Thema: Netzneutralität

 

Alle 46 Artikel zum Thema Netzneutralität auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

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Datenhandel, Spezialdienste, Hashtag, Yotaphone

Datenhandel
Die Krautreporter erinnern uns wieder einmal daran, wie die Verlage mit den Daten ihrer Leser handeln.

Wie wertvoll die Leser der „Zeit“ sind, das lässt sich nun also quantifizieren: Derzeit kosten ihre Daten 16 Cent pro Kopf.

» Ein Ausflug in die Datenminen

 

Spezialdienste
Das schöne Wort Spezialdienste in den Ohren der Kanzlerin macht vielleicht jahrelange Bemühungen von Netzaktivisten irrelevant.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine bevorzugte Behandlung bestimmter Angebote im Internet ausgesprochen.

» Merkel plädiert für Spezialdienste im Internet

 

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Bundesregierung will “Spezialdienste”:
Wieso alle Argumente pro Netzneutralität keine Rolle spielen

Die Bundesregierung und Kanzlerin Merkel befürworten die Einführung einer Internet-Überholspur – und das obwohl so viel dagegen spricht. Leider finden die Argumente für Netzneutralität ohne Kompromisse kein Gehör. Die Lobbyisten der Telekommunikationsbranche sind stärker.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will Zwei-Klassen-Internet


Das gestern durchgesickerte Konzept der Bundesregierung, die Netzneutralität durch die Einführung einer “Überholspur” für “Spezialdienste” aufzuweichen, bereitet mir große Sorge. Zwar wird der Plan laut FAZ als ein “Erhalt des offenen Internets” verkauft. Aber das sind leere Worthülsen. Sobald man offiziell eine Regelung einführt, nach der gewisse Daten mit höherer Priorität behandelt werden dürfen als andere, verabschiedet man sich von dem Prinzip, dass alle Daten gleichberechtigt sind. Ein Zurück wird es dann nicht mehr geben.

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Linkwertig:
Netzneutralität, Firefox, Facebook, Fitbit

Net Neutrality
Barack Obama stellt Pläne zur Netzneutralität vor.

» President Obama’s Plan for a Free and Open Internet

 

Firefox Developer Edition
Mozilla hat 10 Jahre nach dem offiziellen Start vom Firefox nun auch eine Version für Entwickler lanciert.

» Mozilla launches Firefox Developer Edition with built-in tools for debugging apps and mobile browsers

 

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Beim Geld hört der Spaß auf:
Netzaktivismus, den Bürger verstehen

Die Öffentlichkeit Ungarns hat mit Protest-Aktionen erfolgreich die umstrittene Internet-Steuer gekippt. Wie schon 2013, als die Deutsche Telekom die Netzneutralität mit einer selektiven Breitband-Drosselung aushebeln wollte und damit einen Sturm der Entrüstung auslöste, zeigt sich erneut: Mobilisierung ist dann am einfachsten, wenn es direkt oder indirekt ums Geld der Bürger geht. Netzaktivisten sollten dies besser nutzen.

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In der vergangenen Woche geschah in Ungarn etwas Beachtliches: Der absurde Plan von Minsterpräsident Viktor Orban und seiner Partei Fidesz, Internet-Traffic mit einer auf Gigabyte-Basis berechneten Steuer zu belegen, sorgte für weitreichende Proteste sowohl im europäischen Ausland wie auch bei den Bürgern des osteuropäischen Landes. Nachdem es zu spontanen Protestdemonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern kam und eine Facebook-Gruppe schnell Hunderttausende Kritiker des Vorhabens zusammenbrachte, sah sich Orban gezwungen, das unpopulare Projekt erst einmal auf Eis zu legen.

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Netzneutralität:
Die langfristig negativen Effekte von Service-Klassen am Beispiel von US-Airlines

Telekommunikationskonzerne wollen unterschiedliche Service-Klassen für die Übertragung von Daten einführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass “Internet-Überholspuren” sich negativ auf die Basisleistung auswirken, ist groß. Das lehrt die Entwicklung, welche die amerikanische Luftfahrtbranche in den letzten zehn Jahren duprrchgemacht hat.

