Thema: Microblogging

 

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Microblogging:
Ello, App.net und die Frustration über Twitter

Wie einst das gescheiterte App.net startet der Microbloggingdienst Ello zu einem Zeitpunkt, an dem sich eingefleischte Twitter-Nutzer über die Zukunftspläne des Zwitscherdienstes Sorgen machen. Trotz des guten Timings gibt es somit keinen Grund für Überschwänglichkeit, was Ello angeht. Dennoch lohnt es sich, den Dienst im Auge zu behalten. Schon wegen seines unkonventionellen Geschäftsmodells.

ElloEigentlich gibt es abseits von einer prinzipiellen Neugier für frisch gestartete Services wenig Gründe, sich intensiver mit dem gerade vermehrt in der deutschen Webszene seine Kreise ziehenden, von uns kürzlich kompakt vorgestellten Microblogging-Dienst Ello auseinanderzusetzen. Wäre da nicht das geniale Timing. » weiterlesen

Werbefinanzierte Geschäftsmodelle bleiben Nonplusultra:
App.net und eine große Vision sind am Ende

Die werbefreie Social-Web- und Cloudplattform App.net hat alles versucht, um mehr Anwender für sich zu begeistern. Vergeblich. Nun entlässt das Startup sein Team und gesteht damit ein: Das wird nichts mehr.

App.net

Die Zeiten, in denen Anhänger einer kommerziellen Alternative zu den im sozialen Web vorherrschenden, werbefinanzierten Geschäftsmodellen neben Twitter auch noch einen Account beim US-Konkurrenten App.net pflegen mussten, neigen sich dem Ende zu. Das ist die gute Nachricht. Leider verschwindet damit aber auch ein Projekt, das eigentlich Erfolg verdient hätte.

Am Dienstagabend gaben das Gründergespann von App.net, Dalton Caldwell and Bryan Berg, im Firmenblog den Entschluss bekannt, sämtliche Festanstellungen zu streichen. Auch die zwei Macher des Dienstes werden künftig nicht mehr auf der Gehaltsliste stehen. Sie betonen zwar, dass App.net ohne Unterbrechung weiterläuft, und dass Teile des Quellcodes als Open Source zugänglich gemacht werden. Dennoch signalisiert dieser aus einem finanziellen Engpass resultierende Schritt relativ unmissverständlich: Eine große Zukunft hat der Service nicht mehr vor sich. Wer die Entwicklung des Unternehmens etwas genauer verfolgt hat, den überrascht dies freilich nicht. Nun aber ist es offiziell.

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App.net-Gründer Dalton Caldwell:
“In Deutschland kommt App.net besonders gut an”

Nach den USA rangiert Deutschland auf dem zweiten Platz, was die Nutzerzahl beim Microbloggingdienst App.net angeht. In Kürze wird der Service die Marke von 100.000 registrierten Anwendern erreichen. Gründer Dalton Caldwell gab einige Einblicke.

“Wie kommt es, dass sich App.net speziell in der deutschen Techszene so gut entwickelt?”, fragte mich Dalton Caldwell, der Gründer des mit Twitter in Konkurrenz stehenden Microblogging- und Identitätsdienstes App.net, bei einem informellen Meetup Ende der vergangenen Woche. Wie der Zufall es wollte, riefen er und Marketingchef Ben Friedland genau während meiner derzeitigen San Francisco-Stippvisite Nutzer des Dienstes auf, zu einer kleinen Zusammenkunft in eine Bar im Stadtzentrum zu kommen. Die Gelegenheit, mit dem Gründer des Startups einen Plausch zu führen, ließ ich mir nicht entgehen.

