Thema: Musikdienste

 

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DG Discovery:
Deutsche Grammophon veröffentlicht eigene Musik-Streaming-App nur für Klassik

Das zu Universal gehörende Traditionslabel Deutsche Grammophon veröffentlicht mit DG Discovery eine Musik-Streaming-App für iOS, die nur klassische Musik aus dem eigenen Katalog beinhaltet. Ein Konzept, das Nachahmer finden könnte.

DG DiscoverySeit einigen Jahren entstehen immer neue On-Demand-Anbieter für Musikstreaming. Dabei handelt es sich stets um Firmen aus dem Technologie-Bereich, die sich im Rahmen individueller Abmachungen mit Plattenfirmen und Künstlern die Lizenzrechte für das Streaming sichern und dann versuchen, auf dieser Basis profitable Geschäftsmodelle zu entwickeln. Doch nun geht ein etabliertes Unternehmen der Musikindustrie einen unkonventionellen Weg: Deutsche Grammophon (DG), ein 1898 in Hannover gegründetes Label, das sich besonders mit Veröffentlichungen auf dem Gebiet der klassischen Musik einen Namen gemacht hat und seit 1998 zu Universal Music gehört, veröffentlicht heute offiziell eine eigene Streaming-App namens DG Discovery.

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Neue iPhone-App ohne Aufnahme-Funktion:
SoundCloud deutet an, wohin die Reise geht

Mit einer überarbeiteten iPhone-Applikation gibt SoundCloud eine erste Antwort auf die Frage, wohin die Reise für das Musik-Startup geht: weg vom nutzergenerierten und schöpferischen Fokus, hin zum bequemen Anhören von Musik.

SoundCloudVor einer Woche erläuterten wir die offenen Fragen und Gerüchte, die es derzeit über die Zukunft der Berliner Audioplattform SoundCloud zu diskutieren gibt. Tenor: Wie genau es mit dem Dienst weitergehen wird, bleibt im Dunkeln. Klar ist jedoch, dass demnächst etwas geschieht. Mit der am gestrigen Donnerstag veröffentlichten neuen iPhone-App deuten die Hauptstädter an, wie die weitere Strategie aussieht: SoundCloud verabschiedet sich langsam vom nutzergenerierten Audiocontent und damit von der Richtung, die es insbesondere seit Ende 2010 mit der Einführung eines zentralen Aufnahme-Buttons einschlug. Diese Funktion gibt es nämlich in der überarbeiteten iPhone-Applikation nicht mehr. Damit verliert SoundCloud von heute auf morgen die Eignung als Dienst für spontane Audioaufnahmen von unterwegs, wie sie etwa für Blogger und Journalisten sehr praktisch sein können. » weiterlesen

Zukunft von SoundCloud:
Exit oder Label-Partnerschaften – alles ist möglich

Die Berliner Audioplattform SoundCloud könnte die Geschichte der Musikindustrie neu schreiben – oder am Ende mangels Profitabilität doch von einem Netzgiganten geschluckt werden. Gerüchte gibt es viele. Eine Bestandsaufnahme.

SoundCloudWie geht es weiter mit SoundCloud?

Diese Frage soll keinesfalls suggerieren, es müsse etwas Negatives geschehen. Es fühlt sich einfach an, als liegt bei der Audioplattform etwas in der Luft. Nur was, und ob dies aus Sicht von Nutzern positiv oder negativ zu bewerten ist, ist aktuell unklar.

Einführend kurz ein Überblick darüber, wo das Unternehmen steht: Gegründet wurde SoundCloud 2007 von den Schweden Eric Wahlforss und Alexander Ljung in Berlin. Nach einem anfänglichen Fokus auf Musik stellten die zwei Skandinavier die Firma sukzessive breiter auf. SoundCloud wurde zu einer Audioplattform, gewisserweise ein Äquivalent zu YouTube. Rund 250 Millionen Nutzer konsumieren pro Monat bei SoundCloud gespeicherte Audioinhalte (Stand Oktober 2013). Registrierte Anwender gab es im Sommer vergangenen Jahres laut einem Medienbericht 40 Millionen. Demnach dürften es heute zwischen 50 und 80 Millionen sein. » weiterlesen

Musikfernsehen der Zukunft:
Tape.tv will mit Relaunch die vernetzten Wohnzimmer einnehmen

Fast sechs Jahre nach dem Debüt präsentiert sich der Berliner Online-Musikvideo-Pionier Tape.tv in neuer Optik und mit aktualisiertem Konzept. Dank der sich endlich bewahrheitenden Konvergenz von Internet und TV glaubt das Startup, jetzt seine langfristige Vision verwirklichen zu können.

