Alle 190 Artikel zum Thema Online auf netzwertig.com:
Auch die mighty BBC setzt auf “Bürgerjournalisten”. Nur bezahlen mag sie die Laien nicht – noch nicht mal mit einem Link.

Erschrockene Menschen in den Straßen der Stadt Xi’an unmittelbar nach dem Erdbeben im 400 Kilometer entfernten Chengdu – Foto Ronnie Grob
So richtig erschrocken hat sich medienlese.com-Autor Ronnie Grob noch nicht mal, als er am 12. Mai in der chinesischen Stadt Xi’an das andernorts verheerende Erdbeben miterlebte.
400 Kilometer ist die Millionenstadt laut Ronnie vom Epizentrum entfernt, mehr als ein kräftiges Schütteln sei nicht zu spüren gewesen – und dennnoch hat Ronnie instinktiv angefangen, die aufgeregten Menschen in den Strassen zu fotografieren. Als einer der ersten präsentierte er aktuelle Fotos auf seinem Privatblog und auf Flickr. Von Erdbeben oder gar Trümmern ist in seinen Bildern zwar nicht zu sehen, aber sie fanden dennoch schnell ein weltweites Publikum.
Zu seiner Verblüffung empfing Ronnie nur Stunden nach der Publikation eine Email einer BBC-Mitarbeiterin, die ihn um eines seiner Bilder zur Veröffentlichung im Online-Auftritt des britischen Medienriesen bat:
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Wenn im Internet die Hasssuppe überkocht, werden gern die ‘Netizens’ und Blogger in Sippenhaft genommen – dabei sind es meist Kleinrentner und publizistische Gartenzwerge am Zaun zur Netzwelt. Ein offener Brief an Jens Jessen, Feuilleton-Chef der Zeit.
Also, Jens Jessen, ich sympathisierte damals mit Ihnen ja durchaus in der Sache, als Sie, immerhin Feuilletonchef der Zeit, sich nach dem Angriff auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn einer Meute aufs Lynchmobben gestimmter Berufskollegen mit einer höchst abweichenden Meinung in den Weg stellten. Ob dieser Videokommentar allerdings klug war, ist eine zweite Frage.
Dass sich daraufhin eine Horde wildgewordener Kleinrentner bei Ihnen im Online-Forum austoben würde, das war abzusehen. Sie allerdings schoben die Verantwortung für deren Verbalinjurien ohne nähere Begründung den ‘Netizens’ zu, den eingeborenen Netzbewohnern also, und nicht jenen Kleingärtnern und Kleingeistern am Rande des Dschungels.
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In Deutschland etwas im Netz zu machen, ist schon lange kein Spaß mehr. “Abmahnwahn” wird wie einst “Waldsterben” langsam zum auch im Ausland bekannten Begriff. Was kann man also tun, um sich vor einer Abmahnung zu schützen?
Nicht viel. Die deutschen Abmahner lassen sich doch ihre lukrativen Pfründe nicht so einfach trockenlegen. Wenn sich herumgesprochen hat, daß jede Website ein Impressum benötigt, dann wird abgemahnt, falls der Vorname nicht ausgeschrieben ist. Steht der drin, dann
wird eine unvollständige Adresse beanstandet: schließlich will man als Fan einer Bloggerin doch wissen, wo diese wohnt, um auch einmal persönlich vorbeikommen zu können. Und das geht mit einer Postfachadresse nunmal nicht! 
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medienlese.com unterwegs in der Blogosphäre. Weg vom Boulevard der Massen, hin zu den Mikromedien. Nächster Halt: Die literarische Szene Bloghausens.
Dies ist die zweite Folge unserer kleinen Reise durch die entlegeneren Winkel und schrofferen Klippen der Blogosphäre. Sechs Blogs, die man als Ausgangspunkt zu weiteren Expeditionen ins Innere des virtuellen Kontinents und zu den Quellen des Nihil verwenden mag. Los geht’s!
Ein guter Ausgangspunkt, um per Blogroll die ‘literarische Szene’ Bloghausens kennenzulernen, ist das Berliner Blog hor.de. Viele der Gedichte dort sind wohl ‘maschinell’, also unter Zuhilfenahme irgendwelcher Algorithmen, erstellt worden, aber die meisten der anderswo hochbedeutsam ‘auf Pösie’ getrimmten Gedicht-Websites schlägt das Ergebnis trotzdem allemal:
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Das sagen nicht Online-Süchtige, das sagen die Juristen. Weil das WWW weltweit einsehbar ist. Auch wenn sich außer dem gekränkten Nachbarn eigentlich gar keiner für das eigene Blog interessiert.
