Alle 1477 Artikel zum Thema medienlese.com auf netzwertig.com:
Die letzte Ausgabe des täglichen gedruckten Christian Science Monitor erscheint heute in den USA – fortan setzt der Verlag auf eine wöchentliches Magazin und das Internet.
Die Abonnenten müssen länger auf ihren
Christian Science Monitor im Briefkasten warten: Künftig wird nur noch einmal pro Woche gedruckt, nicht mehr täglich. Die traditionsreiche, für ihre liberale Berichterstattung und ihren Fokus auf Außenpolitik geschätzte Zeitung erfindet sich neu. Der Schritt war bereits im Oktober vergangenen Jahres
angekündigt worden. Der neue Dreiklang: Internet, wöchentliches Magazin und täglicher E-Mail-Newsletter.
» weiterlesen
Chefredaktor Roger Köppel verliert reihenweise Schreiber: Sie kündigen oder werden gegangen. Damit aber riskiert die Weltwoche ihren Ruf als stolzes Autorenblatt.
“Hallo Weltwoche, ist da (noch) jemand?”, fragt Martin Hitz auf
medienspiegel.ch – denn in den vergangenen Wochen haben eine ganze Reihe profilierter Journalisten das Blatt verlassen: Im Februar ging Auslandredaktor
Eugen Sorg wegen unterschiedlicher strategischer Auffassung. Die Leiterin des Ressorts Gesellschaft,
Bettina Weber, soll Ende Juni das Blatt verlassen. Hinter vorgehaltener Hand sagt man, sie hätte eine Geschichte nicht mittragen wollen, nach der berufstätige Mütter ihren Kindern schaden würden. Literaturredaktor
Julian Schütt wechselt zum Kulturmagazin
Du, schreibt ein Buch und bleibt der
Weltwoche immerhin als Autor erhalten. Im März kündigte der berüchtigte Rechtsdenker
Hanspeter Born, der sich stets mühte, genau das Gegenteil vom Mainstream zu schreiben. Genau wie Sorg gehörte er zum festen Kern, auch bei ihm kommt der Abschied plötzlich. Eine Woche später wurde dann der Abgang von
Daniele Muscionico bekannt. Die Kulturjournalisten geht aus persönlichen Gründen, bleibt aber Autorin. Damit hat die
Weltwoche binnen kürzester Zeit fünf Redaktoren verloren.
» weiterlesen
Öffentlich-rechtliches Fernsehen und Radio gehen zusammen, ob in der Schweiz oder in Deutschland. Leider wird medienkonvergentes Arbeiten allzu oft zu Sparzwecken missbraucht.
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) muss sparen: Ein Minus von knapp 80 Millionen Schweizer Franken im Jahr – und kein politischer Wille, das fehlende Geld womöglich von den Zuschauern und -hörern einzufordern. Stattdessen wird Programm gekürzt und vor allem, und das ist eine kleine Revolution, Radio und Fernsehen in den Sprachregionen zusammengefasst. Nun hat man zwar Angst vor einem “Übergriff televisuellen Leichtsinns auf Radio DRS” (
NZZ), andererseits ahnt jeder, der schonmal ein YouTube-Video gesehen hat, dass die mediale Zukunft “in Inhalten liegt, die unabhängig von einzelnen und schön streng durch Abteilungsgrenzen getrennten Plattformen verbreitet werden” (
Miriam Meckel).
» weiterlesen
Nah dran an den Bewohnern der Stadt ist die New York Times. Zu Fotostrecken erzählen ganz gewöhnliche Menschen ihre Geschichte – jede Woche einer von acht Millionen.
Ich habe mich verliebt: In die neue
New York Times-Serie
“One in 8 Million”. Seit Januar wird in der Audio-Slideshow jede Woche einer von über acht Millionen New Yorkern portraitiert.
» weiterlesen
Bild-Chef Kai Diekmann bekam 2008 die nur in den USA erhältliche Hosentaschen-Kamera “Flip” gezeigt – ein Jahr später hat er eigene Video-Paparazzi im ganzen Land, erzählt er im Video.

Bild-Chef Diekmann zeigt seine eigene Flip (Jeff Jarvis)
Anfang des Monats sagte John Chamber von Cisco in der stets sehenswerten Wirtschaftssendung von Peter Days auf BBC, ein Abschwung sei die Chance, neue Geschäftsfelder aufzutun. Etwa, indem man den Hersteller der erfolgreichen und simplen Videokamera Flip aufkauft. Ich denke, das könnte sich als genial erweisen. Flip steht für eine neue Art einfacher Kommunikation und Netzwerke. Die Kamera lässt sich auf vielfältige und bisher kaum bekannte Art einsetzen.