Tape.tv

Im Rahmen des Beta-Starts der experimentellen iPhone-Anwendung Tape.tv Express wurde es schon angekündigt: Das Berliner Startup Tape.tv, bei dem sich alles um Musikvideos dreht, bereitete sich auf einen kompletten Relaunch vor. Seit gestern kann die neue Version des 2008 gegründeten Berliner Musikfernsehdienstes im Netz begutachten werden. Angekündigt wird der Start der Version 3.0 mit einer von provokativen Parolen und rotzfrechen Sprüchen gespickten Pressemitteilung. Kostprobe:  » weiterlesen

Neupositionierung als “Content-Plattform”:
Der kleine Riese Shazam will raus aus dem Schatten der Großen

Über 420 Millionen Menschen haben sich Shazam besorgt, 80 Millionen greifen monatlich auf die App zu. Jetzt will der Londoner Dienst die Anwendung in ein musikalisches Unterhaltungsportal verwandeln. Eine Reise mit offenem Ende.

ShazamShazam dürfte der nutzerstarke Consumer-Internetdienst sein, über den am wenigsten gesprochen und berichtet wird. Im Dezember durchbrach die Anwenderzahl die Marke von 400 Millionen (insgesamt, nicht aktiv). Seitdem ist dieser Wert um 20 Millionen gestiegen. 80 Millionen sind aktive User der Londoner Musikerkennungs-App, verwenden Shazam also mindestens einmal monatlich, um Musikstücke zu identifizieren oder Informationen zu TV-Inhalten per Audiosignal abzurufen. Doch trotz dieser beachtlichen Metriken kann das britische Unternehmen im globalen Medienrummel den anderen Giganten der Netzwelt nicht das Wasser reichen. Auch bei Usern spielt die App abgesehen von den klar vorgezeichneten Einsatzszenarien, in denen mit dem Smartphone “shazamt” wird, eher zweite Geige. Doch das soll sich ändern. » weiterlesen

Musikstreaming:
Spotify bereitet Börsengang vor

Ein Stellenangebot deutet darauf hin, dass Spotify, der Pionier unter den On-Demand-Musikdiensten, im nächsten Jahr an die Börse will. Es ist wahrscheinlich der einzige Weg für das Unternehmen, die für das Funktionieren seines Geschäftsmodells notwendige Größe zu erreichen.

SpotifyMit Facebook und Twitter sind die zwei wohl international medienträchtigsten Börsengänge der jüngsten Zeit über die Bühne gebracht worden. Doch die nächsten IPOs mit erheblichem Unterhaltungs- und Spannungsfaktor stehen schon in den Startlöchern. Aus Sicht der deutschen Webwirtschaft hat die baldige Listung des Onlineschuhhändlers Zalando große Bedeutung. Noch 2014 soll laut Manager Magazin der Gang aufs Parkett erfolgen. Die Startup-Metropole Berlin bekäme damit endlich, wonach sie sich schon so lange sehnt: Einen milliardenschweren Exit.

Thematisch für uns noch interessanter sind allerdings die angeblichen Börsenpläne eines Onlineunternehmens, dessen Entwicklung wir seit Jahren genau verfolgen: Die Nachrichtenagentur Reuters macht auf ein Jobangebot des Musikstreamingdienstes Spotify aufmerksam, gemäß dem das schwedische Unternehmen einen Finanzexperten für seine US-Niederlassung sucht. Reuters interpretiert dies als klares Zeichen für einen bevorstehenden Börsengang in New York, vermutlich im kommenden Jahr. Die Agentur bezieht sich dabei auf die Beurteilung eines nicht namentlich genannten Juristen des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung. Die gesuchte Person werde laut Stellenbeschreibung dafür verantwortlich sein, das Startup für die Anforderungen der US-Börsenaufsicht fit zu machen, berichtet Reuters. Zum aktuellen Zeitpunkt kann ich das Jobangebot auf Spotifys Website nicht finden. Da nicht anzunehmen ist, dass die Nachrichtenagentur die Meldung erfunden hat, wurde das Stellengesuch offensichtlich wieder aus dem Netz entfernt. » weiterlesen

Musikalischer Riese:
Shazam hat mehr als 400 Millionen Nutzer

Mehr als 400 Millionen Menschen nutzen Shazam, um Musik oder andere Medieninhalte zu identifizieren. Das Unternehmen, das einen baldigen Börsengang anstrebt, profitiert von einer gewissen Unvorhersagbarkeit.

ShazamIn der vergangenen Woche hat die Musikerkennungs-App Shazam in einer Pressemitteilung die “heißesten Music-Acts 2014″ prognostiziert, basierend auf der Analyse der Nutzeraktivitäten. In der Meldung verkündete das Londoner Unternehmen auch aktuelle Anwenderzahlen: Mehr als 400 Millionen Menschen sind demnach mittlerweile Nutzer der kostenfreien, für verschiedene mobile Plattform angebotenen App. » weiterlesen

Musikstreaming:
Spotify hat ein Wachstumsproblem

Spotify war der erste und ist heute der bekannteste legale Streamingdienst für On-Demand-Musik. Doch bislang bleibt vor allem das Wachstum bei den zahlenden Nutzern hinter den Erwartungen zurück. Dabei hängt die Zukunft des Unternehmens an ihnen.