AirlineBefürworter einer Abschaffung der Netzneutralität nutzen gerne die Metapher der “Internet-Überholspur”. Sie beteuern, dass unterschiedliche “Service-Klassen” zu einem Szenario führen, in dem besonders datenintensive Dienste – wie etwa 4k-Videostreaming oder Telemedizin – mit einer garantiert guten Qualität ausgeführt werden könnten, während gleichzeitig der “normale” Webtraffic keine Limitierungen erleben würde.

In der Realität spricht allerdings wenig dafür, dass die von den Netzbetreibern herbeigesehnte Aufteilung der Datenleitungen in Standard-Traffic und Premium-Traffic, für den Onlinedienste zusätzlich zahlen, am Ende ohne Einschränkungen für die Übertragung von “Basis-Daten” über die Bühne geht. Es ist ein ökonmisches Gesetz, dass im Falle begrenzter Kapazitäten die Allokation der Ressourcen dorthin tendiert, wo das meiste Geld verdient werden kann. Gleichzeitg entstehen Anreize für eine Vernachlässigung des Kapazitätsausbaus. Wenn Knappheit ein profitables Geschäftsmodell darstellt, gibt es es für Unternehmen keinen Grund, dieses mit aktiven kostenspieligen Investitionen in einen Ausbau der Datenleitungen und eine damit verbundene Eliminierung des Bedarfs unterschiedlicher Service-Klassen aufs Spiel zu setzen.

Um die Theorie besser verständlich zu machen, möchte ich an dieser Stelle (zum zweiten Mal in der Geschichte von netzwertig.com) die Flugbranche zur Illustration eines innerhalb der Digitalwirtschaft debattierten Dilemmas heranziehen: Wer einmal erleben will, was passiert, wenn dem Prinzip der Differenzierung in unterschiedliche Service-Levels bei insgesamt begrenzter Kapazität freien Lauf gelassen wird, der sollte in den USA ein paar Mal mit einheimischen Fluggesellschaften reisen.  » weiterlesen

Evolution des Internets:
Eine Häufung bedenklicher Entwicklungen

Seit rund 20 Jahren existiert das kommerzielle Internet. Der Alltag der meisten Menschen wurde durch die globale Vernetzung erheblich vereinfacht. Dennoch gibt es im Rahmen der Evolution des Netzes abseits vom großen, übergeordneten Sorgenthema Überwachung verschiedene bedenkliche Entwicklungen.

InternetSeit das Internet Mitte der 90er Jahre seinen kommerziellen Durchbruch erlebte, haben die durch das Netz möglich gewordenen digitalen Innovationen das Leben aller Menschen massiv vereinfacht und bequemer gemacht. Dennoch entwickelten sich nicht alle Rahmenbedingungen nur zum Besseren. Die hohe Bedeutung der Digitalisierung für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft weckt Begehrlichkeiten und verursacht von allen Seiten Druck auf die Infrastruktur und die Funktionsweise des Internets. Noch funktioniert dieses zwar im Prinzip so wie anno 1995 (nur dank Breitband viel schneller und dank mobiler Datenverbindungen von fast jedem Ort aus). Dennoch besteht die begründete Gefahr, dass das nicht immer so bleiben wird. Es folgen sechs Punkte, in denen sich die Dinge eher zum Schlechten verändert haben.  » weiterlesen

Die Telekom und die Spotify-Trafficbefreiung:
Warum einfach, wenn es auch richtig kompliziert geht

Telekom-Nutzer mit einem entsprechenden Tarif glaubten, bei der Nutzung von Spotify ihr Inklusiv-Datenvolumen nicht anzutasten. Sie kannten die verschiedenen Ausnahmen nicht, die es seitens der Telekom gibt. Der Konzern scheint nicht anders zu können, als Produkte unnötig zu verkomplizieren.

Telekom Die Deutsche Telekom macht es Kritikern und Zynikern aber auch zu leicht: ifun und heise Online dokumentierten in den letzten Wochen eine kleine Geschichte aus der Welt der Bonner, die ziemlich gut illustriert, warum einem schwergewichtigen Großkonzern wie dem deutschen Netzbetreiber in Sachen zeitgemäßer Consumer Innovation einfach nicht viel zuzutrauen ist.

