Alle 6 Artikel zum Thema Öffentlich-rechtliches auf netzwertig.com:
Der Konflikt zwischen Medienkonzernen und der ARD um die mobile Tagesschau-App ist ein guter Anlass, um über die zukünftige Ausgestaltung des digitalen öffentlich-rechtlichen Rundfunks nachzudenken. Dieser sollte seine Inhalte in Zukunft frei über eine offene API anbieten – auch den Verlagen.
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Am Dienstag wurde bekannt, dass acht deutsche Medienkonzerne Klage gegen ARD und NDR eingereicht haben. Die Unternehmen stören sich an der “textdominanten Berichterstattung ohne jeglichen Sendungsbezug” in den mobilen Apps der Tagesschau. Ich hatte bereits erläutert,
warum ich diesen Schritt für nicht nachvollziehbar halte.
Betrachtet man nun nicht nur dieses spezifische Ereignis sondern das Gesamtbild, wird deutlich, dass die Debatte eigentlich nicht um die mobile Applikation der ARD-Nachrichtensendung kreist, sondern um die Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im digitalen Zeitalter und darum, welche Inhalte vom Gebührenzahler finanziert und auf welchen Wegen diese verbreitetet werden sollen.
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Es geht nicht nur um Urheberrechte – sondern auch um Quote: Zeit Online erklärt, warum in den Online-Mediatheken der öffentlichen-rechtlichen Sender so vieles fehlt.
Öffentlich-rechtliches Fernsehen und Internet, das passt immer noch nicht zusammen. Die ganze Misere der Online-Mediatheken in Deutschland beschreibt Daniel Bouhs auf
Zeit Online. Denn die Netzangebote der öffentlich-rechtlichen Sender sparen ausgerechnet erfolgreiche Sendungen aus. Aushängeschilder mit Millionenpublikum wie “Tatort” oder auch Nischensendungen mit Kultstatus wie
“Dittsche” – Fehlanzeige. Gibt’s nicht (offiziell) online.
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Radiosender der SRG SSR idée suisse betreiben ein eigenes Musikportal. Nutzer können eigene Songs hochladen, nachts läuft das Programm im echten Radio. Wir testen MX3.
“Sieg Heil” knallt es mir immer wieder entgegen – so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich meldete mich bei
Mx3.ch an, startete den Player, wählte “Techno” aus und bekam das “
Live Set 06.09” eines
DJ Noize aus der Westschweiz zu hören. Dumpfes Zeug – ”Sieg Heil” inklusive. Der erste Versuch, bei dem Online-Portal der öffentlich-rechtlichen Radiosender der Schweiz interessante Musik zu hören, ging gleich daneben.
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Live-Bilder ohne Fernseher? Klar, das Internet macht’s möglich. Wie man auf dem Laufenden bleibt. Das komplette Olympia-Paket, alle Wettkämpfe, jederzeit.
Knapp vier Milliarden Menschen haben sich die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2008 angesehen. Durch die sechsstündige Zeitverschiebung finden die Wettkämpfe in Deutschland nachts oder während der Arbeitszeiten statt.
Olympiafernsehen ohne Fernseher
ARD und ZDF haben die exklusiven Übertragungsrechte für Liveberichte. Um dann ruckelfreie Bilder aus Peking zu bekommen, braucht man nur eine halbwegs schnelle Internetanbindung, für unterwegs reicht auch eine UMTS-Datenkarte für Ihr Notebook. Doch was hat das Netz sonst noch zu bieten?
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ARD und ZDF sollen ihre Inhalte im Web nur noch sieben Tage online lassen dürfen, so aktuelle Forderungen. Tut man dem Web damit wirklich einen Gefallen?
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk hat seine Qualitäten: Wer nach einem langen Arbeitstag beim Programm von ARD oder ZDF einschläft, muss nicht wie bei RTL oder Pro Sieben befürchten, von einem brüllend lauten Werbespot schon nach wenigen Minuten wieder aus seinen Träumen gerissen zu werden. Und wenn man eine bei Arte und eine bei Discovery gesendete Dokumentation miteinander vergleicht, wird man den ruhigeren Stil des öffentlich-rechtlichen Programms genießen – was hier allerdings mehr am Unterschied zwischen französischer und amerikanischer Filmkultur liegt. Auch ARD und ZDF kooperieren schließlich mit dem amerikanischen Discovery-Channel, ebenso wie Pro Sieben mit der öffentlich-rechtlichen BBC. 
Doch was das Auftreten online betrifft, so haben ARD und ZDF völlig unnötigerweise in den Monaten, in denen die Dotcomblase längst geplatzt war, noch vom auf dem Datenhighway liegenden Gold geträumt und dabei sehr viel Porzellan zerschlagen: Ihr “Internetangriffskrieg” (“Internetoffensive“), der nicht nur IPTV wie in der Schweiz, auch nicht nur normales Audio- oder Video-Streaming, auch nicht nur das Web, sondern gleich das gesamte Internet inklusive E-Mail oder Chat für sich vereinnahmen will – einerseits als Geldbeschaffungsmaschine, die eine Telekommunikationssteuer ernsthaft Rundfunkgebühr nennt, und andererseits als “dritte Programmsäule” – hat die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland zum Feind des Webs, zum Feind der Netzkultur werden lassen.
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Sinkende Einschaltquoten, eine missglückte Programmreform und jetzt erhöht der ORF auch noch die Rundfunkgebühren: Langsam aber sicher schlittert der öffentlich-rechtliche Sender in die Krise. Während Defizite in Millionenhöhe drohen, sucht ORF-Boss Alexander Wrabetz sein Heil in höheren Gebühren und Personaleinsparungen. Um den ORF zu retten, meinen Experten und Medienmanager, braucht es allerdings radikale Reformen.
Seit Samstag ist es beschlossene Sache: Um 1,30 Euro im Monat steigt die ORF-Gebühr ab Juni 2008. Hart erkämpften musste sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz dieses Plus von 9,4 Prozent. Doch trotz sinkender Einschaltquoten fiel die Entscheidung im Stiftungsrat, dem Aufsichts- und Kontrollorgan des österreichischen Rundfunks, schließlich klar für die Gebührenerhöhung aus – mit 16 Ja- zu 12 Nein-Stimmen (bei zwei Enthaltungen).
Zahlreiche Experten und ehemalige Medienmanager fordern seit Monaten mehr Geld für den ORF. Die österreichischen Gebührenzahler allerdings sind wenig begeistert vom zusätzlichen Obolus. Zum Ärgern sind weniger die zusätzlichen 1,30 Euro pro Monat, sondern vielmehr die Negativschlagzeilen der letzen Monate, welche der ORF am laufenden Band produzierte. So können im Zuge der Umstellung auf Digital-TV 153.000 Haushalte den ORF nicht mehr empfangen. Wer sich einen neuen Decoder kauft, muss rund 40 Euro dafür berappen. Und nach der misslungenen ?größten Programmreform aller Zeiten? wollen rund 400.000 Menschen das neue Programm überhaupt nicht mehr sehen (siehe Marktanteil 2007). Eine Erhöhung der Gebühren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, das ruft bei Vielen Unmut hervor.
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