Thema: mobile web

 

Alle 187 Artikel zum Thema mobile web auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Mehrwert statt Selbstzweck:
Der steinige Weg des mobilen Bezahlens

Das flächendeckende Bezahlen mit dem Smartphone im Handel bleibt vorläufig eine Zukunftsvision. Der Grund: Der Mehrwert derartiger Verfahren hält sich in Grenzen. Manchmal scheinen sie allein dem Selbstzweck zu dienen.

Mobiles BezahlenAls ich vor einigen Wochen in den USA war, verzichtete ich aus reiner Bequemlichkeit und zur Vermeidung von ATM-Gebühren auf das ständige Abheben von Bargeld und verwendete stattdessen relativ konsequent Kreditkarten. Aufgrund unzähliger Erlebnisse meines Bekanntenkreises mit Kartenbetrügereien versuchte ich zuvor immer, genug Dollarscheine mit mir zu führen, um die Karte stecken lassen zu können. Übertrieben war diese Sorge sicher nicht, ist der Anteil der Kartenbesitzer, die schon einmal Opfer eines Kartenbetrugs wurden, doch nur in Mexiko größer als in den USA. Bei meinem letzten Trip aber siegte der Wunsch nach Komfort – glücklicherweise ohne dass sich dies rächte. Was mich jedoch mehrfach beeindruckte, war die Geschwindigkeit, mit der sich in den meisten US-Geschäften die Kartenzahlungen durchführen lässt. Einmal kurz den Magnetstreifen durch den Kartenreader gezogen, fertig. Keine PIN-Eingabe, und nur ab einer bestimmten Kaufsumme wurde ich um eine Unterschrift gebeten. Im besten Fall dauerte die Kartenzahlung nicht mehr als zwei bis drei Sekunden, schon hatte ich die Quittung in der Hand. Selbst die Barzahlung kann da nicht mithalten. » weiterlesen

WhatsApp rückt Facebook weiter auf die Pelle:
David gegen Goliath

WhatsApp und Facebook befinden sich auf Kollisionskurs. Es ist das klassische David-gegen-Goliath-Szenario.

Facebook vs WhatsAppFür Anwender in Europa und auf einigen anderen Erdteilen kommt es wahrlich nicht überraschend, zu hören, welche Reichweite WhatsApp mittlerweile aufgebaut hat. Die US-Amerikaner hingegen haben den Aufstieg des pressescheuen Dienstes bisher primär von der Seitenlinie beobachtet – trotz der kalifornischen Herkunft – und sind jetzt ganz überrascht, dass selbst Social-Network-Gigant Facebook in der Gunst bestimmter Nutzergruppen hinter die Chat-App zurückfällt.

“Plötzlich sieht WhatsApp nach einer riesigen Bedrohung für Facebook aus”, so titelte Business Insider gestern, und verweist auf eine Reihe von aktuellen, sich als Indiz für diese These eignenden Meldungen. Aus diesen erfahren wir unter anderem, dass die Anwendung des Startups aus Mountain View in Südafrika das dominierende soziale Netzwerk ist und dass auch Israelis völlig auf den Dienst abfahren. » weiterlesen

Digitales Nomadentum im Selbsttest:
Zehn Tage auf Reise ohne einen festen Arbeitsplatz

Kann man Reisen und Arbeiten kombinieren? Bei uns im Selbsttest zeigte sich, dass der Gewinn an Ideen und Erkenntnissen hoch ist, schlechte Erfahrungen sich aber nicht vermeiden lassen.

Büro ist, wo der Laptop ist.

Büro ist, wo der Laptop ist.

Ende August brach ich zu einer zehntätigen Reise quer durch Norddeutschland auf. Urlaub war es allerdings bis auf die Wochenenden nicht – ich wollte unterwegs ganz normal meinem Tagesgeschäft nachgehen. Alles in allem eine gute Erfahrung mit unerwarteten Ergebnissen, bei der mir jedoch auffiel, dass es auf Kleinigkeiten eben doch ankommt.
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Smartphone-Clips:
Instagram, das “Instagram für Video”

Seit drei Wochen kämpfen Vine und Instagram um die Dominanz im Markt für mit Smartphones aufgenommenen Mini-Videos. Vine zieht in diesem Duell vorläufig den Kürzeren.

Vine & InstagramAm 20. Juni kam es zu einem hochspannenden Ereignis: Instagram lancierte eine Videofunktion für seine Foto-App. Facebook reagierte so auf Twitters zu Jahresbeginn veröffentlichte, sehr ähnlich konzipierte Micro-Video-App Vine.

Interessant ist der vor drei Wochen ausgebrochene Kampf der zwei kalifornischen Unternehmen um die Marktführerschaft im Trendsegment kurzer mobiler Smartphone-Videos aus zwei Gründen: » weiterlesen

Veranstaltungen entdecken:
Vamos will jetzt Geld verdienen

Das Berliner Startup Vamos will mit seiner auf Facebook basierenden Entdeckungsplattform für Veranstaltungen endlich Geld verdienen. Begrenzte Ressourcen zwangen das Unternehmen jüngst dazu, seine Android-App einzustellen.

