Thema: mobile web

 

Alle 187 Artikel zum Thema mobile web auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Kommunizieren über Fotos und Videos:
Ashton Kutcher erwärmt sich für Berliner Geek-App Taptalk

Hollywood-Schauspieler Ashton Kutcher empfiehlt in einem Tweet die Berliner Foto- und Video-App Taptalk. Ob ehrlich und spontan oder mit Hintergedanken – dem Dienst mit seiner bislang eher homogen wirkenden Nutzerschaft kann das nur gut tun.

Kinder haben Lego. Erwachsene Protagonisten der Internet- und Startup-Szene haben mobile Apps. Sie sind ihr Spielzeug, dem sie sich neugierig wimen und von dem sie hoffen, dass viele andere Ihresgleichen ebenso an ihm Gefallen finden. So fing Twitter an, so fing Foursquare an. In Kreisen hiesiger Netzmenschen besitzt derzeit Taptalk den Status des neuesten Spielzeugs. Eine private, “selbstzerstörerische” Foto- und Video-App nicht unähnlich dem US-Teenie-Hit Snapchat. Parallelen zwischen Taptalk und Facebooks Snapchat-Klon Slingshot existieren ebenso, allerdings nicht in dem Maße, wie es ursprünglich berichtet wurde.

Wozu man Taptalk in Anbetracht der Vielzahl von Sharing- und Kommunikations-Apps mittelfristig einsetzen sollte, darauf gibt es noch keine überzeugende Antwort. Momentan scheint es primär darum zu gehen, anderen Szene-Köpfen zu signalisieren, dass man ebenfalls Taptalk ausprobiert. In meiner Taptalk-Kontaktliste befinden sich ausschließlich Personen, die ich aus der Webbranche kenne. Von meinen “privaten” Bekannten hat noch niemand die App des Berliner Startups für sich entdeckt. » weiterlesen

Aufmerksamkeitsökonomie:
Smartphone-Nutzer verbringen mehr Zeit mit Apps – aber nicht mit mehr Apps

Eine frische Nielsen-Statistik zeigt: Smartphone-Nutzer verbringen zwar immer mehr Zeit mit Apps, erhöhen aber die Zahl der pro Monat verwendeten Applikationen kaum. Schlechte Nachrichten für Entwickler und Startups.

Die Problematik, dass es für an Endnutzer gerichtete Startups immer schwieriger wird, es bei Usern in die Liste der regelmäßig eingesetzten Dienste zu schaffen, wurde bei uns schon häufiger thematisiert. Verantwortlich für diese Entwicklung sind verschiedene Faktoren, darunter die große Konkurrenz, die niedrigen Einstiegsbarrieren für die Schaffung neuer Services sowie natürlich der Aufstieg des mobilen Webs. Damit verschwinden die alten Multitasking-Mechanismen der Desktop-Ära. Auf mobilen Geräten ist es deutlich schwieriger, unterschiedlichen Anwendungen parallel Aufmerksamkeit einzuräumen. Meist fokussieren sich Benutzer jeweils auf eine einzige App.

Eine Erhebung der Marktforscher von Nielsen liefert nun bemerkenswerte Zahlen, die zeigen, wie schwerwiegend diese Situation eigentlich ist: Demnach verbrachten US-amerikanische Besitzer von iOS- und Android-Smartphones im vierten Quartal 2013 pro Monat 30 Stunden und 15 Minuten mit der Nutzung von Apps. Das waren 65 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2011. Damals kamen Apps durchschnittlich nur auf 18 Stunden und 18 Minuten monatliche Einsatzdauer. » weiterlesen

Deep Links:
Apps lernen, miteinander zu sprechen

Lange Zeit gab es zwischen einzelnen mobilen Apps wenig Interaktion. Doch der Trend zum Entbündeln sowie die Werbe-Interessen der Netzriesen sorgen dafür, dass Apps das direkte Verlinken erlernen.

LinkingWer die in der vergangenen Woche von Foursquare veröffentlichte neue App Swarm auf dem Smartphone installiert und für die Original-Foursquare-Anwendung die Verknüpfung zu der neuen Applikation zugelassen hat, wird feststellen, dass beide Programme eng miteinander verflochten sind. Das zeigt sich darin, dass User der Swarm-App, wenn sie das Profil zu einem bestimmten Ort oder Platz einsehen möchten, von Swarm direkt zur Profilseite in Foursquare geschickt werden. Swarm schließt sich, Foursquare öffnet sich. Möchte man dann von Foursquare aus irgendwo “einchecken” und betätigt das entsprechende Icon, wird man umgehend zurück zu Swarm befördert.

