Thema: Nachrichten

 

Alle 10 Artikel zum Thema Nachrichten auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Das Netz und die News-Blase:
Nachrichten werden überbewertet

Erfolgreiche Menschen sind informierte Menschen, erst recht in der Internetbranche. Doch Nachrichten werden überbewertet.

BlaseIn den vergangenen anderthalb Wochen befand ich mich auf einem kleinen Roadtrip mit Freunden und versuchte, weitestgehend dem Verhalten zu entsprechen, das man gemeinhin als “Urlaub” bezeichnet: nämlich nicht zu arbeiten. Größtenteils gelang mir dies auch. Die Artikel unter meinem Namen waren vorproduziert, den Blick in das E-Mail-Postfach beschränkte ich auf wenige Minuten täglich und auch dem Konsum meiner RSS-Feeds widmete ich deutlich weniger Zeit als sonst üblich. Ganz wollte ich mich von der Nachrichtenlange innerhalb der Webbranche jedoch nicht abkoppeln. Erstens ist es als Branchenbeobachter meines Erachtens nach essentiell, über die großen und kleinen Ereignisse innerhalb des Sektors informiert zu sein – Wissen, welches man nach der Rückkehr in den Arbeitsalltag für Artikel benötigt – und zweitens macht es auch ganz einfach viel Spaß. Denn wie bei vielen leidenschaftlichen Bloggern, Tech-Journalisten und sonstigen Berichterstattern ist der Blick auf das Netzgeschehen für mich nicht nur Beruf, sondern auch Hobby. Allerdings muss ich gestehen: Lange nicht mehr empfand ich es als so ernüchternd und teilweise langweilig, während meiner kurzen “Auszeit” die Berichte rund um das Treiben innerhalb der Webszene zu lesen. » weiterlesen

News-App Circa:
Wenn Nachrichten zum Buffet werden

Die News-App Circa macht aus Nachrichten ein Buffet mit vielen kleinen Happen. Die Inhalte bestehen aus Zitaten anderer Quellen. Themen lassen sich abonnieren, so dass man über neue Informationen auf dem Laufenden gehalten wird. In mehr als einer Hinsicht wirft Circa die Frage auf, wohin sich Nachrichten-Journalismus entwickeln wird.

Zwar wird ein statischer Artikel wie dieser hier auch künftig noch seine Berechtigung haben, obwohl das Format aus analogen Zeiten stammt. Zugleich eröffnet die digitale Welt aber neue Möglichkeiten, denn viele Beschränkungen eines klassischen Mediums wie Papier fallen weg. Gerade bei aktuellen Ereignissen zeigt sich diese Stärke des Digitalen: Sobald die ersten Informationen da sind, kann man sie veröffentlichen und später ergänzen. Ein anderes Beispiel sind Themen, die sich über längere Zeiträume weiterentwickeln, wie die Finanzkrise in der Eurozone. Hier bedarf es nicht jedes Mal eines komplett neuen Artikels, der alle Hintergründe und vorherigen Geschehnisse noch einmal auflisten muss.

Das ist das Gebiet, in dem sich die im Oktober 2012 lancierte News-App Circa bewegt. Sie nimmt Informationsfetzen (“Points” genannt) aus verschiedensten Quellen und ordnet sie zu einem Thema an. Das passiert nicht etwa automatisch, sondern mithilfe eines Redaktionsteams. Alle Informationshappen sind so kurz und knapp, dass sie jeweils auf eine Bildschirmseite des iPhones passen – in der Regel sind es einige wenige Sätze. Man wischt mit dem Finger von Punkt zu Punkt und ist so innerhalb kürzester Zeit über grundlegende Fakten informiert. Kommen neue Punkte hinzu, kann man sich darüber beanchrichtigen lassen. » weiterlesen

Verifizierung von User Generated Content:
Sandy zeigt, was Journalismus
künftig leisten muss

Der Wirbelsturm Sandy hat die Ostküste der USA mit Wasser und das Netz mit Augenzeugenberichten und teilweise atemberaubenden Fotos aus dem Katastrophengebiet überschwemmt – doch nicht alle davon entsprachen der Wirklichkeit. In der Verifizierung von nutzergenerierten Inhalten und “Bürgerjournalismus2 liegt enormes Potenzial.

Während Millionen US-Amerikaner im Zuge des Wirbelsturms Sandy vor allem damit beschäftigt waren, ihre Angehörigen vor der Naturgewalt in Sicherheit zu bringen, führte Sandy uns Europäern eine ganz andere, im Vergleich mit den direkt Betroffenen zwar harmlose, aber dennoch relevante Problematik vor Augen: Desinformation durch nachbearbeitete oder alte, als aktuell deklarierte Fotos.

