Thema: Musikdienste

 

Alle 188 Artikel zum Thema Musikdienste auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Musikfernsehen der Zukunft:
Tape.tv will mit Relaunch die vernetzten Wohnzimmer einnehmen

Fast sechs Jahre nach dem Debüt präsentiert sich der Berliner Online-Musikvideo-Pionier Tape.tv in neuer Optik und mit aktualisiertem Konzept. Dank der sich endlich bewahrheitenden Konvergenz von Internet und TV glaubt das Startup, jetzt seine langfristige Vision verwirklichen zu können.

Tape.tv

Im Rahmen des Beta-Starts der experimentellen iPhone-Anwendung Tape.tv Express wurde es schon angekündigt: Das Berliner Startup Tape.tv, bei dem sich alles um Musikvideos dreht, bereitete sich auf einen kompletten Relaunch vor. Seit gestern kann die neue Version des 2008 gegründeten Berliner Musikfernsehdienstes im Netz begutachten werden. Angekündigt wird der Start der Version 3.0 mit einer von provokativen Parolen und rotzfrechen Sprüchen gespickten Pressemitteilung. Kostprobe:  » weiterlesen

Neupositionierung als “Content-Plattform”:
Der kleine Riese Shazam will raus aus dem Schatten der Großen

Über 420 Millionen Menschen haben sich Shazam besorgt, 80 Millionen greifen monatlich auf die App zu. Jetzt will der Londoner Dienst die Anwendung in ein musikalisches Unterhaltungsportal verwandeln. Eine Reise mit offenem Ende.

ShazamShazam dürfte der nutzerstarke Consumer-Internetdienst sein, über den am wenigsten gesprochen und berichtet wird. Im Dezember durchbrach die Anwenderzahl die Marke von 400 Millionen (insgesamt, nicht aktiv). Seitdem ist dieser Wert um 20 Millionen gestiegen. 80 Millionen sind aktive User der Londoner Musikerkennungs-App, verwenden Shazam also mindestens einmal monatlich, um Musikstücke zu identifizieren oder Informationen zu TV-Inhalten per Audiosignal abzurufen. Doch trotz dieser beachtlichen Metriken kann das britische Unternehmen im globalen Medienrummel den anderen Giganten der Netzwelt nicht das Wasser reichen. Auch bei Usern spielt die App abgesehen von den klar vorgezeichneten Einsatzszenarien, in denen mit dem Smartphone “shazamt” wird, eher zweite Geige. Doch das soll sich ändern. » weiterlesen

Musikstreaming:
Spotify bereitet Börsengang vor

Ein Stellenangebot deutet darauf hin, dass Spotify, der Pionier unter den On-Demand-Musikdiensten, im nächsten Jahr an die Börse will. Es ist wahrscheinlich der einzige Weg für das Unternehmen, die für das Funktionieren seines Geschäftsmodells notwendige Größe zu erreichen.

SpotifyMit Facebook und Twitter sind die zwei wohl international medienträchtigsten Börsengänge der jüngsten Zeit über die Bühne gebracht worden. Doch die nächsten IPOs mit erheblichem Unterhaltungs- und Spannungsfaktor stehen schon in den Startlöchern. Aus Sicht der deutschen Webwirtschaft hat die baldige Listung des Onlineschuhhändlers Zalando große Bedeutung. Noch 2014 soll laut Manager Magazin der Gang aufs Parkett erfolgen. Die Startup-Metropole Berlin bekäme damit endlich, wonach sie sich schon so lange sehnt: Einen milliardenschweren Exit.

