Thema: Microblogging

 

Alle 39 Artikel zum Thema Microblogging auf netzwertig.com:

“Tweet in deinem Land nicht verfügbar”:
Twitter räumt sich Recht
regional zensierter Tweets ein

Twitter räumt sich das Recht ein, künftig Tweets für Nutzer in einzelnen Ländern zu sperren, sofern es Beschwerden gibt. Für Anwender ist dies ein Schlag ins Gesicht.

[Update] Twitter hat in seiner Ankündigung einen entscheidenden Aspekt nicht erwähnt: Blockierte Tweets lassen sich durch eine einmalige Änderung in den Kontoeinstellungen sichtbar machen. Hält sich das Unternehmen an sein Wort, ist der Schritt weit weniger besorgniserregend als ursprünglich angenommen. Mehr dazu in diesem Artikel [Update Ende]

Bisher galt bei Twitter eine klare Regel: Eine veröffentlichte Kurznachricht konnte aus jedem Land der Welt angezeigt werden – solange nicht – wie in China – die Website von Twitter vollständig zensiert wird. Hatten Regierungen, Firmen oder Individuen rechtliche Bedenken in Bezug auf einen einzelnen Tweet, war ihre einzige Möglichkeit, Twitter dazu zu bringen, diesen oder den gesamten Account komplett zu löschen. Angaben dazu, wie häufig dies vorkam, sind mir nicht bekannt.

In Zukunft aber räumt sich der Microbloggingdienst die Option ein, Tweets für Anwender aus einer spezifischen Region zu sperren. In einem Blogbeitrag beschreibt das Unternehmen aus San Francisco diesen Sachverhalt, mit dem es unterschiedlichen nationalen Gesetzgebungen Rechnung tragen möchte.

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Neuer Aktivitätenstream:
Twitter schafft Transparenz

Twitter rüstet den Mitgliederbereich dieser Tage mit einem Aktivitätenstream aus, der all das in chronologischer Reihenfolge auflistet, was die gefolgten Nutzer bei dem Microbloggingdienst so tun.

Twitter ist momentan dabei, seine Weboberfläche auf eine signifikante Art und Weise zu modifizieren. Diesmal handelt es sich nicht um eine optische Neugestaltung, sondern um eine konzeptionelle Veränderung, die sich durch zwei neue neue Reiter auf dem persönlichen Twitter-Dashboard äußert:

Rechts neben der unveränderten Zeitleiste mit den Tweets der gefolgten Nutzer ersetzen die zwei neuen Menüpunkte “@benutzername” sowie “Activity” die bisherigen Tabs “@mentions” und “Retweets”.

Zukünftig zeigt Twitter sämtliche Erwähnungen des eigenen Twitter-Kürzels sowie Retweets eigener Twitter-Nachrichten nicht mehr gesondert sondern gemeinsam in der “@benutzername”-Übersicht. Auf diese Weise schafft der Dienst Platz für den neuen Aktivitätenstream, der vor einigen Monaten erstmalig vorgestellt und dieser Tage allen Twitter-Nutzern verfügbar gemacht wird.

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Kommunikationsplattform für Studenten:
Aus blicKlick wird Spocal

Anfang des Jahres lancierten drei Zürcher die Hochschul-Flirtplattform blicKlick. Jetzt erweitern sie das Konzept der Site auf die Kommunikation zwischen Studenten und verpassen dem Service mit Spocal einen neuen Namen.

Uni-Flirts in Echtzeit – das versprach das Schweizer Startup blicKlick zum Launch im Februar dieses Jahres. Das Konzept hatten sich die drei Studenten der ETH Zürich Philip Reichen, Cristian Grossmann und Flavio Pfaffhauser vom US-Dienst LikeALittle abgeschaut:

Nutzer konnten auf einer Hochschul-spezifischen virtuellen Pinnwand beschreiben, welche Person in ihrer Umgebung sie attraktiv fanden, und diese Nachricht in Echtzeit veröffentlichten. Mitstudenten konnten einzelne Einträge kommentieren und bei der Identifizierung oder Kontaktanbahnung mithelfen – oder sich als die beschriebene Person zu erkennen geben.

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Was wäre wenn:
Kostenpflichtige Twitter-Konten

Auf der Suche nach einem schlagfertigen Geschäftsmodell lässt sich Twitter zu immer mehr Einschnitten hinreißen. Ein besserer Ansätze wäre, wenn der Dienst es seinen Nutzern erlauben würde, mit ihren Streams Geld zu verdienen.