Alles begann mt der Schaffung einer speziellen Spotify-Option für T-Mobile-Kunden, bei der sämtlicher über die Musik-App verursachter Datenverkehr inbegriffen sein und nicht auf das monatliche Trafficlimit angerechnet werden sollte. Das verstößt zwar gegen die Prinzipien der Netzneutralität, aber von der ist man bei der Telekom ohnehin kein großer Fan. » weiterlesen

Power-User zahlen bei O2 künftig mehr:
Wer Netzneutralität will, muss zu Opfern bereit sein

O2 führt für Neukunden von DSL-Flatrates eine Geschwindigkeits-Drosselung ein, sollten sie überdurchschnittlich viel Datenverkehr verursachen. Das gewählte Modell macht einen fairen Eindruck. Für die Beibehaltung der Netzneutralität sind solche Vorstöße wichtig.

O2Für Internetnutzer ist es kein schöner Gedanke, aber ich glaube, dass wir alle ein Opfer bringen müssen, um die Netzneutralität zu retten. Wie dieses Opfer aussehen könnte, hatte ich im Mai schon einmal angerissen: User sollten Bereitschaft zeigen, mehr für die überdurchschnittliche Inanspruchnahme unbeschränkter Breitband-Flatrates zu zahlen. Auf diese Weise würden sie Verantwortung dafür übernehmen, dass das von ihnen verursachte Datenvolumen aufgrund der Zunahme von gestreamtem Multimedia Content für die Provider steigende Kosten bedeutet. Kosten, die einige Netzbetreiber durch Weiterleitungsgebühren bei Diensteanbietern wie Netflix, YouTube oder Facebook refinanzieren möchten. Aufgrund von bedenklichen Nebenwirkungen derartiger “Internet-Überholspuren” ist es spätestens mittel- bis langfristig im Interesse aller Digitalbürger, dass Telekommunikationskonzernen die Argumentationsgrundlage für derartige Vorstöße – nämlich dass bei Internetzugängen keine Preissteigerungen durchsetzbar seien – genommen wird. » weiterlesen

T-Mobile USA-Chef John Legere:
“Mobilfunkfirmen schaffen die Illusion von Kapazitätsengpässen”

Manager von Telekomkonzernen warnen regelmäßig vor Kapazitätsengpässen, um damit die Abschaffung der Netzneutralität zu rechtfertigen. John Legere, CEO von T-Mobile USA, hält dies für ein Märchen, mit dem die Preise künstlich hochgehalten werden sollen.

Wenn es darum geht, die Aufhebung der Netzneutralität zu verteidigen, dann verweisen Telekommunikationsfirmen gerne auf die Überlastung der Netze. Die massive Zunahme des Datenverkehrs sorge dafür, dass es trotz des fortschreitenden Ausbaus der Leitungen zu Engpässen komme. Mit Hilfe der ominösen “Internet-Überholspur” solle deshalb sichergestellt werden, dass die Daten, bei denen ein sofortiger und schneller Transport besonders wichtig ist, die notwendigen Kapazitäten erhalten.

Für externe Kommentatoren ist diese Argumentation ein schwerer Brocken. Denn ohne Einblicke in interne Zahlen und Statistiken kann man derartige Behauptungen seitens der Telekom-Manager zwar anzweifeln und sich dabei vorhandener Untersuchungen zur Performance und Geschwindigkeitsentwicklung der Netze bedienen, aber eben auch nicht hundertprozentig darüber urteilen, wie es tatsächlich um die heutige und künftige Leistungsfähigkeit der Leitungen bestellt ist. » weiterlesen

Linkwertig:
Internet, Datenschutz, WM, Netzneutralität

Zusammenarbeit
Der Verfassungsschutz arbeitet immer stärker mit den amerikanischen Geheimdiensten zusammen.

Bei den übermittelten Daten soll es sich unter anderem um Handynummern, Reisebewegungen und Aufenthaltsorte verdächtiger Personen handeln.

» Verfassungsschutz weitet Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten aus

 

Internet
Laut Günter Hack ist nicht das Internet pervers, sondern die Welt.

Ist das Internet aber Schuld daran, dass US-Oligopole den von der neoliberalen Politik gewollten Steuerwettbewerb in der EU zu ihrem maximalen Vorteil ausnutzen, jahrelang?

» Nicht das Internet ist pervers, sondern die Situation, in der es existiert

 

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