Thematisch für uns noch interessanter sind allerdings die angeblichen Börsenpläne eines Onlineunternehmens, dessen Entwicklung wir seit Jahren genau verfolgen: Die Nachrichtenagentur Reuters macht auf ein Jobangebot des Musikstreamingdienstes Spotify aufmerksam, gemäß dem das schwedische Unternehmen einen Finanzexperten für seine US-Niederlassung sucht. Reuters interpretiert dies als klares Zeichen für einen bevorstehenden Börsengang in New York, vermutlich im kommenden Jahr. Die Agentur bezieht sich dabei auf die Beurteilung eines nicht namentlich genannten Juristen des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung. Die gesuchte Person werde laut Stellenbeschreibung dafür verantwortlich sein, das Startup für die Anforderungen der US-Börsenaufsicht fit zu machen, berichtet Reuters. Zum aktuellen Zeitpunkt kann ich das Jobangebot auf Spotifys Website nicht finden. Da nicht anzunehmen ist, dass die Nachrichtenagentur die Meldung erfunden hat, wurde das Stellengesuch offensichtlich wieder aus dem Netz entfernt. » weiterlesen

Musikalischer Riese:
Shazam hat mehr als 400 Millionen Nutzer

Mehr als 400 Millionen Menschen nutzen Shazam, um Musik oder andere Medieninhalte zu identifizieren. Das Unternehmen, das einen baldigen Börsengang anstrebt, profitiert von einer gewissen Unvorhersagbarkeit.

ShazamIn der vergangenen Woche hat die Musikerkennungs-App Shazam in einer Pressemitteilung die “heißesten Music-Acts 2014″ prognostiziert, basierend auf der Analyse der Nutzeraktivitäten. In der Meldung verkündete das Londoner Unternehmen auch aktuelle Anwenderzahlen: Mehr als 400 Millionen Menschen sind demnach mittlerweile Nutzer der kostenfreien, für verschiedene mobile Plattform angebotenen App. » weiterlesen

Musikstreaming:
Spotify hat ein Wachstumsproblem

Spotify war der erste und ist heute der bekannteste legale Streamingdienst für On-Demand-Musik. Doch bislang bleibt vor allem das Wachstum bei den zahlenden Nutzern hinter den Erwartungen zurück. Dabei hängt die Zukunft des Unternehmens an ihnen.

SpotifyStreaming von über 20 Millionen Songs für zehn beziehungsweise fünf Euro oder mit einigen Einschränkungen gar komplett kostenfrei – eigentlich müssten Nutzer dem Pionier und bekanntesten Anbieter im On-Demand-Musiksegment, Spotify, regelrecht die Bude einrennen. Doch ein Blick auf die Entwicklung der Anwenderzahlen zeichnet ein anderes Bild. Demnach hat das mittlerweile mit vier Milliarden Dollar bewertete Startup, das sich jüngst eine erneute Kapitalspritze in Höhe von 250 Millionen Dollar verpasste, ein regelrechtes Wachstumsproblem. Denn obwohl es ständig neue Märkte betritt und von zunehmender Mundpropaganda sowie der Verbreitung mobiler Geräte profitieren müsste, kann es nur im Schneckentempo zahlende User gewinnen. » weiterlesen

taper.me:
Ein Instagram mit Musik

taper.me will das Sharing von visuellen Inhalten mit einem Soundtrack ergänzen. Sowohl die aus der Schweiz stammende App als auch die Idee sozialer Musikdienste generell verlangen noch nach Arbeit.

Mit vielen Musikstücken verbinden wir Erinnerungen an ganz besondere Lebensmomente: Der alte Sommerhit führt uns zurück in einen tollen Urlaub und die Schnulze lässt die Nervosität vor dem ersten Date wieder aufkommen. Der Ansatz, Momente mit einem Song zu verbinden, ist die Grundlage von taper.me, einer neuen App für iOS aus der Schweiz. Die Umsetzung lässt sich als Instagram mit Musik beschreiben: Man teilt ein Foto in einem öffentlichen Stream und fügt zusätzlich einen auf Spotify verfügbaren Song hinzu. Im Gegensatz zu beispielsweise SoundTracking wird dabei stets das ganze Lied angehängt und nicht nur ein Ausschnitt

“Wir alle teilen so viele Bilder und Videos wie noch nie. Gleichzeitig hören wir mehr Musik denn je. Während sich die meisten Social-Music-Apps im Kern um die Entdeckung neuer Songs drehen, fokussieren wir uns auf Musik als Mittel fürs Storytelling”, beschreibt der Gründer Daniel Jörg, Kommunikationsstratege und international aktiver Musiker, die Idee. » weiterlesen

Die enge Partnerschaft ist Vergangenheit:
Spotifys Emanzipation von Facebook

Einstmals setzte Spotify alles auf die Facebook-Karte und lagerte selbst Teile seiner Funktionalität an das soziale Netzwerk aus. Seit einiger Zeit aber arbeitet es an seiner Unabhängigkeit. Das Ziel: ein eigenes Social Network rund um Musik.