Allein bei Instagram wurden während des Rekordunwetters bis zu 600 mit dem Hashtag #sandy versehene Bilder pro Minute hochgeladen, hinzu kamen Schnappschüsse, die per Facebook, Twitter oder über andere Kanäle an die Öffentlichkeit drangen. Je kurioser oder spektakulärer eine Aufnahme wirkte, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich in Windeseile im Netz verbreitete. Wie etwa das atemberaubende Foto einer spiralenförmigen Wolkenwand, die sich der Freiheitsstatue nähert. Facebook-Nutzer Jason Otts veröffentlichte die Aufnahme in seiner Chronik. Bis zum Mittwochmorgen wurde sie 631.000 Mal von anderen Facebook-Mitgliedern auf ihren Profilen publiziert. Doch schnell stellte sich heraus: Der Schnappschuss ist eine Collage und hat keinerlei Bezug zum Wirbelsturm Sandy. In den Kommentaren zu seinem Foto erklärte Otts, er hätte das Bild von einer Freundin per SMS zugeschickt bekommen, die es von einer anderen Freundin direkt aus New York erhalten habe. Ob dies stimmt und er tatsächlich nicht wusste, dass es sich um eine Fälschung handelt, oder ob er einfach ausprobieren wollte, inwieweit seine 1139 Facebook-Kontakte sich mit einem selbstgebastelten Augenzeugendokument an der Nase herumführen lassen würden, weiß nur er. » weiterlesen

Twitter:
Von einer simplen Plattform
zur Destination für Multimediainhalte

Immer mehr Partnerseiten können zusätzliche multimediale Inhalte im Kontext von Tweets darstellen. Ganz eindeutig ist bisher nicht, wohin diese Reise für Twitter geht.

Ein Tweet hat 140 Zeichen, richtig? Fast. Während die herkömmliche Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen bestücken werden kann, erlaubt der Mircrobloggingdienst aus San Francisco einer wachsenden Zahl von Partnerseiten, weitere (multimediale) Inhalte im Kontext eines Tweets darzustellen. Bereits Ende 2010 wurde dieses Feature für in Tweets verlinkte Inhalte bei Instagram, Blip.tv, Rdio, SlideShare und DipDive aktiviert und sukzessive auch für andere Dienste freigeschaltet. In der vergangenen Woche gab das kalifornische Unternehmen, das kürzlich mit einem etwas seltsamen Rebranding auf sich aufmerksam machte, die Partizipation weiterer Partner bekannt, darunter eine Reihe von Online-Nachrichtenangeboten, von der New York Times über The San Francisco Chronicle bis zu Spiegel Online. Empfiehlt ein Nutzer einen Artikel von diesen Sites, erscheint unterhalb des Tweets die Überschrift, ein Textanriss sowie ein Foto aus dem Beitrag. Auch in einer Twitter-Nachricht verlinkte Inhalte des Berliner Audioportals SoundCloud sind nun direkt in einen Tweet eingebettet. » weiterlesen

News Republic:
Mobiler Newsaggregator
für jede erdenkliche Plattform

Seit September gibt es den vom französischen Unternehmen Mobiles Republic veröffentlichten mobilen Nachrichtenaggregator News Republic auch in einer Fassung für den deutschsprachigen Markt. “Social” ist die App kaum – was sie von Flipboard & Co abhebt.

Personalisierbare (Social) News-Reader für Tablets und Smartphones gibt es eine ganze Reihe: Von Flipboard über Pulse und Zite bis hin zu News.me. Doch den meisten bekannten Anbietern mangelt es an einer Anpassung für den deutschsprachigen Markt und an Kooperationen mit hiesigen Medien zur Volltext-Aggregation von Inhalten. Zumal die gängige Quellenauswahl auf Basis der Popularität von Inhalten in Social-Media-Kanälen auch nicht jedem zusagt.

Das französische Unternehmen Mobiles Republic hat seinen vor einem Jahr veröffentlichten mobilen Newsreader News Republic im September offiziell auch in einer Fassung für den deutschsprachigen Markt verfügbar gemacht und schließt damit eine Lücke (derartige quellenübergreifende Newsapps aus Deutschland existieren nicht einmal).

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Ereignisse in Japan:
Die Unerträglichkeit von Twitter

Wer angesichts der Ereignisse in Japan am Wochenende einen Blick auf die eigene Twitter-Zeitleiste warf, bekam den Eindruck, der unmittelbare Weltuntergang stünde bevor. Der Microbloggingdienst präsentiert sich dieser Tage hierzulande vor allem als Hort von Desinformation und Panikmache.