Caldwells Frage bezog sich darauf, dass Deutschland seiner Aussage nach hinter den USA die am stärksten vertretene Nation bei App.net darstellt. Wie viele der mittlerweile rund 90.000 registrierten Mitglieder hierzulande wohnen, konnte er zwar nicht genau beziffern, verwies aber darauf, dass sich unter den Usern mit der größten Gefolgschaft zahlreiche Personen aus Deutschland befinden, wie @timpritlove, @holgi und @343max. Ich erklärte Caldwell, dass Teile der hiesigen Blogger- und Netzaktivistenszene besonders sensibel sind, was als nutzerfeindlich wahrgenommene Eingriffe bei den führenden Onlinediensten angeht, und dass manche deshalb im Lichte von Twitters zunehmender Abkehr von der Plattformstrategie und Transformation in ein von Werbeinteressen getriebenes Medienunternehmen nach einer Alternative suchen. » weiterlesen

Replik:
App.net bietet noch lange nicht genug Gründe, um Twitter zu verlassen

Twitter macht derzeit vieles falsch und App.net präsentiert sich als saubere Microblogging-Alternative. Umsteigen werden die Nutzer deswegen so schnell nicht, denn Twitter wird trotz der Negativentwicklung noch für eine lange Zeit die bessere Wahl sein.

Vielleicht wird es den einen oder anderen Leser überraschen, dass es Identi.ca noch gibt, oder vielleicht sogar, dass es den Dienst jemals gab. Die offene Alternative zu Twitter startete fast zwei Jahre später als der Zwitscherdienst im Juli 2008, setzte ebenfalls auf kurze Statusmeldungen mit 140 Zeichen, wurde seitdem mehrfach überarbeitet und hat bis heute überlebt. Wenn wir also wirklich eine Twitter-Alternative wollten, warum sind wir nicht längst zu Identi.ca gewechselt?

Die Frage ist natürlich rhetorisch gestellt. Wir wollen ja gar nicht wechseln, da mag Twitter noch so böse sein. Wir bleiben ganz einfach dort, wo unsere Kontakte sind und wir nehmen dafür Nachteile in Kauf. Die Anwesenheit unserer Freunde bürgt praktisch dafür, dass wir einem Social Network vertrauen und dort bleiben können. Einen Wechsel überlegen wir erst, wenn das Verhältnis ins Rutschen kommt, mehr und mehr Freunde unser vertrautes Netzwerk verlassen und ein anderes bevölkern.
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Microblogging:
Wie Twitter Intensivnutzer in die Arme von App.net treibt

Twitters Ambitionen als werbefinanzierter Mediengigant bringt Intensivnutzern Nachteile und treibt sie in die Arme von App.net.

Wieso sollte man neben oder anststelle von Twitter App.net nutzen? Diese Frage war in den letzten Tagen im Social Web häufiger zu vernehmen, nachdem der junge kalifornische Microblogging- und Cloudservice die Tore für Gratisnutzer geöffnet hatte. Sie ist verständlich, immerhin bietet der Neuling vom Grundkonzept her für Endanwender vergleichbare Funktionen wie Twitter, kann jedoch nicht annähernd eine ähnlich große Zahl aktiver Anwender vorweisen, geschweige denn namhafte Berühmtheiten, die sich unterdessen bei Twitter die Klinke in die Hand geben und eine wichtige Rolle bei der Akquisition von Nutzern spielen.

Als jemand, der vor ungefähr fünf Jahren seine ersten Gehversuche mit Twitter gemacht hat und App.net seit dem Launch 2012 beobachtet, sehe ich zwei mögliche Antworten auf die Frage nach dem Sinn von App.net. Die erste ist gewissermaßen ideologischer Natur: Rein werbefinanzierte Social-Web-Dienste führen ultimativ zu Nachteilen für Mitglieder. » weiterlesen

Werbefreier Twitter-Konkurrent und Identitätsanbieter:
App.net öffnet sich für Gratis-Nutzer

Das ambitionierte Social Network App.net, das sich für immer von den aus einer Werbefinanzierung resultierenden Zwängen fernhalten will, hat ein Freemium-Modell eingeführt. Zahlende Nutzer können jeweils fünf zeitlich unbegrenzte Gratis-Accounts verschenken.

Mehrfach haben wir in den vergangenen Monaten über App.net berichtet, den ambitioniert mittels Crowdfunding gestarteten Microbloggingdienst mit dazugehörigem Cloudspeicher und Login-Features für externe Websites. Doch eine Eigenheit des Dienstes sorgte bisher dafür, dass nur vergleichsweise wenige unserer Leser den Service überhaupt einmal ausprobieren konnten: Denn bisher gab es mit Ausnahme eines einmonatigen Testzugangs lediglich kostenpflichtige Accounts.

