Alle 5 Artikel zum Thema Nicolas Sarkozy auf netzwertig.com:
“Si tu reviens, j’annule tout” soll der französische Präsident Nicolas Sarkozy seiner Ex-Frau kurz vor seiner Hochzeit mit Carla Bruni geschrieben haben. Diese gibt nun bei einem polizeilichen Verhör an, keine SMS solcher Art erhalten zu haben.

Sarkozy: Sie haben keine neuen Nachrichten (Bild Keystone)
Erinnern Sie sich an die “unglaubliche SMS” (spiegel.de) mit dem angeblichen Inhalt “Cecilia, komm zurück und ich annulliere mein Hochzeit” (spiegel.de)? Oder mit dem angeblichen Inhalt “Wenn du zurückkommst, sage ich alles ab” (spiegel.de)?
Geschrieben haben soll sie der französische Präsident, Nicolas Sarkozy, seiner Ex-Frau, Cécilia Ciganer-Albeniz. Doch die sagte nun bei einer Befragung der französischen Polizei, sie habe kein solches SMS erhalten. Vielleicht weil die Frau, die vergeblich ein Buch verhindern wollte, in dem sie zitiert wird, ihr Ex-Ehemann sei ein “lächerlicher Geizkragen” (spiegel.de), von der Staatsmacht beim Verhör unter Druck gesetzt wurde? Kann gut sein.
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Carla Bruni, neue Ehefrau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, hat dem Wochenmagazin L’Express das erste Interview nach der Hochzeit gegeben und äussert darin Medienkritik. Die Beziehung gegenüber den Journalisten hat inzwischen einen Kampfzustand erreicht.
Wo war noch mal die Liste? Ah, hier. Mit dieser Äusserung
La plainte justifiée de mon mari n’est pas contre un organe de presse, bien sûr, mais contre les “nouveaux moyens de désinformation”. Internet peut être la pire et la meilleure des choses. A travers son site Internet, Le Nouvel Observateur a fait son entrée dans la presse people. Si ce genre de sites avait existé pendant la guerre, qu’en aurait-il été des dénonciations de juifs?
sollte Carla Bruni eigentlich Einlass finden. Spiegel Online übersetzt den letzten Satz so:
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Journalisten beklagen sich darüber, dass Politik nur noch eine Boulevardshow ist. Dabei sind sie selbst dafür verantwortlich.

Screenshot 20min: Bling-Bling
Seifenoper im ARD-Weltspiegel: Ein Beitrag über den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Man filmt ihn bei SMS-Schreiben bei einem Staatsbesuch (“während andere wichtige Verträge unterschreiben”). Man informiert, dass er Frühlingsurlaub, Sommerurlaub und Winterurlaub macht. Ihm wird unterstellt, die “Hauptsache” seien für ihn “Schlagzeilen, egal welche”. Grosse Gesten und einfache Botschaften werden festgestellt. Eine endlose “Sarko-Show” sei das.
Der Beitrag von vergangenem Sonntag, in dem es fast ausschliesslich um diese Äusserlichkeiten geht, wurde aber von der ARD produziert. Und die ist ja, von den Gebührengeldern mal abgesehen, unabhängig. Und hätte gut auch einen Beitrag machen können, in dem es um Inhalte geht.
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Tage, nachdem alle Medien über das Video berichtet haben, auf dem der französische Präsident Nicolas Sarkozy betrunken sein soll, hat sich der angeblich von Wladimir Putin mit Wodka Abgefüllte geäussert. In der Zeitung Le Parisien.
Er sagte dem Blatt:
J’étais en retard, j’ai donc monté les escaliers quatre à quatre, raconte-t-il. Je n’avais rien de particulier à dire. J’ai donc demandé s’il y avait des questions. Je ne bois pas une goutte d’alcool. Je n’ai pas de mérite : je n’aime pas cela.
Ich wage trotz mangelhaften Schulfranzösischkenntnissen eine Übersetzung:
Ich war in Verzug und bin darum die Treppe hinaufgestürmt, erzählt er. Ich hatte nichts besonders zu sagen und habe darum gefragt, ob es Fragen gibt. Ich trinke keinen Tropfen Alkohol. Ich habe nichts davon: ich mag das einfach nicht.
Was alle jetzt Medien, die vorher nahegelegt haben, Sarkozy sei vielleicht, eventuell, möglicherweise, wohl, sicher betrunken gewesen, aufgrund einer Agenturmeldung nachdrucken. Als Beispiel:
Financial Times Deutschland vorher: “Präsident mit Schlagseite“
Financial Times Deutschland nachher: “Sarkozy betont: ‘Trinke keinen Tropfen’“
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Viele Blogs verlinken zurzeit ein Video, auf dem der französische Präsident Nicolas Sarkozy angeblich betrunken sein soll. Nun auch die Financial Times Deutschland.
Was macht der Frankreich-Korrespondent der Financial Times Deutschland, Heimo Fischer? Er sitzt in Paris und er guckt YouTube-Videos. Genauer gesagt: Er guckt ein YouTube-Video, das in mehreren Versionen zu finden ist und bisher einige Millionen Male angesehen wurde. Es ist ein kurzer Ausschnitt aus dem belgischen Fernsehen, in der der französische Präsident Nicolas Sarkozy offenbar etwas verspätet von einem Gespräch mit dem russischen Präsident Wladimir Putin im Rahmen des G8-Gipfels vor die Medien tritt.
Das Video wurde (auf YouTube und in Blogs) meistens versehen mit Anspielungen auf einen möglichen Alkoholkonsum von Nicolas Sarkozy. Es ist anzunehmen, dass die Ansage des Moderators sowie die begleitenden Kommentare bei vielen Konsumenten ausreichten, um selbst zum Schluss zu kommen, Sarkozy stünde betrunken am Podium. Eine mir seltsam vorkommende Beurteilung, denn ich habe das Video nun sicher fünfmal angeguckt und ich kann aus dem Verhalten von Sarkozy noch immer keine Verbindung mit Alkoholkonsum ziehen. Vielleicht macht er kurzfristig einen etwas verwirrten Eindruck, aber bei dem Mammut-Programm, das hochrangige Politiker täglich durchmachen, wundere ich mich eher, dass nicht viel mehr kleine oder grosse Aussetzer passieren. Mir würde das jedenfalls bei solchen Nonstop-Tagen passieren, da bin ich mir sicher.
Der Nachrichtensprecher moderiert den Beitrag an und sagt, kurz bevor die Bilder kommen, Sarkozy habe anscheinend nicht nur Wasser getrunken. Darauf startet das Video, worauf Sarkozy zu sehen ist, wie er an ein Podium tritt und sich an die Journalisten wendet, um ihre Fragen entgegenzumehmen. Das ist, was ich auf dem Video sehe. Heimo Fischer sieht das anders. Als Titel hat er das Zitat “Präsident mit Schlagseite” gewählt – eine Aussage, die im darauffolgenden Text nicht wiederzufinden ist.
Letztes Update: 15.06.2007, 12:10 Uhr
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