Thema: mobiles internet

 

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Spotify-Flatrate der Telekom:
Die neue Macht der Mobilfunkprovider ist Fluch und Segen zugleich

Die Telekom bietet jetzt auch für Bestandskunden ihrer Mobilfunksparte ein musikalisches Sorglos-Paket an: Die Spotify-Flatrate für unterwegs, ohne Begrenzung des Datenvolumens. Was auf den ersten Blick nur erfreulich scheint, wirft auch kritische Fragen auf.

Welchem Musikfreund gefällt die Vorstellung nicht? Mit dem Smartphone aus dem Haus zu gehen und für 10 Euro im Monat 18 Millionen Songs in der Hosentasche mit dabei zu haben. Keine Downloads, kein Offline-Modus, kein Verbrauch des eigenen, knappen Datenkontingents. Die Telekom macht es möglich: Nachdem im August schon um Neukunden mit dieser Offerte gebuhlt wurde, können nun auch Bestandskunden das Spotify-Sorglos-Angebot zu ihren Verträgen hinzu buchen.

Maximale Freiheit zum Sparpreis – zu Lasten des Wettbewerbs

Der Preis ist heiß: Die 9,99 Euro, die für eine mobile Nutzung des Streaming-Service monatlich zu Buche schlagen, sind in den aktuellen Tarifangeboten des Mobilfunkriesen bereits eingepreist worden. Der Unterschied zum regulären Abonnement: Im Gegensatz zu den Spotify-Bestandskunden, die ihre Verträge direkt über den Musikdienst abgeschlossen haben, ist für Telekomkunden ein unbegrenztes Datenkontingent für den mobilen Musikgenuss speziell und ausschließlich nur für diesen Streaming-Dienst inkludiert worden. Unabhängig vom normalen Datenvolumen, das Kunden des Carriers über deren jeweilige Leistungspakete zur Verfügung steht, wird der Spotify-Traffic getrennt behandelt: Er steht Kunden unlimitiert zur Verfügung. Die Telekom trennt also in diesem Fall den Datenverkehr nach der Nutzungsart. » weiterlesen

Explosion des mobilen Datenverkehrs:
WLAN-Outsourcing als
Hoffnung der Netzanbieter

Die Netzbetreiber klagen über den extremen Anstieg des mobilen Datenverkehrs. Eine Umleitung des Traffics über Drahtlosnetzwerke kann Entlastung bringen – und der WLAN-Community Fon nach vielen Jahren zu später Blüte verhelfen.

Für Mobilfunkbetreiber ist die rasante Zunahme des Datenverkehrs über ihre Netze bekanntlich eine große Herausforderung. Mit der Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration LTE könnte sich die Situation zwar entspannen, da diese nicht nur schneller ist sondern auch mehr Kapazität pro Anwender verspricht, gleichzeitig setzt sich die Trafficexplosion durch anspruchsvollere mobile Dienste sowie eine weitere Zunahme von Smartphone- und Tabletnutzern aber unvermindert fort. Laut einer Schätzung von Cisco wird der Datenverkehr über Handynetze im Jahr 2016 18-mal größer sein als im Jahr 2011. Ein Lösungsansatz, der schon länger existiert, aber bisher eher ein Schattendasein fristete, könnte angesichts dieser Entwicklung zu spätem Ruhm gelangen: Die Auslagerung von mobilem Traffic auf fixe Internetanschlüsse über Drahtlosnetzwerke.

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Mobile Daten im Ausland:
Plädoyer für hohe Roaming-Kosten

Datentarife sind bei Reisen ins Ausland um ein vielfaches höher als zu Hause. Dies hat durchaus seine guten Seiten.