» weiterlesen
Wie geht es dem Journalismus? Zwei aktuelle Studien zeigen, wie es um die Medien in Deutschland steht. Mit reichlich Zahlenmaterial belegen sie einen heftigen Strukturwandel.
Zwei grundlegende Texte gibt es in Deutschland, die jeder kennen und zur Hand haben sollte, der sich ernsthaft mit Medienfragen beschäftigt. Beide sind auch als kostenlose pdf-Dateien im Internet verfügbar. Zunächst einmal ist dort
der zweiteilige Medienbericht der Bundesregierung, erstellt vom Hans-Bredow-Institut. In ihm finden sich alle relevanten Daten und Fakten zur Medienlandschaft, auf der statistischen Basis des Jahres 2008. Insbesondere der zweite Teil, das Gutachten, trägt auf knapp 400 Seiten alles zusammen, was heutzutage für die Zahlengarnitur eines fundierten Artikels zur Lage der Medien erforderlich ist – von der Marktentwicklung über die Studierendenzahlen bis hin zum grassierenden Titelschwund gerade auch in der Fläche.
» weiterlesen
Eine Studie des Magazins Nature zum Wissenschaftsjournalismus zeigt: Ressorts werden geschlossen, Stellen gestrichen. Dafür werden Blogs immer wichtiger – und was ist mit der Qualität?
“Die unabhängige Wissenschaftsberichterstattung ist vom Aussterben bedroht.” – Das ist ein Zitat des
Wall Street Journal-Wissenschaftsjournalisten Robert Lee Hotz und zugleich die Quintessenz
einer Studie, die das britische Wissenschaftsmagazin
Nature gerade veröffentlicht hat. Immer mehr Wissenschaftsressorts werden demnach geschlossen, die Wissenschaftsberichterstattung verlagert sich in die Blogosphäre, und Kritiker bezweifeln, dass die oft hochwissenschaftlichen Themen dort mit ausreichender Distanz und dem notwendigen kritischen Blick betrachtet werden.
» weiterlesen
Mehr als hundert Blogger trafen sich am Samstag zum vierten Schweizer Blogcamp. Ausgetauscht wurde sich über aktuelle Themen und Trends – zum Beispiel über “Social Media Newsrooms”.
Während sich die Schweizer Blogger
im Jahr zuvor im Zürcher Technopark versammelten und sogar den bloggenden Minister Moritz Leuenberger für Foto-Shootings begeistern konnte, kehrte das Blogcamp Switzerland mit seiner vierten Ausgabe in die ehrwürdigen Säle der Technischen Hochschule in Zürich zurück.
» weiterlesen
Ein grimmiger Fernseher, Amy Winehouse vor Gericht und ein gefährlicher Leopard: Wir blicken zurück und zeigen die besten Nachrichtenbilder der vergangenen Woche.
Journalisten sehen im Schweizer Bundeshaus eine Rede von Hans-Rudolf Merz, Amy Winehouse musste vor Gericht, AIG-Chef Edward Liddy Bonuszahlungen erklären, in China wurde getanzt, in El Salvador gewählt, in Indien ein Leopard eingefangen und ein blauer Aktenordner viel fotografiert.
» Alle 7 Bilder ansehen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.
Kostenloser Check-up: Auf den Philippinen, einem der gefährlichsten Länder für Journalisten überhaupt, wurden Presse-Fotografen mit Hilfe von Sponsoren medizinisch versorgt.
Manila, Philippinen: Ein Foto-Journalist der philippinischen Vereinigung der Pressefotografen wird von Kollegen gefilmt, während er kostenlos medizinisch versorgt wird. Mitglieder und ihre Familien wurde die ärztliche Untersuchung im Pressehaus in Manila von Sponsoren ermöglicht, darunter der Fernsehsender UNTV. Rund 200 Menschen nahmen den Service am Sonntag in Anspruch. Kleine ambulante Eingriffe, Röntgenaufnahmen und Zähneziehen standen auf dem Programm – es ist eine der wenigen guten Nachrichten für philippinische Journalisten, die sich mit ihrer Arbeit all zu oft in Lebensgefahr begeben.
» weiterlesen