SpotifyStreaming von über 20 Millionen Songs für zehn beziehungsweise fünf Euro oder mit einigen Einschränkungen gar komplett kostenfrei – eigentlich müssten Nutzer dem Pionier und bekanntesten Anbieter im On-Demand-Musiksegment, Spotify, regelrecht die Bude einrennen. Doch ein Blick auf die Entwicklung der Anwenderzahlen zeichnet ein anderes Bild. Demnach hat das mittlerweile mit vier Milliarden Dollar bewertete Startup, das sich jüngst eine erneute Kapitalspritze in Höhe von 250 Millionen Dollar verpasste, ein regelrechtes Wachstumsproblem. Denn obwohl es ständig neue Märkte betritt und von zunehmender Mundpropaganda sowie der Verbreitung mobiler Geräte profitieren müsste, kann es nur im Schneckentempo zahlende User gewinnen. » weiterlesen

taper.me:
Ein Instagram mit Musik

taper.me will das Sharing von visuellen Inhalten mit einem Soundtrack ergänzen. Sowohl die aus der Schweiz stammende App als auch die Idee sozialer Musikdienste generell verlangen noch nach Arbeit.

Mit vielen Musikstücken verbinden wir Erinnerungen an ganz besondere Lebensmomente: Der alte Sommerhit führt uns zurück in einen tollen Urlaub und die Schnulze lässt die Nervosität vor dem ersten Date wieder aufkommen. Der Ansatz, Momente mit einem Song zu verbinden, ist die Grundlage von taper.me, einer neuen App für iOS aus der Schweiz. Die Umsetzung lässt sich als Instagram mit Musik beschreiben: Man teilt ein Foto in einem öffentlichen Stream und fügt zusätzlich einen auf Spotify verfügbaren Song hinzu. Im Gegensatz zu beispielsweise SoundTracking wird dabei stets das ganze Lied angehängt und nicht nur ein Ausschnitt

“Wir alle teilen so viele Bilder und Videos wie noch nie. Gleichzeitig hören wir mehr Musik denn je. Während sich die meisten Social-Music-Apps im Kern um die Entdeckung neuer Songs drehen, fokussieren wir uns auf Musik als Mittel fürs Storytelling”, beschreibt der Gründer Daniel Jörg, Kommunikationsstratege und international aktiver Musiker, die Idee. » weiterlesen

Die enge Partnerschaft ist Vergangenheit:
Spotifys Emanzipation von Facebook

Einstmals setzte Spotify alles auf die Facebook-Karte und lagerte selbst Teile seiner Funktionalität an das soziale Netzwerk aus. Seit einiger Zeit aber arbeitet es an seiner Unabhängigkeit. Das Ziel: ein eigenes Social Network rund um Musik.

Es gab mal eine Zeit, da sah es so aus, als würde sich der Musik-on-Demand-Pionier Spotify komplett von Facebook abhängig machen. Das soziale Netzwerk präsentierte den Streamingdienst prominent als Beispiel für die Möglichkeiten seiner Plattform. Im Gegenzug waren Neuregistrierungen bei Spotify ausschließlich mit einem Facebook-Konto möglich. Etwas, das deutschen Datenschützern nach dem Launch des Musikangebots hierzulande bitter aufstieß. Doch für das Unternehmen war die Gelegenheit, als Facebooks “offizieller” Musikpartner in Erscheinung zu treten, einfach zu verlockend. Dem Social Network wiederum ging es darum, so viele Aktivitätsdaten der Spotify-User wie möglich im Rahmen der “Frictionless Sharing”-Initiative auf der eigenen Plattform darstellen zu können. Jede zusätzliche Information über die Präferenzen seiner Mitglieder hilft Facebook, gezielter Werbung verkaufen zu können.

Doch des enge Verhältnis zwischen den zwei Diensten sollte nicht lange anhalten: Frictionless Sharing, also das automatisierte Veröffentlichen von Nutzeraktivitäten in Drittanwendungen bei Facebook, erwies sich aufgrund mangelhafter Kalibirierung seitens Facebook und unzähliger, das Vertrauen der Nutzer missbrauchender Anwendungen, nicht als der erhoffte Erfolg. Der Ticker, der einen fortlaufenden Stream an Aktivitäten von Usern anzeigte, wurde in der neuesten Version der Facebook-Startseite in einen separaten Feed verfrachtet – ich habe dort seit Ewigkeiten nicht reingeschaut. Monate nach dem Deutschlandlaunch entfernte Spotify die Facebook-Barriere für Neumitglieder und gestattet seitdem auch die Registrierung per E-Mail (wie es vor der Partnerschaft mit Facebook in Spotifys Heimatmarkt Schweden auch möglich war). Eine Funktion, um synchron mit anderen Facebook-Freunden über Spotify Musik zu hören, wird von dem sozialen Netzwerk nicht mehr unterstützt. » weiterlesen