Thema: Nest

 

Alle 7 Artikel zum Thema Nest auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Nest, WhatsApp, Oculus VR:
Öffentliche Versprechen von Startup-Machern sind nichts wert

Im Vorfeld der Akquisitionen von Nest, WhatsApp und Oculus VR distanzierten sich die Gründer jeweils von möglichen Exits oder schlossen diese regelrecht aus. Wir lernen wieder einmal: Man sollte Internet-Entrepreneure nicht zu sehr beim Wort nehmen.

WhatsApp-Gründer Jan Koum

Es sind gerade mal drei Monate des Jahres vorbei und bereits jetzt kann die Internetwirtschaft mit drei besonders schlagzeilenträchtigen Mega-Akquisitionen aufwarten: Der Kauf von Nest durch Google (Wert 3,2 Milliarden Dollar), die Übernahme von WhatsApp durch Facebook (Wert 16 bis 19 Milliarden Dollar) sowie zuletzt die Akquisition von Oculus VR, das künftig ebenfalls zu Facebook gehört (Wert 2 Milliarden Dollar).

Gemeinsamkeiten finden sich bei diesen Deals einige, von den finanziellen Dimensionen über ihre extrem langfristigen strategischen Zeithorizonte bis zu dem wiederkehrenden Muster der Einverleibung aufstrebender Technologieanbieter durch die zwei führenden Webgiganten. Doch noch in einem anderen pikanten Aspekt lässt sich eine Parallele ziehen: Die Gründer aller drei aufgekauften Firmen hatten sich im Vorfeld in einer Form zu ihrer Zukunft geäußert, die Akquisitionen eigentlich ausschloss. » weiterlesen

Zunehmende Kritik:
Warum Google die eigene Datensammelwut noch um die Ohren fliegen wird

Die Bevölkerung ist ob immer neuer Details über den NSA-Skandal beunruhigt, aber Chefdatensammler Google macht unbeeindruckt weiter. Das wird nicht mehr lange gut gehen.

Google hat in dieser Woche eigentlich nicht mehr getan als das vielversprechende Hardware-Startup Nest zu übernehmen. Jubel brach darüber außer beim den beteiligten Unternehmen und Investoren eigentlich nirgendwo aus. Nest-Kunden, technisch interessierte Bürger oder Journalisten meldeten ihre Sorgen über eine noch weiter gehende Überwachung an. Kritische Stimmen gab es dabei nicht nur in Deutschland, sondern vielfach auch in den USA, wo der NSA-Überwachungsskandal die Menschen bislang gefühlt nicht so sehr stört wie in Deutschland.

Und das ist bemerkenswert, zumal Nest direkt versprach, die Daten, die das Smart-Home-System sammle, stünden nur der Nest-Einheit selbst und keiner anderen Google-Division zur Verfügung. Google hat ein Image-Problem. Und sollte man drüben in Mountain View nicht langsam umdenken, dürfte sich das langfristig auch finanziell bemerkbar machen. » weiterlesen

Nach der Übernahme von Nest durch Google:
Hardware-Startups sind sexy wie nie

Die Übernahme von Nest durch Google zeigt: Kleine, blutjunge Fische im Hardware-Geschäft können weit kommen. Das gesamte Segment darf nun darauf hoffen, von gestiegenem Optimismus zu profitieren.

Hardware

Die Bekanntgabe des 3,2 Milliarden Dollar schweren Kaufs von Nest durch Google sorgt nicht nur für viele Fragen, sondern liefert auch mindestens eine Antwort: Hardware-Startups bieten ausgezeichnete Exit-Möglichkeiten. Diese Erkenntnis dürfte dem seit einigen Jahren anhaltenden Boom dieser Kategorie zusätzlichen Antrieb geben.

Gerade mal drei Jahre und im Vergleich mit zahlreichen ambitionierten Software-Startups eher bescheidene 80 Millionen Dollar Risikokapital waren notwendig, um aus der Idee eines intelligenten Thermostats ein Unternehmen zu machen, für das Netzgigant Google mehrere Milliarden auf den Tisch zu legen bereit ist. Eine Geschichte, die Hunderten aktuellen und künftigen Gründern mit Ideen im Hardware-Bereich als Rechtfertigung oder Motivation ihres Treibens dienen wird.

