Alle 4 Artikel zum Thema Neue Deutsche Produktivitätswelle auf netzwertig.com:
Eine Reihe von Startups aus dem deutschsprachigen Raum will mit digitalen Dokumentenplattformen das Papier aus dem Büro und Alltag verdrängen. Die Idee überzeugt besonders beim Blick auf das langfristige Potenzial.
Bald Geschichte?
Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass 2012 Dokumente nocheinmal richtig sexy werden würden?! Eine ganze Reihe von Gründerteams und auch der ein oder andere Investor scheinen zumindest der Meinung zu sein, dieser Bereich benötige neue Impulse und habe eine hohe Attraktivität. Im Mittelpunkt steht dabei die Vision des papierlosen Büros – etwas, von dem schon ähnlich lange gesprochen wird wie von der Konvergenz zwischen Fernsehen und Internet (dieses Jahr ist es dann sicher soweit. Wirklich.), ohne dass dieses Prinzip im Alltag der meisten Berufstätigen aber tatsächlich realisiert wurde.
Junge Startups aus dem deutschsprachigen Raum finden, die Zeit ist reif dafür, das Papier endgültig aus dem Büro zu verbannen, und haben entsprechende Plattformen entwickelt, die zur Aufbewahrung der digitalen Fassungen des täglichen Papierkrams dienen sollen. Dazu gehören doo aus Bonn genauso wie smarchive aus München, doctape (unser Review) aus Hannover sowie fileee aus Münster. Gewissermaßen fällt auch der junge Berliner Dienst Dropscan in diese Kategorie, selbst wenn dort weniger das Ablegen digitaler Dokumente sondern eher das Einschicken physischer Unterlagen zum Zwecke der Digitalisierung im Vordergrund steht. Ein Beobachter des Geschehens erklärte mir, es gäbe allein in Deutschland bis zu zehn junge Dienste, die sich rund um digitale Dokumente positionieren.
» weiterlesen
Das Chemnitzer Startup Hojoki hat sich zum Ziel gesetzt, alle von Anwendern für die digitale Arbeit eingesetzten Clouddienste unter einem Dach zu aggregieren. In fünf Monaten haben sich 20.000 Nutzer registriert. Ab Freitag steht ihnen auch eine mobile Version zur Verfügung.
Während die aus Berlin stammende Produktivitätssuite Wunderkit zu Jahresbeginn mit viel Vorarbeit beanspruchender Presse- und Nutzeraufmerksamkeit ihr Debüt gab, wählte das konkurrierende Chemnitzer Startup Hojoki eine im Vergleich zurückhaltendere Launchstrategie, die ihm nicht auf einen Schlag 100.000 freiwillige Beta-Anwender servierte. Das hatte zwar zur Folge, dass die Hojoki-Gründer Martin Böhringer, Lutz Gerlach, Danilo Härtzer und Thilo Schmalfuß zu Beginn im Schatten der Hauptstädter agierten und um jede Beachtung kämpfen mussten, ersparte dem jungen Unternehmen aus Sachsen aber auch die auf jede über die Stränge schlagende Euphorie folgende Ernüchterung, mit der Wunderkit nach der Lancierung konfrontiert wurde.
Und während der Berliner Konkurrent, der sich im Gegensatz zu Hojoki an eine breitere, weniger professionell ausgerichtete Anwenderschaft richtet, nun darauf hinarbeiten muss, die hohen Erwartungen in ihn zu erfüllen, veröffentlicht das Hojoki-Team in regelmäßigen Abständen und ohne unmittelbaren Erfolgsdruck neue Funktionen und Integrationspunkte mit externen Diensten. Hojoki erlaubt die Verknüpfung mit externen Cloud-Applikationen, um dortige Aktivitäten in einem kollaborativen Stream gesammelt darzustellen (hier unser erster Review).
» weiterlesen
Lange hat das Berliner Startup 6Wunderkinder den Launch der Produktivitätssuite Wunderkit angekündigt. Nun beginnt offiziell die geschlossene Beta-Phase. Das Resultat kann sich sehen lassen!
— C36daily — Der tägliche Newsletter für die Schweizer ICT-Community. Schnell, aktuell und auf den Punkt. Jetzt abonnieren und immer up-to-date sein. — Textanzeige —
Dem im Sommer 2010 gegründeten Berliner Startup 6Wunderkinder ist es mit der kostenlosen App Wunderlist gelungen, in einem vollkommen überlaufenen Segment kräftig für Furore zu sorgen und das Thema Aufgabenverwaltung durch einen Fokus auf Design und Simplizität zu emotionalisieren. Gleichzeitig haben die Hauptstädter mit dem Dienst etwas in der Internetbranche bisher Einmaliges getan: Sie verwendeten Wunderlist als Teaser für ein deutlich größeres, umfangreicheres Produktivitätstool: Wunderkit, das im letzten Jahr parallel zur Weiterentwicklung von Wunderkit auf die Beine gestellt wurde.
Über 1,6 Millionen Menschen benutzen Wunderlist mittlerweile und haben 2011 einiges an Aufmerksamkeit auf das junge Unternehmen hinter der To-Do-Listen-App gelenkt. Ausgestattet mit 4,2 Millionen Dollar von der Investmentfirma von Skype-Gründer Niklas Zennström steht 2012 für 6Wunderkinder ganz im Zeichen von Wunderkit. Etwas später als erwartet haben die 6Wunderkinder jetzt den Startschuss für die geschlossene Beta-Phase gegeben. In der bisherigen “Friends & Family”-Beta durften lediglich rund 100 Freunde der Wunderkit-Mitarbeiter den neuen Service ausprobieren.
» weiterlesen
Ein die Kollaboration ermöglichender Stream mit Aktivitäten aus sämtlichen von Nutzern verwendeten Cloud-Diensten – das verspricht das Chemnitzer Startup Hojoki, das am Mittwoch auf der LeWeb-Konferenz seine Tore öffnet. Bei uns könnt ihr den Dienst exklusiv schon heute ausprobieren.
Jedes Geschäftsmodell im Internet wird eines Tages auf Streams basieren, so prophezeite es der US-Informatiker David Gelernter am Wochenende im Wall Street Journal. Für Martin Böhringer, Lutz Gerlach, Danilo Härtzer und Thilo Schmalfuß dürfte diese Aussage des renommierten Professors Musik in den Ohren sein. Immerhin geben sie in dieser Woche den Startschuss für Hojoki, einen Onlinedienst, der die Aktivitätsstreams von verschiedenen Cloud-Services unter einem Dach aggregiert und darauf aufbauend eine Kollaboration zwischen mehreren Personen ermöglicht.
“Make all your cloud apps work as one” lautet das Motto des im März 2011 in Chemnitz gegründeten Jungunternehmens, das vor zwei Wochen den Erhalt einer Seed-Finanzierung über knapp 500.000 Euro verkünden konnte. Nach einer Registrierung erlaubt Hojoki es Anwendern, ihr Konto mit ihren Accounts einschlägiger Webdienste und Produktivitätsplattformen zu verknüpfen. Zu Beginn unterstützt werden unter anderem Dropbox, Google Docs, Twitter, Highrise, Beanstalk und Delicious. Aus sämtlichen angeschlossenen Diensten kreiert Hojoki einen Stream mit den dort durchgeführten Aktivitäten.
» weiterlesen