Alle 39 Artikel zum Thema Microblogging auf netzwertig.com:
Manchmal muss man einfach ein wenig Selbstbeweihräucherung betreiben. Heute ist so ein Tag. Nach weniger als vier Monaten im Netz hat zweinull.cc heute bei Technorati die Authority 100 erreicht. Das bedeutet, dass 100 verschiedene von Technorati erfasste Blogs zu zweinull.cc verlinken. Ein Resultat, mit dem mein Blog-Kollege Michael und ich nicht gerechnet hätten, als wir am 15. März den ersten Eintrag veröffentlichten. Zeit, dass wir uns bei allen bedanken, die zu diesem Blog verlinken. Die Nummer 100 war übrigens Der NeubibergBlog. Der Dank geht außerdem an alle Leser und RSS-Abonnenten. Wir hoffen, dass Ihr uns auch weiterhin treu bleibt und freuen uns stets über konstruktives Feedback, Verbesserungsvorschläge, Themenwünsche, Newstipps etc. » weiterlesen
Deutsche Internet-Startups haben es nicht leicht. Nach einem kurzen Echo in der Blogosphäre, das Interessierte auf einer neuen Seite vorbeischauen lässt, müssen sich die meisten neuen Webangebote danach aus eigener Kraft entwickeln. Nur studiVZ hat es geschafft, durch Skandälchen und PR-Coups dauerhaft im Gespräch zu bleiben. Entsprechend schnell wuchsen die Nutzerzahlen. Die wenigsten anderen Dienste erreichen eine solche Medienpräsenz. Um deutsche Vorzeigeprojekte wie Xing, Mister Wong oder Qype blieb es ruhiger. Entsprechend langsam stiegen die Nutzerzahlen. Xing (früher OpenBC) brauchte immerhin vier Jahre, um die heutigen 2+ Millionen User zu gewinnen. In den USA sieht es dagegen ganz anders aus. » weiterlesen
Aktualisiert um 16:30
Die in der vergangenen Woche bei eBay gestartete Versteigerung des deutschen Twitter-Klons dukudu.de ist beendet. Der nur einen Monat im Netz befindliche Dienst ging für 43.208 Euro über den virtuellen Ladentisch. Der eBay-Name des Käufers wurde nicht veröffentlicht. Laut deutsche-startups ist der Käufer die allesklar.com AG. Mittlerweile wurde dies vom Unternehmen mit einer Pressemitteilung bestätigt. Die allesklar.com AG betreibt unter anderem das Städteportal meinestadt.de. Die Auktion hatte für Aufsehen gesorgt, da dukudu.de sich wie die meisten anderen deutschen “Was machst Du”-Plattformen nie im Netz etablieren konnte und die von den Betreibern angegebenen 25.000 Euro Entwicklungskosten unangmessen hoch erschienen.
Selbst wenn die allesklar.com AG dukudu.de mit intensiver Bewerbung zu einem erfolgreichen Angbot aufbauen sollte – das hätte man auch billiger haben können. Zumal das Medienecho über die Blogsphäre nicht hinaus gekommen und lediglich temporär ist. Dukudu.de fängt bei Null an. Gratulieren muss man den Gründern der Seite. Sie haben mit der zirka zehnten deutschen Twitter-Kopie auf intelligente Weise Werte geschaffen. Möglicherweise verwenden sie ja jetzt dieses Kapital für eine sinnvolle Gründung.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Der erst vor wenigen Wochen gestartete Twitter-Klon dukudu.de steht bei eBay zum Verkauf. Diese Nachricht allein ist wenig verwunderlich. Dass nicht alle der mittlerweile mutmaßlich zehn in Deutschland existierenden “Was machst Du”-Plattformen überleben können, daran besteht kein Zweifel. Beachtlich hingegen ist der Preis für das Projekt, der bereits jetzt – sechs Tage vor Ende der Auktion, bei 7550 Euro liegt. Es ist nicht abzusehen, in welche Sphären sich die Gebote noch bewegen werden.
