Thema: Musikdienste

 

Alle 147 Artikel zum Thema Musikdienste auf netzwertig.com:

PR-Manager für DACH:
Spotify bereitet sich auf Deutschlandstart vor

Ein Start von Spotify in Deutschland ist nur noch eine Zeitfrage. Die Anstellung eines in Berlin ansässigen PR-Managers für den deutschsprachigen Markt signalisiert, dass es nicht mehr lange dauern kann.

Es gibt nicht viele Onlinedienste, auf die Internetnutzer in Deutschland so sehnlich waren wie auf Spotify. Zwar mangelt es hierzulande mittlerweile nicht mehr an On-Demand-Musikangeboten, doch bis auf simfy verzichten alle auf einen kostenfreien Service und sind sich im Funktionsumfang weitgehend ähnlich. Ob einem Spotify besser gefällt als die Konkurrenz, hängt von den persönlichen Präferenzen ab. Aber dem typischen menschlichen Verhaltensmuster folgend, Dinge zu begehren, die man nicht haben kann, dürften sich bei einem Spotify-Launch hierzulande viele User auf den schwedischen, mittlerweile in zwölf Ländern verfügbaren Dienst stürzen – erst recht, sofern es zwischen Spotify und der GEMA zu einer Einigung hinsichtlich eines Gratis-Angebots kommen sollte.

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“Die GEMA ist schuld”:
Grooveshark schließt für Nutzer
aus Deutschland – simfy übernimmt

Grooveshark, die “Schurkenseite” unter den Musikstreamingdiensten, ist für Nutzer aus Deutschland nicht mehr zugänglich. Verantwortlich macht der US-Dienst die hiesige Verwertungsgesellschaft GEMA. Eine Partnerschaft mit simfy soll die Nutzer entschädigen.

Aktualisiert: Stellungnahmen von simfy und der GEMA am Artikel-Ende.

In den Augen der Musikindustrie ist der US-Dienst Grooveshark seit langem das schwarze Schaf der Streamingdienste und das derzeitige Ziel juristischer Attacken durch die Plattenfirmen. Anders als Konkurrenten wie simfy, Rdio oder Spotify besitzt Grooveshark keine Lizenzverträge mit Labels und Verwertungsgesellschaften, weshalb es der Branche ein Dorn im Auge ist.

Bisher war Grooveshark im Gegensatz zu den Konkurrenten von überall auf der Welt aus abrufbar (eventuelle Ausnahmen inbegriffen), da es sich nicht in jedem Land neu an den Verhandlungstisch mit den involvierten Parteien begeben musste. Doch neuerdings bleibt der On-Demand-Zugriff auf die bei Grooveshark angebotene Musik Besuchern mit einer deutschen IP-Adresse verwehrt.

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Auf dem Weg zum Tipping Point:
musicplayr ist gut, aber behäbig

Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup – das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.

musicplayr aus Köln ist für mich das deutsche Musikstartup des Jahres 2011. Nicht nur, weil es sich als ideales Entdeckungstool für Musik erwiesen hat, sondern auch, weil es Gründer Thorsten Lüttger gelungen ist, ohne Verhandlungen mit Labels und Verwertungsgesellschaften einen eigenständigen, innovativen Musikdienst auf die Beine zu stellen, der sich abseits von On-Demand-Angeboten, personalisierten Radios und Echtzeit-Services eine bequeme Nische geschaffen hat.

Wie musicplayr mir dabei hilft, neue Musik aus meinen bevorzugten Genres zu finden, habe ich in diesem Artikel ausführlicher beschrieben. Mittlerweile folge ich 46 Nutzern, die auf der Plattform bei YouTube, SoundCloud, Vimeo oder anderen Websites gehostete Musik teilen, die zu meinem Geschmack passt. Selbst habe ich mittlerweile 102 Titel mit meinen Followern geteilt – viele davon, nachdem ich sie auf musicplayr entdeckte. In den letzten Wochen tauchten auch immer mehr “alte Bekannte” bei dem noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindlichen Service auf, was auf gewisse Netzwerkeffekte schließen lässt.

