Thema: mobile web

 

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Video für Instagram:
Facebook beweist, dass es Risikobereitschaft nicht verlernt hat

Die Erweiterung von Instagram um Video mag trivial erscheinen. Doch Facebook setzt mit dem Schritt die Popularität eines seiner wichtigsten Assets aufs Spiel. Es ist diese Risikobereitschaft, die das soziale Netzwerk überhaupt erst groß gemacht hat.

instagramvideoAm Ende war es kein Newsreader, den Facebook am Donnerstagabend in San Fancisco präsentierte, sondern eine Videofunktion für Instagram. Auch dabei handelte es sich um keine große Überraschung, Gerüchte zu entsprechenden Plänen kursierten schon seit längerem im Netz. Nun also sind die 130 Millionen aktiven Anwender der Foto-Sharing-App für iPhone und Android in der Lage, bis zu 15 Sekunden lange Videos in ihrem Stream zu publizieren und diese zuvor mit Filtern zu verschönern. Der Begriff “Foto-Sharing-App” verliert damit natürlich seine Gültigkeit.

Mir persönlich gefällt der Vorstoß, auch wenn es sich um eine Nachahmung von Twitters Microvideoapp Vine handelt. Wie vor zwei Tagen erläutert halte ich Vines Sechs-Sekunden-Limit für zu kurz. Ob die von Facebook gewählten 15 Sekunden einen Optimalwert darstellen, oder ob die Mehrzahl der Clips am Ende doch deutlich kürzer ausfällt, wird sich relativ schnell herausstellen. Für die Monetarisierung ist die gewählte Dauer aufgrund ihrer Kompatibilität mit TV-Werbespots eindeutig förderlich. Gut finde ich Video für Instagram auch ganz einfach deshalb, weil ich die App ohnehin gelegentlich nutze und es praktisch ist, Schnappschüsse und Bewegtbilder aus einer Anwendung heraus erstellen und verbreiten zu können. » weiterlesen

Vine:
Twitter macht seine Microvideo-App in wenigen Monaten zum Hit

Innerhalb weniger Monate hat Twitter seine Microvideo-App Vine zum Erfolg gebracht. Dabei lässt sie Wünsche offen.

Als Twitter Anfang des Jahres seine Microvideo-App Vine veröffentlichte, äußerte ich mich kritisch zu dem Vorhaben. Dennoch vermutete ich, dass es dem Internetunternehmen aus San Francisco gelingen würde, viele Anwender in den Bann von Vine zu ziehen – selbst wenn dessen praktischer Nutzen den Idealzustand nicht erreicht. Wie damals beschrieben geht es Twitter mit Vine nicht darum, ein möglichst perfektes Werkzeug zum schnellen Anfertigen und Verbreiten von Smartphone-Clips bereitzustellen. Im Vordergrund steht für die Kalifornier das Erreichen einer emotionalen Bindung der Nutzer und die Schaffung eines Suchtzustandes, um dem Gespann Instagram-Facebook Aufmerksamkeit zu stehlen und den eigenen Lock-in-Effekt zu vestärken. Die Rezeptur dafür unterscheidet sich von der eines bis ins letzte Detail durchdachten Videosharing-Tools. Beleg dafür: Statt die Länge von Clips frei zu gestalten, beschränkt Twitter die Dauer von “Vines” auf maximal sechs Sekunden. Für den Aufnehmenden in vielen Situationen unzureichend, aber besonders in geloopter Form sehr viral. Und das ist Twitters Ziel.

Bereits einige Monate nach dem Debüt muss man Twitter beglückwünschen: Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit hat der Microbloggingdienst aus San Francisco Vine etablieren können. Die Rechnung ist also aufgegangen. Die App belegt Spitzenplätze in Apples App Store, ist mittlerweile in Tweets präsenter als Instagram, wird von internationalen Promis bevölkert und profitiert von einigen besonders häufig im Web herumgeschickten Vine-Clips wie diesem von den aktuellen Massenprotesten in Brasilien. Journalisten wie der sich gerade in Istanbul aufhaltende Zeit-Korrespondent Lenz Jacobsen verwenden Vine, um schnell visuelle Eindrücke und Randbeobachtungen im Bewegtbildformat zu verbreiten. Obendrein ist mir in Podcasts und Gesprächen bereits mehrfach die Verwendung des App-Titels in Verbform begegnet: “Ich muss das schnell vinen”. Auf Deutsch klingt dies augrund der unmittelbaren tonalen Nähe zum “Weinen” (noch) recht albern, in anderen Sprachen klappt das besser. » weiterlesen

Personalisierung über Facebook:
Xyo will maßgeschneiderte App-Empfehlungen liefern

Smartphone-Nutzer lechzen nach Apps. Xyo aus Berlin will dieses Bedürfnis mit einer personalisierten App-Empfehlungsmaschine bedienen.