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Die vergangenen Wochen waren nicht Twitters beste, fünfjähriger Geburtstag hin oder her. Erst musste der Microbloggingdienst nach Nutzerprotesten Kompromisse bei der Einführung der mit Werbung versehenen so genannte Quickbar (alias “Dickbar”) in der offiziellen iPhone-App machen, und kurze Zeit später handelte sich das Unternehmen heftige Kritik ein, nachdem es Entwickler von Twitter-Apps darüber in Kenntnis setzte, dass sie lieber keine vollwertigen Mainstream-Clients entwickeln sondern sich auf Anwendungen konzentrieren sollten, welche die Twitter-Plattform um zusätzliche Funktionalität ergänzen würden.

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Frenzy:
Netzwerken über Dropbox

Die derzeit kostenfreie Mac-Software Frenzy nutzt den beliebten Speicher- und Synchronisationsdienst Dropbox, um darauf ein dezentrales Social Network aufzubauen. Eine iPhone-Version ist geplant.

Dass sich mit Dropbox, der in den Augen der netzwertig.com-Leser(innen) Webanwendung des Jahres 2010, spannende Sachen anstellen lassen, hat kürzlich bereits tunesBag gezeigt, das als plattformübergreifender Musikplayer für den Speicher- und Synchronisationsdienst verwendet werden kann.

Der neuseeländische Entwickler John Winter beweist mit seiner neuen Mac-Software Frenzy nun, dass man den populären und in der Gratisversion kostenfreien Storageservice sogar zum Hosten eines Microbloggingdienstes bzw. Social Networkings verwenden kann.

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Luxusproblem:
Twitters aufregende Suche
nach dem perfekten Geschäftsmodell

Twitter ist ein Produkt ohne Benchmark oder verlässliche Prognose. Das ist eine Herausforderung, gibt den Machern aber viel Freiraum bei der Suche nach dem perfekten Geschäftsmodell.

Wenn ein Webunternehmen nach einigen Jahren noch immer kein funktionierendes Geschäftsmodell gefunden und signifikante, nachhaltige Umsätze vorzuweisen hat, dann gilt dies meist als Versagen und wird als Grund angesehen, etwas Neues auszuprobieren oder den Stecker zu ziehen. In vielen Fällen mag diese Sichtweise klug sein, um ein weiteres Geldverbrennen zu vermeiden. Aber es gibt Ausnahmen. Eine davon ist in meinen Augen Twitter.

Bei Twitter ist das Fehlen eines überzeugenden Geschäftsmodells meines Erachtens nach keine Schwäche sondern ein Luxus. Warum? Twitter hat eine völlig neue Produktkategorie aus dem Boden gestampft. Einen Dienst, der zuvor nicht einmal in einer abgewandelten Form existierte. Einen Service, mit dem bis zu 175 Millionen Menschen von nahezu jedem Punkt auf der Erde ihre Befindlichkeiten, Erlebnisse und Gedanken in Echtzeit publizieren und für alle Welt zugänglich machen können.

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Twitters Kooperation mit Apple:
Seine Seele zu verkaufen,
macht nicht glücklich

Apple verknüpft sein an iTunes gebundenes Social-Music-Tool Ping mit Twitter. Nutzer sollen so häufig wie möglich ihre Ping-Aktivitäten bei dem Microbloggingdienst publizieren – ein Abkommen auf Kosten vieler Twitter-Anwender.

Wenn tonangebende Anbieter im Web-/Technologie-Bereich gemeinsame Sache machen, dann führt dies manchmal zu äußerst spannenden Resultaten, die sich positiv auf das Benutzererlebnis auswirken können – man denke nur an die Social-Search-Partnerschaft zwischen Bing und Facebook oder Googles Kooperation mit Logitech, Sony und Intel, um endlich Fernsehen und Internet zu vereinen.

Allerdings gibt es auch Abkommen, bei denen zwar die Beteiligten Unternehmen profitieren, die für Konsumenten hingegen tendenziell zu Verschlechterungen führen. In diese Kategorie fällt für mich die am Donnerstagabend verkündete Zusammenarbeit von Twitter mit Apples in iTunes integriertem Social-Music-Dienst Ping.

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Gartners Hype Cycle 2010:
Internet-TV wird uns
nochmals enttäuschen

Internet-TV, Augmented Reality und Cloud Computing stehen kurz vor dem Ende ihres Hypes, Microblogging sorgt für Enttäuschungen und virtuelle Welten werden zur Zeit kräftig unterschätzt – das sind einige der Erkenntnisse des diesjährigen Hype-Zyklus von Gartner.