Es gab mal eine Zeit, da sah es so aus, als würde sich der Musik-on-Demand-Pionier Spotify komplett von Facebook abhängig machen. Das soziale Netzwerk präsentierte den Streamingdienst prominent als Beispiel für die Möglichkeiten seiner Plattform. Im Gegenzug waren Neuregistrierungen bei Spotify ausschließlich mit einem Facebook-Konto möglich. Etwas, das deutschen Datenschützern nach dem Launch des Musikangebots hierzulande bitter aufstieß. Doch für das Unternehmen war die Gelegenheit, als Facebooks “offizieller” Musikpartner in Erscheinung zu treten, einfach zu verlockend. Dem Social Network wiederum ging es darum, so viele Aktivitätsdaten der Spotify-User wie möglich im Rahmen der “Frictionless Sharing”-Initiative auf der eigenen Plattform darstellen zu können. Jede zusätzliche Information über die Präferenzen seiner Mitglieder hilft Facebook, gezielter Werbung verkaufen zu können.

Doch des enge Verhältnis zwischen den zwei Diensten sollte nicht lange anhalten: Frictionless Sharing, also das automatisierte Veröffentlichen von Nutzeraktivitäten in Drittanwendungen bei Facebook, erwies sich aufgrund mangelhafter Kalibirierung seitens Facebook und unzähliger, das Vertrauen der Nutzer missbrauchender Anwendungen, nicht als der erhoffte Erfolg. Der Ticker, der einen fortlaufenden Stream an Aktivitäten von Usern anzeigte, wurde in der neuesten Version der Facebook-Startseite in einen separaten Feed verfrachtet – ich habe dort seit Ewigkeiten nicht reingeschaut. Monate nach dem Deutschlandlaunch entfernte Spotify die Facebook-Barriere für Neumitglieder und gestattet seitdem auch die Registrierung per E-Mail (wie es vor der Partnerschaft mit Facebook in Spotifys Heimatmarkt Schweden auch möglich war). Eine Funktion, um synchron mit anderen Facebook-Freunden über Spotify Musik zu hören, wird von dem sozialen Netzwerk nicht mehr unterstützt. » weiterlesen

Spotify und die GEMA:
Die schwierige Suche nach einer Einigung

Obwohl Spotify seit März vergangenen Jahres in Deutschland verfügbar ist, steht eine offizielle Einigung mit der GEMA noch immer aus. Bisher merken die Nutzer davon anders als bei YouTube nichts.

Spotify & GEMAAls der international tonangebende Musikstreaming-Dienst Spotify im März 2012 seine Pforten in Deutschland öffnete, geschah dies überraschend ohne einen unterschriebenen Vertrag mit der zuständigen deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA. Dabei hatte die sich einige Monate zuvor mit dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., BITKOM – bei dem auch Spotify Mitglied ist – auf einen Gesamtvertrag rund um Lizenzgebühren für Online-Musikdienste geeinigt. Dieser sah erstmals eine monatliche Pauschalgebühr pro Nutzer vor, die Streaminganbieter an die GEMA abführen. Ein solcher Tarif erleichtert digitalen Musikangeboten die Kalkulation, da sie nicht das bei einem komplett nutzungsabhängigen Tarif mit Pro-Song-Vergütung anfallende Risiko ausufernder Kosten tragen müssen, sollten einzelne Anwender überdurschnittlich viele Titel konsumieren. Rund ein Euro müssen Anbieter typischer Streamingflatrates nun pro Monat und aktivem Nutzer an die GEMA abführen, so erklärte es uns einst ein GEMA-Sprecher. Doch dies gilt mit einer entscheidenden Einschränkung: Es müsse sich um ein kostenpflichtiges Abonnement handeln, nicht um einen Gratis-Dienst. Genau diesen bietet Spotify aber seit seinem Debüt in Deutschland als Einsteigeroption an – die ersten sechs Monate lang unbegrenzt, danach limitiert auf maximal zehn Stunden monatlich. Für solche rein werbefinanzierten Services gibt es einen anderen, weniger anbieterfreundlichen GEMA-Tarif. » weiterlesen