Apps! Für viele Konsumenten sind die kleinen Programme der Hauptgrund, um sich überhaupt ein Smartphone zuzulegen. Allein in Deutschland laden sich laut Bitkom 83 Prozent der Besitzer eines Smartphones zumindest gelegentlich Applikationen herunter. Die große Frage lautet nun: Wie kommen Nutzer an Apps? Viel läuft über Word-of-Mouth, also Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Kollegen. Das funktioniert gut bei persönlichen Zusammentreffen, aber weniger, wenn man nicht einander auf die Displays schauen kann. Xyo soll das ändern.

Vor einem Jahr debütierte die intelligente App-Suchmaschine des Berliner Startups. Sie liefert seitdem Empfehlungen zu Apps für die gängigen mobilen Plattformen und rankt diese mittels eines proprietären, die Qualität der Applikationen in den Vordergrund stellenden Algorithmus. Noch fehlte dort allerdings die Personalisierung und der Input von anderen Menschen. Ein Jahr lang haben die Hauptstädter nach eigenen Angaben an einem Verfahren gearbeitet, welches Usern Apps und App-Genres empfehlen kann, die zu ihren tatsächlichen Präferenzen passen. Für sie soll es so einfacher werden, attraktive Anwendungen zu finden, ohne dass sie dazu langwierige Suchen durchführen müssen (zumal App-Nutzer häufig gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen). Das Ergebnis liefert personalisierte App-Empfehlungen auf Basis von Facebook-Likes des Users und steht ab sofort für Android, iPhone, iPad und Windows Phone zur Verfügung. » weiterlesen

Startup aus Hamburg veröffentlicht iPhone-App:
Flying soll zum Begleiter aller Vielflieger werden

Das aus Hamburg stammende Startup Seat 4a hat heute mit Flying eine iPhone-App lanciert, die zum unersetzlichen Begleiter aller Vielflieger werden soll. Sie kombiniert persönliche Fluginformationen mit einem sozialen Netzwerk.

Fliegen war einmal etwas Besonderes. Heute jedoch gehört es für viele Menschen zum Alltag, beruflich jede Woche viele Stunde im Flugzeug zu sitzen. Ein junges Startup aus Hamburg ist der Meinung, dass derartige Vielflieger eine Rundumlösung benötigen, die ihnen alle wichtigen Informationen zu ihren Flügen bereitstellt, sie mit das gleiche “Schicksal” teilenden Kontakten aus ihrem sozialen Netzwerk verbindet und die mittels Interaktivität der zur Routine gewordenen Fliegerei wieder etwas zusätzlichen Spaß verleiht. Flying heißt die heute vom norddeutschen Jungunternehmen Seat 4a veröffentlichte Gratis-App fürs iPhone, die all diese Eigenschaften in einem Produkt vereinen soll. » weiterlesen

Mobile Onlineshops:
CouchCommerce folgt dem Erfolgsmodell von WordPress

CouchCommerce ermöglicht Onlinehändlern in wenigen Schritten die Aktivierung einer mobilen, cloudbasierten Shopoberfläche. Mit aktiver Unterstützung durch PayPal und Plänen für die Schaffung eines Open-Source-Standards will das Startup aus Hannover hoch hinaus.

CouchCommerceAls wir im Sommer 2012 auf das damals gerade kurz vor dem Debüt stehende Hannoveraner Startup CouchCommerce aufmerksam wurden, waren wir schnell von der sympathischen, lockeren und international kompatiblen Ausstrahlung und Präsentation des Unternehmens beeindruckt. Die von Alexander Ringsdorff, Nadine Schmitt und Kai-Thomas Krause gegründete Firma wirkte so gar nicht wie das, was man sonst von hiesigen Anbietern mit B2B-Fokus gewohnt ist. Und auch das Konzept der Niedersachsen überzeugte uns: CouchCommerce bietet kleinen und mittelgroßen E-Commerce-Anbietern eine cloudbasierte Möglichkeit, in wenigen Minuten für Tablets und Smartphones optimierte Shopversionen zu erstellen – in einer Zeit, in der mobile Geräte rasant stationäre PCs ablösen und damit einen Paradigmenwechsel auch für Onlineshopping mit sich bringen, zunehmend eine Notwendigkeit.