Ähnliche Mechanismen lassen sich bei immer mehr mobilen Applikationen beobachten. Um ein in der Google Drive-App für iOS aufgelistetes Office-Dokument zu bearbeiten, schickt einen das iPhone seit kurzem zur neu lancierten Google Docs-App. Wer in Facebooks App eine Chatnachricht an Freunde versenden möchte, landet nach dem Betätigen des entsprechenden Menüpunkts in der Messenger-App – und zwar direkt im Mitteilungsbereich der jeweiligen Person. Was ich hier beschreibe, nennt sich “Deep Linking”, und es entwickelt sich gerade zu einer neuen Konvention im mobilen Web. Angetrieben wird das Phänomen von zwei Trends: der Entbündelung nutzerstarker Anwendungen sowie Initiativen der führenden Netzkonzerne, um das bis dato anders als HTTP-Links nicht einheitlich standardisierte Direktverlinken spezifischer “Seiten” einer App für Programmierer zu vereinfachen. » weiterlesen

Tinder:
Kennenlern-App mit vorgezeichnetem Erfolgspfad

Noch findet man die in Deutschland beheimateten User der US-amerikanischen Kennenlern-App Tinder vor allem in Großstädten. Doch wohin die Reise für das noch sehr junge Startup gehen kann, ist nicht schwer zu erahnen.

TinderWenn man sich ein paar Tage in Berliner Internet- und Tech-Kreisen aufhält, fällt früher oder später der Name Tinder. Beobachtet man ein wenig, sieht man auch gelegentlich Menschen, die auf ihrem Smartphone mit flinken “Swipes” nach links oder rechts andere date-willige Tinder-Nutzer aussortieren oder in die engere Wahl einbeziehen. Das ist recht beachtlich, bedenkt man, dass das vor anderthalb Jahren in Los Angeles gegründete Kennenlern-Startup bislang in Europa noch nicht auf die große Pauke gehauen hat. Allerdings gab das Unternehmen, das mit 500 Millionen Dollar bewertet wird, bereits vor einem Jahr Expansionspläne bekannt. Und bei LinkedIn findet sich zumindest ein hierzulande präsenter “Brand Manager” der Firma. » weiterlesen

Mobile Kleinanzeigenmärkte Stuffle und Shpock:
Warum mir die Wahl leicht fällt…

Wenn zwei Apps nahezu identische Funktionen bieten und das gleiche Problem lösen, können sie sich für Nutzer störende Fehler absolut nicht leisten. Bei den mobilen Kleinanzeigenmärkten Stuffle und Shpock fiel mir die Wahl daher leicht.

Shpock & StuffleIm deutschsprachigen Raum gibt es zwei ernstzunehmende mobile Kleinanzeigenmärkte, die auch hier ihren Sitz haben: Stuffle aus Hamburg und Shpock aus Wien. Bislang hatte ich noch nie Bedarf, diese Dienste, die das unkomplizierte, zeitsparende Verkaufen von Kleidung, Gadgets oder anderen Gegenständen per Smartphone ermöglichen, in der Praxis einzusetzen. Doch das änderte sich kürzlich, als ich für eine gebrauchte Stereoanlage aus den frühen 90ern einen Abnehmer suchte. Warum nicht einmal ausprobieren, ob die “mobilen Flohmärkte” tatsächlich etwas taugen, dachte ich mir.

Also lud ich mir beide irgendwann einmal für netzwertig.com getesteten, dann aber mangels aktiven Einsatzes gelöschten Apps auf mein iPhone herunter und machte mich daran, ein Inserat für meine Technics-Hifi-Anlage zu kreieren. Ich begann mit Stuffle, ganz einfach weil das Startup aus Norddeutschland zuerst da war und Shpock sich zu seinem Debüt stark von der App aus Hamburg inspirieren ließ. Doch weit kam ich nicht. » weiterlesen

Das große Entbündeln:
Für jeden Zweck eine eigene App

Social Networks und Clouddienste wie Facebook, Dropbox, LinkedIn und Twitter ändern unisono ihre Strategie und beginnen damit, für besondere Einsatzszenarien separate Apps bereitzustellen. Die Spielregeln des Ökosystems werden neu geschrieben.