Die Marktforscher von Gartner haben ihre jährliche Analyse über den Akzeptanz- und Aufmerksamkeitsgrad neuer Technologien veröffentlicht. Das von Gartner entwickelte Modell nimmt für sämtliche technologischen Trends eine Entwicklung an, bei der eine Innovation über einen individuellen Zeitraum zu einem Gipfel überzogener Erwartungen führt (Hype), anschließend aufgrund fehlender Erfüllung selbiger in ein Tal der Enttäuschung abfällt und erst danach ein angemessenes Niveau von Aufmerksamkeit erreicht.

Die diesjährige Ausgabe des Reports gibt Auskunft über den aktuellen Hype-Status einer ganzen Reihe von Trends und Technologien, die wir bei netzwertig.com auf dem Radar haben:

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Playlistnow:
Twitter für Playlisten

Bei Playlistnow publizieren Nutzer Status-Updates mit selbst erstellten Playlisten. Der Dienst erinnert nicht nur an Twitter und Facebook, sondern auch an Apples Produktneuheit Ping.

Gründer sollten es vermeiden, einen neuen Webdienst vorzustellen, indem sie seine Grundfunktionalität in den ersten Sekunden ihres Pitches mit der eines etablierten Anbieters vergleichen. Für Blogger ist dieses Stilmittel jedoch sehr hilfreich, um Lesern in so wenig Worten wie möglich die Funktionsweise eines Startups zu erklären. Und manchmal liegt es einfach auf der Hand. Wie im Falle von Playlistnow, einem “Twitter für Playlisten” – mit einer Prise Facebook.

Bei Playlistnow geht es darum, Followern selbst erstellte Playlists mit der persönlichen Lieblingsmusik zu empfehlen. Nachdem man sich als neuer Nutzer bei dem Dienst registriert hat (ein Login ist auch über das eigene Facebook-, Twitter- oder Google-Konto möglich) und sich für das Folgen oder Entfolgen einiger vorgeschlagener User entschieden hat, beginnt man damit, eine erste Playlist zu erstellen und diese mit Songs zu befüllen.

Playlistnow greift über die YouTube-API auf den großen Fundus an Musikclips von Googles Videoportal zu, sämtliche dort verfügbaren Titel lassen sich also in eine Playlist importieren (die Videos werden ausgeblendet). Spiellisten sollten möglichst zur aktuellen Stimmungslage passen und können mit charakterisierenden Attributen wie Tags und Kategorien (Arbeitsplatz, Sport usw) versehen werden.

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Twitters neue Weboberfläche:
Eine Bedrohung für alle Twitter-Clients

Twitter präsentiert eine überarbeitete Weboberfläche, die aus twitter.com endlich eine ernstzunehmende Twitter-Anwendung macht. Für existierende Clients von Drittanbietern entsteht akuter Handlungsbedarf.

Als der beliebte Twitter-Client Seesmic vor einigen Tagen die neueste Version seiner Desktop-Software vorstellte, stand für das US-Startup vor allem eines im Mittelpunkt: sich durch die Integration von über 40 anderen Webservices weniger abhängig von Twitter zu machen.

Denn anders als in seinen ersten Jahren hat Twitter in den letzten Monaten nicht nur das Innovationstempo deutlich angezogen, sondern mit neuen Features und Tools verstärkt in Domänen eingegriffen, die bisher von externen Applikationen kontrolliert wurden. Man denke hier nur an die offiziellen Twitter-Anwendungen für iPhone, Android, BlackBerry und iPad.

Die neue Strategie im Hause Twitter, essenzielle Funktionalität verstärkt selbst bereitzustellen und sich diesbezüglich nicht mehr auf Drittanbieter zu verlassen, vereinheitlicht das Benutzererlebnis über verschiedene Plattformen hinweg und erspart es Nutzern, für bestimmte Features extra zu einer inoffiziellen App zu wechseln.

Gleichzeitig sorgt der Ansatz nicht gerade für Freude in der Entwickler-Community. Dieser wird durch Twitters Sinneswandel die scheinbare Sicherheit genommen, mit Twitter-Applikationen ein nachhaltiges Produkt auf die Beine stellen zu können. Immerhin gibt es stets eine latente Gefahr, direkte Konkurrenz durch eine Eigenentwicklung von Twitter zu bekommen.

Dass Twitter seinen eingeschlagenen Weg unbeirrt weitergeht, verdeutlicht eine neue Benutzeroberfläche für twitter.com, die in der Nacht im Twitter-Hauptquartier in San Francisco vorgestellt wurde und in den nächsten Stunden und Tagen für alle 160 Millionen Twitter-Konten zur Verfügung gestellt wird.

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