Thema: Netzneutralität

 

Alle 40 Artikel zum Thema Netzneutralität auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Die Telekom und die Spotify-Trafficbefreiung:
Warum einfach, wenn es auch richtig kompliziert geht

Telekom-Nutzer mit einem entsprechenden Tarif glaubten, bei der Nutzung von Spotify ihr Inklusiv-Datenvolumen nicht anzutasten. Sie kannten die verschiedenen Ausnahmen nicht, die es seitens der Telekom gibt. Der Konzern scheint nicht anders zu können, als Produkte unnötig zu verkomplizieren.

Telekom Die Deutsche Telekom macht es Kritikern und Zynikern aber auch zu leicht: ifun und heise Online dokumentierten in den letzten Wochen eine kleine Geschichte aus der Welt der Bonner, die ziemlich gut illustriert, warum einem schwergewichtigen Großkonzern wie dem deutschen Netzbetreiber in Sachen zeitgemäßer Consumer Innovation einfach nicht viel zuzutrauen ist.

Alles begann mt der Schaffung einer speziellen Spotify-Option für T-Mobile-Kunden, bei der sämtlicher über die Musik-App verursachter Datenverkehr inbegriffen sein und nicht auf das monatliche Trafficlimit angerechnet werden sollte. Das verstößt zwar gegen die Prinzipien der Netzneutralität, aber von der ist man bei der Telekom ohnehin kein großer Fan. » weiterlesen

Power-User zahlen bei O2 künftig mehr:
Wer Netzneutralität will, muss zu Opfern bereit sein

O2 führt für Neukunden von DSL-Flatrates eine Geschwindigkeits-Drosselung ein, sollten sie überdurchschnittlich viel Datenverkehr verursachen. Das gewählte Modell macht einen fairen Eindruck. Für die Beibehaltung der Netzneutralität sind solche Vorstöße wichtig.

O2Für Internetnutzer ist es kein schöner Gedanke, aber ich glaube, dass wir alle ein Opfer bringen müssen, um die Netzneutralität zu retten. Wie dieses Opfer aussehen könnte, hatte ich im Mai schon einmal angerissen: User sollten Bereitschaft zeigen, mehr für die überdurchschnittliche Inanspruchnahme unbeschränkter Breitband-Flatrates zu zahlen. Auf diese Weise würden sie Verantwortung dafür übernehmen, dass das von ihnen verursachte Datenvolumen aufgrund der Zunahme von gestreamtem Multimedia Content für die Provider steigende Kosten bedeutet. Kosten, die einige Netzbetreiber durch Weiterleitungsgebühren bei Diensteanbietern wie Netflix, YouTube oder Facebook refinanzieren möchten. Aufgrund von bedenklichen Nebenwirkungen derartiger “Internet-Überholspuren” ist es spätestens mittel- bis langfristig im Interesse aller Digitalbürger, dass Telekommunikationskonzernen die Argumentationsgrundlage für derartige Vorstöße – nämlich dass bei Internetzugängen keine Preissteigerungen durchsetzbar seien – genommen wird. » weiterlesen

T-Mobile USA-Chef John Legere:
“Mobilfunkfirmen schaffen die Illusion von Kapazitätsengpässen”

Manager von Telekomkonzernen warnen regelmäßig vor Kapazitätsengpässen, um damit die Abschaffung der Netzneutralität zu rechtfertigen. John Legere, CEO von T-Mobile USA, hält dies für ein Märchen, mit dem die Preise künstlich hochgehalten werden sollen.

Wenn es darum geht, die Aufhebung der Netzneutralität zu verteidigen, dann verweisen Telekommunikationsfirmen gerne auf die Überlastung der Netze. Die massive Zunahme des Datenverkehrs sorge dafür, dass es trotz des fortschreitenden Ausbaus der Leitungen zu Engpässen komme. Mit Hilfe der ominösen “Internet-Überholspur” solle deshalb sichergestellt werden, dass die Daten, bei denen ein sofortiger und schneller Transport besonders wichtig ist, die notwendigen Kapazitäten erhalten.

Für externe Kommentatoren ist diese Argumentation ein schwerer Brocken. Denn ohne Einblicke in interne Zahlen und Statistiken kann man derartige Behauptungen seitens der Telekom-Manager zwar anzweifeln und sich dabei vorhandener Untersuchungen zur Performance und Geschwindigkeitsentwicklung der Netze bedienen, aber eben auch nicht hundertprozentig darüber urteilen, wie es tatsächlich um die heutige und künftige Leistungsfähigkeit der Leitungen bestellt ist. » weiterlesen

Linkwertig:
Internet, Datenschutz, WM, Netzneutralität

Zusammenarbeit
Der Verfassungsschutz arbeitet immer stärker mit den amerikanischen Geheimdiensten zusammen.