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Musikalisches Matchmaking:
Fellody integriert Last.fm und Premiumfunktionen

Das Schweizer Startup Fellody will Flirtwillige auf Basis ihrer musikalischen Vorlieben miteinander in Kontakt bringen. Seit einigen Wochen funktioniert dies auch auf Basis von Last.fm-Profilen. Mit Premium-Funktionen soll nun die Monetarisierung anlaufen.

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Ende September startete mit Fellody ein neuer Onlinedienst, der es sich zum Ziel gemacht hat, Flirtwillige und an neuen Bekanntschaften interessierte Personen über ihren Musikgeschmack miteinander in Kontakt zu bringen. Das von den Deutschen Robin Simon und Thomas Vatter in Zürich gegründeten Startup basiert auf der Grundannahme, dass eine Kompatibilität in Musikfragen ein entscheidender Faktor dafür ist, ob es zwischen zwei Menschen Klick macht.

Fellody vergleicht die musikalischen Präferenzen der Mitglieder und macht davon aussgehend Vorschläge für andere Nutzer der Seite, die zu ihnen passen könnten. Zum Start war lediglich die Analyse der iTunes- oder Windows-Media-Player-Bibliothek möglich, was Anwender von Online-Musikdiensten von Fellodys Matchmaking-Funktionen ausschloss.

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Musikdienst der Skype-Gründer:
Rdio startet in Deutschland
und plant Gratisangebot

Deutschland bekommt mit Rdio einen weiteren On-Demand-Musikdienst. Der Service der Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis bietet zu den bei der Konkurrenz üblichen Preisen Zugriff auf über zwölf Millionen Songs. Eine Gratisversion ist geplant.

In den letzten Monaten hat die Landschaft der On-Demand-Musikdienste in Deutschland deutlich an Vielfalt gewonnen. Zu dem schon relativ lange existierenden einheimischen Akteur simfy sowie dessen nur wenig wahrnehmbaren Konkurrenten Napster und Musicload Nonstop gesellten sich Juke (Review), Music Unlimited, Deezer und Rara. Auch ein Start von Spotify ist in Vorbereitung. Heute nun betritt mit Rdio ein weiterer internationaler Anbieter den deutschen Markt. Das Unternehmen hält damit sein im November gemachtes Versprechen.

Der von den Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis zusammen mit Carter Adamson gegründete Musikdienst steht seit heute allen Nutzern mit einer deutschen IP-Adresse offen. Nach Kanada und Brasilien ist Deutschland das dritte Land außerhalb seines Heimatmarktes, in das der Service aus San Francisco expandiert. Zennström und Friis begannen Ende 2009 damit, ein Team für Rdio zusammenzustellen und sich mit den Labels zu einigen. Mitte 2010 präsentierten sie dann Rdio der US-Öffentlichkeit.

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50 Millionen Dollar Kapitalspritze von US-Investoren:
SoundCloud startet mit Kraft
ins neue Jahr

Zwei renommierte US-Venture-Capital-Firmen beteiligen sich an der Berliner Audioplattform SoundCloud. Von satten 50 Millionen Dollar ist die Rede. Die Nachricht ist in vielerlei Hinsicht bedeutungsvoll.

Die Berliner Audioplattform SoundCloud startet mit einem Coup in das neue Jahr: Die Hauptstädter haben von den zwei US-Venture-Capital-Firmen Kleiner Perkins Caufield & Byers ( KPCB) und GGV Capital eine signifikante Geldspritze erhalten. Die Summe wird in der Pressemitteilung nicht verraten, laut TechCrunch Europe soll es sich jedoch um überaus stattliche 50 Millionen Dollar handeln. Der 2007 gegründete Dienst wäre mit rund 200 Millionen Dollar bewertet, heißt es, was andeuten würde, dass die zwei Risikokapitalgeber für ihr Investment auch einen erheblichen Anteil an dem Unternehmen bekommen hätten.