Da App.net-Gründer Dalton Caldwell um jeden Preis auf eine Werbefinanzierung verzichten möchte – die bei dem Vorbild Twitter zu verschiedenen nicht Nutzerinteressen in den Vordergrund stellenden Entscheidungen führte – waren er und sein Team bisher darauf angewiesen, Umsätze durch Mitgliedsbeiträge zu generieren. Der Zugang kostet fünf Dollar monatlich oder 36 Dollar pro Jahr. Auch wenn dabei zehn Gigabyte Cloudspeicher inbegriffen sind, erschwerte diese “Bezahlschranke” natürlich die für einen jungen Social-Web-Service ohnehin schon komplizierte Akquisition von Nutzern nochmals. Rund 36.000 Konten sind bisher bei App.net registriert worden, nur einige Tausend dürften aktiv Inhalte publizieren. » weiterlesen

Sammelbecken für Twitter-Kritiker App.net:
Die derzeit spannendste
Bewegung im Netz

800.000 Dollar hat der neue, Nutzer- und Entwicklerinteressen in den Vordergrund stellende Twitter-Konkurrent App.net per Crowdfunding eingesammelt – und zeigt sich kreativ dabei, wie dieses Geld zum Aufbau von Reichweite und Bekanntheit eingesetzt werden soll.

Eine der spannendsten Fragen der kommenden Monate wird sein, ob es der neu geschaffenen Twitter-Alternative App.net gelingen wird, sich fest im Bewusstsein einer hinreichend großen Nutzerschaft zu verankern. “Hinreichend groß” bedeutet in diesem Fall, die Grundlage für späteres Wachstum über eine sehr bewusste, technisch versierte Zielgruppe hinaus zu schaffen – und damit nicht das Schicksal von identi.ca zu erleiden, an dessen großen Durchbruch nach vielen Jahren der Existenz in einer sehr engen Nische einfach nicht mehr zu glauben ist.

Zur Erinnerung: Der vom Seriengründer Dalton Caldwell lancierte Microbloggingdienst sammelt im August im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne 803.000 Dollar von 12.315 Unterstützern ein. Anders als Twitter will App.net für immer auf eine Monetarisierung durch Anzeigen verzichten, wodurch eine derzeit bei Twitter zu beobachtende Anpassung des Angebots an die Bedürfnisse von Werbekunden vermieden werden soll. Zum jetzigen Zeitpunkt ist App.net daher vor allem eines: Ein Sammelbecken für all diejenigen, die frühzeitig zu loyalen Twitter-Nutzern wurden, die ihre Sympathien für den heute stark auf den Mainstream abzielenden Zwitscherdienst aber verloren haben.

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Unpopulärer Strategiewechsel:
Die unangenehme Machtlosigkeit
der Twitter-Kritiker

Viele engagierte, aktive und frühzeitige Twitter-Nutzer fragen sich dieser Tage, wie sie gegen die vielkritisierte strategische Neuausrichtung des Dienstes aufbegehren können. Doch im Prinzip sind sie machtlos – ein ungewohntes und ungutes Gefühl.

Noch nie in der Geschichte des Internets hat sich ein Unternehmen in einem so relativ kurzen Zeitraum vom Liebling zum Feindbild der Tech- und Programmierer-Community entwickelt wie Twitter. Sicher, Anzeichen für den geplanten Strategiewechsel des Microbloggingdienstes von der offenen Plattform zum in sich geschlossenen Medienanbieter gab es schon länger. Die entscheidenden Maßnahmen zur Umsetzung dieses Vorhabens traf die Firma aus Kalifornien aber in geballter Form in den letzten Wochen und Monaten. Dazu zählen erhebliche Einschränkungen für Entwickler bei der neuen Version der Twitter-API, die Unterbindung der Möglichkeit des Twitter-Kontakte-Abgleichs für Instagram und Tumblr, das restriktive und seltsame Regelwerk rund um das neue Firmenlogo, die sehr an das Verhalten von Medienkonzernen erinnernden Aktivitäten und Partnerschaften bei den Olympischen Spielen sowie die aufsehenerregende Deaktivierung des Accounts eines Journalisten, der sich in Tweets kritisch über Twitter-Partner NBC geäußert hatte.