Bei den übermittelten Daten soll es sich unter anderem um Handynummern, Reisebewegungen und Aufenthaltsorte verdächtiger Personen handeln.

» Verfassungsschutz weitet Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten aus

 

Internet
Laut Günter Hack ist nicht das Internet pervers, sondern die Welt.

Ist das Internet aber Schuld daran, dass US-Oligopole den von der neoliberalen Politik gewollten Steuerwettbewerb in der EU zu ihrem maximalen Vorteil ausnutzen, jahrelang?

» Nicht das Internet ist pervers, sondern die Situation, in der es existiert

 

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Netzneutralität:
Was fettiges Essen, Zigaretten und die Internet-Überholspur gemeinsam haben

Heute weiß jeder Mensch, dass Zigaretten und fettiges Essen langfristig unangenehme Folgen haben können. Konsumenten müssen auf ähnliche Weise über die negativen Konsequenzen der von Providern forcierten Aufhebung der Netzneutralität aufgeklärt werden.

Zigaretten

Als ich vor einigen Tagen zwei klitzekleine “Erfolge” für die Netzneutralität kommentierte, überkam mich während das Schreibens ein schlechtes Gewissen: Da saß ich nun und zeigte mich erfreut darüber, dass Nutzer des deutschen Mobilfunkanbieters Base beim nicht gerade bandbreitenschonenden TV-Streaming über Zattoo im Rahmen der angekündigten Kooperation zwischen beiden Diensten kein Traffic-Sonderkontingent eingeräumt bekommen. Für Base-Kunden bedeutet dies, dass sie je nach Tarif nach maximal einigen Stunden des Fernsehschauens über die mobile Datenverbindung ihr monatliches Trafficvolumen verbraucht haben und den Rest des Monats im Schneckentempo durch das Netz kriechen müssen.

Aus Sicht der Kunden des Mobilfunkproviders wäre es selbstredend viel attraktiver, wenn die beim Streaming über Zattoo generierte Datenmenge nicht auf das Datenvolumen angerechnet würde. So verhält es sich beispielsweise im Rahmen der Zusammenarbeit von Spotify mit einigen Netzbetreibern.

Mir wurde während der Anfertigung des besagten Textes deutlich, wieso man sich im Kampf für Netzneutralität in der Vergangenheit nicht auf die tatkräftige Unterstützung durch Otto-Normal-Verbraucher verlassen konnte und weshalb sich dies auch in Zukunft kaum ändern dürfte: Für Kunden bieten von Zugangsanbietern forcierte Brüche mit der Netzneutralität kurzfristig große Verlockungen. » weiterlesen

Kein Verstoß gegen die Netzneutralität:
Wenn man über etwas jubelt, das eigentlich selbstverständlich ist

In Chile dürfen Mobilfunkprovider ihren Kunden nicht mehr kostenfreien Zugang zu spezifischen Apps bieten. Und Zattoos Kooperation mit E-Plus in Deutschland verzichtet auf eine Befreiung vom Datenverkehr. In einer Ära, in der die Netzneutralität stetig unter Druck steht, freut man sich schon über Selbstverständlichkeiten.

WhatsAppAnhänger der Netzneutralität haben im Jahr 2014 nicht viel zu lachen, selbst wenn sich die Politik zumindest in Europa in die richtige Richtung bewegt. Doch letztlich gibt es wenig zu gewinnen aber viel zu verlieren. Denn in den vergangenen 20 Jahren des kommerziellen Internets war die Gleichbehandlung von Daten allgemeiner Konsens. Etwas, das nach den Wünschen der Netzbetreiber nicht mehr gelten soll. Und im wichtigen und oft eine Vorbildrolle einnehmenden Internetmarkt USA zeichnet sich in jedem Fall eine Abschwächung des Netzneutralitäts-Prinzips ab. Umso stärker freut man sich über kleine, die Diskriminierung von Daten in Frage stellende “Siege”. » weiterlesen

Netzneutralität und die Gatekeeper-Ambitionen der Telekomfirmen:
Das Gerede vom teuren Netzausbau ist vorgeschoben

Telekommunikationskonzerne begründen die Infragestellung der Netzneutralität gerne mit den zu refinanzierenden Ausgaben für den Ausbau ihrer Leitungen. Doch das Instrument zur Kostendeckung existiert bereits: Preis- und Produktdifferenzierung bei Internetzugängen – fairer und cleverer, als die Telekom es plante.