AppsDie Webwirtschaft ist trotz aller vorgezeichneten Pfade immer noch für handfeste Überraschungen gut. Was sich gerade rund um die führenden sozialen Netzwerke und an Endkonsumenten gerichteten Clouddienste abspielt, hat vor zwei Jahren wohl niemand geahnt: Anstatt dass sie immer mehr Dienste unter einem Dach vereinen, setzen sie auf die große Entbündelung. Die Devise lautet nicht länger “eine Anwendung für alles”, sondern “für jeden Service eine eigene App”.

Facebook machte den Anfang und bietet mittlerweile neben der Haupt-App verschiedene Special-Interest-Anwendungen, von Instagram und WhatsApp über Paper bis Messenger. Wie ernst es CEO Mark Zuckerberg mit der Multi-App-Strategie ist, zeigt der Plan, die Chatfunktion komplett aus der Original-Applikation zu entfernen. Auch der Cloudpoinier Dropbox verfolgt den Ansatz verschiedener, durch eine einheitliche Nutzerverwaltung zusammengehaltener Apps, die jeweils für ein bestimmtes Anwendungsszenario die beste User Experience bieten sollen. LinkedIn sieht ebenfalls viel Potenzial darin, bestimmte Services auszulagern. Mit Pulse, LinkedIn Contacts und Cardmunch bietet das Geschäftsnetzwerk bereits einige Standalone-Apps. Ein bis zwei weitere sollen 2014 folgen. Selbst Twitter folgt dem Trend – mit Vine betreibt der Microblogginganbieter eine Video-App. Zudem versuchte er sich an einer eigenen Musik-App – diese allerdings wurde wegen ausbleibendem Erfolg schon wieder eingestellt. Aber es dürfte nicht lange dauern, bis der Zwitscherdienst die nächste separate App veröffentlicht. Twitter News vielleicht?! » weiterlesen

Bedrohung oder nicht:
Warum es sinnvoll ist, sich über den Niedergang des mobilen Webs Sorgen zu machen

Ist die Popularität mobiler Apps und das parallele Desinteresse für mobile Websites langfristig eine Bedrohung für das freie Internet oder nicht? Egal welche Position man in dieser Debatte vertritt, empfiehlt es sich, potenzielle Gefahren anzuerkennen. Denn ausnahmsweise haben Optimisten nichts zu gewinnen.

AppsDer bekannte Entrepreneur und Investor Chris Dixon hat mit einem Beitrag über den Niedergang des mobilen Webs im Zuge der Dominanz nativer Apps eine Debatte ausgelöst, an der sich diverse Meinungsmacher und Beobachter mal mit Zustimmung, mal Widerspruch beteiligen. Während sich die Diskussion teilweise um Semantik dreht, etwa was überhaupt als “mobiles Web” zu verstehen sei, steckt dahinter eine wichtige Frage, nämlich was passieren würde, sollte die Nutzung des Internets nur noch über von Gatekeepern kontrollierte native Applikationen erfolgen. Die aktuellen Nutzungsmuster deuten klar auf einen solchen Trend hin, dürfen allerdings nicht überbewertet werden, solange jeder Besitzer eines mobilen Geräts uneingeschränkten Zugriff auf das browserbasierte Web hat. Was die Optimisten meiner Meinung nach aber überschätzen, ist die Beständigkeit des aktuellen, eine Wahlmöglichkeit zwischen browserbasierten Websites und nativen Apps beinhaltenden Szenarios. » weiterlesen

Mesh-Netzwerke:
FireChat macht Hoffnung auf ein “neues” Internet

Die neue iPhone-App FireChat führt eine Funktion vor, die unter iOS-Apps den kettenartigen Datenaustausch von Endgerät zu Endgerät gestattet. Von intensiver Netzzensur Gebrauch machende und überwachende Staaten könnten bald Grund zum Zittern haben.

FireChatEine spannende Chat-App für das iPhone namens FireChat macht gerade die Runde im Netz. Interessant ist das Projekt des kalifornischen Startups Open Garden nicht aufgrund der momentan spärlichen Funktionalität, sondern im Hinblick auf die zum Einsatz kommende Technologie. Die kostenfreie Anwendung macht sich ein neues, mit iOS 7 eingeführtes Merkmal namens Multipeer Connectivity Framework zunutze, das die direkte Kommunikation zwischen Endgeräten ohne vorhandene Internetverbindung oder zentrale Server ermöglicht.