Zwar hatte wohl niemand mit ein wenig Marktüberblick Zweifel daran, dass überzeugende Jungfirmen mit Hardware-Innovationen es zu lukrativen Exits schaffen würden. Doch ein konkretes Beispiel hilft, wenn es darum geht, Geschäftspartner, Geldgeber oder potenzielle Mitarbeitende zu überzeugen. Dabei spielt es gar keine Rolle, inwieweit Gründer tatsächlich von vorne herein auf einen Verkauf abzielen (ein durchaus fragwürdiges Verhalten): Wenn Investoren eine dicke Rendite in Aussicht gestellt wird, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Engagements und damit die Chance auf eine Zukunft für das Unternehmen.

Auch das Web 2.0 kam so richtig in Bewegung, nachdem Yahoo sich 2005 Delicious und Flickr einverleibte, NewsCorp MySpace aufkaufte und Google ein Jahr später YouTube übernahm – für 1,65 Milliarden Dollar. Nun gab es einen Proof-of-Concept von User Generated Content, selbst wenn dieser lediglich darin bestand, dass andere viel Geld für derartige Plattformen zu zahlen bereit waren. Nest liefert jetzt den Proof-of-Concept, dass kleine Hardware-Fische weit kommen können.

Erfreulich ist dies nicht nur für US-Hardware-Startups sondern auch für die zahlreichen aufstrebenden Firmen aus dem deutschsprachigen Raum. Anders als beim Web 2.0, wo sich die aus Käufersicht attraktiven Netzwerkeffekte fast immer auf amerikanische Dienste beschränkten, sind bei Hardware andere Kriterien ausschlaggebend.

Bislang tauchen in den Listen der Akquisitionen der großen Internetplayer nur wenige bereits etablierte und damit mit einem gewissen Marktwert ausgestattete Hardware-Startups auf. Doch je stärker die Konzerne versuchen, ihre Geschäftsmodelle und Erlösquellen zu diversifizieren, desto wahrscheinlicher ist, dass Firmen abseits der üblichen Pfade ins Visier geraten.

Hardware-Startups sind nicht per se darauf angewiesen, von einem Großkonzern übernommen zu werden. Im Gegenteil: sie sollten es alleine versuchen. Der Nest-Deal aber hilft, die notwendige Zuversicht für diese Unternehmenskategorie zu schaffen und die Bereitschaft der Branche zu erhöhen, an den Hardware-Trend zu glauben. /mw

(Foto: usb drive on the background, Shutterstock)

Google kauft Nest:
Eine Milliardenübernahme mit vielen Fragezeichen

3,2 Milliarden Dollar zahlt Google für die Übernahme des amerikanischen Smart-Home-Spezialisten Nest. Der Deal wirft Fragen auf, über Googles Ambitionen, Nests Geschäftsentwicklung und die Wahl des Käufers.

Google kauft Nest

Google hat am späten Montagabend bekannt gegeben, das US-amerikanische Startup Nest Labs für 3,2 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Nest wurde 2010 im kalifornischen Palo Alto von den ehemaligen Apple-Ingenieuren Tony Fadell and Matt Roger gegründet und sorgt seitdem bei Anhängern intelligenter Digitaltechnologien mit einem hübsch anzusehenden smarten Thermostat für Aufsehen. Vor einigen Monaten erhielt dies Gesellschaft von einem smarten Rauchmelder, dem zweiten Produkt der Amerikaner, das abermals internetgestützte Intelligenz mit Eleganz vereint. Bis heute vertreibt Nest seine Gadgets offiziell nur in Nordamerika. An Nutzer im deutschsprachigen Raum richten sich die lokalen Nachahmer Tado und controme.

Die Akquisition, die noch von den US-Wettbewerbsbehörden abgesegnet werden muss, kommt für mein Verständnis überraschend und wirft einige Fragen auf, die ich im Folgenden thematisieren möchte. » weiterlesen

tado:
Smarte Fernsteuerung für die Heizung

Das Münchner Startup tado entwickelt ein mit dem Internet verbundenes Thermostat, das über Smartphones und Tablets von jedem Ort der Welt aus bedient werden kann und die Temperatur in der Wohnung automatisch reguliert.

