Tibet-Protest an der Golden Gate-Brücke:
Greenpeace-Methode, reaktiviert
Mit einer generalstabsmässig geplanten Kletteraktion und zwei riesigen Bannern am Wahrzeichen von San Francisco haben Aktivisten gegen Chinas Tibet-Politik protestiert. Das dürfte sie eine Busse von 10’000 pro Mitglied des Teams kosten – ein Klacks im Verhältnis zur News-Sendezeit, die sie dafür kriegten. Das Greenpeace-Prinzip funktioniert noch immer – oder besser denn je.

Die Tibet-Aktivisten holten sich mit ihrer Kletteraktion stundenlange Prime-Time mit Extraschaltungen aller TV-Stationen. (ABC 7 SF)
Das Motto der olympischen Spiele “Eine Welt, ein Traum” wandelt sich derzeit für die chinesische Führung in einen Albtraum. Nach den tumultuösen Szenen anlässlich der Fackelläufe in Paris und London haben Tibet-Aktivisten in San Francisco die Welt-Aufmerksamkeit ergattern können, noch bevor das olympische Feuer überhaupt an seinem einzigen Stopp in Nordamerika angelangt ist. Faszinierend daran ist, welch ungeteilte Aufmerksamkeit solche Aktionen fast vierzig Jahre nach den ersten Proteststunts der Greenpeace-Vorläuferorganisationen noch immer erhalten. Die Chronologie der Aktion liest sich wie eine Anleitung fürs PR-Stunts mit maximaler Ausbeute im Jahr 2008:











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