Nur in Ausnahmefällen berichten wir bei netzwertig.com in ausführlicher Form über Funding für Startups aus dem deutschsprachigen Raum – dies ist einer, und zwar gleich in mehrerer Hinsicht: Zum einen handelt es sich bei 50 Millionen Dollar um die umfangreichste Kapitalsspritze durch Venture-Capital-Firmen für ein deutsches Social-Web-Unternehmen überhaupt. Zum anderen beteiligt sich Kleiner Perkins Caufield & Byers – eines der renommiertesten VC-Unternehmen, das Anteile an vielen namhaften Internetfirmen von Facebook über Twitter bis Spotify besitzt – damit erstmalig an einem deutschen Web-Startup.

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Verwirrung um neue Streaming-Tarife für Freemium-Dienste:
Die GEMA hat sich geirrt

Unmissverständlich bestätigte uns die GEMA zweimal, dass auch Freemium-Musikangebote von dem vorteilhaften BITKOM-Gesamtvertrag berücksichtigt werden. Nun ließ uns ein Sprecher wissen, dass man sich geirrt habe. simfy-CEO Gerrit Schumann kritisiert unterdessen den neuen Tarif für werbefinanzierte Streaming-Dienste.

Gestern berichteten wir über den neuen GEMA-Tarif für werbefinanzierte Musikdienste und verwiesen auf die Aussage eines GEMA-Sprechers, der uns erklärte, dass Freemium-Angebote wie simfy, Spotify etc. bereits vom vor zwei Wochen vorgestellten Gesamtvertrag mit dem BITKOM zu entgeltpflichtigen Musikangeboten umfasst werden, und dass dementsprechend die darin definierten, pauschalen Lizenzgebühren pro Nutzer und Monat gelten.

Das unmissverständliche Zitat des Sprechers, das wir per Mail vorliegen haben: “Streaming-Dienste auf Freemium-Basis werden von der Vereinbarung mit dem Bitkom abgedeckt. Lediglich rein werbefinanzierte Dienste betrifft der neue Tarif”. Schon vor zwei Wochen erklärte uns ein anderer GEMA-Sprecher mit ähnlicher Wortwahl, dass die BITKOM-Vereinbarung auch für Freemium-Angebote gelte und lediglich für komplett werbefinanzierte Anbieter ein eigener Tarif zum Tragen käme.

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GEMA:
“Bitkom-Einigung gilt auch für Freemium-Dienste”

Zwei Wochen nach der Einigung mit dem BITKOM über kostenpflichtige Online-Musikdienste hat die Verwertungsgesellschaft GEMA auch einen neuen Tarif für rein werbefinanzierte Angebote veröffentlicht. Entgegen einiger Medienberichte sind Freemium-Dienste wie simfy und Spotify bereits Teil der BITKOM-Vereinbarung.

Update Mittwoch 21.12: Die GEMA will sich geirrt haben

Nach der Einigung mit dem BITKOM über Lizenzgebühren von Online-Musikdiensten vor knapp zwei Wochen hat die GEMA am gestrigen Montag einen neuen Tarif zur Vergütung der Musiknutzung von für den Endnutzer kostenlosen Streamingdiensten vorgelegt.

Der wesentliche Unterschied zu dem mit dem BITKOM geschlossenen Gesamtvertrag liegt darin, dass der jüngste Tarif keine pauschale Lizenzgebühr pro Monat und Nutzer beinhaltet, sondern eine Mindestvergütung, die je nach Interaktivitätsgrad des Dienstes 0,025 Cent, 0,31 Cent oder 0,6 Cent pro gestreamtem Song beträgt. Wird durch Werbeeinnahmen im Umfeld der Streams genug Umsatz erwirtschaftet, greift eine Umsatzbeteiligung von 10,25 Prozent.

