Thema: mobile web

 

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Rettung per mobiler App und Geoblocking:
Was mich eine verlorene Kreditkarte über Innovation in der Bankwirtschaft lehrte

Eine EC- oder Kreditkarte zu verlieren, ist oft mit erheblichem Ärger verbunden. Doch schon minimale Innovation eines Finanzinstituts kann es Bankkunden in einer solchen Situation deutlich einfacher machen.

Kreditkarte verlorenVor einigen Wochen stand ich an der Bar eines Clubs in San Francisco und wollte gerade Getränke bestellen. Doch beim Griff in mein Portemonnaie stellte ich bestürzt fest: Meine Kreditkarte war weg! Wer schon einmal Wertgegenstände verloren hat, kann sich wahrscheinlich gut in meine damalige Gefühlslage hineinversetzen. Auf den ersten Schock folgte ein ruckartiges, mehrfach wiederholtes Abtasten aller Taschen und ein doppeltes und dreifaches Durchsuchen des Portemonnaies. Fehlanzeige. Mir wurde klar, dass ich die Karte entweder bei der vorherigen Bestellung an der Bar vergessen oder danach beim Herumlaufen verloren haben muss. Ein Nachfragen beim Personal sowie ein Absuchen des Bodens blieben ohne Erfolg. Je näher die Erkenntnis rückte, dass die Karte tatsächlich verloren war, desto schlechter wurde meine Laune. Doch dann, plötzlich, erhellte sich meine Stimmung wieder. » weiterlesen

Nach drei Wochen im täglichen Einsatz:
Facebooks seelenlose Paper-App

Auf den ersten Blick wirkt Facebooks neue mobile App Paper wie ein Siegertyp. Doch bei längerer Nutzung zeigt sich: Der Anwendung fehlt eine Persönlichkeit.

PaperAls Facebook Anfang Februar seine mit Spannung erwartete mobile iPhone-App Paper für Nutzer mit einem US-App-Store-Konto freischaltete, unterzog ich die Anwendung sofort einem ersten Test. Und weil der erste Eindruck positiv war, entschloss ich mich, für einige Zeit ganz auf den Einsatz von Facebooks bisheriger App zu verzichten und stattdessen Paper zu verwenden. Damit mir die Gewohnheit keinen Strich durch die Rechnung machen würde, platzierte ich Papers App-Icon an der Stelle auf meinem Smartphone, an der zuvor Facebook zu finden war. Heute, genau drei Wochen, nachdem ich Paper zu meinem primären Tool für den Zugriff auf meinen Facebook-Newsfeed auserkor, möchte ich ein Fazit ziehen. Es fällt weniger lobend aus, als ich dies zum Debüt der App vermutet hätte. » weiterlesen

TV-App dailyme:
Das Startup, das von Funklöchern profitiert

Fünf Millionen Nutzer im DACH-Raum hat der Berliner TV-Dienst dailyme, 500.000 nutzen ihn regelmäßig. Das Geheimnis des 2008 gegründeten Startups: Es macht nur eine Sache, die aber gut und zuverlässig. Und es profitert von schlechten mobilen Datenverbindungen.

DailymeÜber manche Startups und Apps spricht und schreibt jeder, trotzdem nutzen sie wenige. Andere sind in der Presse eher selten vertreten, entwickeln sich aber prächtig. Der 2008 in Berlin gegründete Dienst dailyme fällt zweifellos in die letztgenannte Kategorie. Unbeirrt vom Rampenlicht und Glamour vieler benachbarter Internetfirmen feilt das Startup zielstrebig an seiner mobilen, kostenfreien TV-App für iPhone, Android und Windows Phone. Und damit fährt es ziemlich gut. » weiterlesen

Ein erster Blick auf Facebooks neue App:
Paper ist keine Nachrichten-App, sondern Facebook für die mobile Generation

Facebook hat in den USA seine neue iPhone-App Paper veröffentlicht. Sie befördert nicht nur Nachrichteninhalte ins Rampenlicht, sondern liefert alle wichtigen Funktionen des sozialen Netzwerks – ernsthaft optimiert für das mobile Zeitalter.

Pünktlich zum zehnten Geburtstag und gemäß Ankündigung aus der vergangenen Woche hat Facebook am Montagabend seine iOS-Applikation Paper veröffentlicht. Vorerst steht diese allerdings nur für Nutzer mit einem US-amerikanischen App Store-Konto zum Download bereit.

Ich möchte mit einer Klarstellung beginnen, was Paper nicht ist, nämlich eine reine Nachrichten-App beziehungsweise ein Newsreader. Stattdessen handelt es sich bei Paper um eine alternative mobile Benutzeroberfläche für das soziale Netzwerk, abzüglich einiger einst für die Browser-Version von facebook.com konzipierter Elemente, die nicht hinterfragt ihren Weg in die herkömmliche mobile App fanden. Funktionen, die auf den relativ kleinen Smartphone-Bildschirmen eher Ballast darstellen. » weiterlesen

Publishing auf dem iPhone und iPad:
Jimdo erlaubt das Bloggen von unterwegs, will aber nicht Tumblr bedrängen

Jimdo ergänzt seine iOS-App um eine Funktion zum Bloggen von unterwegs. Das profitable Unternehmen aus Hamburg betont jedoch, damit nicht Minibloggingdiensten wie Tumblr in die Quere kommen zu wollen.