Im Sommer 2012 lässt Twitter seine Maske Fallen. Zwar nicht aus Boshaftigkeit sondern aus der nach sechs Jahren des Bestehens immer dringender werdenden Notwendigkeit rasant wachsender Werbeerlöse, aber trotzdem zum Unmut einer mutmaßlich kleinen, aber dafür lautstarken Gruppe an Anwendern und Multiplikatoren. Diese stehen angesichts der Ereignisse bei dem Zwitscherdienst vor einer kniffligen Frage: Auf welche Weise drücken sie ihren Unmut aus und zeigen, dass derartige, bei den einst wichtigsten, da ersten Twitter-Nutzern, unpopuläre Entscheidungen nicht ungestraft bleiben? » weiterlesen

identi.ca vs App.net:
Manchmal lohnt es sich,
das Rad neu zu erfinden

Der gerade im Rampenlicht stehende Twitter-Konkurrent App.net erfindet das Microblogging-Rad neu und verlangt dafür von Nutzern sogar Geld. Das mag befremdlich anmuten, hat aber seine Berechtigung.

App.net ist das Gesprächsthema des Tages in Tech- und Social-Media-Kreisen. Doch eine Frage in Bezug auf das Konzept der werbefreien Twitter-Alternative war absehbar: Wieso sollen Nutzer für einen vom Funktionsumfang wenig beeindruckenden Microbloggingdienst Geld auf den Tisch legen, wenn sie existierende, offenen Twitter-Kontrahenten wie StatusNet beziehungsweise identi.ca kostenfrei nutzen können?!

In der Tat hat App.net in Bezug auf Features in seiner bisherigen Alpha-Version nichts wirklich Revolutionäres zu bieten, und im Gegensatz zu dem Neuling handelt es sich bei StatusNet um eine Open-Source-Software für Microbloggingdienste, die jeder auf einem Server betreiben kann. identi.ca ist die bekannteste Implementierung von StatusNet.

Also: Warum versorgen tausende Twitter-Kritiker App.net per Crowdfunding mit dem notwendigen Startkapital, wenn sie auch einfach und ohne Bezahlung ein Konto bei identi.ca oder einer anderen StatusNet-Implementierungen eröffnen könnten? Wieso das Rad neu erfinden, wenn es doch schon existiert?

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Twitter:
Von einer simplen Plattform
zur Destination für Multimediainhalte

Immer mehr Partnerseiten können zusätzliche multimediale Inhalte im Kontext von Tweets darstellen. Ganz eindeutig ist bisher nicht, wohin diese Reise für Twitter geht.

Ein Tweet hat 140 Zeichen, richtig? Fast. Während die herkömmliche Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen bestücken werden kann, erlaubt der Mircrobloggingdienst aus San Francisco einer wachsenden Zahl von Partnerseiten, weitere (multimediale) Inhalte im Kontext eines Tweets darzustellen. Bereits Ende 2010 wurde dieses Feature für in Tweets verlinkte Inhalte bei Instagram, Blip.tv, Rdio, SlideShare und DipDive aktiviert und sukzessive auch für andere Dienste freigeschaltet. In der vergangenen Woche gab das kalifornische Unternehmen, das kürzlich mit einem etwas seltsamen Rebranding auf sich aufmerksam machte, die Partizipation weiterer Partner bekannt, darunter eine Reihe von Online-Nachrichtenangeboten, von der New York Times über The San Francisco Chronicle bis zu Spiegel Online. Empfiehlt ein Nutzer einen Artikel von diesen Sites, erscheint unterhalb des Tweets die Überschrift, ein Textanriss sowie ein Foto aus dem Beitrag. Auch in einer Twitter-Nachricht verlinkte Inhalte des Berliner Audioportals SoundCloud sind nun direkt in einen Tweet eingebettet. » weiterlesen