garantie zu heftigen Diskussionen führen. Werbeblocker, also Software zum Blockieren von Anzeigen auf Websites, gehören definitiv dazu.

t3n berichtete gestern über eine Untersuchung, die belegt, dass 12,65 Prozent aller Werbeeinblendungen in Deutschland mit Hilfe entsprechender Tools auf Nutzerseite blockiert werden, und zieht daraus diverse Schlussfolgerung, wie viel Geld Webmastern durch Adblocker durch die Lappen gehen. Die Reaktionen auf den Beitrag, der beim Social-Web-Aggregator Rivva viele Stunde die Liste der meistgelesenen Postings anführte, ließen nicht lange auf sich warten:

Befreundete Blogkollegen von uns wie Leander Wattig, Marcel Weiss oder Felix Schwenzel äußerten sich zu dem Bericht. Tenor: Nach der t3n-Logik könne man auch fragen, wie viel Geld Unternehmen durch Werbeverbots-Briefkastenaufkleber oder durch unaufmerksame, Werbeplakete ignorierende Spaziergänger auf der Straße verlieren, ein Naturrecht auf Werbefinanzierung gäbe es nicht und Verleger, die sich lediglich auf ein einziges Geschäftsmodell beschränken, machen ohnehin etwas falsch.

Ich persönlich finde, der Debatte fehlt es an Gefühl und Differenzierung. Wie so oft gibt es nicht nur schwarz (Werbeblocker zerstören das Geschäftsmodell) oder weiß (Pech gehabt, wenn ihr es nicht schafft, euch zu refinanzieren. Dann macht ihr halt dicht!).

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Blogosphäre:
Über die Furcht vor der Kommerzialisierung

Als Basic Thinking seinen RSS-Feeds kürzte, probte die Leserschaft den Aufstand – ein Beispiel von vielen für das fehlende Verständnis für Kommerzialisierung in Teilen der deutschen Blogosphäre und Gesellschaft?

Das Blog Basic Thinking hatte vor einigen Wochen bekannt gegeben, im RSS-Feed nur noch den Anfang eines jeden Artikels zu präsentieren. Der Grund: Durch erwartete zusätzliche Seitenaufrufe sollen die Einnahmen aus Onlinewerbung erhöht werden – mit der Vermarktung des RSS-Feeds war das Basic-Thinking-Team offenbar nicht zufrieden.

Die Reaktionen in den Kommentaren waren zwar gemischt, aber mit einer Tendenz zu Androhungen von Lesern, Basic Thinking nun aus dem RSS-Reader zu entfernen. Der ein oder andere sah den Schritt zwar weniger kritisch, ließ jedoch verlautbaren, ohnehin Software zum Blockieren von Werbung einzusetzen, weshalb der Nutzen für Basic Thinking gering sei.

Die Diskussion über Full- oder Teaser-Lösungen bei RSS-Feeds sowie über Werbeblocker ist ungefähr so alt wie die Blogosphäre selbst und bis heute eine Frage, an der sich die Geister scheiden. Aber egal welche Einstellung man nun dazu hat, so legte die Reaktionen mancher Basic-Thinking-Leser die Vermutung nahe, dass es in Teilen der deutschen Blogosphäre Gesellschaft ein fehlendes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und teilweise auch für gewinnorientiertes Handeln gibt. » weiterlesen