Eines der sinnvollsten Einsatzgebiete digitaler Technologien ist es, begrenzte Ressourcen effizienter nutzbar zu machen. In vielen Bereichen wie Mobilität oder Wohnraum geschieht dies bereits erfolgreich. Beim Thema Energie werden zwar schon seit langem Visionen herumgereicht, wie sich mittels smarter Geräte und intelligenter Haussteuerungstechnologien die Strom- und Heizkosten senken lassen – attraktive, marktreife Lösungen mit Massentauglichkeit sind jedoch bisher zumindest in Deutschland Mangelware. In den südlichen Nachbarländern stehen mit Ecowizz aus der Schweiz und QGate aus Österreich dagegen schon zwei an Endverbraucher gerichtete Systeme zum onlinegestützten Energiesparen in den Startlöchern.

Doch etwas tut sich auch hierzulande: Mit tado bringt sich nämlich derzeit ein neues Startup aus München in Stellung, die Wärmesteuerung in Wohnungen und Büros neu zu definieren. “Cloud Climate Control” prangt als zentraler Slogan auf der Website des aus dem EC Lab der Ludwig-Maximilians-Universität München hervorgegangenen Unternehmens, und damit dürfte auch sofort klar sein, was das derzeit im Entwicklungsstadium befindliche Vorhaben seinen Nutzern ermöglichen möchte: eine smarte Temperatursteuerung von überall.

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Die dritte Phase der Vernetzung:
Das Internet der Dinge wird Realität

Nachdem erst stationäre Computer und dann mobile Endgeräte den Zugriff auf das Web erlernten, erhalten sukzessive immer mehr Apparate eine Onlineanbindung. 2012 werden viele Menschen erstmals bewusst mit dem Internet der Dinge in Kontakt kommen.

Foto: stock.xchng/bigevil600Die globale Vernetzung verläuft in drei Etappen: In Phase 1, die ihren Höhepunkt rund um die Jahrtausendwende erlebte, erhielten stationäre Rechner und Laptops die notwendigen technischen Voraussetzungen, um auf das Internet zugreifen zu können.

Nachdem dies sichergestellt war, folgten Mobiltelefone. Jahrelang wurde immer wieder aufs Neue der Durchbruch des mobilen Internets angekündigt. Wenn mittlerweile fast 40 Prozent der 800 Millionen aktiven Facebook-Mitglieder auch über ihre Handys (sowie die neue mobile Produktkategorie der Tablet-PCs) auf das Social Network zugreifen, lässt sich ruhigen Gewissens konstatieren, dass dem mobilen Web zwar noch erhebliches Wachstumspotenzial innewohnt, aber dass es bei Konsumenten auf breiter Front angekommen ist. In Deutschland besitzen immerhin schon rund 20 Millionen Menschen ein in der Regel für das mobile Web optimiertes Smartphone.

Das Debüt der mobilen Webnutzung als Massenphänomen markiert gleichzeitig den Übergang von der zweiten zur dritten Vernetzungsphase. » weiterlesen

Nächster großer Trend:
Die Grenze zwischen online
und offline verschwindet

Immer mehr Services, Geräte und Produkte positionieren sich an der Schnittstelle zwischen online und offline. Die Verzahnung der digitalen Welt mit unseren täglichen Abläufen ist ein großer Trend der nächsten Jahre, so das Echo der Speaker auf der gestrigen GigaOm-Roadmap-Konferenz in San Francisco.

Intelligentes Thermostat "Nest"“Online gehen, gemeinsam online zusammenkommen, gemeinsam offline zusammenkommen” (“Getting online, Getting together online, Getting together offline”) – mit diesem Dreisatz fasste Brain Chesky, der Gründer des beliebten Unterkunftsvermittlers Airbnb, gestern auf der GigaOm-Roadmap-Konfernz in San Francisco die wichtigsten Internettrends der letzten Zeit und kommenden Jahre kompakt zusammen.

Während in der vergangenen Dekade der Zugang zum Internet sukzessive omnipräsent wurde und Social Networks die Online-Vernetzung beförderten, markiert der Übergang von diesen Onlinediensten zurück ins tägliche Leben den beherrschende Trend der nächsten Jahre. Das Faszinierende an der Entwicklung ist, dass sie im Gegensatz zum Übergang von physikalischen zu digitalen Mediengütern den Markt nicht schrumpfen sondern wachsen lässt.

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