JimdoApps verdrängen Websites, zumindest was die Nutzung von mobilen Geräten aus angeht. Auch soziale Netzwerke und neuartige, magazinartige Publishingplattformen wie Medium veranlassen User dazu, private Onlinepräsenzen unter eigener Domain links zu lassen. Doch beunruhigen können diese oft in den Netzmedien skizzierten Trends Matthias Henze, einen der drei Macher des Hamburger Homepagebaukastens Jimdo, gar nicht. Genau genommen sieht er die Entwicklung eher positiv: Social Networks und andere Onlineplattformen steigern seiner Ansicht nach sogar den Bedarf an einem zentralen Identifkationsplatz im Netz, den User selbst kontrollieren. Und die Appifizierung des mobilen Webs hätten er seine Teamkollegen zwar auf dem Schirm, sehen aber keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Der Großteil der Betreiber von Jimdo Pages – Privatpersonen sowie kleine und mittelgroße Unternehmen – würden wenig von einer nativen App profitieren, ist Henze überzeugt.

Worauf Jimdo natürlich reagiert, ist die Verlagerung der Webnutzung von stationären Rechnern hin zu mobilen Geräten. Optimiert sind Jimdo-Sites für diese schon länger. Seit August können Präsenzen nicht nur direkt vom iPhone sondern auch mit dem iPad administriert und aktualisiert werden. 250.000 Mal wurde die Anwendung seitdem heruntergeladen. Heute erweitert Jimdo die iOS-App um eine essentielle Funktion, nämlich ein Blogwerkzeug. » weiterlesen

iOS-App “Express”:
Tape.tv läutet nach dem Kauf von Amen das mobile Zeitalter ein

Das Team des im Sommer übernommenen Startups Amen hat bei Tape.tv die Aufgabe erhalten, den Berliner Musikvideo-Dienst ins mobile Zeitalter zu befördern. Das erste Resultat dieser Arbeit ist eine iOS-App namens Tape.tv Express.

Tape.tv ExpressVor rund einem halben Jahr übernahm der Berliner Musikvideo-Anbieter Tape.tv, eine Art “MTV fürs Netz”, die in der Szene viel diskutierte Meinungsplattform Amen. Während Amen sich nicht durchsetzen konnte, sollen dessen Chef Felix Petersen sowie einige seiner Kollegen Tape.tv nun dabei helfen, den Videodienst in die mobile Ära zu befördern. Den Hauptstädtern fehlten bislang ernstzunehmende Apps (mit Ausnahme einer auf einige Geräte begrenzten Android-Anwendung). Tape.tv und Amen würden sich ideal ergänzen, so Petersen einst im Interview mit der WirtschaftsWoche: Tape.tv kenne sich mit Content aus, Amen habe das Web-Produktdenken.

Jetzt zeigen die Berliner die ersten Früchte der gemeinsamen Arbeit: Tape.tv Express nennt sich die neue, vorläufig nur für iOS 7-Geräte angebotene App, die den Musikvideo-Service in eine an mobile Nutzungsmuster angepasste Version verwandelt. Erstmals bietet Tape.tv damit eine native App für iPhone und iPad an. » weiterlesen

Mobiler Einkaufsbegleiter:
Stocard will mehr, als nur Kundenkarten zu ersetzen

Die App des Ludwigshafener Startups Stocard wurde mittlerweile mehr als zwei Millionen Mal heruntergeladen. Die Gründer wollen den Dienst zu einem mobilen Einkaufsbegleiter ausbauen.

StocardSeit dem Sommer 2011 arbeiten die Macher des Ludwigshafener Startups Stocard an einem großen Ziel: Die Milliarden im Umlauf befindlichen Kundenkarten auf diesem Planeten aufs Smartphone zu bringen. Und bislang läuft es für die drei Gründer David Handlos, Björn Goß und Florian Barth sowie ihr Team auch ziemlich gut: Das Unternehmen, das von dem Trio noch während des Studiums gegründet wurde, hat gerade die Marke von zwei Millionen Nutzern durchbrochen. Diese haben ihre Geldbörsen um mehr als zehn Millionen Plastikkarten erleichtert. Mehrere zehntausend Menschen laden sich pro Woche die App herunter. Wieviele User Stocard aktiv verwenden, verrät das Startup nicht.