Wer morgen Nacht an den Münchner Hauptbahnhof mit leuchtgelber Sprühfarbe ?Hans Müller ist doof und war in der FDJ? schreibt, der muss sich dabei schon sehr blöd anstellen, um erwischt zu werden. Und wäre vor allem wegen Sachbeschädigung dran. Er müsste die Reinigung der Bahnhofsmauer von seinem Graffiti zahlen. Das wäre es dann aber auch. 
Wer denselben Spruch ins Gästebuch von Heino Schnittenfittich schreibt, dessen Homepage eigentlich nur alle zwei Wochen mal von seiner Oma besucht wird, wobei selbst diese sich dort langweilt, der löst eine ganz andere Entwicklung aus. Er ist zwar über seine IP-Nummer technisch viel leichter ausfindig zu machen als der Bahnhofssprayer, aber keiner wird ihm wirklich was wollen. Hans Müller wird stattdessen Heino Schnittenfittich verklagen. Ist ja schließlich sein Gästebuch und für dessen Inhalt ist zunächst mal er verantwortlich und nicht seine Gäste, weil er es offen im Web herumliegen lässt.
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Welche Möglichkeiten die Webseiten europäischer Medien im Internet nutzen untersucht ein Team rund um das britische Online Jornalism Blog. Aufgelistet werden interaktive Funktionen und moderne Webtechnologien.
Der “European News Interactivity Index” vergleicht die technischen Funktionen europäischer Nachrichten-Portale. Für jede Funktion (Kommentare, E-Mail, Bookmarking, Video, RSS und so weiter) gibt es einen Punkt. Untersucht wurden bisher Angebote aus elf Ländern. In der Schweiz führt der Tages-Anzeiger das Feld mit 13 interaktiven Funktionen an, gefolgt von 20 Minuten (12), Blick (9) und NZZ (8).
Die Ergebnisse können über eine Flash-Applikation angezeigt und verglichen werden:
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Ende Februar war es vorbei mit dem Portal Stage6. Seitdem kamen und gingen etliche erfolglose Klone. Diese Woche soll mit Vreel wieder eine Alternative starten – und diesmal soll es länger was zu sehen geben.
DivX-Codec, guter Webplayer, Auflösung bis 720p – mit diesen technischen Trämereien stellte Stage6 den Konkurrenten YouTube und seine pixelig-verwaschenen Brüder in den Schatten. Bei Freunden von IPTV war Stage6 deswegen äußerst beliebt. Angeblich aus Kostengründen, vermutlich aber eher aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen, stellte DivX das Projekt Ende Februar wieder ein. Seitdem bröckeln wieder nur blasse Pixelfilmchen durchs Netz. Mit dieser Durststrecke soll es nun wieder einmal zu Ende gehen:
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Zweiter Teil unseres Fernseh-Überlicks: Nach den vielen Reaktionen auf unseren P2P-Post schauen wir uns heute nach kostenlosem IPTV am heimischen Rechner um.
IPTV kennt und nutzt schon fast jeder: Handyvideos über UMTS, Filmbestellungen über Video-on-Demand oder beim Daddeln mit der Spielekonsole. Die Deutsche TV-Plattform definierte bei der Gründungssitzung ihrer ?Arbeitsgruppe IPTV? im Herbst 2007, das ?so genannte IPTV? als ?eine neue Verbreitungsform auf der Basis des ?Internet Protocol? (IP)?. Doch welche kostenlosen Projekte können mit Onlinevideotheken wie Maxxdome oder Videoload mithalten?
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Soll ist ein großes Wort. Dem Internetfernsehen soll die Zukunft gehören. IPTV soll das alte Kabel ablösen. Internetfernsehen soll Umsatz bringen. medienlese.com nimmt die Angebote unter die Lupe und verrät, wie man die deutsche Bundesliga kostenlos sehen kann.

Na, wo kicken sie denn? (Fußballer von Keystone, Montage von uns)
Die beste Freeware im Vergleich
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Natürlich nicht, ein Blick in den Spiegel genügt ihr: Sie ist die Queen of Pop, es gibt keine andere neben ihr. Im Interview mit dem Kultur-Spiegel wettert Madonna nicht nur gegen die “Zeitverschwendung” Fernsehen:
Ich lese auch keine Zeitungen. Wenn ich mich informieren will, nutze ich das Internet.
Keine gute Nachricht für die “Nationale Initiative Printmedien”.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.