Da es dukudu.de nicht mal einen Monat im Netz ausgehalten hat, konnte weder eine Markenbekanntheit noch eine große Zahl von eingehenden Links aufgebaut werden. Das Angebot hat unzählige Konkurrenten (Frazr, texteln, faybl, 1you, wamadu, dasbeep, Baluuu, sloggen) und der Unternehmensblog klägliche drei Einträge. Google gibt der Domain dukudu.de einen PageRank von 2. Die Suche nach ihr ergibt 2600 Resultate. Auch die 14 Bookmarks bei del.icio.us und die 42 Links bei Technorati können wenig beeindrucken. Der Domainname als solches ist einem erfolgreichen Webangebot wenig dienlich und kann sehr leicht verwechselt werden. » weiterlesen
Das viele erfolgreiche Web-2.0-Projekte in Deutschland ihre Vorbilder in den USA haben, ist für alle am Internetgeschehen interessierten Nutzer hier zu Lande keine Neuigkeit mehr. Doch nun wird darüber auch auf der anderen Seite des Atlantiks diskutiert. Erst vor einigen Tagen veröffentlichte Mashable eine Liste der sieben dreistesten Web-2.0-Kopien, auf der drei deutsche Dienste zu finden waren (Frazr, StudiVZ und wamadu). Gestern widmete sich mit Techcrunch dann auch der wohl bekannteste Internet- und Web-2.0-Blog in den USA dem Thema. Die Kernaussage: Deutschland befindet sich in mitten eines Internet-Hypes, deren schillernde Hauptdarsteller Webangebote sind, die sich ihre Ideen zum großen Teil bei US-amerikanischen Vorbildern geholt haben.
Auch wenn es keine große Ehre für Deutschland ist, statt als Innovator als Nachahmer wahrgenommen zu werden, so hat die aktuelle Diskussion dennoch etwas Gutes: Zum ersten Mal überhaupt erfahren deutsche Websites eine so große Beachtung in den USA. Auch wird zwar über einen gewissen Drang zum Nachahmen geschrieben, doch gleichzeitig drauf hingewiesen, dass viele der vermeintlichen “Kopien” ihre Sache richtig gut machen. Allein die Tatsache, dass die von Techcrunch geplante Reihe über die Internetentwicklung in verschiedenen Regionen der Welt mit Deutschland startet, zeigt die Bedeutung, die man dem bevölkerungsreichsten Land Europas auch im Internet zumisst.
Wenn man bedenkt, wie viele Internet-Neugründungen in Deutschland derzeit jede Woche starten und wie aktiv Investoren sich an diesen beteiligen, so scheint es, als würde Deutschland die nach dem New-Economy-Crash verloren Jahren derzeit im Vorspulmodus nachholen. Und nach der Flaute ist die in Deutschland traditionell wenig vorhandene Risikobereitschaft noch weiter gesunken. Dass man sich bei einem Neustart dann an Angeboten orientiert, die woanders bereits erfolgreich, jedoch auf dem hiesigen Markt nicht verfügbar sind, ist nachvollziehbar. Doch die Phase des Kopierens wird vorübergehen, der Mut kommt zurück. Und auch wenn Deutschland keine acht Twitter-Nachahmer benötigt – die Tatsache, dass alle nach dem Beginn des Twitter-Hypes im März entstanden – innerhalb von nur zwei Monaten – macht deutlich, wie viel Potential und Gründungswille in den Deutschen steckt. Dieses muss lediglich für andere Zwecke genutzt werden, als den User zu fragen, was er gerade macht. Aber dieses “Problem” wird sicher der Markt regeln.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Gestern veröffentlichte das populäre US-Portal Mashable eine Liste der sieben dreistesten Web-2.0-Kopien. Ganze drei der sieben Kandidaten kommen aus Deutschland: Die Twitter-Kopien Frazr und wamadu auf Platz 2 und 7 und das Facebook-Imitat und gleichzeitig erfolgreichstes deutsches Social Network, StudiVZ auf Platz 3. Eine sehr zweifelhafte Ehre und irgendwie auch ein bisschen peinlich, dass die hier bereits seit einiger Zeit stattfindende Diskussion um das permanente Kopieren erfolgreicher Internetkonzepte aus den USA nun auch dort geführt wird, oder?
Gleichzeitig sollte man hier zu Lande deutlicher zwischen innovationslosen Kopien und durchdachten Weiterentwicklungen unterscheiden. Zurecht landen Frazr und StudiVZ auf Mashables Liste, immerhin hat man neben der Funktionsweise auch das Design des jeweiligen Originals übernommen. Was einen auch immer zu solch einem frechen Schritt bewegt – die Kritik ist berechtigt und wird nicht verstummen, solange StudiVZ/Facebook und Frazr/Twitter sich so ähnlich sehen.
Manchmal wird in der Diskussion um “Klone” allerdings stark verallgemeinert und pauschalisiert. Eine erfolgreiche Idee zu übernehmen und als Ausgangsbasis für ein eigenes Projekt zu verwenden, welches dann eigenständig weiterentwickelt wird, ist nicht verwerflich. Im Gegenteil, Konkurrenz belebt das Geschäft und kommt am Ende dem Nutzer zugute, der sich seinen Favoriten aussuchen kann. Natürlich gilt das nur bei einem Dienst mit ordentlichem Mehrwert. Wieso Deutschland mittlerweile acht Twitter-Klone hat und was die Macher der jeweiligen Seite antreibt, ist mir schleierhaft.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Es scheint, als handele es sich bei Twitter doch um mehr als einen kurzen und wenig zukunftsträchtigen Web-2.0-Hype. Vor knapp zwei Monaten tauchte der Dienst, bei dem User übers Web, per Instant Messenger oder Handy davon berichten, was sie gerade tun oder denken, aus dem Nichts auf und war schlagartig Top-Thema in der Bloggerszene. Das Prinzip hinter Twitter ist so simpel, dass nur wenige mit einem längeren Erfolg des Dienstes rechneten.