Jedes Mal, wenn ich Freunden oder Bekannten die aus Berlin stammende mobile Event-App Vamos zeige, reagieren sie interessiert bis begeistert. Wenig verwunderlich: Mittlerweile verfügt so gut wie jede auch nur halbwegs ernstzunehmende Veranstaltung über eine entsprechende Seite bei Facebook. Eine Applikation, die diese Events einfach und filterbar durchsuchbar macht, löst hier ein eindeutiges Problem und bedarf keiner sonderlichen Erklärungsarbeit.

Dennoch legt Vamos bei den Userzahlen nicht so stark zu, wie man sich dies angesichts des glasklaren Produktnutzens und der grundsätzlichen Empfänglichkeit von Ausgehfreudigen ausmalen könnte. Das wird daran deutlich, dass Vamos Mitgründer Luis-Daniel Alegría bisher keine Meilensteine in Bezug auf die Nutzerzahlen verkünden möchte. In Startup-Kreisen ist dies ein grundsätzlicher Indikator dafür, dass das jeweils angestrebte Niveau noch nicht erreicht wurde. Ich sprach am Freitag auf einem von Vamos mitorganisierten Startup-Meetup mit Alegría. » weiterlesen

1 bis 100 Euro:
paymy vereinfacht Überweisungen

Das Berliner Startup paymy hat einen Dienst entwickelt, der Geldüberweisungen von Beträgen zwischen 1 und 100 Euro deutlich vereinfacht. Derzeit funktioniert dies für iOS-Geräte und setzt ein Facebook-Konto voraus.

Jeder befindet sich irgendwann in einer Situation, in der man Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern kleine Geldsummen überweisen möchte. Sei es, um den eigenen Anteil an der Restaurantrechnung zu begleichen, sich an einem Geschenk zu beteiligen oder Schulden aus einer verlorenen Wette zu bezahlen. Da es sich um vergleichsweise kleine Beträge handelt, lohnt es sich in solchen Situationen aber nicht, mehr Zeit als notwendig für den Prozess aufzuwenden. Auch erfordern die Sicherheitsroutinen der Banken häufig den Einsatz von Informationen oder Tools, die man gerade nicht zur Hand hat. Mobile Kreditkartenreader oder PayPal sind zwar einfach in der Handhabung, beinhalten aber meist Transaktiongebühren. Viel Spielraum für eine bessere Lösung, dachten sich Ralph Razisberger, Björn Bähre und Michael von Röder, als sie im vergangenen Jahr paymy gründeten. » weiterlesen

Stuffle, Shpock, Osom:
Langsames Heranpirschen der mobilen Kleinanzeigenmärkte

Startups wie Stuffle, Shpock und Osom wollen den Flohmarkt auf das Smartphone bringen. Ihr Aufstieg erfolgt sachte, aber zielstrebig, und wird den etablierten Akteuren der Branche nicht entgehen.

Das Segment mobiler Kleinanzeigenmärkte sollten man in diesem Jahr genauer im Auge behalten. Mit über 30 Millionen Smartphone-Besitzern in Deutschland, gut die Hälfte davon “always on”, existiert ein fruchtbarer Boden für junge Startups, die Nutzern den unkomplizierten, gebührenfreien An- und Verkauf von Kleidung, Einrichtungsgegenständen und Trödel ermöglichen und quasi den Flohmarkt ins Internet bringen. Mit dem deutschen Anbieter Stuffle, dem österreichischen Konkurrenten Shpock und dem schwedischen Angreifer Osom buhlen gleich drei Dienste aus unseren Breitengraden und mit ähnlichem Ansatz um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Ihre Zahlen entwickeln sich nicht schlecht. » weiterlesen

Video für Instagram:
Facebook beweist, dass es Risikobereitschaft nicht verlernt hat

Die Erweiterung von Instagram um Video mag trivial erscheinen. Doch Facebook setzt mit dem Schritt die Popularität eines seiner wichtigsten Assets aufs Spiel. Es ist diese Risikobereitschaft, die das soziale Netzwerk überhaupt erst groß gemacht hat.

instagramvideoAm Ende war es kein Newsreader, den Facebook am Donnerstagabend in San Fancisco präsentierte, sondern eine Videofunktion für Instagram. Auch dabei handelte es sich um keine große Überraschung, Gerüchte zu entsprechenden Plänen kursierten schon seit längerem im Netz. Nun also sind die 130 Millionen aktiven Anwender der Foto-Sharing-App für iPhone und Android in der Lage, bis zu 15 Sekunden lange Videos in ihrem Stream zu publizieren und diese zuvor mit Filtern zu verschönern. Der Begriff “Foto-Sharing-App” verliert damit natürlich seine Gültigkeit.