Rund ein dreiviertel Jahr nach dem Debüt befindet sich CouchCommerce in einer wichtigen Phase und kurz davor, die Weichen für das ganz große Wachstum zu stellen. Bisher hielt sich das Trio aus Hannover nämlich damit zurück, zu laut für das Produkt zu trommeln. Vorerst hatte es alle Hände voll zu tun, dem Dienst den letzten Feinschliff zu geben, die Anzahl der unterstützten Plattformen zu erhöhen – neben Magento und xt:Commerce lässt sich nun auch für auf Shopware basierende Shops im Handumdrehen ein mobiles Interface generieren, und das sogar vorintegriert für alle Shopware-Anwender – und die unterstützten Zahlungsverfahren zu erweitern. Zehn Personen sind mittlerweile für CouchCommerce tätig, das seine Entwicklung aus den Siegprämien des Venturepreneurs Pitches und des Gründungspreises StartUP-Impuls 2012 sowie einer Kapitalspritze von Qype- und 9flats-Gründer Stephan Uhrenbacher finanziert. Laut CouchCommerce-Mitgründer Alexander Ringsdorff steht das Unternehmen gerade vor dem Abschluss einer größeren Finanzierungsrunde, welche die Expansion für anderthalb bis zwei Jahre sichern soll. » weiterlesen

Interaktive Videobotschaften:
Bei Zoobe drücken sich Nutzer über 3D-Avatare aus

Die iPhone-App des Berliner Startups Zoobe erlaubt es Nutzern, animierte Videobotschaften an Freunde zu versenden, bei denen 3D-Avatare ihre eingesprochenen Worte lippensynchron wiedergeben.

ZoobeWer heutzutage noch mit einer eigenen mobilen Kommunikations-App an den Start geht, wird es nicht gerade leicht haben, sich gegen die große Zahl der bereits etablierten Anbieter im Chat- und Messengerbereich durchzusetzen. Es wäre schon ein ganz individuelles, sich stark vom Wettbewerb abhebendes Konzept erforderlich, um sich ohne millionenschwere Werbekampagnen überhaupt ein Stück der Nutzeraufmerksamkeit sichern zu können. Das Berliner Startup Zoobe glaubt, diese Voraussetzung zu erfüllen. » weiterlesen

Lesebestätigungen bei Facebook, Line und Konsorten:
Wie Chat-Apps Nutzer in unangenehme Situationen zwingen

Mit Ausnahme von WhatsApp und Apples iMessage zwingen sämtliche populären mobilen Chat-Apps ihren Nutzern Lesebestätigungen auf. Sie sorgen für unnötigen Druck und unangenehme Situationen.

LesebestätigungSeit einiger Zeit gehen digitale Kommunikationsdienste dazu über, ihre Mitteilungsfunktionen mit Lesebestätigungen auszustatten. Wie bei der klassischen E-Mail-Empfangsbestätigung können Absender von Nachrichten auf diese Weise darüber informiert werden, dass ihre Mitteilung zur Kenntnis genommen wurde. Doch anders als bei der E-Mail geschieht dies bei einigen gängigen sozialen Netzwerken und Chatmessengern grundsätzlich, auch wenn Nutzer dies nicht möchten. Egal ob Facebook, Kik, Kakao Talk, Path oder Line – stets heißt das Lesen einer Mitteilung, dass der Absender auch darüber Bescheid weiß. Deaktivieren lässt sich dies nicht. » weiterlesen

Mobile First:
Viber ist für Skype wie WhatsApp für Facebook

Skype hat seine Wurzeln im Desktop-Zeitalter. Mit Viber erwächst dem VoIP-Platzhirschen nun ein gefährlicher Konkurrent mit mobiler DNA.