WifiSofern man nicht aus dem engeren Umfeld der Telekommunikationskonzerne stammt oder mit ihnen überlappende wirtschaftliche Interessen hat, ist es nicht sonderlich schwer, Position für die Netzneutraltät zu beziehen. Denn die Argumente ihrer Gegner sind in der Regel schwach und durchschaubar. Seit Jahren anhaltendes Klagen über bevorstehende Netzüberlastungen bei gleichzeitig guten Gewinnen sowie die Behauptung, “Internet-Überholspuren” und “Spezialdienste” würden Innovation fördern, wenn jedes Kind versteht, was es für finanzschwache Anbieter und Startups bedeutet, wenn sich Gigangen mit Geld eine bevorzugte Behandlung erkaufen können, offenbaren das mangelhafte Fundament der Provider-Forderungen. » weiterlesen

Frontlinie im Kampf um die Netzneutralität:
Niemand braucht die “Spezialdienste” der Netzbetreiber

Der Neid auf die erfolgreichen Internetfirmen bringt die Netzbetreiber dazu, unter dem Vorwand von Innovation “Spezialdienste” als neue Erlösquellen anbieten zu wollen. Doch diese braucht niemand.

internetDas vom EU-Parlament verabschiedete Regulierungspaket für Telekommunikationsanbieter ist, wie kommentiert, ein Grund zur Freude für Anhänger eines freien Internets. Gerade die klare Unterstützung der Durchsetzung von Prinzipien zur Sicherung der Netzneutralität stellt eine gute Nachricht für Bürger sowie die gesamte Internetwirtschaft dar. Allerdings existiert im Verordnungsentwurf in dieser Frage noch eine entscheidende Lücke, wie die Netzaktivisten des Vereins Digitale Gesellschaft monieren: Sie räumt es Zugangsbetreibern ein, sogenannte “Spezialdienste” anzubieten – ohne genau zu definieren, was in diese Kategorie fällt und unter welchen Voraussetzungen diese angeboten werden dürfen. Zwar schließe die Verordnung eine Drosselung oder Blockierung des offenen Internets zugunsten dieser Spezialdienste aus, dennoch bestehe weiterhin die Gefahr eines “Zwei-Klassen-Netzes”, weil einzelne Onlineservices gemäß der aktuellen Regulierung als kostenpflichtige Spezialangebote aus dem offenen Netz ausgegliedert werden könnten.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird die Thematik der “Spezialdienste” die Öffentlichkeit und Politik noch einige Zeit beschäftigen. Immerhin verläuft hier nun die Frontlinie zwischen den Vorkämpfern der Netzneutralität und den Providern, die bestrebt sind, abseits der von Verbrauchern gezahlten Gebühren für die Bereitstellung des Internetzugangs neue Erlösquellen zu erschließen. Genau genommen geht es also um die uralte Frage, welche Aufgaben Netzbetreiber übernehmen sollen. Die Vorstellungen hierüber unterscheiden sich markant. » weiterlesen

Netzneutralität ja, Roamingebühren nein:
Europa, das hast du gut gemacht!

Mit dem Beschluss der Durchsetzung von Netzneutralität und Abschaffung von Roamingebühren setzt die europäische Politik ein Zeichen, das symbolische und praktische Bedeutung für ein geeintes Europa besitzt. Anhänger dieser Idee haben endlich wieder einen Grund zur Freude.

Digitales EuropaIch bin ein Anhänger der europäischen Idee und der damit verbundenen Vorzüge wie der Reisefreiheit und Freizügigkeit, der einheitlichen Währung sowie dem einheitlichen Finanz- und Handelsraum. Außerdem bin ich der Überzeugung, dass die verschiedenen Kulturen Europas sich einander sehr viel ähnlicher sind, als dies vielen Menschen bewusst ist. Meist merkt man dies nur erst, wenn man einmal längere Zeit den Kontinent verlassen hat. Leider waren die vergangenen Jahre für Menschen mit meiner Sichtweise von der Sorge geprägt, dass all das durch die Folgen der Finanz- und Schuldenkrise zu Bruch gehen könnte. Nationalismus und Separatismus, die Unterminierung des Schengenabkommens sowie Forderungen nach der Wiedereinführung nationaler Währungen mögen für manche nach einer geeigneten Lösung anmuten, um die Krise zu bewältigen. In meinen Augen jedoch wäre dies als strategische Richtung ein großer Verlust und ein fataler Fehler. » weiterlesen

Linkwertig:
Netzneutralität, Gmail, Neustart, ZunZuneo

Netzneutralität
Das EU-Parlament hat gestern für Netzneutralität gestimmt.

Das war nur die erste Lesung, wenn auch eine vielleicht entscheidende Schlacht. Im weiteren Verlauf haben wir schlechtere Karten gegenüber den Lobbys der Telekom-Industrie, weil jetzt die Regierungen im EU-Rat mitreden werden.

» EU-Parlament stimmt für Netzneutralität

 

Gmail
Gmail – das vielleicht nützlichste ältere Produkt von Google, das das neuere Google noch nicht völlig verschlimmbessert hat – wurde stolze 10 Jahre alt.

» Happy Birthday, Gmail

 

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