Mir persönlich gefällt der Vorstoß, auch wenn es sich um eine Nachahmung von Twitters Microvideoapp Vine handelt. Wie vor zwei Tagen erläutert halte ich Vines Sechs-Sekunden-Limit für zu kurz. Ob die von Facebook gewählten 15 Sekunden einen Optimalwert darstellen, oder ob die Mehrzahl der Clips am Ende doch deutlich kürzer ausfällt, wird sich relativ schnell herausstellen. Für die Monetarisierung ist die gewählte Dauer aufgrund ihrer Kompatibilität mit TV-Werbespots eindeutig förderlich. Gut finde ich Video für Instagram auch ganz einfach deshalb, weil ich die App ohnehin gelegentlich nutze und es praktisch ist, Schnappschüsse und Bewegtbilder aus einer Anwendung heraus erstellen und verbreiten zu können. » weiterlesen

Vine:
Twitter macht seine Microvideo-App in wenigen Monaten zum Hit

Innerhalb weniger Monate hat Twitter seine Microvideo-App Vine zum Erfolg gebracht. Dabei lässt sie Wünsche offen.

Als Twitter Anfang des Jahres seine Microvideo-App Vine veröffentlichte, äußerte ich mich kritisch zu dem Vorhaben. Dennoch vermutete ich, dass es dem Internetunternehmen aus San Francisco gelingen würde, viele Anwender in den Bann von Vine zu ziehen – selbst wenn dessen praktischer Nutzen den Idealzustand nicht erreicht. Wie damals beschrieben geht es Twitter mit Vine nicht darum, ein möglichst perfektes Werkzeug zum schnellen Anfertigen und Verbreiten von Smartphone-Clips bereitzustellen. Im Vordergrund steht für die Kalifornier das Erreichen einer emotionalen Bindung der Nutzer und die Schaffung eines Suchtzustandes, um dem Gespann Instagram-Facebook Aufmerksamkeit zu stehlen und den eigenen Lock-in-Effekt zu vestärken. Die Rezeptur dafür unterscheidet sich von der eines bis ins letzte Detail durchdachten Videosharing-Tools. Beleg dafür: Statt die Länge von Clips frei zu gestalten, beschränkt Twitter die Dauer von “Vines” auf maximal sechs Sekunden. Für den Aufnehmenden in vielen Situationen unzureichend, aber besonders in geloopter Form sehr viral. Und das ist Twitters Ziel.

Bereits einige Monate nach dem Debüt muss man Twitter beglückwünschen: Innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit hat der Microbloggingdienst aus San Francisco Vine etablieren können. Die Rechnung ist also aufgegangen. Die App belegt Spitzenplätze in Apples App Store, ist mittlerweile in Tweets präsenter als Instagram, wird von internationalen Promis bevölkert und profitiert von einigen besonders häufig im Web herumgeschickten Vine-Clips wie diesem von den aktuellen Massenprotesten in Brasilien. Journalisten wie der sich gerade in Istanbul aufhaltende Zeit-Korrespondent Lenz Jacobsen verwenden Vine, um schnell visuelle Eindrücke und Randbeobachtungen im Bewegtbildformat zu verbreiten. Obendrein ist mir in Podcasts und Gesprächen bereits mehrfach die Verwendung des App-Titels in Verbform begegnet: “Ich muss das schnell vinen”. Auf Deutsch klingt dies augrund der unmittelbaren tonalen Nähe zum “Weinen” (noch) recht albern, in anderen Sprachen klappt das besser. » weiterlesen

Personalisierung über Facebook:
Xyo will maßgeschneiderte App-Empfehlungen liefern

Smartphone-Nutzer lechzen nach Apps. Xyo aus Berlin will dieses Bedürfnis mit einer personalisierten App-Empfehlungsmaschine bedienen.

Apps! Für viele Konsumenten sind die kleinen Programme der Hauptgrund, um sich überhaupt ein Smartphone zuzulegen. Allein in Deutschland laden sich laut Bitkom 83 Prozent der Besitzer eines Smartphones zumindest gelegentlich Applikationen herunter. Die große Frage lautet nun: Wie kommen Nutzer an Apps? Viel läuft über Word-of-Mouth, also Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Kollegen. Das funktioniert gut bei persönlichen Zusammentreffen, aber weniger, wenn man nicht einander auf die Displays schauen kann. Xyo soll das ändern.

Vor einem Jahr debütierte die intelligente App-Suchmaschine des Berliner Startups. Sie liefert seitdem Empfehlungen zu Apps für die gängigen mobilen Plattformen und rankt diese mittels eines proprietären, die Qualität der Applikationen in den Vordergrund stellenden Algorithmus. Noch fehlte dort allerdings die Personalisierung und der Input von anderen Menschen. Ein Jahr lang haben die Hauptstädter nach eigenen Angaben an einem Verfahren gearbeitet, welches Usern Apps und App-Genres empfehlen kann, die zu ihren tatsächlichen Präferenzen passen. Für sie soll es so einfacher werden, attraktive Anwendungen zu finden, ohne dass sie dazu langwierige Suchen durchführen müssen (zumal App-Nutzer häufig gar nicht wissen, wonach sie suchen sollen). Das Ergebnis liefert personalisierte App-Empfehlungen auf Basis von Facebook-Likes des Users und steht ab sofort für Android, iPhone, iPad und Windows Phone zur Verfügung. » weiterlesen