Es ist für die klassischen Medien jedes Jahr ein gefundenes Fressen, um ein paar Sommerlöcher füllen zu können: Artikel rund um Roaming-Tarife von mobilen Daten in der Urlaubszeit. Die einen klagen, die anderen versuchen Tipps zur Kosteneinsparung zu geben. Die Preise sinken zwar, jedoch nur langsam. EU-intern sind 84 Cent pro Megabyte die neue Höchstgrenze. Wer in der Schweiz beim grössten Provider Swisscom ein Privatkunden-Abo besitzt, bezahlt bei einer Reise nach Deutschland aktuell bis zu 1,16 Euro pro Megabyte. Persönlich finde ich diese hohen Preise toll. Ich hoffe ganz ehrlich, dass dies noch möglichst lange so bleiben wird. Bevor ihr mich für verrückt erklärt, lasst mich erklären, weshalb ich dies so sehe. » weiterlesen

Roaming-Gebühren:
Die letzte
innereuropäische Grenze fällt

Roaming-Gebühren für die mobile Datennutzung im Ausland ziehen in Europa noch immer Grenzen, wo man sie sonst kaum noch wahrnehmen würde. Doch die Tarife sind im freien Fall.

Auf dem Weg zu einem geeinten Europa gibt es sicher unzählige Hürden. Für überzeugte Digital Natives mit einem Faible für (oder beruflichen Zwang zu) innereuropäischen Reisen gehört der teure “Spaß” des mobilen Datenroamings zweifelsohne dazu. Während man dank Schengen-Abkommen und Billigfliegern frei und recht günstig von Land zu Land reisen kann, ziehen die massiven Kosten für das mobile Surfen im Ausland noch immer eine deutliche Grenze zwischen den einzelnen EU-Staaten.

Doch womöglich steht auch diese Grenze vor ihrem baldigen Fall. Diesen Schluss lassen zumindest drei unterschiedliche Ereignisse der zu Ende gehenden Woche zu. Ein sich beschleunigender Trend weg von teuren Roaming-Gebühren ist zu erahnen.

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Ausblick 2011:
Das Ende des sorgenfreien Surfens

Netzbetreiber und Internetzugangsanbieter sehen ihr wirtschaftliches Wachstumspotenzial in Gefahr. 2011 werden sie an vielen Schrauben drehen, um neue Einnahmequellen zu finden. Die Ära der unbeschränkten Internetnutzung könnte bald vorbei sein.

2010 war das Jahr, in dem das Thema Netzneutralität in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit gelangte. Zwar dürfte auch heute noch die Mehrzahl der Bürger keine Ahnung davon haben, worum es bei dem Begriff geht, aber dennoch ist davon auszugehen, dass die Problematik mittlerweile deutlich mehr Menschen bekannt ist als noch vor zwölf Monaten.

Ursache dafür sind nicht nur die immer häufiger zu hörenden Aussagen von Netzbetreibern und Telekommunikationsmanagern, mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Internetzugängen anzustreben, sondern auch einzelne Vorfälle, die mal mehr, mal weniger mit der Netzneutralität zu tun hatten und bei interessierten Beobachtern zu einer Sensibilisierung für die Gesamtthematik rund um Eingriffe und Benachteiligungen im festen und mobilen Breitbandinternet sorgten.

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Offline und trotzdem online:
Nachrichten per Push
aufs Smartphone

Wer sich für einige Stunden oder länger vom Netz verabschiedet, verpasst mitunter wichtige Nachrichten des Tagesgeschehens. Push-Applikationen fürs Smartphone können helfen.

Am Wochenende hatte ich ein sehr seltsames und im Always-on-Zeitalter äußerst seltenes Erlebnis.

Ab Samstagnachmittag war ich mit Freunden unterwegs und Abends auf einer Party. Zwar hatte ich mein iPhone dabei und habe auch gelegentlich meine E-Mail sowie einmal ganz kurz Twitter gecheckt, war aber sonst größtenteils offline – nicht, weil es gerade in Mode ist, sondern weil zu dieser Zeit am Wochenende ohnehin wenig in der Web-Welt geschieht und es ja nicht schaden kann, ab und an seinen Freunden in die Augen zu schauen, statt auf das Mobiltelefon zu schielen.