Lange habe ich mich dagegen gewehrt, die VoIP- und Messaging-App Viber auf meinem iPhone zu installieren – trotz mehrmaliger Nachfragen von Freunden, ob ich den über die vom israelisch-amerikanischen Unternehmer Talmon Marco und einem Team von rund 120 Angestellten in Israel, Zypern und Weißrussland entwickelte Anwendung erreichbar sei. Zum einen mangelt es mir in meinem digitalen Alltag wahrlich nicht an mobilen Apps, um mit Kontakten Textnachrichten austauschen und VoIP-Gespräche zu führen (außer WhatsApp kann dies mittlerweile fast jeder Messenger, inklusive Facebook). Zum anderen missfällt mir der von Viber erzwungene Upload und Abgleich des Smartphone-Adressbuchs.

Doch wie schon bei WhatsApp ist es genau diese Praxis, die den kostenfreien, für verschiedene Plattformen angebotenen Dienst innerhalb von zweieinhalb Jahren in die Gruppe der nutzerstärksten mobilen Kommunikationswerkzeuge katapultiert hat. Denn so sehr die Freigabe ihrer lokalen Kontakte manche (wahrscheinlich aber wenige) User auch stört, so komfortabel ist die aus dem von Viber durchgeführten Abgleich der Adressbücher mit den registrierten Mobilfunknummern folgende, sofortige Auflistung sämtlicher Viber-Freunde. Neuen Nutzern wird nach der Registrierung also direkt ein Viber-Adressbuch mit den Freunden angezeigt, die sich über die App per Textnachricht oder Datengespräch erreichen lassen. Ich hatte die Konsequenz einst so formuliert: “Die Welt sozialer Netzwerke ist ungerecht: Anbieter, die sich an die Konventionen halten, werden zu Geisterstädten, während Regelbrecher sich vor Nutzern kaum retten können.” » weiterlesen

“Ins Internet gehen” war gestern:
15 Millionen Deutsche praktizieren “always on”

49 Prozent der Smartphone-Besitzer in Deutschland sind immer mit dem Internet verbunden. Das wären rund 15 Millionen Menschen. Für sie tritt die Unterscheidung von “online” und “offline” in den Hintergrund.

MobileViele der Startups und Webfirmen, über die wir berichten, und auch eine Reihe der Trends und digitalen Entwicklungen, die bei uns zur Sprache kommen, drehen sich um Nutzungsmuster und Nutzergruppe mit dem Charaktermerkmal “always on” – immer und überall online. Bisher mangelte es allerdings an aussagekräftigen Zahlen dazu, wie groß der Kreis dieses Anwendertypus eigentlich ist. Eine repräsentative Untersuchung von TNS Infratest gibt nun Auskunft darüber (PDF, via).  » weiterlesen

Das Ende der SMS:
Aus der Prognose wird Wirklichkeit

2012 wurden erstmals mehr IP-basierte Nachrichten verschickt als SMS. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die SMS in den entwickelten Märkten innerhalb weniger Jahre komplett verschwindet.

SMSPrognosen über den bevorstehenden Tod der SMS gibt es schon seit Jahren. Doch bisher handelte es sich eben nur um Vorhersagen. Nicht mehr länger. Zahlreiche aktuelle Ereignisse belegen, dass die 160-Zeichen-Nachricht gut 20 Jahre nach ihrem offiziellen Debüt endgültig vor der Ablösung durch IP-basierte Kommunikationsformen steht. In wenigen Jahren dürfte sie zumindest in den Industrienationen vollständig aus der Mobilfunklandschaft verschwunden sein.

Das deutlichstes Indiz für eine derartige Entwicklung liefert eine Untersuchung des britischen Marktforschungsunternehmens Informa. Laut dieser wurden 2012 weltweit erstmals mehr Nachrichten über IP-basierte Chatmessenger verschickt als mittels der klassischen SMS. 19,1 Milliarden “Over-The-Top” Messages (OTT) täglich standen 17,6 Milliarden SMS gegenüber. Für Ende 2013 rechnet Informa mit 41 Milliarden OTT-Nachrichten pro Tag und 19,5 Milliarden versendeten SMS täglich. Das Unternehmen geht demnach zwar noch von einem leichten Anstieg des SMS-Volumens aus, vorrangig getrieben von der zunehmenden Handyverbreitung in Entwicklungsländern, sieht das entscheidende Wachstumspotenzial aber im OTT-Segment, also bei IP-basierten Kurznachrichten. » weiterlesen