Ampya:
Hübsch gestalteter Musikdienst ohne wesentliche neue Funktionen

ProSiebenSat.1 schickt einen eigenen Musikabo-Dienst ins Rennen, der mit Spotify und Simfy konkurrieren soll und als Extra eine Videosammlung bietet. Im Beta-Test zeigt sich, dass Ampya nichts bahnbrechend Neues bietet, aber durchaus liebevoll gestaltet ist.

AmpyaMusikabos teilen sich mittlerweile in zwei Kategorien auf: Solche, über die man spricht, wie Spotify oder Deezer. Und solche, um die es kurz nach dem Start wieder sehr ruhig wurde, wie Juke, Wimp und Rara. Hier gesellt sich nun ein weiterer dazu, dessen auffälligste Besonderheit ist, dass er von der Magic Internet Musik GmbH aus Berlin angeboten wird, einer Tochter der Senderkette ProSiebenSat.1.

Die gute Nachricht vorweg: Man hat bei Ampya eher das Gefühl, noch etwas davon zu hören. Die Website tritt im modernen Design auf, die Sammlung braucht sich mit ihren 18 bis gut 20 Millionen Songs (der Anbieter nennt beide Zahlen) und einer Sammlung von gut 50.000 Musikvideos vor Spotify und Simfy nicht zu verstecken. Neu erfunden haben die Berliner das Musikstreaming allerdings auch nicht. » weiterlesen

Die MP3-Sammlung fällt in Ungnade:
Wieso Musikmiete die Zukunft gehört

Wenn ein ehemals leidenschaftlicher MP3-Sammler plötzlich gar nicht mehr weiß, was er mit einer lokalen Musikdatei anfangen soll, dann zeigt dies, wo die Zukunft des digitalen Musikkonsums liegt: in der Miete.

Mp3Befragt man Leute zu ihren Präferenzen beim digitalen Musikkonsum, lassen sich die Antworten zwei grundsätzlichen Lagern zuordnen: Das eine Lager verwendet in erster Linie Streamingdienste, entweder “On Demand” wie Spotify & Co oder in Form personalisierter Radios à la Pandora und Aupeo, das andere bevorzugt den “Besitz” der angehörten Musiktitel in Form von lokalen oder in die Clouds von Amazons Cloud Player, Google Play Music und Dropbox abgelegter, käuflich erworbener oder anderweitig heruntergeladener Dateien. Wenn es darum geht, welche Gruppe weniger Verständnis für die Gepflogenheiten der anderen hat, so sind es in der Regel die Verfechter des digitalen Musikbesitzes, die sich kritisch über das On-Demand-Konzept äußern, bei dem Lieblingsalben und -songs nur so lange gehört werden können, wie man die monatliche Abogebühr zahlt oder wie der Anbieter seine Dienste werbefinanziert bereitstellt. Der Gedanke, dass der Zugang zur kompletten, durch sorgfältiges Kuratieren und Selektieren angelegten Tonsammlung von heute auf morgen vom Streamingservice blockiert werden kann, behagt den Anhängern des Musikbesitzes gar nicht.

Doch mit zunehmender Gewöhnung an die “Miete” von Musik – nichts anderes ist On-Demand-Streaming eigentlich – entsteht auf Seiten des Streamingnutzers eine zunehmende Aversion gegen den Besitz lokaler MP3-Dateien, welcher in der Prä-Streaming-Ära auch für sie die typische Form des digitalen Musikhörens darstellte. Ich selbst konnte gestern erleben, was es heißt, so sehr die Musikmiete verinnerlicht zu haben, dass einem ein unerwartet auftauchendes MP3-File plötzlich Kopfschmerzen bereitet. » weiterlesen