Sonntag schlief ich recht lange, machte mir Frühstück und begann gegen 13:00 Uhr damit, meine RSS-Feeds zu lesen und ein wenig im Netz herumzusurfen. Erst da erreichte mich die Nachricht von der Loveparade-Tragödie – fast 20 Stunden, nachdem sie geschah.

Anfänglich war ich mir nicht einmal sicher, wann es zu dieser Katastrophe gekommen war – am Sonntagvormittag oder schon am Samstagabend (ja, ich war nicht wirklich über die Rahmenbedingungen der Loveparade informiert)?! Als ich dann einen Blick auf die Startseite von Spiegel Online warf und über ein halbes Dutzend Berichte zu dem Unglück vorfand, wurde mir klar, dass es sich nicht um ein Ereignis handeln konnte, das nur wenige Stunden zurücklag.

Ich erinnere mich nicht, wann ich das letzte Mal das Gefühl eines derartig großen Informationsrückstandes hatte wie an diesem Wochenende. Nun war es nicht so, dass ich Freunde oder Bekannte hatte, die die Loveparade besuchen wollten, und deshalb daran interessiert war, rechtzeitig von dem Unglück zu hören, um mich von ihrer Unversehrtheit überzeugen zu können.

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Keine Zusatzgebühr für UMTS-Gespräche:
Danke Skype!

Skype beerdigt Pläne, für mobile VoIP-Gespräche über UMTS eine Zusatzgebühr zu verlangen. Zugleich veröffentlicht es eine neue Version seiner iPhone-App, die jetzt auch Multitasking beherrscht.

Es ist kein gutes Gefühl, von einem bis dato sehr geschätzten Webservice enttäuscht zu werden, der trotz Kritik von außen Veränderungen am Produkt durchsetzt, die sich ganz offensichtlich negativ auf die Nutzungsszenarien auswirken und die die Intentionen des Geldverdienens zu sehr vor die Interessen der Nutzer setzen. Im schlimmsten Fall nimmt dadurch die Loyalität zu einem Dienst Schaden – so ging es mir beispielsweise im Bezug auf Facebook.

Skype, der über 560 Millionen User zählende VoIP-Service, scheint einen solchen Fehler nicht begehen zu wollen und kündigte gestern an, seine Pläne für eine Zusatzgebühr für UMTS-Gespräche ad acta zu legen.

Entsprechende Überlegungen äußerte Skype Ende Mai parallel zur Veröffentlichung der langersehnten Funktion für die Skype-iPhone-App, Gespräche über mobile Datennetze führen zu können. Bis dahin war der Einsatz von Skype auf dem iPhone lediglich über WLAN-Verbindungen möglich. Das Unternehmen kündigte an, nach einer mehrmonatigen Testphase eine Zusatzgebühr einführen zu wollen, ließ allerdings eine endgültige Entscheidung offen.

Angesichts der etwas zaghaften Formulierungen vermutete ich damals, dass Skype den Plan noch einmal überdenken könnte und womöglich lediglich die Reaktionen auf die Ankündigung testen wollte.

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COUPIES:
Lokale Rabatte für
Smartphone-Nutzer

Wer auf Rabatte im stationären Handel und in der Gastronomie aus ist, muss dazu nicht extra “Mayor” bei foursquare werden. Mit COUPIES aus Köln kommt jeder Smartphone-Nutzer in den Genuss von Preisnachlässen.