Doch bis heute geht es für Twitter bergauf, und auch die mediale Berichterstattung reißt nicht ab. Mittlerweile haben einige Medienanbieter Twitter selbst als Distributionskanal für ihre Meldungen erkannt. Unter anderem veröffentlichen die New York Times, die BBC und seit vergangener Woche auch das deutsche Nachrichtenmagazin Focus aktuelle Schlagzeilen bei Twitter.
Dass offensichtlich Bedarf an zusätzlichen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten rund um Twitter besteht, zeigt auch die steigende Zahl im Web angebotener Twitter-Tools. Twitterrific ermöglicht das Anzeigen und Veröffentlichen von Mitteilungen auf dem Mac-Desktop, Twitteroo auf dem PC-Desktop. TwitBin und tweetbar erweitern Firefox um Twitter-Funktionen. Einen Überblick über alle für Twitter verfügbaren Applikationen gibt das Twitter Fan Wiki.
Natürlich hat Deutschland bereits seine eigenen Twitters. Mit Frazr, faybl, wamadu und Baluuu gibt es hierzulande mindestens vier Sites, die von den Usern wissen wollen, was sie gerade machen und denken.
Angesichts der Tatsache, dass sich all dies in gerade einmal zwei Monaten entwickelt hat, bin ich gespannt, was es im Juli über Twitter & Co zu berichten gibt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Zwei Trends sind derzeit in Deutschland im Zusammenhang mit dem Web 2.0 zu beobachten. Zum einen finden nahezu sämtliche erfolgreichen US-amerikanischen Web-2.0-Dienste in Deutschland einen Nachahmer, zum anderen werden viele dieser deutschen Startups von den drei Samwer-Brüdern mit Venturekapital versorgt. Deren aktuellste Beteiligung: Frazr, das deutsche Pendant zum US-Hype Twitter, seit Anfang April online. Nutzer veröffentlichen bei Frazr eine Statusmeldung über das, was sie gerade tun oder was ihnen im Moment durch den Kopf geht. Das war’s. Im Jahr 2007 ist alles ein attraktives Geschäftsmodell.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Es gibt diese unerklärlichen Phänomene im Web 2.0: Nahezu über Nacht redet plötzlich alles über einen neuen Dienst und man kann sich gar nicht so recht erklären warum. Im aktuellen Fall ist das Twitter: Es handelt sich hier um einen Web 2.0-Service, in dem man laut Eigenbeschreibung nur eine simple Frage beantwortet: “Was machst du gerade?” – dies macht man allerdings ständig. Man kann sich mit Freunden vernetzen und sieht so immer, was diese gerade machen, vorausgesetzt sie vergessen nicht, ihren Twitter-Account zu aktualisieren und sie fassen sich kurz: Die maximale Länge einer Nachricht beträgt nämlich nur 160 Zeichen.
Blickt man auf die Alexa und Technorati-Statistiken unten so lässt sich der Hype gut erkennen (obwohl er anscheinend schon wieder im Abflauen ist). Den Servern scheint die Belastung allerdings etwas zu schaffen zu machen – jedenfalls ist der Dienst im Moment nur äußerst langsam oder gar nicht zu erreichen.
Alexa:

Wie für einen Web 2.0-Serice üblich wird auch eine API zur Verfügung gestellt wird – und interessante Mashups haben nicht lange auf sich warten lassen, besonders hervorzuheben ist twittervision, die auf einer Google Map anzeigen, was so auf dieser Welt gerade so geschnattert wird.
Und wem (wie um ehrlich zu sein es auch bei mir der Fall ist) jetzt auf die Schnelle nicht einfällt, was das Ganze bringen soll, für den hat der Webworkblogger 17 sinnvolle Anwendungsideen für Twitter zusammengestellt. Ausprobieren werde ich den Dienst sicher mal – Meist erschließt sich einem der tiefere Sinn ja ohnehin erst durch praktische Anwendung als durch graue Theorie.
Die wesentlich interessantere Frage für mich ist allerdings, wie so ein Hype quasi über Nacht entstehen kann? Wurde dieser geschickt gelenkt (in diesem Falle: Hut ab!) oder ist dies die unkontrollierbare Eigendynamik der Blogosphäre? Also, raus damit, wer hat damit angefangen? ;)
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.