Das Ergebnis sind sogenannte Mesh-Netzwerke, die Interaktion und Datenaustausch zwischen Individuen erlauben, selbst wenn keine aktive Verbindung zu einem Netzknotenpunkt existiert. Es genügt, den WLAN- und Bluetooth-Sensor einzuschalten, um Smartphone oder Tablet mit einem in der Nähe befindlichen Gerät in Kontakt zu bringen. Im Idealfall, wenn genug Endgeräte innerhalb einer Mesh-Kette aktiv sind, können Informationen so über enorme Distanzen ausgetauscht werden, ohne dabei nur ein Kilobyte durch die Leitungen der Internetzugangsprovider geschickt zu haben. » weiterlesen

Wegweisendes Experiment:
Hier kommt Kutsuplus, der smarte On-Demand-Bus

Die Verkehrsbetriebe in Helsinki haben einen Busdienst gestartet, der das herkömmliche Fahrplansystem hinter sich lässt und stattdessen wie ein persönlicher On-Demand-Transportservice à la Uber funktioniert. Das Pilotprojekt gibt einen Vorgeschmack auf die Zukunft des öffentlichen Personennahverkehrs im mobilen Zeitalter.

Kutsuplus Wenn der Erfolg von On-Demand-Transportdiensten wie Uber oder MyTaxi etwas zeigt, dann, dass Menschen ein großes Interesse an bequemer, smarter Mobilität haben. Doch dummerweise sind Limousinendienste und (intelligente) Taxiangebote als dauerhaftes Fortbewegungsmittel für die breite Masse zu teuer (auch wenn Wundercar das ändern möchte). Zudem ist es schlicht ineffizient und aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten fragwürdig, wenn eine Vielzahl von Personen zum selben Zeitpunkt die gleichen Strecken befährt, das jedoch in unterschiedlichen, jeweils Abgase verursachenden und die Straßen verstopfenden Fahrzeugen.

Es stellt sich daher die Frage, ob sich die Stärken internetgetriebener On-Demand-Beförderungsdienste mit den Vorzügen des öffentlichen Personennahverkehrs kombinieren lassen. Denn Busse und Bahnen lösen das soeben beschriebene Effizienzproblem bekanntlich mit Erfolg seit über einem Jahrhundert, zwingen Fahrgäste jedoch zu Kompromissen bei Komfort und Flexibilität. Zumindest in Helsinki lautet die Antwort: Ja! Dort ist ein Hybrid aus Uber und Linienbus seit dem vergangenen Jahr Realität. » weiterlesen

Familonet:
Foursquare für die Familie

Wenn Eltern ihre Kinder aus übertriebener Sorge mit Anrufen oder SMS nerven, dann ist das kein idealer Zustand. Das aus Hamburg stammende Startup Familonet glaubt, einen besseren Ansatz gefunden zu haben, um einen virtuellen Kontakt zwischen Familienangehörigen zu ermöglichen.

FamilonetDer Markt der sozialen Netzwerke ist heute weitgehend unter den internationalen Webgiganten aufgeteilt. Nur in der Nische sowie für ganz spezielle Nutzungsszenarien erscheint es noch lohnenswert, neue Startups in diesem Segment anzusiedeln (was natürlich nicht heißt, dass es nie wieder einen Newcomer geben wird, der die Etablierten unter Druck setzt – siehe WhatsApp). Das aus Hamburg stammende Startup Familonet hat genau diesen Weg gewählt und ein mobiles Netzwerk für Familienmitglieder entwickelt.

Die Gründer Hauke Windmüller, Michael Asshauer und David Nellessen verzichten bei ihrem seit September für iPhone und Android angebotenen Service aber darauf, sämtliche der von Facebook und Konsorten bekannten Funktionen anzubieten und für die Kommunikation im kleinen persönlichen Kreis zu optimieren. Stattdessen fokussiert sich Familonet auf einen ganz klaren Einsatzzweck: Die App soll es Angehörigen (und nur denen) einfach machen, einander den aktuellen Standort mitzuteilen. » weiterlesen