Es soll ja Leute geben, die tun alles dafür, bei foursquare zum “Mayor” oder bei Friendticker zum “Präsident” eines angesagten Cafés zu werden und als Belohnung für ihre Loyalität einen Rabatt einzuheimsen. Sicherlich ist hier der Weg und der Wettkampf-Aspekt das eigentliche Ziel und der Gratiskaffee lediglich die Manifestation des anvisierten Erfolgs. Doch User, die ausschließlich auf Vergünstigungen in der Gastronomie und im lokalen Handel aus sind, können dies auch einfacher erreichen:

COUPIES heißt ein im Januar gestarteter Dienst aus Köln, bei dem sich alles um mobile Rabattcoupons dreht. Das Startup bietet Applikationen für iPhone, Android, Windows Mobile und Java-fähige Smartphones, die Nutzer nach einer kurzen Registrierung (oder einem Login via Facebook Connect) über in der unmittelbaren Umgebung erhältliche Sonderangebote informieren.

Um einen Rabatt einzulösen, zeigt man ihn an der Kasse eines beteiligten Händlers oder Restaurants auf seinem Mobiltelefon vor und erhält anschließend den vergünstigten Preis.

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Zurück in die 90er:
Wenn die mobile
Datenflatrate zum Witz wird

Ein neues als “Handy Surf Flat” vermarktetes Angebot zeigt anschaulich, wie schlecht es um mobile Datenflatrates tatsächlich bestellt ist.

Aktualisierung am Artikelende

In der vergangenen Woche beschrieb ich, wie Telekommunikationsanbieter darauf hinarbeiten, dass bei der mobilen Internetnutzung nicht die selben “All You Can Eat”-Zugangsmodelle Verbreitung finden, wie sie beim stationären Internet seit vielen Jahren vorherrschen. Die wenigen echten mobilen Datenflatrates, die es momentan (noch) gibt, könnten somit in Kürze ganz vom Markt verschwinden.

Wer geglaubt hat, der Artikel wäre Schwarzmalerei, sollte einen Blick auf ein neues Angebot von Kabel Deutschland werfen, dessen Start heute auf den meisten einschlägigen IT-Nachrichtenportalen verkündet wird:

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Mobile Datenflatrates adé:
Gefahr für eine ganze Branche?

Das mobile Internet boomt. Doch für die Provider ist klar, dass der Zugang über Flatrates keine Zukunft hat. Für Webanbieter könnte das ein Problem werden.

Die Nutzung von mobilem Internet explodiert, angetrieben von der zunehmenden Verbreitung von Smartphones, besserer und schnellerer Netzabdeckung sowie einer steigenden Zahl von mobilen Services und Applikationen, die User auf die Vorzüge des Mobile Web aufmerksam machen. Im Jahr 2015 soll das mobile Internet seinen stationären Counterpart in der Nutzung sogar überholt haben, so prognostiziert es eine Studie von Morgan Stanley.

Also nur rosige Aussichten? Nicht ganz! Denn mit dem Mobile-Boom erkennen immer mehr Netzanbieter, dass ihre Infrastruktur der rapide steigende Nachfrage nicht stand hält, oder befürchten zumindest, dass dieser Fall in naher Zukunft eintreten könnte.

Ohne in technische Details zu gehen, reicht an dieser Stelle die Anmerkung, dass die Kapazitäten mobiler Datenverbindungen selbst bei dem zukünftigen Standard LTE größeren Begrenzungen unterliegen und weniger flexibel an zunehmenden Bedarf angepasst werden können, als dies bei herkömmlichen, fixen Internetverbindungen der Fall ist.

Daher wird bei UMTS-Verbindungen selbst in urbanen Gegenden nur selten die vom Provider versprochene Maximalgeschwindigkeit erreicht. Im Gegensatz zu stationären Anschlüssen hängt die Performance bei GSM und UMTS stark davon ab, wie viele andere Personen in der Umgebung gleichzeitig mobil online sind.

In der Folge sind die Provider gerade eifrig dabei, ihre Netze auf eine weitere Zunahme der Nutzerzahlen vorzubereiten und einer Überlastung vorzubeugen. Und vieles deutet darauf hin, dass die Abschaffung mobiler Datenflaterates eine der besonders hoch priorisierten Maßnahmen der Telkos ist.

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