Bei einem “hohen Interaktivitätsgrad” (der mutmaßlich dann vorliegt, wenn Nutzer die volle Kontrolle darüber haben, wann und wie oft sie welchen spezifischen Titel anhören), würde ein Anbieter also für 100 vom einem Anwender pro Monat angehörte Titel (ungefähr drei pro Tag) 0,60 Euro Lizenzgebühren an die GEMA abführen, für 200 1,20 Euro und für 300 (zehn pro Tag) 1,80 Euro – oder mehr, wenn dies weniger als 10,25 Prozent des Umsatzes entspricht.

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Neue Funktion “The Crowd”:
Aupeo lädt zum kollektiven Musikkonsum

Der Berliner Musikdienst Aupeo erweitert sein Angebot personalisierter Radiostreams um eine “soziale” Ebene. Nutzer können den Stationen rund um Interpreten und Genres nun gemeinsam lauschen, sich über Titel austauschen und für oder gegen sie stimmen.

Seit Mitte des Jahres weiß ich, wie viel Spaß der digitale Musikkonsum bereiten kann, wenn er zusammen mit anderen Nutzern und in Kombination mit Voting- und Spiele-Mechanismen erfolgt. Denn da zog mich der US-Dienst Turntable.fm in seinen Bann und veränderte meine Art, Musik zu hören. Wegen der unklaren Rechtslage war dann jedoch einige Wochen später Schluss mit den kollektiven DJ-Spielchen, seitdem kann Turntable.fm nur noch von Anwendern mit US-IP-Adressen aufgerufen werden.

Der schlargartige Erfolg von Turntable.fm rief allerlei Nachahmer auf den Plan – von Outloud.fm über Rolling.fm (derzeit nicht erreichbar) bis hin zu djparty.fm - die sich teilweise sehr stark am Original anlehnten, aber dessen Flair und Qualität vermissen ließen.

Am heutigen Donnerstag startet das 2008 gegründete Berliner Startup Aupeo (siehe Kenntlichmachung am Artikel-Ende) mit “The Crowd” eine zusätzliche, “soziale” Ebene für seinen personalisierbaren Radiodienst, um Hörern ein kollektives Musikerlebnis zu ermöglichen. Während der grundsätzliche Ansatz dem Turntable.fm-Prinzip nicht unähnlich ist, verzichten die Hauptstädter erfreulicherweise auf eine zu starke visuelle und konzeptionelle Imitation und liefern stattdessen einen eigenen, in das bestehende Angebot integrierten Ansatz, wie sich lineares Onlineradio mit dem Trend des “kollektiven Web” verbinden lässt.

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Gesamtvertrag zwischen GEMA und BITKOM:
Einigung ebnet Weg für
Spotify-Start in Deutschland

Die GEMA hat sich mit der BITKOM auf einen Gesamtvertrag rund um Lizenzgebühren für Online-Musikdienste geeinigt. Bei Streamingangeboten akzeptiert die Verwertungsgesellschaft künftig pauschale Lizenzgebühren. Eine weitere gute Nachricht: Seit dem Herbst verhandeln Spotify und die GEMA wieder miteinander.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., BITKOM, und die Verwertungsgesellschaft GEMA haben am Donnerstag eine Einigung zur Thema Online-Musik bekannt gegeben. Diese hat künftig Gültigkeit für sämtliche Online-Musikanbieter, die auf dem deutschen Markt präsent sind, und beinhaltet für MP3-Downloads eine Abgabe von in der Regel 6 bis 9 Cent netto pro Song an die GEMA.

Die Pressemeldung der BITKOM erwähnt, dass der neue Gesamtvertrag mit der GEMA auch eine Lizenzierung von Urheberrechten von Streaming-Angeboten umfasst, ohne aber weitere Details zu nennen. Die Frage, die sich nun wahrscheinlich viele Leserinnen und Leser von netzwertig.com stellen: Ebnet die Übereinkunft endlich den Weg für einen Deutschlandstart von Spotify?

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