Ich liebe Twitter. Es ist der Webdienst, den ich mit Abstand am meisten vermissen würde, verschwände er aus dem Netz. Seit ich vor einigen Jahren nach mehreren Anläufen endlich die Magie des Microbloggingservices erkannt hatte und damit zu einem täglicher Nutzer wurde, erinnere ich mich an keine Situation, in der mir ein kurzer oder längerer Blick auf den Stream an Tweets der von mir gefolgten User nicht Freude bereitete, lesenswerte Artikel bescherte oder einfach nur das Gefühl gab, Teil einer größeren, sich selbst organisierenden Bewegung zu sein. » weiterlesen

Täglich eingedampft:
US-Politik in 100 Sekunden

Für Schnelldenker mit wenig Zeit: Montag bis Freitag fassen die Video-Nachrichten “The Day in 100 Seconds” des US-Blogs Talking Points Memo amerikanische Politik zusammen.

TPM TV: Es muss schnell gehen (Screenshot)

Wer sich ab und zu auf YouTube Videos ansieht, die mutmasslich von Kindern und Teenagern hochgeladen wurden, dem ist bestimmt auch schon aufgefallen, dass einige Videos doppelt, gar drei mal so schnell laufen, als man es vom herkömmlichen Fernsehen gewöhnt ist. Sped Up heisst das dann, Normalsterbliche verstehen dann – zum Beispiel bei Charlie the Unicorn Sped Up – in der Regel nichts mehr.

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Überdrehte Horror-News:
Vermeldet und vergessen?

Eine unbestätigte Meldung geht um die Welt, wenige Tage später stellt sich das Gegenteil heraus. Wie gehen Online-Medien mit ihren reißerischen Falschmeldungen um?

Die Medienschweiz wird zurzeit von einer tragischen Geschichte heimgesucht. Eine Frau wurde mit Schnittverletzungen an einem Bahnhof aufgefunden, wie sich später herausstellt, ist sie entgegen ihrer Angaben jedoch nicht schwanger und hat sich die Verletzungen womöglich selber zugefügt. Viele Online-Medien haben die Horror-Geschichte längst verbreitet – wie gehen sie nun mit den neuen Erkenntnissen um? Die NZZ schreibt im Artikel mit dem Untertitel “Wende bei angeblich rassistisch motivierter Gewalt an Brasilianerin“.

Von mehreren brasilianischen Zeitungen und in der Folge in erschreckendem Ausmass auch von Schweizer Online-Medien wurde der Fall zunächst weitgehend unreflektiert als fremdenfeindlicher Gewaltakt von Neonazis an einer Ausländerin rapportiert.

So muss man das sagen. Tagesanzeiger.ch schrieb am 11. Februar 2009:

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Das Erfolgsgeheimnis von orf.at

Am Design hat sich über die Jahre hinweg aber kaum etwas geändert – trotzdem bleibt das Portal des ORF unangefochtener Sieger in der Gunst der Internetuser. Was ist das Erfolgsgeheimnis von orf.at?

Screenshot ORF

Seit zehn Jahren veröffentlicht die österreichische Web-Analyse (ÖWA) die Reichweiten der am besten besuchten Onlinedienste Österreichs. Laut ÖWA surfen 40,1% der 4,57 Mio. Internetuser in Österreich orf.at an. Weit abgeschlagen folgen Krone.at (15,7%) und derstandard.at (14,9%).

Obwohl orf.at so erfolgreich ist, hat sich das Erscheinungsbild des Portals seit Jahren kaum geändert. Eyecatcher auf der Startseite sind immer noch rechteckige Bildchen mit weißen Headlines, die auf die Topstories verlinken. Darunter platziert sind Schlagzeilen aus verschiedenen Ressorts in schlichtem Design: schwarz und fett die Ressorts, weiß und unterstrichen die Headlines.

Was also ist das Erfolgsgeheimnis von orf.at? Sechs Thesen:

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Nachrichten-Konkurrenz um 20 Uhr:
Vielen Dank, Peter

Die “Sat.1 Nachrichten” greifen die heilige Fernsehtante “Tagesschau” an. medienlese.com hat sich die Jungfernsendung angeschaut.

Peter Limbourg (Bild Keystone)
Peter Limbourg: Optisch glaubwürdige Schläfen? (Bild Keystone)

20 Uhr, Tagesschau. Eine Institution. Und an dieser will Sat.1 künftig rütteln. Die “Sat.1 Nachrichten” werden von jetzt 18:30 Uhr auf 20 Uhr verschoben. Wie die “Tagesschau” wird die Informationsleistung des Berliner Privatsenders 15 Minuten in Anspruch nehmen.

Sat.1 nennt zwei Gründe für die News-Offensive: Laut Geschäftsführer Torsten Rossmann sind die Nachrichten um 18:30 Uhr und das folgende Boulevard-Magazin hinderlich für die Quote. Die bis 18 Uhr 30 aufgebauten Marktanteile beim werberelevanten Publikum (9,2 Prozent im Februar) sinken um bis zu zwei Prozent, sobald die Information kommt.
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