Stocards für iPhone und Android angebotene App steht bislang in zehn Ländern zur Verfügung (Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritanien, Irland, Italien, Spanien, Kanada, Australien und Neuseeland verfügbar) – und ist laut Aussage von Marketingchef Timo Koch Marktführer in sämtlichen dieser Regionen, was die Zahl der Downloads angeht. Nach Ansicht von Koch kein Wunder, da keiner der Wettbewerber mit der Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit von Stocard konkurrieren könne. Im deutschsprachigen Raum bieten unter anderem bonusmagnet und mobile-pocket ähnliche Dienste an. » weiterlesen

Onlinepräsenzen gehen verloren:
Die mobile Revolution und das vergessliche Web

Tablets und Smartphones verdrängen den PC, Apps übernehmen die Rolle von Websites. Das Web wird dadurch vergesslich.

404Es gibt keine Zweifel mehr: Die Post-PC-Ära ist Realität, Desktops und Notebooks werden in vielen Haushalten von mobilen Geräten, also Smartphones und Tablets, abgelöst. Die Verkaufszahlen spiegeln dies wider: 2013 war das bislang schlechteste Jahr für die PC-Hersteller, der Markt schrumpfte um zehn Prozent. Gleichzeitig wächst das Mobile-Segment stark. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Verkäufe von Tablets die herkömmlicher PCs übertrumpfen werden. Auf Jahresbasis erwartet IDC dies für 2015, auch wenn sich beide Kategorien bereits im Weihnachtsquartal 2013 ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten.

Diese wegweisende Entwicklung hat weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem und alle an diesem partizipierende Parteien. Eine der offensichtlichsten Veränderungen ist die Abkehr vom browserbasierten Web zugunsten der Verwendung nativer Applikationen. Ein Trend, den HTML5 trotz tatkräftiger moralischer Unterstützung durch Advokaten eines offenen Webs nicht aufhalten konnte. Im April ergab eine Analyse, dass Amerikaner sich während der Nutzung mobiler Geräte zu 80 Prozent den Apps widmen und nur zu 20 Prozent dem browserbasierten Internet. Ein anderer Bericht offenbarte, dass 85 Prozent der Konsumenten native Apps mobilen, im Browser aufzurufenden Anwendungen vorziehen. Und weil das Angebot der Nachfrage folgt, können User aus einer stetig wachsenden Zahl an Apps wählen. Allein in Apples App Store und Googles Play Store stehen mittlerweile jeweils mehr als eine Millionen Applikationen zum Download bereit. Die Schattenseite dieses Prozesses: Das browserbasierte Internet – also das, wovon in den vergangenen 20 Jahren die Rede war, wenn vom “Web” gesprochen wurde, lässt bedenkliche Auflösungserscheinungen erahnen. » weiterlesen

Repräsentative Studie:
Besitzer von iPad- und Android-Tablets ticken unterschiedlich

27 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland nennen mittlerweile einen Tablet-PC ihr Eigen, die Hälfte davon ein iPad. Eine Untersuchung von Fittkau & Maaß zeigt, in welchen Punkten sich die Besitzer von Apples Tablet von denen von Android- und Windows-Geräten unterscheiden.

Die rege Kommentardiskussion mit knapp 100 Beiträgen zu meinem Artikel “Warum ich ein dummes iOS einem smarten Android vorziehe” hat gezeigt, dass es bei der Gegenüberstellung der zwei Betriebssysteme schnell zu emotionalen Reaktionen kommt. Hartgesottenen Android-Fans, die iOS bereits kurz vor dem Ende sehen, und Eric Schmidt, werden die Ergebnisse einer internet-repräsentativen Untersuchung der Marktforscher von Fittkau & Maaß vermutlich nicht schmecken. Nach dieser sind Besitzer von iPads nämlich im Vergleich zu Inhabern von Geräten mit Android und Windows gebildeter, mehr auf ihr äußeres Erscheinungsbild bedacht, wohlhabender und aktiver im Netz.

Für seinen aktuellen Mobile-Commerce-Bericht hat das Unternehmen 62.781 Internet-Nutzer aus Deutschland zu ihrem mobilen Einkaufsverhalten befragt. In einem aktuellen Blogbeitrag veröffentlicht es einige der Ergebnisse und fokussiert sich dabei auf die Unterschiede zwischen Besitzern von iPads und anderen Tablets. Folgende Erkenntnisse treten dabei unter anderem zu Tage: » weiterlesen

Mobiler Medienmarkt:
Wachstumspfad und Sackgasse

Die mobile Nutzung des Internets nimmt immer weiter zu. Damit steigen auch die Hoffnungen von Print- & TV-Managern auf neue Erlösquellen. Aber sind diese Hoffnungen berechtigt?

Second Screen

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Buch “Der digitale Tsunami – Das Innovators Dilemma der traditionellen Medienunternehmen“ von Nicolas Clasen.

Die mobile Nutzung des Internets nimmt stark zu und setzt die etablierten Medienunternehmen unter Druck. Doch um diese Entwicklung zu verstehen, ist es zunächst wichtig, die mobile Nutzung des Internet nach verschiedenen Endgeräten zu unterscheiden: Während Tablets vorwiegend zu Hause genutzt werden, sind Smartphones unterwegs im Einsatz. Die Nutzung von Smartphones zeichnet sich durch einen besonders hohen Engagement-Faktor und eine deutliche Lean-Forward-Nutzung aus. » weiterlesen